Gesellschaft & Politik
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Bundesraetin Viola Amherd spricht waehrend der Debatte um die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge, waehrend der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 19. Dezember 2019, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

CVP-Bundesrätin Viola Amherd: «Ich gehe auch an Weihnachten nicht in die Kirche»

Kein Bundesratsmitglied erhält so viel Lob wie Viola Amherd: Im Interview erzählt die neue Verteidigungsministerin, wie sie Weihnachten feiert, warum sie sich ironische Sprüche verkneift – und wie sie die Kampfjet-Abstimmung im Herbst 2020 gewinnen will.

lorenz honegger, Patrik müller / schweiz am wochenende



In Viola Amherds Sitzungszimmer im Bundeshaus Ost hängen neue, auffällig farbige Bilder, als sie die Journalisten der «Schweiz am Wochenende» zum Interview empfängt. Die Verteidigungsministerin hat die minimalistischen Werke persönlich ausgewählt. Sie hat einen erfolgreichen Morgen im Parlament hinter sich: Gegen alle Widerstände hat sich Amherd im Kampfjet-Dossier auf der ganzen Linie durchgesetzt. Der Fliegerkauf kommt nächsten Herbst genauso an die Urne, wie es die CVP-Bundesrätin vorgeschlagen hat. Allerdings muss sie dann auch die Stimmbevölkerung überzeugen. Das wird nicht einfach.

In wenigen Tagen ist Weihnachten. Gehen Sie als Katholikin an Heiligabend in die Kirche?
Viola Amherd: Ich feiere Weihnachten mit der Familie und Verwandtschaft, gehe aber nicht in die Kirche.

Ist das im Wallis erlaubt, bei der Messe zu kneifen?
(Lacht). Doch, doch, das geht im Wallis!

Was bedeutet Ihnen Weihnachten?
Viel. Es ist die Zeit, über Grundsätzliches zu sinnieren. Gerade wenn man wie ich so stark in der Aktualität lebt, braucht es das. Und natürlich ist es die Zeit, mit Menschen zusammenzusein, die einem wichtig sind.

Die CVP stellt das «C» im Parteinamen zur Debatte. Wie stehen Sie dazu?
Ob das «C» im Namen drin ist oder nicht, spielt für mich keine Rolle. Entscheidend sind die Werte, die in diesem «C» stecken; sie sollen Bestand haben.

Welche Werte?
Die christlichen Werte – letztlich sind es universelle Werte, die man in allen Religionen findet. Diese Werte sollten wir auch in Zukunft unserer Arbeit zugrunde legen.

Dem «C» würden Sie nicht nachtrauern?
Nein, im Tessin hat die CVP diesen Buchstaben schon lange nicht mehr drin, sie heisst dort PPD, Partito Popolare Democratico (auf Deutsch: Demokratische Volkspartei, die Red.)

Bei der Gesamterneuerungswahl des Bundesrates haben Sie mit 218 Stimmen ein Spitzenresultat erzielt, Ihre Kollegin Karin Keller-Sutter erreichte nur 169. Wie haben Sie das geschafft?
(Zögert). Das kann beim nächsten Mal wieder anders sein. Es hat wohl mit den Dossiers zu tun, die man gerade behandelt.

Sicher auch mit Ihrer Person: Sie haben im ersten Amtsjahr eine eigentliche Honeymoon-Phase erlebt. Medien und Parlamentarier sind begeistert – und Sängerin Sina schwärmte im SRF gerade in den höchsten Tönen von Ihnen.
Das ist bei Sina gegenseitig!

Was macht Ihre Beliebtheit aus?
Ich arbeite so, wie ich immer gearbeitet habe. Ich bin gern mit den Leuten, tausche mich aus – auch mit Parlamentariern anderer Parteien.

Ewig wird dieses Hoch nicht anhalten.
Von mir aus kann es so bleiben! Spass beiseite: Mir ist klar, dass ein kleiner Fauxpas alles verändern kann.

