Frauenstreik
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Viola Amherd, links, und Karin Keller-Sutter, freuen sich ueber ihre Wahlen zu den 118. und 119. Mitgliedern des Bundesrates waehrend der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung, am Mittwoch, 5. Dezember 2018 im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Karin Keller-Sutter und Viola Amherd nach ihrer Wahl in den Bundesrat. Bild: KEYSTONE

Die neuen Frauen im Bundesrat lassen die Männer alt aussehen

Die Bundesratskarrieren von Viola Amherd und Karin Keller-Sutter begannen mit einer Enttäuschung. Nun geben die beiden Frauen umso mehr Gas. Sie wollen gestalten, nicht nur verwalten.



Es war der eine Moment, der einiges darüber aussagte, wer im Bundesrat den Ton angibt. Als ein Journalist an der Medienkonferenz vom letzten Freitag zum Rahmenabkommen fragte, ob die EU die bis Ende Juni befristete Anerkennung der Schweizer Börsenregulierung verlängern werde, drückte sich Aussenminister Ignazio Cassis (FDP) um eine klare Antwort herum.

Worauf seine Parteikollegin Karin Keller-Sutter intervenierte und Klartext sprach: «Der Bundesrat erwartet schon, dass die Börsenäquivalenz jetzt verlängert wird.» Die Justizministerin bezog sich dabei nicht nur auf die grundsätzliche Zustimmung zum Rahmenvertrag, sondern auch auf die europapolitisch wichtigen Abstimmungen vom 19. Mai zur AHV-Steuervorlage und zum Waffenrecht.

Historischer Tag für die Frauen

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Video: srf

Keller-Sutter konnte dabei den ersten Erfolg in einer Volksabstimmung seit ihrer Wahl in den Bundesrat im letzten Dezember feiern. Nicht nur aus diesem Grund kann man der 55-Jährigen einen gelungenen Start attestieren. Wie ihre am gleichen Tag gewählte CVP-Kollegin Viola Amherd hat sie in den ersten fünf Monaten im Amt schon deutliche Spuren hinterlassen.

Sie wollen es allen zeigen

Die Wahl der beiden Frauen verlief ungewöhnlich reibungslos. Der Sprung in die Landesregierung gelang ihnen gleich im ersten Wahlgang mit einem starken Ergebnis. Umso herber war der Dämpfer bei der Departementsverteilung. Sie mussten mit Justiz und Polizei (Keller-Sutter) sowie Verteidigung (Amherd) und damit den beiden wohl unbeliebtesten Ressorts Vorlieb nehmen.

Bei der anschliessenden Medienkonferenz glänzten die beiden Frauen durch Abwesenheit – ein deutliches Indiz für ihre Enttäuschung. Umso mehr scheinen sie seither gewillt, es allen zu zeigen. Eine erste Bilanz fällt bei Amherd und Keller-Sutter ausgesprochen positiv aus. «Gestaltungswillen» ist ein Ausdruck, der im Zusammenhang mit ihnen im Bundeshaus verwendet wird.

Karin Keller-Sutter

Bundesraetin Karin Keller-Sutter (FDP) posiert fuer ein Portraet vor einer Medienorientierung nach den ersten drei Monaten im Amt, am Freitag, 29. Maerz 2019, auf der „MS Saentis“, in Romanshorn. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Karin Keller-Sutter an ihrer Medienkonferenz in Romanshorn. Bild: KEYSTONE

Nach drei Monaten im Amt lud die Ostschweizerin die Medien Ende März an den Bodensee. «Ich glaube, ich bin im Bundesrat angekommen», bilanzierte sie an Bord der MS «Säntis» im Hafen von Romanshorn. Das war eine ziemliche Untertreibung. Karin Keller-Sutter fühlt sich offensichtlich wohl im vermeintlich ungeliebten Departement. «Die Arbeit im EJPD gefällt mir sehr gut», sagte sie.

