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Haben britische Forscher endlich eine Heilung für HIV-Patienten entdeckt?



Ein Feldversuch britischer Wissenschaftler macht HIV-Erkrankten Hoffnung: Die Forscher von fünf verschiedenen Universitäten haben einen ersten von 50 Patienten nach einer neuen Methode behandelt – und seither in dessen Körper keine der Viren mehr finden können.

epa05432416 A cupboard containing  Antiretroviral (ARV) drugs for children at the HOKISA childrens home in Masiphumelele, Cape Town, South Africa 19 July 2016.  HOKISA stands for Homes For Kids In South Africa where children living with and affected by HIV and AIDS are cared for. When a child cannot be looked after by family members or neighbours, he or she is placed via the Magistrate’s Court at the HOKISA home. South Africa is currently hosting the 2016 International Aids Conference between 18-22 July which is attented globally by over 18 000 delegates, policy makers, HIV Workers as well as many living with HIV. South Africa has the biggest and most high profile HIV epidemic in the world, with an estimated 6.5 million people living with HIV. Over 2.5 million children in South Africa have been orphaned by HIV and AIDS and over 400,000 children aged 0 to 14 are living with HIV in South Africa.  EPA/NIC BOTHMA

Bisher konnten Medikamente das HI-Virus nur eindämmen. Nun könnte eine Heilung möglich sein. Bild: NIC BOTHMA/EPA/KEYSTONE

Zuerst setzten die Ärzte bei der «Kick and kill»-Therapie antiretrovirale Medikamente ein. Diese stellen die T-Zellen des Immunsystems ruhig, die von HIV befallen und dann genutzt werden, um das Virus zu reproduzieren. Solche Medikamente werden auch regulär heute schon eingesetzt, doch sie können die Krankheit nur eindämmen und nicht ausrotten.

In einem zweiten Schritt wird der Patient mit einem Virus infiziert, das das Immunsystem anregt und hilft, befallene T-Zellen zu erkennen und zu zerstören. Im dritten und letzten Behandlungsschritt kommt ein Medikament namens «Vorinostat» zum Einsatz, das die restlichen, womöglich inaktiven T-Zellen zwingt, Proteine auszustossen, die auf das HI-Virus hinweisen und so deren komplette Auslöschung ermöglichen sollen.

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«Es wäre grossartig, wenn eine Heilung geklappt hat», sagte dieser erste, 44-jährige Patient der «Sunday Times». «Mein letzter Bluttest ist einige Wochen her und es konnte kein Virus festgestellt werden. Das könnte aber auch an der Antiretroviral-Therapie liegen – wir müssen also warten, um sicher zu sein.»

Das ist tatsächlich die Kehrseite der Medaille: Weil das HI-Virus über Jahre in den T-Zellen «schlafen» kann, wird erst nach Jahren definitiv feststehen, ob die neue Therapie wirkt.

Dennoch ist der Test bisher sehr vielversprechend. «Das ist der erste seriöse Versuch, HIV vollständig zu heilen», betont Mark Samuels von der britischen Gesundheitsbehörde NIHR, «wir erforschen hier eine reale Möglichkeit einer [vollständigen Genesung]. Es ist eine grosse Herausforderung und wir stehen noch am Anfang, aber die Fortschritte sind bemerkenswert.»

Die Krankheit hat bisher zirka 35 Millionen Menschen das Leben gekostet. Geschätzte 37 Millionen sind heute mit dem HI-Virus infiziert.

(phi, via Guardian)

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