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Durch das Auslaufen des Referenzzinses Libor werden Beziehungen zwischen Kunde und Banker strapaziert. shutterstock:

Schock für Eigenheim-Besitzer: Banken kippen Libor-Hypothek

Der globale Libor-Skandal hat Folgen für schweizerische Eigenheimbesitzer: Libor-Hypotheken werden ihnen nicht verlängert. Das kann teuer werden.

Niklaus Vontobel und Beat Schmid / ch media



Schock für Hans Müller. Er war sehr zufrieden mit der Raiffeisenbank bis zu jenem Beratungstermin. Nun wird ihm vom stets freundlichen Berater beschieden, er könne nicht auf eine Libor-Hypothek wechseln. Unmöglich. Leider.

Wie ihm wohl bekannt sei, werde der Referenzzins Libor im Jahre 2021 abgeschafft und vom Saron abgelöst (siehe Box unten). Der Kunde könne seine Festhypothek verlängern, zu sehr guten Konditionen.

Doch ein kurzer Vergleich zeigt: Die Festhypothek käme deutlich teurer. Die Bank wechseln kann Müller nicht: Er hat noch eine weitere Festhypothek laufen, deren vorzeitige Auflösung teuer würde. Müller steckt fest.

Der Wettbewerb hilft nicht weiter

Derlei Szenen strapazierter Kundenbeziehungen spielen sich in diesen Monaten in vielen Schweizer Beratungszimmern ab. Banken teilen ihren Kunden mit, sie könnten den Rahmenvertrag für ihre Libor-Hypothek nur bis Ende 2021 laufen lassen. Also nur noch zwei Jahre, länger gehe nicht.

Der Kunde ärgert sich: Er kann die aktuellen guten Konditionen nicht wie erhofft über fünf Jahre fixieren. Nach zwei Jahren hätte die Bank die Möglichkeit, ihre aktuell eher tiefe Marge zu erhöhen – also auf den Saron mehr als die aktuell üblichen ein Prozent draufzuschlagen.

Von Libor zu Saron

Im Juli 2017 gab die britische Finanzmarktaufsicht bekannt: Sie würde ab dem 31. Dezember 2021 den Referenzzins Libor nicht mehr erheben (London Interbank Offered Rate). Spätestens dann war in der Schweiz klar: Es musste Ersatz her, eine nationale Arbeitsgruppe wurde damit beauftragt. Bereits im Herbst konnte diese Gruppe einen Nachfolger empfehlen: den Saron, was für «Swiss Average Rate Overnight» steht. Zu diesem Zins dürfen Banken ihre Gelder «über Nacht» bei der Schweizerischen Nationalbank parkieren. Gemäss der Arbeitsgruppe sollte sich der Saron nicht so leicht manipulieren lassen. Es wird täglich aufgrund echter Transaktionen berechnet, mithilfe von Filtern werden Extremwerte herausgefiltert. Der Libor konnte vergleichsweise einfach beeinflusst werden. So gaben US-Banken beispielsweise am ersten Tag des Monats höhere Zinsen an für die Erhebung des Libor. So waren jene Zinsen höher, welche den Hypothekarkunden verrechnet wurden.
Die Banken verdienten mehr Geld.

Wieder anderen Kunden wird rundweg verweigert, ihre laufende Libor-Hypothek verlängern zu können. Mit der manchmal etwas flapsig vorgetragenen Begründung, der Libor werde ja abgeschafft, also könne man dem Kunden leider nicht entgegenkommen.

Der Wettbewerb hilft in diesem Fall auch nicht weiter. «Nahezu alle Banken handhaben dies so – der Kunde kann nur in den sauren Apfel beissen», sagt Lorenz Heim vom Vermögenszentrum (VZ). Hingegen hilft oft ein wenig Beharrlichkeit, sagt ein Berater. «Man muss nachsetzen. Meist hilft schon das Argument, es werde nach wie vor einen Geldmarktzins über drei Monate geben – nur heisse er neu Saron, nicht Libor.»