Die Bundesrätin hat erkannt, dass das EJPD ein Querschnittsdepartement ist, das über die Justiz auf praktisch alle Politiksegmente Einfluss nimmt. Und den will sie nutzen. Dabei hilft ihr die Tatsache, dass bei den Reizthemen Asyl- und Migrationspolitik wenig los ist. Umso mehr will sie in anderen Bereichen Pflöcke einschlagen, vor allem in der Europapolitik.

Zur «Chefinnensache» hat Keller-Sutter die Begrenzungsinitiative der SVP gemacht. Sie bezeichnet diese als «Schweizer Brexit» und will ihn nicht nur mit Worten bekämpfen, sondern auch mit Taten. Dazu gehört das im letzten Monat vorgestellte Massnahmenpaket zur Förderung des inländischen Arbeitskräftepotenzials, das auch eine Überbrückungsrente für ältere Arbeitslose vorsieht.

Dabei sprach die Justizministerin erfrischend ungeniert Dinge aus, die man aus dem Bundesrat schon lange gerne gehört hätte. «Die Personenfreizügigkeit hat nicht nur Vorteile», sagte sie. Und mit dem Satz «Die Fachkräfte-Initiative hat wenig Konturen angenommen» übte sie gar ziemlich unverblümte Kritik an Ex-Wirtschaftsminister und Parteikollege Johann Schneider-Ammann.

Diese Art des Klartexts wie auch jene im oben geschilderten Fall zeigt, dass Karin Keller-Sutter vor nichts und niemandem Rücksicht nimmt. Und dass sie bereit ist, anzuecken. Mit dem geplanten Sozialausbau sorgt sie im (rechts-)bürgerlichen Lager für Stirnrunzeln. Umgekehrt ist absehbar, dass sie in Asyl- und Ausländerfragen Linke und Grüne vor den Kopf stossen wird.

Das ist aus ihrer Sicht nur konsequent. Keller-Sutter ist nicht Bundesrätin geworden, um als brave Mitläuferin zu agieren. Sie hat einen klaren Führungsanspruch. Das erstaunt nicht, wenn man ihre bisherige Karriere verfolgt hat. Schon als St.Galler Regierungsrätin von 2000 bis 2012 zeigte sie einen ausgesprochenen Willen zur Macht. Auch im Ständerat sass sie nicht auf der Hinterbank.

Viola Amherd

Armeechef Philippe Rebord und Verteidigungsministerin Viola Amherd informieren über den Rücktritt Rebords und die Suche nach einem Nachfolger.

Viola Amherd mit dem abtretenden Armeechef Philippe Rebord. Bild: KEYSTONE

Nach aussen zeigte sich die CVP zufrieden. Intern aber machte man die Faust im Sack. Ihr einziges Bundesratsmitglied wurde ausgerechnet ins VBS «verbannt», wo man kaum Einfluss auf andere Departemente hat und sich mit einem machtbewussten Offizierskorps herumschlagen muss. Ein Departement auch, das regelmässig durch Skandale und Intrigen erschüttert wird.

Bundesrätin Amherd verschwieg nicht, dass sie lieber ein anderes Amt übernommen hätte, etwa das EJPD. Ihre Ausgangslage war schwieriger als jene von Keller-Sutter. Während die St.Gallerin eine Domäne übernahm, die ihr bereits als Regierungsrätin vertraut war, ist die Oberwalliserin nicht nur die erste Frau an der Spitze des VBS, sie hatte auch so gut wie keinen Bezug zur Armee.

Zu Beginn war von ihr wenig zu vernehmen. Damit hob sich die 57-Jährige ab von Vorgänger Guy Parmelin, der mit teils fragwürdigen «Schnellschüssen» versucht hatte, Entscheidungsfreude zu markieren. In den letzten Wochen hat sich dies geändert. Man darf behaupten, dass Amherd in ihren ersten fünf Monaten im VBS mehr bewegt hat als Parmelin zuvor in drei Jahren.

