Coronavirus
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In der letzten Woche wurden gemäss Bund über 65000 Coronatests durchgeführt. bild: shutterstock

Ansturm auf Coronatests

Gratistest und Corona-App sorgen für «Feuerwehrübungen» auf Notfallstationen. Schuld ist auch ein Irrtum.

pascal ritter / schweiz am wochenende



Gesundheitseinrichtungen verzeichnen einen Ansturm von Menschen, die sich auf das Coronavirus testen lassen wollen. Vor dem Kantonsspital Olten bildete sich am Mittwoch eine Schlange von Menschen, die zusammen mit einem Infizierten den Club Terminus besucht hatten. Die Hotline zur Testanmeldung des Kantonsspital Aarau war «trotz Verstärkung zeitweise massiv überlastet».

>>> Alle Entwicklungen im Liveticker

Und in der Permanence am Zürcher Hauptbahnhof wollten viele Personen einen Test, die im Club Flamingo waren, wo ebenfalls ein Infizierter unterwegs war. Weitere angefragte Spitäler registrierten eine deutlich gesteigerte Nachfrage nach Tests. In der letzten Woche wurden gemäss Bund über 65'000 Coronatests durchgeführt.

«Gratistest gut gemeint, aber ...»

Grund für den Ansturm ist neben den Ansteckungen im Nachtleben auch die Corona-App, die seit letzter Woche offiziell im Einsatz ist. Diese informiert nun erste Personen über Kontakte mit Infizierten. Statt sich wie vorgesehen zuerst an die Hotline des Bundes zu wenden, wollen manche sofort einen Test machen.

Barbara Oberholzer ist Ärztin in der Permanence am Hauptbahnhof Zürich und hat täglich mit Testwilligen zu tun. Sie sagt: «Wer von der App gewarnt wird, sollte zu Hause in Selbstisolierung bleiben und nicht in eine Arztpraxis rennen.» Denn eine Ansteckung sei erst rund fünf Tage nach einem Kontakt nachweisbar. Zudem bedeute ein negativer Test nicht, dass man sich nicht infiziert habe. «Die Leute haben das Gefühl, dass sie durch einen negativen Test von einer Quarantäne befreit werden. Aber das stimmt nicht», sagt Oberholzer.

Ein weiterer Auslöser für den Ansturm auf die Gesundheitseinrichtungen ist Alain Berset. Der Gesundheitsminister sagt bei jeder Gelegenheit, dass die Coronatests nun gratis seien. Tatsächlich übernimmt der Bund seit dem 25. Juni die Kosten für einen Test. Allerdings nur, wenn gewisse Kriterien erfüllt sind. Dazu gehören zumindest leichte Symptome (u.a. Husten, Halsweh, Fieber, Verlust von Geruchs- und Geschmacksinn) oder eine Alarmierung durch die Corona-App.

Allerdings wird in einem solchen Fall nur ein einziger Test bezahlt, der erst ab dem fünften Tag nach dem Kontakt durchgeführt werden sollte. Diese Einschränkung kam bei vielen Menschen nicht an. Sie gingen irrtümlicherweise direkt zum Arzt oder auf Notfallstationen. «Die Gratistests sind gut gemeint und haben ihren Sinn», sagt Aristomenis Exadaktylos. Er ist Co-Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin sowie Direktor und Chefarzt des Notfallzentrums am Inselspital Bern.

«Aber der Bundesrat hat damit die Notfallstationen der Schweiz überrumpelt.» Fast alle hätten wegen des Aufrufs zum Gratistest «Feuerwehrübungen» durchführen müssen. Am Notfallzentrum des Inselspitals werden täglich rund 100 Coronatest durchgeführt.

Drive-in-Testcenter sind geschlossen

Permanence-Ärztin Barbara Oberholzer sieht noch ein weiteres Problem. Wenn Patienten ausschliesslich einen Gratistest wollten, stehe sie als Ärztin vor einem Dilemma: Einerseits möchte sie im Gespräch herausfinden, wo das Problem liegt. Dies sei aber nicht möglich, wenn die Patienten darauf beharrten, nur den Test zu machen. «Sobald ich aber mit einem Patienten über mögliche andere Ursachen für sein Unwohlsein spreche, ist dies von der Pauschale nicht mehr gedeckt», sagt Oberholzer.