Wo ist Ihre Achillesferse, wo könnte ein Fauxpas lauern?
Ich muss mir oft auf die Zunge beissen. Eigentlich mache ich gern mal einen zynischen oder ironischen Spruch, aber das liegt nicht mehr drin.

Warum nicht?
Als Bundesrätin muss man schon aufpassen, was man sagt. Jeder Satz kann Einfluss haben auf ein Sachgeschäft oder einen Entscheid.

Verteidigungsminister gelten als Kurzaufenthalter in ihrem Departement. Wann wechseln Sie?
Ich möchte diesen Trend brechen. Ich bleibe!

Man hat Sie beim Verteidigungsdepartement ins kalte Wasser geworfen. Wie haben Sie sich eingearbeitet?
Tatsächlich gehörte die Sicherheitspolitik vorher nicht zu meinen Kernthemen. Aber das war eine Chance: Ich bin neugierig und mag nichts weniger als Routine und Trott. Ich habe viel gelernt und erfahren. Es macht Freude.

Wie ist es, als Frau die wahrscheinlich männerlastigste Organisation der Schweiz zu führen – eine, von der man sagt, dass sie zu Machtspielen neige?
Machtspiele gibt es überall, nicht nur in der Armee. Ich führe so, indem ich die Verantwortlichen stets einbeziehe und das Wissen abhole. Ob einer Uniform trägt oder nicht, ob er zwei oder drei Sterne hat, das macht für mich keinen Unterschied. Für mich zählt der Mensch.

Fühlen Sie sich akzeptiert?
Vielleicht merke ich nicht alles... aber ja, ich glaube schon.

Die «Republik» wirft Ihnen vor, Ihre Entourage nach dem Prinzip «Parteibuch und Herkunft» zusammenzustellen.
Stimmt genau! Den Armeechef, Thomas Süssli, habe ich wegen seines Charmes ausgelesen – und alle anderen nur darum, weil sie Walliser oder in der CVP sind (lacht). Nein, im Ernst, wissen Sie: bei den persönlichen Mitarbeitern oder dem Generalsekretär ist es normal, dass ein Bundesrat Leute um sich haben will, die er kennt und von denen er weiss, wie sie arbeiten. Bei allen anderen Stellen ist das kein Thema.

Aber Sie sind froh, auch in Bern Walliserdeutsch zu hören?
Ich bin mehrsprachig. Schweizerdeutsch geht auch!

Jetzt, wo Sie die Armee kennen: Würden Sie mit diesem Wissen als junge Frau freiwillig in die RS gehen und Dienst leisten?
Ja, gut vorstellbar, dass ich heute die RS machen würde. Aber damals, mit 18 oder 20, wäre mir das nicht im Traum eingefallen. Ich wusste ganz einfach zu wenig über die Armee, wir hatten auch niemanden in der Verwandtschaft, der weitergemacht hätte. Aber nun, wo ich sehe, was es alles gibt, würde mich das interessieren.

Was zum Beispiel?
Der Cyber-Lehrgang etwa, oder auch im Bereich Führung gibt es vieles, das mich ansprechen würde. Oft fehlt es jungen Leuten an Wissen darüber, was ihnen die heutige Armee für Möglichkeiten bietet. Wir müssen den Amtsschimmel beseitigen – und die jungen Leute gut informieren, besonders auch die Frauen. Wir haben eine Arbeitsgruppe, die sich spezifisch um Frauenförderung kümmert.In Europa herrscht tiefer Frieden.

Wie erklären Sie einer jungen Frau oder einem jungen Mann den Sinn der Armee?
Die Sinnhaftigkeit ist ein wichtiger Punkt. Wir sehen das bei den freiwilligen Auslandeinsätzen im Kosovo: Das Interesse daran ist unglaublich gross. Die Leute sehen, dass sie vor Ort zur Deeskalation beitragen können. Wir müssen diese Sinnhaftigkeit auch beim ordentlichen Armeedienst wieder besser aufzeigen.