Das bisherige «Meisterstück» vollbrachte sie beim Grossprojekt «Air 2030». Die neue VBS-Chefin beauftragte den Astronauten und Ex-Militärpiloten Claude Nicollier mit einem Expertenbericht, um die verfahrene Lage zu deblockieren. Er empfahl, das Volk nur über neue Kampfjets abstimmen zu lassen und die Beschaffung von Flugabwehrraketen ins normale Armeebudget «auszulagern».

Viola Amherd äussert sich zur Kampfjet-Beschaffung

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Der Bundesrat folgte der Empfehlung prompt. Ausserdem packte Viola Amherd einen Umbau der Bodentruppen an, um sie für die moderne Kriegsführung fit zu machen. Wie Karin Keller-Sutter scheut sie vor unbequemen Entscheiden nicht zurück. Auf ihren Vorschlag, die Gegengeschäfte für die Kampfjetbeschaffung auf 60 Prozent zu begrenzen, reagierte die Industrie mit Empörung.

Bei den Offizieren soll die erste Verteidigungsministerin gut ankommen, heisst es im Bundeshaus. Weitere Bewährungsproben stehen an, etwa die Ernennung eines neuen Armeechefs. Mit dem ungeliebten Amt aber scheint sich Viola Amherd angefreundet zu haben: «Es wäre eigentlich schade, wenn ich nicht im VBS gelandet wäre», sagte sie im Interview mit der NZZ.

Ein knappes halbes Jahr erlaubt noch kein definitives Urteil. Beim Volk aber haben die beiden Neuen mit ihrem zupackenden Auftritt offenbar punkten können. In einer Tamedia-Umfrage erhielt Karin Keller-Sutter die Bestnote, vor Viola Amherd. Damit liessen sie alle Bisherigen hinter sich.

Die Frauen im Bundesrat wollen gestalten, nicht nur verwalten – das gilt auch für die neue UVEK-Chefin Simonetta Sommaruga – und heben sich damit ab von den männlichen Mitgliedern der Landesregierung. Oder wie eine CVP-Nationalrätin maliziös meint: «Statt zu streiken, sollten die Frauen sich dies als Beispiel nehmen.»

Im Bundeshaus am Tag der Bundesratswahlen

Viola Amherd besucht am WEF eine Truppe der Armee

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63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Z-bie Rockt 13.06.2019 07:54
    Highlight Highlight Ach ja? Und wie sieht's mit dem Entscheid von KKS von gestern aus, Dublin-Schengen Abkommen missachten und Bundesverwaltungsgerichtsurteil missachten, hää?
  • Fairness 13.06.2019 07:45
    Highlight Highlight Bis anhin machen die 2 einen guten Job. Mit der Personenfreizügigkeit muss aber etwas geschehen. Das Lohndumping, das querbeet in allen Branchen stattfindet ( ausser im Kader, wo dafür alles was unten gespart verteilt wird ...), geht bei steigenden KK-Prämien, Mieten, Gebühren usw. nicht und ist ungesund für die Volkswirtschaft.
    Cassis ist schlichtweg unfähig und müsste ersetzt werden. Er hat ja noch Curaviva.
  • Offi 12.06.2019 20:33
    Highlight Highlight Der frische Wind im Bundesrat ist hoch erfreulich, ich hoffe es geht weiter so.
  • Sherlock_Holmes 12.06.2019 18:57
    Highlight Highlight Der Kommentar entspricht in grossen Zügen dem Artikel im TA vom 8.6. – «Warum die Frauen im Bundesrat so viel besser sind» – wobei P. Loser die Konstellation und Ursachen differenzierter zum Ausdruck bringt.

    Es kommt leider nicht von ungefähr, dass die Dynamik und Leistungsnachweise der Frauen auch mit der Genderfrage zu tun haben.

    Sie sind es gewohnt, dass sie kämpfen und bessere Leistungen erbringen müssen als ihre männlichen Kollegen, um sich durchsetzen zu können.

    Da sehen zumindest die bürgerlichen Bundesräte uralt aus.

