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Dieses Haus in New York versorgt sich selbst

17.07.18, 11:20 17.07.18, 11:49


22 Quadratmeter Wohnraum, Lebensmittel-Anbau für 260 Tage des Jahres sowie Strom und Wasser aus eigener Produktion: Mit dem Prototyp eines modernen Selbstversorger-Hauses will die Yale University zum Umdenken beim weltweiten Wohnungsbau anregen.

Das sogenannte «Ecological Living Module» (ELM) steht seit Montag vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York. Es bietet auf zwei Etagen Platz für eine vierköpfige Familie. Gebaut wurde das Haus aus Holz und anderen erneuerbaren Rohstoffen.

So sieht das «ELM-Haus» von aussen aus. bild: twitter

Die Herstellung der Module dauert vier Wochen, vor Ort kann es dann innerhalb von zwei Tagen zum trapezförmigen Container zusammengebaut werden. Trinkwasser wird aus Regenwasser und Luftfeuchtigkeit aufbereitet, Strom durch eine Solarfassade gewonnen, an drei Aussenwänden kann Obst und Gemüse angebaut werden.

In Nairobi (Kenia) und Quito (Ecuador) seien weitere Prototypen geplant, sagte Anna Dysen vom Architektur-Institut der Yale University, die das Haus mit einer Architekturfirma entwickelt hat. Die Bauart unterscheide sich dort vom New Yorker Modell wegen anderer klimatischer Bedingungen und der anderen Höhenlage. Ziel sei jeweils, für vier Bewohner pro Tag je 20 Liter Wasser, 12 Kilowattstunden Strom und rund sechs Portionen Obst und Gemüse herzustellen.

Das Haus kann innerhalb von zwei Tagen zusammengebaut werden. bild: twitter

Das Wohnungswesen ist nach UNO-Angaben für 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich und für mehr als ein Drittel des Ausstosses von Treibhausgasen. «Wir brauchen eindeutig mehr Wohnraum, aber wir brauchen vor allem auch klügeren Wohnraum», sagte Erik Solheim, Chef des UNO-Umweltprogramms (UNEP), zum Yale-Projekt. (sda/dpa)

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • eBart is back 17.07.2018 18:54
    Highlight 22l Wasser... zum Trinken, Kochen und Duschen. Für 4 Leute? Und das auf 22qm... leben da Minions drin?
    7 1 Melden
    • 00892-B 18.07.2018 17:54
      Highlight Es sind 20 Liter Wasser pro Person, nicht total, was jedoch immer noch bescheiden ist.
      1 0 Melden
  • sokrates2 17.07.2018 16:59
    Highlight Seit der Steinzeit hat sich an der Denkweise der Menschen wohl kaum was geändert. Ich zitiere: «Wir brauchen eindeutig mehr Wohnraum, aber wir brauchen vor allem auch klügeren Wohnraum», sagte Erik Solheim, Chef des UNO-Umweltprogramms (UNEP), zum Yale-Projekt. Diese UNO-Menschen haben die Evolution gar nicht erlebt, die UNO ist ein Schande für die Menschheit. Das man noch Steuergelder für solche Betrugsorganisationen ausgibt, ist schon der Gipfel.
    0 5 Melden
  • Matti_St 17.07.2018 13:41
    Highlight Wasser gewonnen aus Luftfeuchtigkeit. Geht das überhaupt? So weit mir bekannt ist, geht zum Beispiel destilliertes Wasser ja nicht.
    4 9 Melden
  • Ohniznachtisbett 17.07.2018 13:21
    Highlight Gratulation, so eins steht auch in Bassersdorf... Hmm. Bassersdorf ist halt nicht New York und darum nicht so cool... aber jänu
    19 3 Melden
  • Blutgrätscher 17.07.2018 13:09
    Highlight 6 Portionen Obst und Gemüse am Tag für 260 Tage im Jahr für 4 Personen.

    Das macht 6240 Portionen Obst & Gemüse. Und die sollen in ca. 36 Panels angebaut werden. Das macht 173 Portionen pro Panel pro Jahr.

    Hat Jemand hier etwas Landwirtschaftliches studiert und kann mir sagen, wie unrealistisch das genau ist? Für mich als Laien klingt das etwas utopisch.
    39 1 Melden
    • lilie 17.07.2018 17:06
      Highlight @Blutgrätscher: Es sollen an 260 Tagen des Jahres im Schnitt 6 Portionen Gemüse/Obst geerntet werden können.

      Das sind 1'560 Portionen auf ein Jahr hinaus.

      Diese müssen für 4 Personen reichen (du hast mal 4 gerechnet, so ist aber nicht gemeint).

      Ob das realistisch ist, kann ich nicht abschätzen. Wenn man nur Schnittsalat aussät, bestimmt - nur kann man sich natürlich davon nicht ernähren.
      3 0 Melden
  • Eine_win_ig 17.07.2018 12:23
    Highlight 22Qm für 4 Personen? Das scheint brutal wenig zu sein.
    57 4 Melden
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 17.07.2018 11:42
    Highlight "22 Quadratmeter Wohnraum"

    "Platz für eine vierköpfige Familie"

    Ich weiss, wir sind in der Schweiz verwöhnt. Aber das tönt mir jetzt doch etwas zu eng für meinen Geschmack.
    115 8 Melden
    • lilie 17.07.2018 13:34
      Highlight Und das auch noch auf 2 Stockwerke verteilt...

      Ist entweder ein Fehler im der Pressemitteilung der Yale University oder in deren Konzept...

      https://news.yale.edu/2018/07/11/yale-school-architecture-and-un-environment-unveil-eco-living-module
      8 11 Melden
    • Melker Spitzwegerich 17.07.2018 14:34
      Highlight Für Leute die keinen Swimming Pool im Garten haben dafür aber einen schönen Strand oder See oder Fluss vor der Tür sicher eine Idee wert.
      14 6 Melden
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 17.07.2018 15:09
      Highlight @ lilie:
      Ich glaube nicht, dass es ein Fehler in der Pressemitteilung war. Im Bild sieht man, dass das Haus grade mal so breit ist, wie zwei Balkontüren. Ich denke 22 m2 sind realistisch.
      6 0 Melden
    • lilie 17.07.2018 16:49
      Highlight @AfterEight: Stimmt, jetzt seh ichs auch.

      Naja, für mich wärs nichts. 22 m2 entsprechen etwa einen normalen Wohnzimmer. Und das zu viert... ?

      @Fridolin: Im Sommer ist das ja vielleicht ganz nett, da hat man in einem Camper ja auch nicht mehr Platz. Aber im Winter, und das dauerhaft? 😨

      Aber ist wohl eher als Pilotprojekt gedacht, von dem her ists natürlich schon spannend. Und sicher der richtige Ansatz.
      3 0 Melden
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 18.07.2018 08:20
      Highlight Für mich wären 22 m2 auch alleine zu klein. Aber in Paris oder Tokio wohnen Leute in noch viel kleineren Wohnungen.
      4 0 Melden

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