Wie wollen Sie das erreichen?
Gott sei Dank muss sich die Armee nicht jeden Tag im Ernstfall beweisen. Aber bei der Bewältigung von terroristischen Anschlägen spielt das Militär eine wichtige Rolle. Dasselbe gilt für Natur- und Umweltkatastrophen und die täglich stattfindenden Cyber-Angriffe auf die Netzwerke von privaten und staatlichen Organisationen.

Worin sehen Sie die Hauptbedrohung für die Schweiz am Ende des Jahrzehnts?
Ganz klar Cyber-Angriffe und Terrorismus. Wir wissen alle nicht, was in 30 Jahren ist. Wir müssen auch eher unwahrscheinliche, alte Bedrohungsszenarien ernst nehmen. Obwohl ich in den nächsten Jahren keinen Einmarsch eines anderen Staates erwarte, müssen die Rüstungsgüter, die wir heute kaufen, auch in Zukunft von Nutzen sein.

War es Glück, dass die Schweiz vom Terror verschont geblieben ist?
Wir haben gute Sicherheitskräfte, die auch präventiv gute Arbeit leisten. Wir hatten aber auch Glück, das ist so. Terroranschläge können jederzeit passieren – auch mit der besten Armee und der besten Ausrüstung.

Bei der digitalen Landesverteidigung kooperiert die Armee neuerdings mit privaten, zum Teil internationalen Unternehmen. Könnte das nicht zu einem Einfallstor für Hacker anderer Staaten werden?
Die Partnerfirmen haben keinen Zugang zu den Netzwerken der Armee. Diese bleiben abgeschottet. Ein Restrisiko gibt es immer. Doch wir können Bedrohungen im digitalen Raum nicht in der stillen Kammer erforschen.

Kooperieren Sie auch mit Cyber-Truppen anderer Länder?
Ja, aber immer unter der Prämisse der Neutralität. Wenn sich ein Partnerland plötzlich in einem bewaffneten Konflikt befindet, muss die Schweiz aus der Zusammenarbeit austreten können. Für mich ist auch die internationale Friedensförderung wichtig: Ich lasse zurzeit abklären, wie die Schweiz hier noch aktiver sein könnte. Ich will dem Vorwurf entgegenwirken, dass wir in der Sicherheitspolitik nur Trittbrettfahrer sind.

Im Herbst 2020 stimmen wir über neue Kampfjets ab: Was wollen Sie besser machen als Ihr Vorvorgänger Ueli Maurer beim Gripen?
Die Ausgangslage ist neu: 2014 ging es nur um den Ersatz eines Teils der Kampfjet-Flotte. Heute geht es um die gesamte Flotte. Wenn das Stimmvolk noch einmal Nein sagt, haben wir ab 2030 keine funktionierende Luftwaffe mehr. Als Bürgerin und Bürger muss man sich die Frage stellen: Will ich diese Sicherheit oder will ich sie nicht? Zudem finanzieren wir den Flugzeugkauf dieses Mal über das ordentliche Armeebudget. Die Beschaffung geht nicht auf das Konto von anderen Ausgabenbereichen.

Das ist ein wenig spitzfindig: Der Bundesrat erhöht das Armeebudget im kommenden Jahrzehnt jährlich um 1,4 Prozent. Die Kampfjets gehen sehr wohl auf Kosten anderer Ausgabenbereiche.
Das Armeebudget ist in den vergangenen Jahren im Vergleich zu anderen Bundesausgaben immer unterdurchschnittlich gewachsen. Mit real 1,4 Prozent Wachstum befinden wir uns auf dem Level der anderen Bereiche. Das ist gut investiertes Geld: Die Sicherheit unseres Landes ist ein hohes Gut.