Eine Umfrage bei einer Reihe von Spitälern bringt zudem Unterschiede beim Testen zum Vorschein. So wird in den Spitälern in Aarau, Baden, St.Gallen, und Luzern generell nur getestet, wer Symptome hat oder alarmiert wurde. Aristomenis Exadaktylos vom Berner Inselspital sagt hingegen: «Wir sind nicht die Symptompolizei und testen deshalb alle Personen.»

Für Massentests ideal wären Drive-in-Zentren, die während des Höhepunkts der Krise in Luzern und Bern eingerichtet worden waren. Allerdings wurden diese wegen fehlender Nachfrage wieder geschlossen. Dank mittlerweile grösserer Kapazitäten hielten Praxen und Spitälern dem Ansturm stand, heisst es.

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    Alle Leser-Kommentare
  • wilhelmsson 05.07.2020 00:04
    Highlight Highlight Liebes Watson-Team, es wird Zeit für einen Artikel zur Test-Positivitätsrate. Zu viele Leute argumentiere hier damit, dass der Anstieg der Fallzahlen alleine durch vermehrtes Testen zu begründen sei.
  • Rethinking 04.07.2020 16:35
    Highlight Highlight «Die Leute haben das Gefühl, dass sie durch einen negativen Test von einer Quarantäne befreit werden. Aber das stimmt nicht»

    Manchmal zweifle ich echt an der Intelligenz der Schweizer...
  • CindyA 04.07.2020 12:39
    Highlight Highlight Ich war gerade beim Corona-Abstrich und wer dort hingeht, ohne unbedingt zu müssen, ist echt selber Schuld.
    Der Abstrich ist extrem unangenehm, man fühlt sich wie ein Schwert-durch-die-Nase-schlucker 🤐
    • Las Palmas 04.07.2020 14:22
      Highlight Highlight Die Empfindungen gehen anscheinend massiv auseinander. Dauert ja nur 1-2 Sekunden, dann ists schon vorbei...

      Das Leben mit der Ungewissheit wenn man Symptome hat, finde ich viel unangenehmer!
    • CindyA 04.07.2020 15:03
      Highlight Highlight Ja natürlich, ich bereue den Test natürlich auch nicht und hoffe, dass ich negativ bin! Aber vor mir waren drei Personen an der Reihe, die völlig symptomlos getestet werden wollten 🤔
    • wilhelmsson 05.07.2020 16:58
      Highlight Highlight Ich war schon zweimal da. Man gewöhnt sich dran. 😉
      Wobei ich erfahren habe, dass es bei der Dauer des Abstrichs doch beachtlich unteschiedliches Vorgehen gibt. 1-2 s ein Nasenloch oder 7 s je Nasenloch. Eine gute Erklärung für den Unterschied habe ich noch nicht gefunden.
  • Butschina 04.07.2020 12:24
    Highlight Highlight Eigentlich würde die App die nötigen Infos anzeigen. Es steht klar, man soll sich zuerst an die Coronahotline wenden.
    Unangemeldet geht man eh besser nicht auf den Notfall. Ausser jemand ist grad ganz akkut erkrankt und man ist mit dem Auto schneller als via Ambulanz. Sonst ist es immer besser vorher anzurufen. So kann man bei Überlastung einen anderen Notfall ansteuern.
  • Mirko Timm 04.07.2020 11:12
    Highlight Highlight wieso wird quarantäne USA als ganzes gesehen. Wenn USA es wieder erlaubt könnte man zum Beispiel hawaii fliegen ohne über usa. Einfach via canada. Hawaii hat in all den Monaten gesamt nicht einmal 1000 Fälle. Warum da keine ausnahme.
    • RicoH 04.07.2020 12:04
      Highlight Highlight Hast du keine anderen Probleme?
    • Mirko Timm 04.07.2020 21:20
      Highlight Highlight Nö hab ich nicht. Ich geh nicht in clubs im öv muss ich keine maske tragen. Also ja hab keine anderen probleme
  • LillyRose 04.07.2020 11:03
    Highlight Highlight Ja, und dann gibt es noch die Fälle, wo Eltern von ihren erwachsenen Kindern verlangen sich testen zu lassen, bevor sie das nächste Mal zu Hause auftauchen. Ein Dilemma, wenn man keine Symptome hat und so zurück gezogen lebt wie ich... Social Distancing at its best. :-(
    • RicoH 04.07.2020 12:05
      Highlight Highlight Was genau willst du uns damit sagen?
    • LillyRose 04.07.2020 12:40
      Highlight Highlight Na dass es noch weitere Gründe gibt für den Ansturm auf die Testzentren. Z.B. äusserst verängstige Risikopersonen in hohem Alter, die nur noch 'getesteten' Besuch empfangen. Ich werde mich also ohne Symptome um einen Test bemühen, damit ich meine Mutter nach drei Monaten endlich wieder mal besuchen kann. Das wollte ich sagen...
    • sheshe 04.07.2020 13:55
      Highlight Highlight Ein Test ist aber in diesem Fall nur einige Tage lang aussagekräftig. Also müsstest du für wöchentliche Besuche auch wöchentliche Tests machen.