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Von einem Verbot ist keine Rede

Vielleicht sollte auch Hans Müller, der in Wahrheit anders heisst, bei seiner Raiffeisen-Bank energischer auftreten. Auf Anfrage der Zentrale in St. Gallen heisst es jedenfalls: «Raiffeisen Schweiz empfiehlt den Raiffeisenbanken Libor-Flex-Hypotheken mit einer Laufzeit von drei und von fünf Jahren anzubieten.»

Von einem Verbot ist keine Rede. Aber: Die Zentrale in St. Gallen kann ihren unabhängigen Banken in den Regionen keine verbindlichen Vorgaben machen, sondern, wie erwähnt, nur Empfehlungen.

Unverändert ist die Praxis bei der Aargauischen Kantonalbank (AKB). Dort werden Libor-Hypotheken mit Rahmenvertrag bis 2021 angeboten.

Köpferollen bei Raiffeisen – die Rücktritte im Überblick:

Folgen eines globalen Skandals

Leidvolle Kundenerfahrungen wie jene von Hans Müller sind die letzten Nachwirkungen einer gigantischen Finanzmanipulation. Der Libor-Skandal wird 2011 öffentlich mit einer Razzia in einem noblen Londoner Bankenhauptsitz. Die Europäische Kommission hatte ihre Beamten ausgesendet. Die Spezialisten durchsuchten unangemeldet die Räumlichkeiten der altehrwürdigen Royal Bank of Scotland.

Weltweit werden in den folgenden Jahren hohe Bussen verhängt, auch gegen die UBS. Ein Trader der Schweizer Grossbank wird als Einziger verurteilt, zu einer Haft von 11 Jahren. Im zürcherischen Opfikon, wo die UBS ihren Handel untergebracht hat, wurden etliche Trader entlassen.

Neues System: Saron

Es waren die Aufräumarbeiten nach einem der grössten Skandale der Finanzbranche in ihrer an Skandalen nicht eben armen Geschichte. Als der Libor im Jahre 1986 geboren wurde, waren die Regulatoren vertrauensselig. Sie fragten die Banken nach dem Zins, zu dem sie anderen Banken kurzfristig Geld liehen. Daraus wurde die «London Interbank Offered Rate» berechnet, auf der zuletzt Verträge über weltweit 350 Billionen Franken basierten. Für die Trader war es leicht, den Libor zu ihren Gunsten zu manipulieren, weshalb einige emsig zur Tat schritten. Danach war das Vertrauen in das System weg – die Behörden mussten ein neues zimmern. In der Schweiz baut es auf dem Saron auf.

Sieben Jahre nach jener Razzia in London stellen schweizerische Kunden auch verwundert Zickzackkurse ihrer Bank fest. Lange hatte diese gar keine Rahmenverträge zu Libor-Hypotheken angeboten. Dann führte sie diese ein, und der Kunde griff zu. Er band sich damit für drei Jahre an die Bank, die Zinszahlungen schwankten alle drei Monate. Doch als er die Libor-Hypothek verlängern wollte, richtete ihm der Berater aus: die Rahmenverträge seien abgeschafft. Eine Begründung gibt es nicht. Vermutlich, so ein Experte, wolle die Bank den Wechsel zum Saron für Margen-Erhöhungen nutzen – und sich nicht durch Rahmenverträge einschränken.

Auftakt zur grössten Krise seit der Grossen Depression:

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Video: srf/SDA SRF

Mulmiges Gefühl bei den Banken

Mit solchen Manövern verfolgen schweizerischen Banken ihre eigenen Interessen. Werden etwa Libor-Hypotheken nicht mehr angeboten oder nicht verlängert, gelangen mehr Kunden zu einer mehrjährigen Festhypothek. Und solche sind den meisten Banken lieber, sagt ein Finanzberater.