Beim Gripen betrug der Kaufpreis 3,1 Milliarden Franken, jetzt werden es 6 Milliarden sein. Wie rechtfertigen Sie die Verdoppelung?
Wie gesagt: Beim Gripen ging es darum, einen Teil der Luftwaffe zu ersetzen, nämlich die Flugzeuge Tiger F-5. Heute geht es um die gesamte Flotte. Mein Hauptargument ist die Sicherheit der Bevölkerung vor Angriffen aus der Luft: Um diese zu gewährleisten, brauchen wir neue Flugzeuge. Wenn Sie an ihrem Auto den Service fünf Jahre lang nicht machen lassen, wird er in zehn Jahren auch teurer sein.

Die SP fordert gestützt auf ein US-Gutachten, die Schweiz solle ihr Geld besser in leichte Kampfflugzeuge und in eine bessere Boden-Luft-Abwehr investieren.
Diese Frage hat das Verteidigungsdepartement im Bericht zur Zukunft der Luftverteidigung längst geklärt. Das ist keine bahnbrechende Idee. Der SP- Vorschlag würde zu einer Zwei-Flotten-Strategie führen: Das macht für ein kleines Land weder militärisch noch ökonomisch Sinn. Leichte Kampfjets reichen nicht einmal aus, um den Luftpolizeidienst durchzuführen.

Wenn Sie aufs nächste Jahr blicken: Was sind die wichtigsten Fragen, die den Bundesrat beschäftigen?
Aus meiner Sicht sind das die Sicherung der Sozialwerke und das Verhältnis zur EU.

Am 17. Mai kommt die SVP-Initiative zur Kündigung der Personenfreizügigkeit an die Urne. Bis dann liegt das Rahmenabkommen auf Eis. Gibt es einen Plan für danach?
Der Bundesrat ist der Meinung, dass man das Rahmenabkommen mit der EU abschliessen sollte. Wir wollen konkrete Vorschläge erarbeiten. Auch ich halte den Vertrag für wichtig für die Zukunft unseres Landes.

Die Gespräche mit der EU ziehen sich seit Ewigkeiten hin. Wird sich tatsächlich etwas tun?
Ich bin nicht Mitglied des Europaausschusses des Bundesrates. Die Arbeitsgruppen beschäftigen sich intensiv mit den offenen Fragen. Was genau herausschauen wird, kann ich nicht sagen.

Das Rahmenabkommen ist nicht tot?
Für mich nicht. Ich würde nicht Hand bieten zu einem Begräbnis (lacht).

Bei den Sozialwerken stehen wegen der Überalterung ebenfalls unbequeme Entscheidungen an.
Wir müssen dieses Thema angehen. Nach dem Prinzip Hoffnung weiterfahren und die Jungen belasten, das geht in Zukunft nicht mehr. Vielleicht braucht es einen grösseren Wurf. Das ist in einer Volksabstimmung allerdings ähnlich schwierig durchzubringen wie neue Kampfjets (lacht).

Was wünschen Sie sich für das neue Jahr?
Dass wir ein sicheres Land bleiben, in dem sich sogar Bundesräte frei bewegen können. Wir sind uns dessen oftmals viel zu wenig bewusst. Wenn ich nach Österreich an das Treffen der deutschsprachigen Verteidigungsminister reise, habe ich meinen persönlichen Mitarbeiter und meinen Kommunikationschef dabei. Mein deutsches Pendant reist mit acht Bodyguards an. Ich sehe diese Bewegungsfreiheit als unglaubliches Privileg.

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wandervogel 22.12.2019 11:53
    Highlight Highlight Ein zynischer oder ironischer Spruch läge nicht mehr drin, so Frau Amherd.

    Wenig später: Stimmt genau! Den Armeechef, Thomas Süssli, habe ich wegen seines Charmes ausgelesen.

    Sehr erfrischend die Frau!
  • Florotor 22.12.2019 09:47
    Highlight Highlight In allen europäischen Staaten, die von Terroranschlägen getroffen wurden, war deren Bewältigung in allen Bereichen immer Sache der zivilen Behörden, in keinem Land hat das Militär eine führende Rolle übernommen über logistische und personelle Assistenz hinaus.