      Besorg euch doch lieber ein paar FFP2 oder 3 Masken, damit seid ihr besser geschützt, als mit Tests, die ihre Gültigkeit nach wenigen Tagen wieder verlieren könnten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mira Bond 04.07.2020 11:01
    Highlight Highlight Echt Leute...so schwierig zu verstehen ist das Vorgehen nicht. Lesen und Verstehen...da schneiden wir in der Schweiz laut Pisa Studie immer wieder schlecht ab. Sieht man an diesem Beispiel.
  • elco 04.07.2020 10:58
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe: warum gibt es Leute die sich testen lassen? wenn ich krank bin dann bleibe ich einfach zu Hause und gut ist. Komische neue Welt.
    • Las Palmas 04.07.2020 12:13
      Highlight Highlight Naja was bedeutet „Krank“.. ich arbeite im Spital (Büro) und wir haben weder Weisungen noch Schulungen wie wir uns verhalten sollten... bei uns im Büro gibts diverse die mir husten, schnupfen etc arbeiten kommen.. den Chefs ists egal..
    • SeboZh 04.07.2020 12:13
      Highlight Highlight Weil es eine Aufforderung gibt sich testen zu lassen. Oder bist du selber Arzt und weisst ganz genau, was du hast? Wie lange bleibst dubzu hause? Je nach dem reichen die paar tage nicht aus, du gehst wieder zur Arbeit ubd steckst andere damit ab
    • elco 04.07.2020 15:56
      Highlight Highlight Weil es eine Aufforderung gibt? Alles klar...
      Ich bleibe so lange zu Hause bis ich wieder gesund bin. Eigentlich ganz einfach...
    Weitere Antworten anzeigen
  • HansPeterMüller 04.07.2020 10:47
    Highlight Highlight Es wäre schön, wenn jemand eine Quelle zur Positivitätsrate hätte. Da würde man dann sehen, wie stark der Anstieg im Verhältnis zu den durchgeführten Tests ist.
    • taz 04.07.2020 12:00
      Highlight Highlight seda...
      Benutzer Bild
    • cal1ban 04.07.2020 13:09
      Highlight Highlight https://covid-19-schweiz.bagapps.ch/de-3.html
    • Selbstverantwortin 04.07.2020 14:24
      Highlight Highlight Und hier mit Zeitverlauf:
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nevermind 04.07.2020 10:38
    Highlight Highlight Sonntag: Mein Sohn 14 hat Halsschmerzen und darf somit nicht in die Schule. Montag: Der Kinderarzt findet, dass ein Test nicht notwendig ist und er nach einem Tag ohne Symptome wieder in die Schule darf. Dienstag: Das Ärztefon sagt grundsätzlich ja zum Test aber will den Arzt nicht überstimmen und meint es liege in seiner Kompetenz. Der Schulärztliche Dienst muss erst abklären. Die Permanace führt den Test durch da er die Testkriterien erfüllt. Donnerstag Abend: Der Test ist negativ. In der Zwischenzeit (Mo-Do) fröhliches weiterarbeiten. Abstand halten bei vielen schon wieder vergessen.
    • mmmhhh 04.07.2020 13:56
      Highlight Highlight Wie wärs mit selbstverantwortung und Selbst-Quarantäne bis zum negativen Test?
    • Selbstverantwortin 04.07.2020 14:21
      Highlight Highlight Da nur 0,6% aller getesteten positiv sind (also nahezu niemand), ist das richtig so.
      Alles andere ist populistische Panikmache.
      Benutzer Bild
    • Nevermind 04.07.2020 17:30
      Highlight Highlight Selbstquarantäne? Wie funktioniert das? Ist das dann wenn ich mich ohne Diagnose krankschreiben lasse? Oder nehm ich dann einfach 10 Tage Ferien?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wahrheitssuchend 04.07.2020 10:28
    Highlight Highlight Also eines ist klar: je mehr getest wird desto höher die positiven Resultate. Bei einer Spezifität von 98% des Testes sind 2 Personen von 100 falsch positiv. Die Anzahl der falsch positiven steigt logischerweise mit der Zunahme der Testung.. Solange getest wird wird das Corona auch nicht verschwinden...Facts!
    • RicoH 04.07.2020 12:08
      Highlight Highlight Auch wenn nicht getestet wir, verschwindet Corona nicht.