«Mit Festhypotheken ist ein Geschäft für einige Jahre fixiert: Die Bank kann alles kalkulieren, mit Eigenkapital unterlegen und damit planen.» Mit Libor-Hypotheken hätten sie vergleichsweise mehr Arbeit. Letzten Endes wollen sich die Banken jedoch auch selbst schützen. Auch ihre Finanzingenieure können nicht genau vorhersehen, was der Wechsel zum Saron alles an Unliebsamkeiten nach sich zieht.

So wäre etwa diese Überraschung möglich: Die negativen Zinsen verschwinden bis Anfang 2022; der Saron kommt etwas tiefer zu liegen als der Libor, wenn dieser fortgeführt würde. Der Unterschied müsste nicht gross sein, aber 0.15 Prozentpunkte wären durchaus möglich. «Die Banken hätten dann auf einen Schlag tiefere Erträge», sagt Experte Heim. Solches wollen die Banken tunlichst vermeiden.

(aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Urs457 03.12.2018 00:21
    Highlight Highlight Das VZ hat vor einigen Jahren berechnet mit welcher Hypothek man auf lange Sicht am günstigsten fährt. Wenn ich mich richtig erinnere jeweils in 10-Jahresperioden. Also 1990-2000, 1991-2001, 1992-2002 usw. Am teuersten hat in allen Perioden immer die Festhypothek abgeschnitten, gefolgt von der normalen Hypothek und am günstigsten war die Liborhypothek. Und die Unterschiede waren beträchtlich.
  • Pasch 03.12.2018 00:04
    Highlight Highlight "Eigenheimbesitzer" das ich nicht lache... in der Schweiz gibt es praktisch keine Eigenheimbesitzer! Alle bis über beide Ohren verschuldet, und dann noch auf andere Länder herabblickend die auf Pump leben. Da haben die Banken und das System ganze Arbeit geleistet um der Bevölkerung einzutrichtern sie hätten "Private Property" mit diesem Finanzgewusel! Der Schweizer der "sein" Häusle hat weis gar nicht was Eigentum ist! Allesamt Bankjünger!
  • Sherlock_Holmes 02.12.2018 22:47
    Highlight Highlight Wo ist das Problem? Wir haben 2015 eine achtjährige Festhypothek für 1.4% abgeschlossen.
    Die 2. FH für 2,65% läuft im Frühling aus.
    Begonnen haben wir vor 12 Jahren mit 3.25%.
    Inzwischen ist unser DFH an Südlage und Landwirtschaftszone von 850 000 im Wert über 1 Kiste gestiegen.
    Damals hat mich die konservative Tragbarkeitsberechnung fast um den Verstand gebracht, da ich sehr sicherheitsbewusst bin.
    Wenn ich an jene denke, welche heute für einen Kaninchenstall an Strassenlage eine Kiste hinblättern, kann ich mir nur an den Kopf greifen.
    Für den Mangel an Umsicht ist nicht die Bank schuld.
    • p4trick 02.12.2018 23:44
      Highlight Highlight Du wurdest falsch beraten. Niemals Festhypothek das ist nur Sicherheit für die Bank. Immer Libor mit kürzester Laufzeit. Aber ich sehe auch dass bei knappen Eigenmittel die Banken die Kunden in der Mangel haben...
    • Sherlock_Holmes 03.12.2018 13:16
      Highlight Highlight Wir haben uns sehr breit und umfassend informiert.
      Schliesslich haben wir uns bewusst für ein Splitting und für FH entschieden.
      Rückblickend haben wir sicher mehr bezahlt.
      Allerdings war dies vor 2006 längst nicht immer der Fall.

      https://www.google.ch/amp/s/www.cash.ch/ratgeber/hypotheken/wohneigentum-vor-und-nachteile-bei-libor-oder-festhypotheken-1084199%3famp

      Wie erwähnt, planten wir konservativ und vorsichtig.
      Wer hätte damals die weltweiten finanziellen Erschütterungen und die folgende Tiefstzinsentwicklung geahnt?