    Besonders ist die Prävention und Bekämpfung des organisierten Verbrechens im Bereich Terrorismus Sache der Polizei und der Nachrichtendienste.

    Die Schweizer Armee spielt keine Rolle in der täglichen Schweizer Anti-Terror-Politik, wenn also mehr Mittel, dann für Polizei und Schutz und Rettung, sicher nicht für die Armee, wofür?
    • pacoSVQ 22.12.2019 11:52
      Highlight Highlight Warst du in Paris kurz nach den Anschlägen? Da patroullierten in der ganzen Stadt Soldaten mit Tarnanzug und Sturmgewehr, keine Polizisten.

    • stolca 22.12.2019 12:36
      Highlight Highlight Die Armee nicht. Aber der Nachrichrendienst des Bundes als Teil des VBS ist ein wesentlicher Teil der Terrorbekämpfung.
  • Florotor 22.12.2019 09:36
    Highlight Highlight Digital Input: "Die Partnerfirmen haben keinen Zugang zu den Netzwerken" - prust - "der Armee."

    Nein, sie liefern nur die Hardware...

    ...eigentlich redet sie sich um Kopf und Kragen, wenn man es genau liest. Aber wir sind ja alle nicht in diesem Internet geboren, was?
  • Florotor 22.12.2019 09:16
    Highlight Highlight Und ich hätte gern von kompetenter Stelle mal eine Untersuchung zum Thema, in welcher Art und Weise die "Sicherheit der Schweiz" effektiv und spezifisch damit zusammenhängt, dass wir militärische Waffensysteme unterhalten.

    Sorry, aber mir ist einfach nicht bekannt, dass die jemals überhaupt zum Einsatz gekommen wären.

    Diese Leistung der Armee ist komplett theoretischer Natur. Spötter sagen, sie sei ein Hirngespinst. Aber sie kostet reale Milliarden jedes Jahr.

    Auch Amherd gibt sich leider dazu her, des Kaisers neue Kleider zu loben. Leider gar nichts neues.
  • Florotor 22.12.2019 09:05
    Highlight Highlight Die volkstümlichen Vergleiche leuchten zwar jedem ein, halten aber einer Kritik nicht stand.

    Die Frage, ob ein 6-Mio-Land wie die Schweiz sich ein hochmodernes, -komplexes und vor allem sinnlos teures Waffensystem wie F-35, Eurofighter, was auch immer, leisten kann oder soll, hat nichts, gar nichts zu tun mit dem Service an meinem Auto. Wirklich gar nichts.

    Der Vergleich wäre: Du bist Gärtner, verdienst einen Scheiss und musst manchmal von A nach B. Kaufst du einen alten VW Caddy oder einen 8-Zylinder-SUV mit Seilwinde und Ledersitzen?

    Es ist einfach schade um die Amherd. Die wäre gut.
  • Florotor 22.12.2019 08:49
    Highlight Highlight Es gibt keine Luftpolizei.

    Die Polizei kann spezifisch und effektiv nicht nur ermitteln und feststellen, sondern auch interagieren und im Zweifelsfall präventieren oder sanktionieren und zwar mit angemessenen Mitteln.

    Die Polizei kann wesentlich mehr als ein Kampfjet. Der Kampfjet kann das alles nicht. Und alles, was der Kampfjet kann, kann meine Drohne auch.

    Militärische Luftraum-Sicherung mit Polizei-Arbeit zu vergleichen, ist Mumpitz und Dummscheiss-Propaganda für ganz Naive.

    Schade, dass Amherd da mitmacht.
  • Florotor 22.12.2019 08:27
    Highlight Highlight Eine ausgezeichnete Frau, die an ihrem gegenwärtigen Platz verheizt wird, um die inkompetente, rückwärtsgewandte und irrsinnige Politik der weissen alten Männer durchzuziehen - darum bekommt sie all das Lob hier.