      Besser Wissen was abläuft, als im Dunkeln zu tappen.
    • plaga versus 04.07.2020 12:28
      Highlight Highlight Trump'sche Logik wohl...
    • KarinaN 04.07.2020 12:54
      Highlight Highlight Ich weiss ehrlich nicht warum soviele von einer Spezifizät von 98% reden. Demnach müsste man bei 100 Tests min 2 Positive Resultate haben. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen das dies bei den herkömmlichen Tests (RT PCR) nicht stimmt. Wir hatten bei unseren Tests in den letzten 2 Wochen ( ca 3000 Tests in unserem Labor) genau 3 Positive Ergebnisse und das waren alles Personen mit Symptomen. Bei 2% falsch positiven Resultaten, hätten wir min 30 positive Tests haben müssen aber davon sind wir sehr, sehr weit entfernt. Also hört bitte auf ständig von 2% falsch Positiven Resultaten zu reden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Summerweid 04.07.2020 10:17
    Highlight Highlight Kaum werden Gratistests eingeführt steigen die Anzahl Infizierten. Was aber schlussendlich kaum interessiert. Hospitalisierte, respektive Beatmete auf der Intensivstation sind Interessant.
    Wenn man von einer Dunkelziffer von Faktor 10 ausgeht, erstaunt es nicht das bei mehr Tests es auch mehr Infizierte gibt.
    Wenn die Zahlen wirklich steigen, müssten spätestens in ein paar Tagen die Spitäler überrannt werden, wir werden sehen...
    • Selbstverantwortin 04.07.2020 11:23
      Highlight Highlight Hier eine Grafik, die genau das zeigt.
      Die einzige 2. Welle ist die Panikwelle aufgrund von mehr Tests mit logischerweise mehr positiven (und diese meist sogar ohne Symptome).
    • Fairness 04.07.2020 11:29
      Highlight Highlight Wenn es jetzt vermehrt die Jüngeren trifft, ist das überhaupt nicht zwingend so.
    • Selbstverantwortin 04.07.2020 14:17
      Highlight Highlight Grafik ging offenbar verloren. Zweiter Versuch:
      Benutzer Bild
  • Nevermind 04.07.2020 10:13
    Highlight Highlight Dann regelt halt klar und eindeutig ab wann man offiziell nicht mehr zur Arbeit erscheinen darf. Niemand verschenkt 10 Ferientage für die Quarantäne kein Arbeitgeber wird akzeptieren, dass man sich selber bei geringsten Symptomen für 10 Tage krankschreiben lässt.

