Zalando
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Für 17 Franken schuften die Angestellten in Arbon für Zalando. Die meisten davon sind ausländische Frauen.  screenshot srf

So mies werden die Zalando-Päckli-Sortiererinnen in der Schweiz bezahlt

Es ist die Kehrseite des Zalando-Kundendienstes. Die Gewerkschaften sind erzürnt über die Arbeitsbedingungen bei Zalando-Dienstleistern: «Von den Löhnen kann man nicht leben.»



Es ist einer der Schlüssel der Zalando-Erfolgsstory: Die Kunden können Kleider, die ihnen nicht gefallen, kostenlos zurückschicken. Und die machen davon eifrig gebrauch.

Fast die Hälfte aller Pakete geht an den Absender zurück. Die Angestellten der Firma MS Direct in Arbon müssen die Rücksendungen im Auftrag von Zalando kontrollieren und verarbeiten, bevor sie in die Logistikzentren nach Deutschland gehen.

Doch die Bezahlung ist äusserst mager. Wie die Rundschau berichtet, erhalten die Mitarbeiter bloss einen Stundenlohn von 17 Franken. Mit Ferienzuschlag sind es rund 19 Franken. Die meisten der Angestellten sind ausländische Frauen, sie alle arbeiten auf Abruf.

«Das gibt einen Monatslohn von knapp 3000 Franken. Davon kann man nicht leben»

Gewerkschaft Unia

«Das gibt einen Monatslohn von knapp 3000 Franken. Davon kann man nicht leben», sagt Unia-Gewerkschafter Stefan Brülisauer. Doch die Vorgaben sind knallhart: Pro Stunde soll ein Mitarbeiter im Schnitt 35 Pakete verarbeiten. 

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Milo Stössel, Chef von MS Direct, versucht sich als Päckli-Verarbeiter.  srf

Manchmal ist aber auch weniger los. «Wenn es frühmorgens wenige Päckchen hat, müssen wir oftmals schon nach 4 Stunden wieder nach Hause und verdienen dann nichts», sagt eine Angestellte.

Die Mitarbeiterinnen sind aber der Firma mehr oder weniger ausgeliefert. Ausländer ohne Ausbildung finden in jener Gegend nur sehr schwer eine andere Arbeit.

«Entweder arbeiten die Leute hier zu diesen Bedingungen – oder die Jobs gehen ins Ausland»

Milo Stössel

«Wenn man nicht will, muss man diesen Job ja nicht machen», sagt hingegen Milo Stössel, Chef von  MS Direct. Die tiefen Löhne begründet er mit dem starken Preisdruck.

«Entweder arbeiten die Leute hier zu diesen Bedingungen–- oder die Jobs gehen ins Ausland», so Stössel.

Was sagt Zalando dazu? «Wir haben keinen Einfluss auf die Löhne dieser Logistikzentren.» Die Festlegung der Löhne erfolge durch den Dienstleister, schreibt Zalando der «Rundschau». 

(amü)

Die Schweizer lieben Online-Shopping während der Arbeitszeit

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Video: srf

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173Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Turi 23.03.2018 10:04
    Highlight Highlight Grad noch über diesen Blick-Bericht gestolpert, vom 17.11.2017.

    "Zalando schafft 100 neue Jobs in Arbon
    Einstiegslohn 17 Franken entlastet Sozialhilfe"

    "Das freut das Städtchen Arbon am Bodensee."

    "Die Stellen waren im Nu weg. 400 Leute haben sich auf die 100 Jobs beworben – trotz einem tiefen Einstiegslohn von 17 Franken brutto."
  • stamm 22.03.2018 23:36
    Highlight Highlight Warum auf Zalando herum hacken? Es gibt ganz renommierte Firmen in der Schweiz, welche genau dasselbe machen! War bei Lidl und Aldi ebenfalls so, bis man gemerkt hat, dass es bei Migros, Coop und Landi nicht viel anders zu und her geht.

    Diese Fr 19.- sind längst nicht nur bei Zalando so...

    Aber wenn sogar unser Staat unsere Autobahnen von ausländischen Firmen sanieren muss, dann darf man von der Privatindustrie nichts anderes erwarten.
  • black-bird 22.03.2018 14:25
    Highlight Highlight Ich schäme mich....
    Auch ich bestelle meine Kleider über Zalando :-(
    Komme einfach selten in die Stadt und die Auswahl bei Zalando ist halt schon enorm...
    Das traurige ist, ich wäre gerne bereit etwas mehr zu bezahlen...
    Kennt jemand gute Onlineshopping-Alternativen..
    • black-bird 22.03.2018 16:34
      Highlight Highlight Danke Soulrider, diese Seite kannte ich noch nicht, werde ich mir bei Gelegenheit mal genauer anschauen.
    • Bojangles 23.03.2018 21:31
      Highlight Highlight black-bird: Du könntest auch auf das Online Shopping verzichten, dir ab und zu gezielt Zeit für Ausflüge in die Stadt nehmen, merken wie nett die persönliche Beratung im Laden sein kann und schlussendlich mehr Freude am Erstandenen und weniger Aufwand mit Päckli abholen/zurückschicken haben. Ich mache das seit drei Jahren so, kaufe weniger, habe praktisch nur noch gute Stücke im Schrank und gebe insgesamt weniger Geld aus. Es lohnte sich in jeder Hinsicht...
  • einmalquer 22.03.2018 12:09
    Highlight Highlight Noch wesentlich mieser sind die Arbeitsbedingungen für Personen, die die Ware herstellen.

