Arbeitswelt
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Männer leisten 10 Stunden weniger Hausarbeit – und 6 andere Dinge, die du wissen musst 

11.12.17, 11:39

Hausarbeit, Kinderbetreuung, Freiwilligenarbeit: Welchen Wert hat die unbezahlte Arbeit für die Schweizer Volkswirtschaft? 

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat zu dieser Frage die neusten Zahlen veröffentlicht. Dabei wird der fiktive, monetäre Wert der unbezahlten Arbeit in Bezug gesetzt zur gesamten Bruttowertschöpfung der Schweiz.

Hier das wichtigste aus der Studie:

9,2 Milliarden Stunden …

… an unbezahlter Arbeit wurden in der Schweiz letztes Jahr geleistet. Das ist mehr als für bezahlte Arbeit (7,9 Milliarden) aufgewendet wurde. Frauen übernahmen dabei mehr unbezahlte Arbeit als Männer.

«Das bisschen Haushalt, macht sich von allein – sagt mein Mann.» Bild: pixabay.com/ArtsyBee

408 Milliarden Franken 

Auf diesen Wert schätzt das BFS die gesamte für das Jahr 2016 geleistete unbezahlte Arbeit. 2013 hatte der Wert noch 401 Milliarden Franken betragen. Für die Schätzung des fiktiven Geldwerts von unbezahlter Arbeit berechnet das BFS, wie viel die privaten Haushalte einer über den Markt engagierten Person für die Ausübung der Tätigkeit bezahlen müssten.

61,3 Prozent des unbezahlten Arbeitsvolumens …

… werden von Frauen übernommen. Untersucht wurde die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz ab 15 Jahren. Die Männer wiederum leisteten 61,6 Prozent des bezahlten Arbeitsvolumens.

77 Prozent

… der gesamten unbezahlten Arbeit entfiel auf Hausarbeiten. Danach folgten Betreuungsaufgaben für Kinder und Erwachsene und Freiwilligenarbeit. Frauen übernehmen am meisten Zeit für «Haus- und Familienarbeit» – insgesamt sind dies rund 28 Stunden pro Woche.

10 Stunden

… weniger sind es bei den Männern.

1 Stunde mehr …

… pro Woche leisten Frauen bezahlte Arbeit als noch 2010. Die  Statistiker stellen eine langsame Annäherung fest. Allerdings blieb ihr Aufwand bei der Haus- und Familienarbeit stabil.

1,7 Stunden mehr …

… Haus- und Familienarbeit erledigten die Männer gegenüber 2010. Der Zeitaufwand für bezahlte Arbeit ging im gleichen Zeitraum um 1,2 Stunden zurück.

(sda/mlu)

Es gibt Dinge, die man nur in der Familie tut – und das ist auch gut so

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

10 Fragen, die dem SBB-Kundendienst im Internet tatsächlich gestellt wurden 🙈

Stoppt die Essensdiebe! 9 Etiketten, die du brauchst, wenn du im Büro arbeitest

Vergesst Russland und USA: In Syrien droht ein Krieg zwischen Iran und Israel

Dreht Obama durch? Dieses Video zeigt eine der grössten Gefahren für Demokratien

«Ohne Fiat Money wäre unser Wohlstand undenkbar»

Liebe Baslerinnen und Basler, das passiert jetzt mit eurer BaZ ...

John Oliver attackiert die Schweiz – das sagt der Steuerexperte dazu

«Sitz, du Sau!» – Als Hockeybanausin am Playoff-Finalspiel

Hätten die Echo-Verantwortlichen doch diesen Film gesehen ...

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
23
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ohmann94 11.12.2017 19:59
    Highlight Etwas sehr entscheidendes scheint den Autoren wohl wieder entgangen zu sein...

    Wie kann Mann gleich viel unbezahlte Arbeit leisten, wenn Mann von Gesetzes wegen keine Chance auf Elternzeit hat und dadurch die Frau quasi gezwungen ist, Zuhause zu bleiben, während der Mann zur Arbeit muss, um Geld für die Familie zu verdienen?