    Die Unsicherheit ist gross, die Verhaltensanweisung unklar, die Kompetenzen nicht geregelt. Das führt in jeder Situation zu Chaos und Überforderung.
    • Hans Gsseh 04.07.2020 10:34
      Highlight Highlight Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Seit dem Lockdown herrscht bei uns ein völliges Chaos wer, wann, wie zu Hause bleiben muss/soll. Auch jetzt hat der Arbeitsgeber bereits wieder informiert, dass es nicht zulässig ist nur auf Grund einer App Benachrichtigung zu Hause zu bleiben.
    • Antiypanikmacher 04.07.2020 11:33
      Highlight Highlight Wie wäre es mit ein bisschen mehr Denken und weniger Panik.
      Sich nur testen lassen weil der Test gratis ist? Wo ist da die Logik. Muss denn immer alles vorgegeben werden, kann den heutzutage niemand mehr selber denken? Es gibt da etwas das zwischen den Ohren ist und genau dafür da ist.
    • SeboZh 04.07.2020 12:15
      Highlight Highlight @antipanik...gibs auf. Die Dummheit hat auch in der Schweiz die Überhand gewonnen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowfall 04.07.2020 10:10
    Highlight Highlight Da sollte man aber wirklich richtig kommunizieren der Test ist nicht gratis! Es wird vom Bund bezahlt wenn die Testkriterien erfüllt sind oder wenn vom Kantonsarzt verordnet ansonsten kann man es selber bezahlen. Alle die im Flamingo waren und sich selbst für einen Test entschieden haben werden es demnach auch selber bezahlen müssen...
    • SeboZh 04.07.2020 14:56
      Highlight Highlight Warum? Bei denen sind doch ebenfalls die Testkriterien erfüllt... Kontakt länger als 15min mit einer infizierten Person. Haben sich damals, bis auf die falsch angegebenen Namen keine Regel gebrochen....
    • Snowfall 04.07.2020 15:47
      Highlight Highlight In diesem Fall wird die Indikation durch die zuständige kantonale Stelle (Kantonsarzt) gestellt. Man kann nicht selbst die Indikation stellen...
  • Selbstverantwortin 04.07.2020 10:10
    Highlight Highlight Mehr Tests = mehr positive
    Und sogleich drängt die Panikfraktion auf mehr Massnahmen.
    Fakt ist, wir stellen die Gesellschaft auf den Kopf für ein Problem im Promillebereich der normalen täglichen Toten.
    • Butschina 05.07.2020 00:05
      Highlight Highlight Selbstverantwortin, du übersiehst ein wichtiges Detail. Es geht nicht nur um die Toten. Wenn die Zahlen steigen, können vielekrankheitshalbernicht arbeiten. Das kann zu grossen Problemen führen. Gibt es mehr Erkrankte, steigen auch die hospitalisierten Fälle an. Allerdings hinken diese Zahlen hinterher. Ist in der Folge das Gesundheitswesen überlastet, nehmen auch Todesfälle, die nicht mit Covid-19 im Zusammenhang stehen, zu. Es gibt also mehrere Gründe die Zunahme der Fälle zu bekämpfen.
    • Selbstverantwortin 05.07.2020 09:02
      Highlight Highlight Von der Überlastung des Gesundheitssystems sind wir meilenweit entfernt. Erinnerst du dich noch an die Kurzarbeit in Spitälern? Bloss 3 Monate her.
      Welches Problem wurde wirklich mit dem Lockdown oder den Massnahmen jetzt wirklich gelöst?
      Anfangs: befürchtete Überlast Gesundheitssystem vermieden 👍
      Seither: nichts. Das Virus ist immer noch da und wird bleiben, bis wir durchseucht sind.
      Dafür: Arbeitslose mit Gedundheitsfolgen, Schulden, ausgehöhlte Demokratie/Eigentumsschutz/Vertragsfreiheit/Bewegungsfreiheit/Demonstrationsfreiheit, Kleiderregeln.
      Doch, genau mein Humor.
  • Tobias W. 04.07.2020 10:10
    Highlight Highlight Unglaublich, was man in einem Sozialstaat als Steuerzahler für Auslagen hat, nur weil viele Leute einfach blöd sind. Soll doch jeder das Zeug selber bezahlen!!
  • drüber Nachgedacht 04.07.2020 09:09
    Highlight Highlight Warum machen die Kantone dann nicht einfach wieder die Drive-in Testcenter auf?