    Alain Berset macht m.E. einen guten Job, wird jedoch ausgebremst.
  • Juliet Bravo 12.06.2019 18:38
    Highlight Highlight Keine Angst Männer! Gute Frauen verdrängen auch 2019 nicht gute Männer. Gute Frauen verdrängen mittlerweile aber immerhin manchmal mittelmässige Männer.
    • FrancoL 12.06.2019 19:56
      Highlight Highlight Die wurden schon immer auch von guten Männern verdrängt. Ist das nicht der Fall dann sind sie geschützt und das gibt es bei Männern und bei Frauen. Das Portieren von Mittelmass ist nicht an ein Geschlecht gebunden, sondern an Seilschaften, Seilschaften, die sich auch bei Frauen bilden und sich bilden werden.
    • Juliet Bravo 12.06.2019 22:06
      Highlight Highlight „[...] ist nicht an ein Geschlecht gebunden“? Naja.
    • FrancoL 12.06.2019 22:46
      Highlight Highlight Wieso naja? Ich arbeite seit vielen Jahren eher mit Frauen zusammen, weil in der Architektur Frauen seit Jahrzehnten in allen möglichen Positionen arbeiten. Und es wäre mir nicht aufgefallen, dass Frauen sich nicht ähnlich wie Männer für ihre Kolleginnen einsetzen auch dort wo es sich nachweislich eher um eine "Frauen-Seilschaft" handelt und die Qualifikation nicht gegeben ist. Ich denke, dass wenn Frauen mehr in führende Positionen gelangen, werden auch sie nicht viel anders reagieren und agieren wie dies die Männer heute tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 12.06.2019 16:35
    Highlight Highlight Die beiden haben Pfeffer im ... und reden an Pressekonferenzen wohltuend Klartext. Und sie packen richtig an in ihren Departementen. Weiter so.

    Bei Parmelin dachte ich zuerst. Ist das jetzt der, der zurückgetreten ist oder modert der noch im Bundeshaus.

    Bei Cassis könnte ich jedes Mal den tv abstellen. Dieses Herumgeduckse, diese nichtssagenden Worthülsen. Man würde am liebsten in den Wald rennen.
  • cal1ban 12.06.2019 16:28
    Highlight Highlight Anstatt einfach die Arbeit der Bundesrätinnen zu loben, muss wieder ein Kampf zwischen den Geschlechtern daraus gemacht werden. Warum?
    • Jesses! 12.06.2019 20:01
      Highlight Highlight Das ist eine Frage der Wahrnehmung.
  • luegeLose 12.06.2019 16:18
    Highlight Highlight Sie haben noch nichts erreicht. Das grösste Problem ist immer noch das Rahmenabkommen, und das Verhältnis zur EU und USA. Nicht mal Dorisdauergrins konnte da was bewegen.
  • Yolo 12.06.2019 16:09
    Highlight Highlight Es braucht definitiv mehr Frauen in der Regierung. Die Damen in der Regierung begreifen sehr shcnell wie der laden läuft, und dies nicht nach drei Legislaturen.
    • Oberon 12.06.2019 18:38
      Highlight Highlight Quatsch, nur kompetente fehlen, dies hat nichts mit Weiblein oder Männlein zu tun.
  • tempolibero 12.06.2019 16:07
    Highlight Highlight Bravo! Ein wunderbares Frauenteam, das in unserer Regierung angekommen zu sein scheint. Diese Frauen, wahrscheinlich Frauen eher noch als Männer, haben den Mut, ihrer inneren Überzeugung zu folgen und das mit aller Kraft und ohne Scheuklappen oder Parteiauflagen. Weiter so! Ich als Mann wünsche mir mindestens 7 solche Bundesrätinnen, oder Bundesräte, welche ebenso mit innerer Überzeugung und Inspiration unser Land steuern.
  • inmi 12.06.2019 16:02
    Highlight Highlight Viola hat bis jetzt noch gar nichts gemacht. Ich wünsche ihr alles Gute, das VBS bräuchte dringend Reformen. Aber bis jetzt ist noch nichts passiert.
  • Uglyman 12.06.2019 16:02
    Highlight Highlight Und es waren die linken Frauen, die Frau Keller-Sutter vor neun Jahren als Bundesrätin, mit einer schmutz Kampagne, verhinderten!
    • pun 12.06.2019 20:09
      Highlight Highlight Naaaja... Klar, KKS galt als härteste Hardlinerin der Law&Order Front (einen Ruf, den sie sich hart erarbeitete in SG) und war somit für Linke generell praktisch unwählbar, aber glaubst du ernsthaft, die bürgerlichen Mehrheitspolitiker hätten neben Sommaruga als vierte Bundesrätin noch eine Frau gewählt?
    • R. Peter 12.06.2019 23:30
      Highlight Highlight Pun, klar wäre sie gewählt geworden. Warum auch nicht?
  • Füdlifingerfritz 12.06.2019 15:46
    Highlight Highlight Zwei überaus kompetente Bundesrätinnen, das sollte niemanden überraschen. Und hätten 2010 Linke und Grüne nicht gegen die kompetente und darüberhinaus sogar weibliche KKS gestimmt, wäre sie sogar schon länger im Amt und man hätte sich Schneider-Ammann ersparen können. Aber scheinbar standen Linke damals halt mehr auf... wie nennen sie das schon wieder...? ahja: alte, weisse Männer.
    • Sir Konterbier 12.06.2019 16:34
      Highlight Highlight Stimmt! aber JSA war eigentlich ein guter Bundesrat, er war einfach ein miserabler Kommunikator...
    • Liselote Meier 12.06.2019 17:11
      Highlight Highlight Na in Erwägung das Amman die Wahlempfehlung von der Economisuisse hatte und wenn man sich die Wahlgänge anschaut, stimmt deine Aussage nicht wirklich. Die Linken in der SP haben für Keller gestimmt, die Sozialliberalen teilweise Amman.