      Heute sind wir sehr dankbar.
      Die Einsparungen legen wir beiseite.
  • Triple A 02.12.2018 15:15
    Highlight Highlight So geht es nicht! Als die Banken (selbstverschuldete) Probleme hatten, Griff der Staat, d.h. der Steuerzahler ein. 1/3 der Steuerzahler sind Eigenheimbesitzer. Nun wird der Libor wegen Missbrauchs durch Bankangestellte abgeschafft und es trifft diese Eigenheimbesitzer. Es gibt doch 2 Möglichkeiten: 1. Die Bank führt die Libor- in eine Saron-Hypothek über und trägt dabei die Mehrarbeit und die kleinere Rendite. - Sozusagen als Dank für die vergangene Unterstützung. 2. Der Staat befreit den Libor-Besitzer von den zusätzlichen Kosten. Rettet also die Eigenheimbesitzer, wie er die Banken rettete.
    • p4trick 02.12.2018 23:51
      Highlight Highlight Äh was? Libor endet da können die Banken nichts dafür ein Vertrag auf Basis von Libor endet zwingend Ende 2021. Die Banken müssen also ihren Kunden kürzere Laufzeiten als die üblichen 3 Jahre anbieten. Auf 2022 werden dann Hypotheken auf Basis Saron angeboten der Kunde hat dann die Wahl welche Bank. Pech für die welche sich Festhypotheken aufschwatzen lassen und damit sowieso schon zuviel bezahlt haben.. Die sind an einen Vertrag gebunden und können den Teil mit Libor nicht zu einer anderen Bank wechseln und müssen nehmen was angeboten wird.
  • baBIELon 02.12.2018 13:53
    Highlight Highlight Sorry aber die Zinsen für eine Festhypothek sind jetzt auch schon zu niedrig! Was machen wohl all die Heulsusen wenn die Zinsen wieder ansteigen? Ihr wisst schon dass im 2008 eine FH über 10Jahre zwischen 3.5% und 4.5% gekostet hat? Wenn ihr jetzt schon in die Bredouille kommt, dann geht mal über eure Bücher und schränkt euch ein bisschen ein!
    • Georg Drake 02.12.2018 16:27
      Highlight Highlight baBielon
      Danke, das ist endlich mal ein Kommentar auf dem Niveau von: Wenn ihr kein Brot habt, esst doch Kuchen! Wenn die EFH Besitzer nicht 4% Zinsen Leisten kann, ist es nicht der Fehler des Kunden, sondern der der Bank. Den dann hat sie die Kredite zu einfach vergeben. Aber wie unten schon einer schreibt: Am Schluss gewinnt immer die Bank. Leider!
    • yey 02.12.2018 17:38
      Highlight Highlight Nach dieser Logik wäre es auch Ok, wenn im Anschluss an einem Skandal zu manipulierten Lebensmittelpreisen alle Supermärkte kollektiv die Preise nochmals um 20% erhöhen würden - mit dem einzigen Unterschied, dass eine Bank nichteinmal eigenes Kapital in die "Ware" einschiessen muss.
    • p4trick 02.12.2018 23:42
      Highlight Highlight Der Zins mit Libor war durchschnittlich über die letzten 35 Jahre ca. 3.7% wer da jemals über diesem Wert für eine Fest Hypo bezahlt hat tut mir wirklich leid. Banker würden für ihre eigene Hypo niemals etwas anderes als Libor oder später Saron wählen. Festhypos sind Geschenke an die Banken
  • koks 02.12.2018 13:44
    Highlight Highlight Man könnte meinen, es wäre ein Menschenrecht, auf Liborhypotheken anspruch zu haben. Wer die Zinsen für langristige Hypotheken aktuell zu hoch findet, ist entweder ein Spekulant oder einfach nur gierig.
  • p4trick 02.12.2018 12:12
    Highlight Highlight https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/warum-aus-dem-libor-bald-der-saron-wird-2
    "Es wird sich nicht viel ändern"
  • Brunhilde 02.12.2018 11:56
    Highlight Highlight Es wird auch nachher Geldmarkthypotheken geben.
  • Der Inspektor 02.12.2018 11:50
    Highlight Highlight Bitte macht hier nicht aus der Maus einem Elefanten. Das Banken, sowie jedes andere Unternehmen, Geld verdienen wollen ist ja nichts neues. Zudem ist es nicht lange her da waren die Zinsen viel höher. Es steht jedem frei seine Bank zu wechseln wenn es nicht passt...
  • Cevianer 02.12.2018 11:33
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach ist der Artikel reisserisch geschrieben. Die Banken sind Böse punkt".