    Die Schweiz ist militärisch nicht handlungsfähig:

    Wir können uns keinen Krieg leisten, Jungs, wir könnten das nicht bezahlen!

    Die eigene Luftwaffe, purer Fetischismus: Man betet einen Gegenstand an, dem man imaginäre magische Leistungen zuspricht.

    Zum Beispiel, dass er "Sicherheit" schaffe.
  • Spooky 22.12.2019 03:29
    Highlight Highlight Wenn sie nicht in die Kirche geht,
    wieso ist sie dann noch nicht ausgetreten? 🤔
    • watsoninan 22.12.2019 10:28
      Highlight Highlight Weil der Austritt aus dieser Religionsgemeinschft in einem römisch-katholischen Kanton mehr Nerven brauch als den Vorsitz im VBS.
  • hämpii 22.12.2019 01:16
    Highlight Highlight Wieso ist die nicht schon länger im Bundesrat...?
  • Baron Swagham IV 21.12.2019 23:35
    Highlight Highlight Nicht meine Partei aber ich find sie toll! Pragmatisch, ehrlich, bodenständig, humorvoll und kompetent. Gefällt mir.
    Müsste ich einen der 7 aufs Podest heben fürs Amt des Regierungschefs würde ich wohl sie herauspicken.

    Aus Armeekreisen gehört: ihre Art kommt gut an und es hilft sogar, dass sie nie im Dienst war weil sie die Armee als Armee betrachtet und nicht als 24/7 Nostalgietour durch Zeiten in denen man noch voller Lebensfreude strotzte
  • Roman h 21.12.2019 20:40
    Highlight Highlight Kein Wunder ist das Interesse an einen Einsatz im Kosovo gross, es geht aber weniger um den Sinn sondern eher ums Geld.
    Hab noch von niemandem gehört der das machen möchte weil er dort helfen kann.
    Man macht nichts und verdient gut
    • Florotor 22.12.2019 08:09
      Highlight Highlight Ja! Wie viel bekommt so ein Kfor-Typ? Einen Zehner, Steuerfrei?

      Und das nur, weil er eine Knarre trägt und damit in einem fremden Land herumstolziert.

      Die, die jeden Tag ein Leben lang helfen und krüppeln, in Spitälern, Heimen, etc., aber dafür nur Besen und Lappen brauchen...

      Die holen wir aus diesen fremden Ländern, weil die müssen für 3500.- dazu bereit sein und stolz, wenn sie die orange Bauamts-Jacke bekommen.

      Universelle Walliser Christen-Logik halt.
    • pacoSVQ 22.12.2019 12:03
      Highlight Highlight @Florotor

      Was hat dich gebissen dass du die Armee so abgrundtief hasst?

      Die Stellen bei KFOR werden aufgrund der zivilen Ausbildung zugeteilt, man bewirbt sich quasi auf normale Jobs wie zum Beispiel Instandhaltung der elektronischen Infrastruktur etc. oder Mechaniker . Die Bewaffnete Patrouille ist nur ein kleiner Teil der Leute.

      Zum Lohn:
      Kenn jemanden der verdiente da 6800.- im Monat inklusive Gefahrenzulage. Der Grundlohn st übrigens nicht Steuerfrei.

      Hässliche Propaganda die du hier verbreitest.
  • stolca 21.12.2019 19:52
    Highlight Highlight Ein sympathisches Interview mit Frau BR Amherd.
    Leider haben die Herren Honegger und Müller vergessen, dass Frau BR Amherd dem VBS vorsteht. Das heisst die Bereiche Bevölkerungsschutz und Sport gehen völlig unter. Vom Generalsekretariat VBS, dem NDB und Swisstopo ganz zu schweigen.
    Schade. Frau BR Amherd hat, trotz den sympathischen Antworten eine grosse Chance verpasst, die Vielfältigkeit ihres Departementes zu präsentieren.
  • Meyer Andrej 21.12.2019 19:12
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • troop5444 21.12.2019 19:11
    Highlight Highlight Ok, und wo hat sie das gesagt, mit dem sie im Titel zitiert wird???
    • Juliet Bravo 21.12.2019 20:27
      Highlight Highlight Hier bei der allerersten Frage?