      1. Wahlgang: Rime (SVP) 72, Wyss (Grüne) 57, Amman 52, Keller 54, Cassis 12

      2. Wahlgang: Amman 75, Rime (SVP) 72, Keller 55, Wyss (Grüne) 40

      3. Wahlgang: Amman 78, Rime (SVP) 72, Keller 66, Wyss (Grüne) 28

      4. Wahlgang: Amman 84, Rime (SVP) 76, Keller 74

      Stichwahl: Amman/Rime
    • sowhat 12.06.2019 18:53
      Highlight Highlight Danke, Liselote für diesen Rückblick. Zeigt einmal mehr dass Behauptungen einer differenzierten Gegendarstellung bedürfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 12.06.2019 15:45
    Highlight Highlight Gibts den Guy Parmelin immernoch im Bundesrat? Den vergesse ich andauernd weil er zwar nichts grossartig schlechtes macht aber auch nichts gutes 😂
    • fidget 12.06.2019 16:16
      Highlight Highlight Du musst es so sehen, wenn jemand nichts tut, kann er schon nichts falsch machen. Besser nicht anfassen, dann geht auch nichts kaputt. Wahrscheinlich ist das die Bestrebung von Parmelin.
    • Herr J. 12.06.2019 16:42
      Highlight Highlight Es kann eine Qualität sein, keine Dummheiten zu machen und der Versuchung zu widerstehen, sich Denkmäler zu setzen.
    • Garp 12.06.2019 16:46
      Highlight Highlight Nichts machen kann sehr fatal sein und nichts machen ist auch eine Entscheidung, das sollte man nie vergessen.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 12.06.2019 15:37
    Highlight Highlight Cassis irrlichtert, Parmelin ist schlicht abwesend und Berset ist bis jetzt mit allen seinen grossen Reformen gescheitert.
    Nur Ueli der Knecht schaut wenigstens, dass die Finanzabschlüsse stimmen.
    • Dominik Treier 12.06.2019 20:02
      Highlight Highlight Und liegt in erzbürgerlicher Manier mit seinen Budgetprognosen regelmässig massiv daneben um die unsinnigen Sparprogramme seiner Partrei auf dem Buckel der Schwächsten unserer Gesellschaft weiter rechtfertigen zu können. Danach wenn dann "völlig überraschend" ein Überschuss resultiert will man dann aber nicht etwa die unsinnigen Massnahmen rückgängig machen, sondern die Steuern für die Armen, so stark belasteten Reichen senken... Tolle Leistung...
      Dafür, dass viel reinkommt kann er im übrigen auch nichts...
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 12.06.2019 21:27
      Highlight Highlight Der Überschuss beträgt regelmässig 2%, was bei einem Budget von 70 Milliarden ein guter Wert ist.
      Was sie als "unsinnigen Sparprogramme " geisseln ist eine nachhaltige Budgetpolitik, die die Staatsquote nicht aufbläst und in Zeiten des Aufschwungs spart, um bei einer Krise Schulden machen zu können.
      Eine tiefe Steuerquote ist einer von verschiedenen Faktoren für die Standortqualität.
      Wo es ein Problem gibt, ist das immer mehr Ausgaben gebunden sind, dies erhöhte gleichzeitig den Druck auf die nicht-gebundenen Ausgaben.
      Hier müsste man ansetzten.
    • Dominik Treier 12.06.2019 23:11