    Die Kosten wegen Corona sind so hoch, dass es wohl kein Problem sein kann auch noch die Drive in Testcenter zu finanzieren
  • Danilowski 04.07.2020 09:05
    Highlight Highlight Wenn plötzlich viel mehr getestet wird, ist es dann nicht logisch, dass auch die Fallzahlen steigen?!?
    • schuldig 04.07.2020 09:14
      Highlight Highlight danilowski Jein: hier lassen sich Leute testen, bevor das Virus überhaupt nachweisbar wäre, damit steigen die Fallzahlen nicht
    • Fairness 04.07.2020 09:16
      Highlight Highlight Soooo viel mehr wurde gar nicht getestet.
    • masze 04.07.2020 09:31
      Highlight Highlight In effektiven Zahlen ja. Entscheident ist jedoch die sog. Positivitätsrate. Sprich wie viel Prozent der Tests positiv ausfallen. Diese ist in den letzten Tagen ebenfalls signifikant gestiegen. Beispiel:
      KW 25 => 48 655 Tests => 0,4% Pos
      letzte 7 Tage => 65 133 Tests => 1,0% Pos
      Quelle: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/situation-schweiz-und-international.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 04.07.2020 09:04
    Highlight Highlight Drive in-Testcenters sind am effizientesten. Passt nicht ganz zusammen: Schliessung und Gratistests ... Der Test ist übrigens äusserst unangenehm. Wattestab bis fast ins Hirn, sonst ist der Test unzuverlässig. Wurden im Unternehmen alle getestet.
    • leverage 04.07.2020 09:44
      Highlight Highlight Ich hatte auch das Vergnügen mir ein Watestäbchen ins Hirn rammen zu lassen, es gibt wirklich schöneres. Ich machte das bei einem Arzt auf der Liege. Wie das im DriveIn gut funktionieren soll ist mir ein Rätsel.
    • Hirngespinst 04.07.2020 10:56
      Highlight Highlight Mein Sohn musste es letzte Woche machen und ich würde diesen Test wirklich nur dann machen, wenn es unbedingt nötig ist.
    • Las Palmas 04.07.2020 12:10
      Highlight Highlight Ich war letzte Woche auch beim Test. Da ich mir sonst noch gerne Dinge in die Nase stecke, war der Test mit dem Stäbchen jetzt nicht soo schlimm. Geht ja nur 2 Sekunden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 04.07.2020 08:57
    Highlight Highlight Der Anstieg der positiven Fälle ist ziemlich linear mit dem massiv angestiegenen Testvolumen.

    Ich war schon immer ein Befürworter von möglichst breit angelegten und auch asymtomatischen Tests. Dass dabei - zusammen mit weiteren Lockerungsschritten - auch die Fälle ansteigen, ist absolut logisch.

    Panik und Angst sind Fehl am Platz. Nun gilt es die Gesamtsituation nüchtern aufgrund aller (!) Zahlen zu analysieren.
    Benutzer Bild
    • leverage 04.07.2020 19:16
      Highlight Highlight @Snowy, die Fallzahlen an sich sehen ok aus, aber die Reproduktionszahl der Swiss Taskforce sieht leider wirklich nicht ao gut aus. Wenn es so weitergeht haben wir in 2 Wochen ein gröberes Problem. Die R Zahl ist geschätzt und beinhaltet Abweichungen wie mehr Tests bereits.

      Natürlich kann die Taskforce auch falsch liegen... bisher haben ihre Prognosen aber ganz gut gepasst.
    • Snowy 05.07.2020 11:44
      Highlight Highlight Die Massnahmen stehen einfach in überhaupt keiner Relation zur wirklichen Gefährdung:

      https://insideparadeplatz.ch/2020/07/03/der-bundesrat-startet-die-zweite-welle/
    • leverage 05.07.2020 19:18
      Highlight Highlight @Snowy Sorry aber der Artikel ist ziemlicher Humbug. Schon unter dem Artikel hat es einen der meist geliketen Kommentare von Christoph Kaiser der genau das gleiche sagt wie ich hier. Entscheidend ist die Reproduktionszahl.
      Wir hatten einmal beinahe 0 Fälle. Von da aus dauert das exponentielle Wachstum einfach ein länger, bis man wieder bei einigen tausend Fällen pro Tag ist.
      Der einzige Unterschied zu der ersten Welle ist, dass die Reproduktionszahl nicht 4 oder 5 ist sondern irgendwas zwischen 1 und 2. Das ist langfristig aber egal. Da beides zu immer mehr Fällen führt.
  • De-Saint-Ex 04.07.2020 08:50
    Highlight Highlight 🙈
  • random 04.07.2020 08:50
    Highlight Highlight Es war vorauszusehen, dass die Nachfrage an Tests steigt, nachdem gelockert und der Test gratis wird.

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