    Die Banken haben die Freiheit ihre Produkte nicht mehr anzubieten oder anzupassen. Die Migros darf auch ein Produkt nicht mehr anbieten. Das ist nicht verwerflich sondern marktwirtschaftlich.
    • Triple A 02.12.2018 16:50
      Highlight Highlight Dort wo es um existenzielle Güter (Essen, Trinken, Wohnen, ...) geht, kann man nicht einfach den Markt spielen lassen!
  • G. Schmidt 02.12.2018 11:22
    Highlight Highlight Wer den Libor und Saron vergleichen will. Leider wurde der Saron erst seit 2014 gemessen und scheint weniger volatil zu sein:

    https://data.snb.ch/de/topics/ziredev#!/chart/zimomach?lowerBound=min&upperBound=max
  • Toerpe Zwerg 02.12.2018 10:40
    Highlight Highlight Wenn es für den Eigenheimbesitzer ein Schock ist, wenn er eine 10Jährige Festhypothek für 1.5% abschliessen muss, dann liegt das Oroblem einzig und alleine im Verschuldungsgrad des Eigenheimbesitzers.
    • ingmarbergman 02.12.2018 11:15
      Highlight Highlight Mathematik ist nicht so dein, oder?
      Wenn ich zurzeit 0.5% Libor abschliessen kann, dann sind 1.5% drei mal mehr. Wenn ich davon ausgehe, dass die Zinsen noch 5 Jahre so tief bleiben wie jetzt, dann kann ich die Differenz in meine Tilgung stecken. Wenn die Zinsen dann wieder ansteigen, bezahle ich unter umständen weniger, auch wenn die Zinsen wieder höher sind..
    • Scaros_2 02.12.2018 11:23
      Highlight Highlight Macht man die Rechnung nicht eigentlich immer bei um die 10% damit man für die kriese einkalkulliert hat?
    • DrLecter 02.12.2018 11:37
      Highlight Highlight @ingmarbergman
      Wenn Du, Zitat: „davon ausgehst, dass die Zinsen noch 5 Jahre so tief bleiben“ ist Deine herangehensweise an den Eigenheimbesitz bereits fundamental falsch! Ohne Eigenkapitalreserve kein Eigenheim.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kong 02.12.2018 10:37
    Highlight Highlight Bank gibt zwar Auskunft, aber da steht nicht wirklich eine echte Info betreffend Saron und wie weiter. Zumindest im Moment scheint bei der TooBigtoFail der Libor weiterzulaufen:
    https://m.ubs.com/ch/de/mortgages/libor.../_jcr.../fs-libor-ablosung-de.pdf
  • p4trick 02.12.2018 10:35
    Highlight Highlight Raiffeisenbank? Ist das die wo der Chef Millionen veruntreut hat?