      Benutzer Bild
    • Musta Makkara 21.12.2019 22:05
      Highlight Highlight Na gut, das "auch" wurde wohl frei erfunden, verändert die Aussage schon etwas, und die Schlagzeile hat wenig mit dem Thema des Interviews zu tun. Fair enough. Aber so läuft das Schlag-, resp. Clickzeilengeschäft...
  • rüpelpilzchen 21.12.2019 18:57
    Highlight Highlight Ich verstehe.
    Das Militär ist also eine Mischung aus Europapark und Migros Klubschule für makellose Männlein.
  • Locutus70 21.12.2019 18:32
    Highlight Highlight In meinen Augen hat die Frau eine vernünftige Einstellung. Frohe Weihnachten (Ich gehe auch nicht in die Kirche. Ich gehe das ganze Jahre nicht, warum soll ich an Weihnachten heucheln?)
  • Sherlock_Holmes 21.12.2019 18:03
    Highlight Highlight Viola Amherd wirkt authentisch und offen.

    Ich glaube ihr sofort, dass sie auf Menschen zugehen, zuhören, analysieren, die erforderlichen Schlüsse ziehen und führen kann.

    Deshalb ist sie glaubwürdig und kann überzeugen.

    Ich traue ihr zu, mit diesem Spirit auch die Kader der Armee zu überzeugen, damit diese mit der Beschaffung der adäquaten, zeitgemässen Mittel, in der Führung und Kompetenz bis zum einfachen AdA wieder glaubwürdiger – und damit auch von den Stimmbürgern so wahrgenommen wird.

    Man kann sich für oder gegen eine Armee stellen – aber wenigstens eine, deren Bilanz stimmt.
  • Charlie1 21.12.2019 17:57
    Highlight Highlight Endlich...ne kluge und witzige Frau in dieser Position! Wie einsam muss sie sich fühlen in diesem Gremium...
    • Nunja 22.12.2019 07:48
      Highlight Highlight Sommaruga und Berset sind ebenfalls klug und witzig, und Keller Sutter ist zumindest klug. Das heisst, es gibt im Bundesrat eine Mehrheit an klugen Menschen und eine starke Minderheit von witzigen. Wie es Amherd andeutet, ist allerdings Witzigkeit (bei Frauen?) verpönt. Ich habe schon mehrere (linke) Politikerinnen erlebt, welche unheimlich witzig waren, aber in der Öffentlichkeit trocken wirkten, bzw. wirken wollten/mussten.
  • Juliet Bravo 21.12.2019 17:56
    Highlight Highlight ME eine kluge und sympathische Bundesrätin. Möge es ihr gelingen!
  • Noblesse 21.12.2019 17:35
    Highlight Highlight Frohe Festtage dem Bundesrat! Trotzdem bin ich gegen eine 6 Milliarden Anschaffung für militärtaktisch komplett unnötige Kampfjets! Dieses Geld fehlt uns anderswo. Ein Skandal!!
    • ostpol76 21.12.2019 18:29
      Highlight Highlight Jedes Geld welches ausgegeben wird fehlt irgendwo anders.
    • Noblesse 21.12.2019 19:04
      Highlight Highlight Ihr lieben Herzli- und Blitzlitipper! Möchte mich mal echt bedanken, dass ihr meine Beiträge mit solchen Klicks verseht. Ich schaff das nie wie ihr alle😘🥇
    • Juliet Bravo 21.12.2019 21:02
      Highlight Highlight Ich habe wegen „Ein Skandal!!“ geblitzt, sorry.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BB1899 21.12.2019 16:56
    Highlight Highlight Sehr sympathische Dame! Danke für Ihre tolle Arbeit Frau Amherd!

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