    Daher fordere ich, zur Gleichberechtigung der Geschlechter endlich eine faire und ausgeglichene Elternzeit zu etablieren! Nieder mit den Vorrechten für Frauen - Um die Frau zu befreien!
    5 1 Melden
    • aglio e olio 11.12.2017 20:59
      Highlight Deine Frage ist absolut berechtigt. Deine Forderung auch.
      Aber vielleicht sollten wir zuerst die Frauen befreien, und dann erst die Vorrechte abschaffen.
      So gehts eventuell schneller. ;)
      1 1 Melden
  • the devil's advocat 11.12.2017 19:25
    Highlight Männer die nicht gezwungen werden können in grünen Höslis Krieg zu spielen weil sie im Rollstuhl sitzen zahlen 3% ihres Jährlichen Einkommens :)
    2 2 Melden
  • Homes8 11.12.2017 17:29
    Highlight Das BFS will eventuel aufzeigen, wieviel Mwst. dem Staat durch diese gratis Arbeit entgeht...
    4 4 Melden
  • R. Peter 11.12.2017 16:48
    Highlight Wozu werden diese Zahlen erhoben? Was soll die Aussage sein?
    4 9 Melden
  • Alterssturheit 11.12.2017 15:15
    Highlight Die Studie stimmt nicht und muss korrigiert werden ! Ich habe vergessen, meine Std. vom Juli - heute zu melden.
    7 6 Melden
  • Mitsch 11.12.2017 15:01
    Highlight Heruntergerechnet heisst das (für Leute ab 15 Jahren, freiwillige und berufliche Arbeit summiert):

    Jeder Mann arbeitet an jedem der 365 Tage im Jahr 5.84h
    Jede Frau arbeitet an jedem der 365 Tage im Jahr 5.88h

    Soweit so fair.

    Die durchschnittlichen Haushaltseinkommen steigen seit Jahren in jedem Zensus.

    Soweit so fair.

    Es scheint also grundlegend nicht alles schlecht zu laufen. Die Geschlechter arbeiten pro Tag etwa gleich viel/lang und bekommen dafür auf Haushaltsebene auch immer mehr Geld.
    15 5 Melden
  • Dharma Bum(s) 11.12.2017 13:54
    Highlight Danke fürs befeuern der Sexismusdebatte.

    Männern haben im Durchschitt auch zwei Brüste weniger als Frauen, so rein statistisch.
    22 25 Melden
    • jimknopf 11.12.2017 15:17
      Highlight Also ich als Mann habe auch zwei Brüste, zwar sind diese nicht so rund und schön geformt wie bei (einigen) Frauen und nützen mir auch nichts, aber doch habe ich zwei Brustwarzen und somit einem Ansatz an Brüsten.