    Migrosbank bietet immer noch Libor
    https://blog.migrosbank.ch/de/libor-hypotheken-bleiben-interessant-2/

    Libor wird ab 2022 einfach anders heissen. Migrosbank und andere vertrauenswürdige Banken werden diese ähnliche Hypotheken auch weiterhin anbieten.
  • salamandre 02.12.2018 10:21
    Highlight Highlight Da die Hypothek dauerhaft im Niedrigzinsbereich fessteckt, und er daher nicht mehr genug einnimmt, ändert der Bänker flugs die Spielregeln.
  • grandvlad 02.12.2018 10:05
    Highlight Highlight Hm.... Abschaffung des Geldes... 🙄
    • Töfflifahrer 02.12.2018 10:18
      Highlight Highlight Nein eher nicht!
  • Olmabrotwurst 02.12.2018 09:28
    Highlight Highlight Und das heisst? Verstehe nur Bahnhof.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 02.12.2018 20:53
      Highlight Highlight Der Libor wird durch den Saron abgelöst. Da der Saron tiefer ist, werden die Banken einen höheren Aufschlag beim Zins verlangen, um auf dieselbe Marge zu kommen. Eigentlich keine neue Nachricht, da die Abschaffung des Libors seit Jahren bekannt ist.
  • redeye70 02.12.2018 09:24
    Highlight Highlight Man merke sich: Am Ende gewinnt immer die Bank. Macht sie alles falsch, sorgt Vater Staat dafür, dass alles wieder gut kommt. Ansonsten schaut Vater Staat gerne nur zu.
    • Georg Drake 02.12.2018 10:28
      Highlight Highlight Absolut!
      Man Dereguliert die Banken, damit die Uns, sorry, einfacher Bescheissen können. Wenn es für den Kunden schief geht, heisst es dann, selber schuld. Man Unterschreibt ja nichts was man nicht Versteht! Man sieht ja beim Aktienhandel, das immer nur die grossen und Banken/Brooker gewinne machen, die Kleinen haben am ende des Tages immer das meiste Verloren! Und Deregulieren bei Banken heisst, die dürfen ohne Folgen, uns Betrügen. Denn wir sind ja dann selber schuld. Die Banken heuern eine horde Genies an um zu betrügen und wir die Bäcker, Wirte, Maurer u.s.w. müssen es aber alleine merken!
    • G. Schmidt 02.12.2018 11:13
      Highlight Highlight @Georg Drake
      Ich verstehe Ihren Frust gegenüber Banken, aber in den letzten Jahren gab es eher mehr Regulationen.

      Dummerweise helfen mehr Regulationen den starken/grossen Banken, da kleine Banken unter hohen Regulationshürden eher aufgeben müssen.

    • Georg Drake 02.12.2018 11:38
      Highlight Highlight @G.Schmidt
      Ich sehe keine Effektiven Regulierungen.
      Ich würde ja nur schon bei den Regulierungen die Roosevelt in den 1930 Einführte, Glücklich. Mit Trennbanken hätten wir auch die "Too bit to Fail" Problematik nicht. Die Eigenkapital Pflicht sollte auf 10% mindestens steigen.
      Ich haben weniger Frust als es sich bei mir liest. Aber ich sehe einfach das wir nach dem Motto Leben:
      Geht es den Banken gut, geht es der Bevölkerung gut.
      Nur zeigt die Realität, ist nicht so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 02.12.2018 09:14
    Highlight Highlight Wenn man auf dem letzten Zacken läuft, sollte man keine Immobilie erwerben. Alle müssen damit rechnen, dass der Zins leicht auf 3% und mehr steigen kann.
  • lilie 02.12.2018 08:43
    Highlight Highlight So ganz verstehe ich den dramatischen Unterton des Artikels nicht.

    Eine kurze Google-Recherche offenbart: Der Libor und der Saron sind im letzten Jahr praktisch identisch verlaufen, und zwar durchwegs auf einem Niveau von ca. -0.75%:

    https://www.snb.ch/de/iabout/stat/statrep/id/current_interest_exchange_rates#t2

    Verstehe jetzt nicht ganz, was es da zu jammern gibt. 🤷‍♀️
  • Max Müsterlein 02.12.2018 08:37
    Highlight Highlight „bis Ende 2021 laufen lassen. Also nur noch zwei Jahre,“
    Huch, habe ich ein Jahr verpasst?

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