    Auch dort müsste man eingreifen.

    Auch um diese Personen kümmern sich Konsumenten nicht.

    Für Konsumenten ist der Preis wichtig (Einkaufstourismus) - die Arbeitsbedingungen höchstens dann, wenn sie selbst betroffen sind.

    Konsumenten sind Teil des Systems und spielen in diesem Wirtschaftssystem genau die Rolle, die ihnen zugedacht wird - für Änderungen zum Guten sind sie nicht zuständig.
  • elivi 22.03.2018 12:01
    Highlight Highlight Ich verstehe die aufregung. Aber ich verstehe auch Arbon als stadt und die Gefahr, dass das alles ins Ausland geht.
    Arbon hat im Kanton die höchsten Sozialkosten und braucht jedes Jahr vom Kanton Ausgleichszahlungen vom Kanton. Für die Stadt ist gut, dass arbon als standort gewählt wurde und arbeit für leute ohne ausbildung geschaffen wurde. Das ganz kommt zu einem Preis, der ist hier 17.- pro stunde. Und das muss jeder selber entscheiden. Man kann sich hier aufregen wie verantwortungslos Zarlando und MS direkt sind, aber sie können tatsächlich einfach ins ausland gehn.
    • Ms. Song 22.03.2018 12:55
      Highlight Highlight Du hast Recht. Jobs für ungelernte verschwinden immer mehr. Sie werden ins Ausland verlagert oder ganz abgeschafft. Dabei brauchen auch diese Leute eine Stelle. Jemand, der keinen Beruf gelernt hat und unter Umständen nicht mal die Sprache spricht, kann nicht allzu viele Tätigkeiten ausführen. In unserer Region gibt es viele hochqualifizierte Jobs, aber kaum mehr Stellen für nicht ausgebildete Leute. Das ist ein Problem. Es muss für alle Jobs geben.
  • Echo der Zeit 22.03.2018 11:03
    Highlight Highlight Alles Auswirkungen der Geiz ist Geil Mentalität - Schaut euch die Werbungen an und die Vorgelebte Plastik Welt in den Hochglanzkatalogen - Alles wird Gut - und Geld stinkt nicht solange jemand anders dafür Schwitzt.
  • aglio e olio 22.03.2018 10:57
    Highlight Highlight MINDESTLOHN.
    A: "Wer ist dagegen?"
    B: "Die, die billige Arbeitskräfte aus dem Ausland holen."
    C: "Nein, die SVP"
    A: "Ihr habt beide recht."
    • TheMan 22.03.2018 19:31
      Highlight Highlight aglio den Mindestlohn kannst du solange vergessen, solange die Grenze offen sind. Den so kann der Mindestlohn umgangen werden. Schuld daran ist die SP.
  • Erbinho 22.03.2018 10:47
    Highlight Highlight Ohne jetzt Zalando oder MS-Direkt in Schutz nehmen zu wollen, denn die Löhne und die Abschiebung der Verantwortung sind schlicht eine Frechheit. Aber die vielleicht muss sich unsere Gesellschaft auch an der eigenen Nase nehmen, denn wir wollen immer weniger bezahlen und wundern uns dann oder schreien auf, wenn die Mitarbeiter praktisch nichts mehr verdienen...
    Konsumentenverantwortung und so
  • Dinolino 22.03.2018 10:45
    Highlight Highlight Bigotte Symptombekämpfung, weil wenn es um die Quelle geht, plötzlich die eigene Unzulänglichkeit im Fokus steht; wir, die Kunden. Wieso muss alles immer billiger und rund um die Uhr verfügbar sein?! Noch schnell paar T-shirts kaufen für <15.- das Stück, oh passt nicht, schick ichs halt "gratis" wieder zurück. Wacht endlich auf, man kann mit (zügellosem?) Konsum nicht die eigene Leere füllen!
  • Adumdum 22.03.2018 10:09
    Highlight Highlight Wieviel verdient man denn nun an der Kasse bei der Migros?? Oder der Verkäufer im Globus? Der Kommentar ist irgendwie untergegangen Watson. Vielleicht mal Vergleiche bringen?
    • swisskiss 22.03.2018 22:37
      Highlight Highlight Diesen Vergleich kann nun wirklich jeder selbst eruieren!