      Highlight Highlight Nun wenn ich weniger einnehme als ich brauche und dann in wichtigen Bereichen Abstriche machen muss ist das keine nachhaltige Budgetpolitik, sondern ein Kredit auf unsere Gesellschaft. Der in Zukunft in Form von Unzufriedenheit, schlechterer Effizienz wegen mangelnder Bildung oder schwindendem gesellschaftlichem Zusammenhalt wieder zurückgezahlt werden muss, was die Bürgerlichen aber bewusst ignorieren, weil man es nicht an einer Zahl messen kann...
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 12.06.2019 15:33
    Highlight Highlight Sie machen im momen wirklich einen guten Job!
  • Tommyboy Jones 12.06.2019 15:30
    Highlight Highlight Es ist in meinen Augen unbestritten, dass sich die beiden neuen Damen sehr gut schlagen in unserer Regierung. Genauso wie Simonetta Sommaruga und Alain Berset. Man kann politisch durchaus anderer Meinung sein als die Genannten, doch sie wirken durchwegs kompetent und wissen, wie man in einer Konkordanzregierung zu arbeiten hat. Die Herren Maurer, Parmelin und Cassis fallen im Vergleich dazu krass ab...#keiLuscht

    ps: das alles schreibe ich als durch und durch bürgerlicher Wähler...
    • Herr J. 12.06.2019 16:43
      Highlight Highlight @ Tommyboy
      Woher wollen Sie wissen, dass Cassis, Maurer und Parmelin "abfallen" und nicht wissen, wie man in einer Konkordanzregierung zu arbeiten hat? Das ist ein Eindruck von aussen, der ist zwangsläufig unvollständig und vielleicht auch einfach nur falsch.
      Schon mancher BR stand gegen aussen toll da, intern hasste man ihn/sie bis aufs Blut...
    • Herr J. 13.06.2019 13:12
      Highlight Highlight @ Rhabarber
      Es ist z.B. bekannt, dass Herr Cotti oder Frau Calmy-Rey intern nicht das allerbeste Standing hatten (wenn ihnen "Hass" ein zu starkes Wort ist).
      Dass Bundesräte "primitiv" sind, davon habe ich nichts geschrieben. Aber dass es Chefs mit Launen gibt, die das Leben ihrer Untergebenen sehr sehr unangenehm machen, ist Tatsache.
    • Tommyboy Jones 13.06.2019 14:19
      Highlight Highlight @Herr J: Wie die Bundesräte/innen als Chefs wahrgenommen werden, kann ich wirklich nicht beurteilen, sagt aber auch nur bedingt etwas über ihre Kompetenz im Amt aus. Was ich aber beurteilen kann ist: Unser Bundespräsident Maurer hat es offensichtlich nicht so mit der Medienfreiheit (wenn es ihm nicht passt, dann verweigert er sich und toibelet wie ein kleiner Goof). Alle drei Herren glänzen mit Alleingängen und das immer wieder. Und darum mein Schluss: Keiner der drei ist seinem Amt gewachsen und nicht geeignet für eine Konkordanzregierung.
  • Lebkuchenmann 12.06.2019 15:23
    Highlight Highlight Geht es in unserer Gesellschaft nur noch um Männlein vs. Weiblein?
    In meiner Welt gehört in solch eine Position ein Mensch der einen guten Job macht, da spielt das Geschlecht keine Rolle...
    • ChiliForever 12.06.2019 16:01
      Highlight Highlight Genau das dachte ich auch...