      Also haben Männer gleich viele Brüste wie Frauen, so rein statistisch.
      33 9 Melden
    • Dharma Bum(s) 11.12.2017 15:22
      Highlight Nur klugscheissen Frauen viel weniger als Männer. Das ist keine Statistik, sondern Fakt.
      7 38 Melden
    • Eine_win_ig 11.12.2017 19:24
      Highlight Hoi du kennst meine Frau nicht. Das Problem: sie hat tatsächlich (fast) immer Recht mit ihrer Klugscheisserei weil sie einfach ein verdammt gutes Gedächtnis hat....
      2 2 Melden
  • Bonzino 11.12.2017 13:44
    Highlight Oh, für mich nichts Neues. Meine Frau arbeitet locker das Doppelte meines "Pensums". Zu Hause sowieso, ich führe gerade mal den Staubsauger oder bohre ein Loch in die Wand. Meiner Frau nehme ich keine Arbeit weg. Sie ist auch im Frauenverein und mit ihm die Brockenstube. Also Frauen leisten mehr als Männer im privaten Umfeld. Danke
    16 15 Melden
  • Dmnk 11.12.2017 13:22
    Highlight Unbezahlt Arbeiten kann man sich aber auch nur leisten wenn da jemand anderes das Geld für die Brötchen rankarrt. Dann ist dieser jemand auch noch der Depp der Gesellschaft weil er für seine Arbeit Geld bekommt. Nicht falsch verstehen ich habe grossen Respekt vor jedem der sich uneigennützig engagiert. Aber dass in den Auswertungen solcher Statistiken ständig suggeriert wird wer die "gute" wertvolle Arbeit verrichtet und wer eigentlich wie in allen Bereichen der Böse ist nervt mich echt langsam.
    69 16 Melden
    • Luku luku 11.12.2017 17:30
      Highlight Aber man kann diese Arbeit auch wertschätzen, ohne sich selbst vernachlässigt zu fühlen
      13 2 Melden
  • Karl Müller 11.12.2017 12:37
    Highlight Was heisst denn da "unbezahlte Arbeit"? Dieser Überschuss auf Frauenseite kommt doch bestimmt durch verheiratete oder sonstwie verpartnerte Frauen zustande, die noch traditionell Vollzeit oder in Teilzeit als Hausfrau tätig sind. Das ist natürlich kein Anstellungsverhältnis mit festem Lohn - aber unbezahlt kann man das ja auch nicht nennen, wenn dann der Mann für das Finanzielle aufkommt!
    95 43 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 11.12.2017 12:13
    Highlight Nun ein BGE würde diese "unbezahlte Arbeit" sicherlich teilweise abgelten.
    Ansonsten wird auch dieser Bereich über kurz oder lange der kapitalistischen Verwertungskette zugeführt werden.
    Ich bin gerne bereit, einen nich unerlässlichen teil meines Einkommens für das erledigen des Haushalts aufzuwenden. Früher hat man mit einer Frau eine Ehe sprich wirtschaftsgemeinschaft gebildet, heute hat man jemanden der regelmässig die Wohnung putzt, die Wäsche wascht,
    gegessen wird auch immer mehr auswärts oder dann ist kochen ein Happaing...
    4 23 Melden
    • Eine_win_ig 11.12.2017 19:26
      Highlight Stehe gerade in der Küche... muss mal meine Frau fragen wieso sie mich dafür nicht feiert oder wieso wir nicht auswärts essen...
      0 0 Melden
  • Miguel Vo 11.12.2017 11:50
    Highlight Ligt daran das wir Männer eficienter arbeiten
    61 74 Melden
    • Thomas Rohrer 11.12.2017 12:08
      Highlight bestimmt...vor allem eficienter
      56 3 Melden
    • aglio e olio 11.12.2017 12:14
      Highlight Genau, Zeitersparnis durch weglassen von Buchstaben.
      So geht das, ihr Nichtmitglieder!
      62 1 Melden
    • eowyn77 11.12.2017 12:23
      Highlight Liegt daran, dass wir Frauen effizient arbeiten, aber die Rechtschreibung beachten...
      34 17 Melden
    • R. Peter 11.12.2017 16:47
      Highlight Mnner arbeiten durchschnittlich 5.84 h pro Kalendertad, Frauen 5.88. alles sauber ausgeglichen.
      5 3 Melden
  • Hosch 11.12.2017 11:45
    Highlight Immer diese Statistiken^^
    Viele Zahlen die erfasst werden und heraus kommt ein Durchschnitt. Zum Glück sind die wenigsten von uns Durchschnitt oder Zahlen.
    Nichtsdestotrotz sind die Zahlen manchmal interessant.
    79 13 Melden

Mehr offene Stellen in der Schweiz im ersten Quartal

Schweizer Unternehmen haben im ersten Quartal 4 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als noch vor einem Jahr. Dies zeigt der Adecco Swiss Job Market Index. Gegenüber dem vorangegangenen Winterquartal verharrte der Index mit einem Plus von 1 Prozent auf hohem Niveau.

Wie bereits in den letzten Quartalen werden vor allem Angestellte in der Informatik gesucht. Es sei nicht ganz einfach, IT-Stellen erfolgreich zu besetzen, sagt Adecco-Group-Schweiz-Chefin Nicole Burth laut einer Mitteilung vom …

Artikel lesen