      Aber leider geht's heutzutage wohl nicht mehr unter "a vs b", ohne Krawall halt keine Schlagzeile...
    • Garp 12.06.2019 16:10
      Highlight Highlight Wir nehmen das Geschlecht nunmal auf den ersten Blick wahr (zumindest bei den meisten). Da darf man lobend erwähnen, dass die zwei Frauen bis jetzt einen guten Job machen. Besser halt als ihre männlichen Vorgänger. Oder sollen wir nun nur noch von Menschen reden und das Geschlecht verdrängen? Der Mensch Maurer hat...... der Mensch Suter-Keller hat ...... 🙈
    • ingmarbergman 12.06.2019 16:14
      Highlight Highlight Dann müssten wir aber ein paar Männer absetzen und neu wählen. Nicht nur im Bundesrat, sondern auch im Parlament.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ueilaa 12.06.2019 15:20
    Highlight Highlight Wir können froh sein eine "Aussenseiterin" im VBS zu haben - dann werden vielleicht endlich mal Veränderungen angepackt an die sich bisher niemand gewagt hat!
  • TodosSomosSecondos 12.06.2019 15:18
    Highlight Highlight als ob man irgendwas tun müsste, um die Typen alt aussehen zu lassen?
  • Jungleböy 12.06.2019 15:16
    Highlight Highlight Was soll dieser neu modischer gender quatsch frauen gegen männer? Ist das bewusste provaktion um die geschlechter gegenseitig aufzustacheln?! Wird langsam richtig nervig und so habe ich nicht mal lust den artikel zu lesen, obwohl interessantes drin stehen könnte.
    • ingmarbergman 12.06.2019 16:16
      Highlight Highlight Zuvor hiess es, man soll keine Frau wählen, nur weil sie eine Frau ist.
      Nun machen die Frauen anscheinend den besseren Job als die Männer und das ist dir auch nicht wieder recht.

      Du willst nur ein bisschen im Internet Frust ablassen, oder?
      Tipp: versuchs mal mit Sport..
    • Jungleböy 12.06.2019 22:45
      Highlight Highlight Also machen wir weiter wie bisher, diesesmal einfach umgekehrt? Wirkt auch nicht gerade neuzeitlich und modern. Nein nein, mir fällt das auf. Wie bewusst provoziert wird und zwar quer durchs band und medien unabhängig.
  • MacB 12.06.2019 15:15
    Highlight Highlight Ich bin einverstanden und schätze die frische Art der neuen Bundesrätinnen. Ich hoffe sehr, dass die Betriebsblindheit und Einlullung durch Departemente und Politiker nicht zu schnell einsetzt. Schliesslich sollen sie diese Frische möglichst lang halten können.

Intervention wegen Pestizid-Kritik – Parmelin soll ETH-Forschern Maulkorb verpasst haben

Sie sind hierzulande die unbestrittenen Experten in Fragen rund ums Thema Wasser: Die Forscherinnen und Forscher der Eawag, des Wasserforschungsinstituts der ETH.

Und sie warnen mit deutlichen Worten vor den Gefahren für die Wasserqualität, die vom Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft ausgeht: «Negative Effekte auf Fortpflanzung, Entwicklung und Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen müssen befürchtet werden.»

Das halten die Wissenschafter in einem vierseitigen Faktenblatt …

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