      Oder ist es schon zuviel verlangt, dass man den öffentlich einsehbaren GAV von coop öffnet und unter Artikel 43 der Mindestlohn für einen angelernten 3900.- im Monat erkennen kann?
  • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 22.03.2018 10:04
    Highlight Highlight Die miesen Arbeitsverhältnisse/-bedingungen sind der Grund, warum ich zalando, amazon und all die sonstigen Billigläden à la H&M, C&A und Zara boykottiere.
    Die Firmen werden die Bedingungen nicht ändern. Zumindest nicht, solange dem Konsument/der Konsumentin alles egal ist, ausser das eigene Portemonnaie und weiter bestellt.


    Weitere Antworten anzeigen
  • Pirat der dritte 22.03.2018 09:56
    Highlight Highlight Es gibt nicht nur top ausgebildete junge Leute, es gibt in der CH auch viele zugewanderte, ausgesteuerte, pensionierte Männer und Frauen, die einen Zustupf verdienen wollen. Diese Jobs braucht es. In der CH werden diese mit 17.00 und in D mit 8.80 bezahlt. Soll mehr bezahlt werden, verschwinden die Jobs infolge Auslagerung oder Automatisierung. Und ohne Versandhandel gäbe es die Jobs auch nicht! Und was verdient denn eine Verkäuferin in einer Boutique?
    • Firefly 22.03.2018 12:36
      Highlight Highlight Wo ist die Grenze für jemanden der für seine Arbeit ein würdiges Leben leben können soll, vielleicht Familie und so? bei 17? bei 20?

      Fakt ist, solange die Inhaber solcher Firmen, die meisten sind unter den reichsten Menschen der Welt, so unverschämt viel verdienen wärend die grosse Masse darbt, solange stimmt etwas nicht bei diesem Geschäft.
  • Gigle 22.03.2018 09:37
    Highlight Highlight Jaja, Zalando ist jetzt der Blödmann, aber der Mindestlohn im Service beträgt 21.- brutto/h, da kommen auch nicht mehr als 18 - 19 Chf netto pro Stunde heraus. In einem Saisonbetrieb mit 45/h pro Woche kommt man da auch nur knapp auf 3'300 Chf. In vielen Bereichen in der CH sind die Löhne nicht ok, frag mal eine gelernte Frisörin was sie monatlich so verdient oder jemand, der im Detailhandel arbeitet.
  • Ms. Song 22.03.2018 09:17
    Highlight Highlight Während meines Studiums habe ich für eine Schweizer Modekette gearbeitet. Der Stundenlohn war, inkl Ferienentschädigung, knapp CHF 18.- . Dazu kamen täglich unbezahlte Überstunden, nur 21 bezahlte Krankheitstage per Jahr und natürlich nur 4 Wochen Ferien im Jahr. Wir mussten ohne Pausen arbeiten, oft Doppelschichten übernehmen, durften pro Halbtag nur ein mal aufs WC, durften nur in den Pausen trinken, uns nie hinsetzen und mussten Verkaufszahlen liefern. Man kann auf Zalando rumhacken, sollte sich aber bewusst sein, dass es in den Boutiquen keinesfalls besser ist.
  • 8008zh 22.03.2018 08:56
    Highlight Highlight Jetzt prangern alle Zalando an weil der Konzern 2-3 Franken zu wenig Lohn bezahlt aber gleichzeitig auch bei Zara und H&M einkaufen wo die Näherinnen für eure Kleider richtig ausgebeuetet werden das ist dann wieder egal? Hinter der Landesgrenze die Sinnflut hauptsache wir schwimmen weiter im Geld und können günstige Produkte kaufen zu deutschen Preisen weil wir ja alle so wenig verdienen
    • Ms. Song 22.03.2018 09:24
      Highlight Highlight Es gibt auch Alternativen. Der Mark besteht nicht nur aus Zalando oder H&M. Zum einen gibt es auch bei Zalando Marken, die fair produzieren. Zum anderen kann man sich im Internet oder auch in Boutiquen fairproduzierte Kleidung kaufen. Das basiert aber immer auf Vertrauen, denn nachprüfen kann man es ja nicht. Und das mit den Deutschen Preisen ist eine andere Diskussion. Auch Zalando verlangt in DE für die exakt gleichen Produkte weniger Geld. Den Aufpreis, den wir hier bezahlen, kommt aber weder den Näherinnen noch den Pakerinnen zu Gute
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 22.03.2018 08:45
    Highlight Highlight Ich verstehe Zalando nicht. In Deutschland würde dieselbe Arbeit EUR 8.84 kosten. Hier wird Zalando ja noch als Abzocker beschimpft.
    • äti 22.03.2018 09:38
      Highlight Highlight wo in Deutschland?
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 22.03.2018 12:56
      Highlight Highlight Diese Arbeit könnte man rein theoretisch überall auf der Welt machen. Nach der Kontrolle gehen die Kleider dann sowieso nach Deutschland weiter, von wo sie nach meinem Wissen wiederum verschickt werden.
      Meine Frage: Warum wird das Sortieren nicht direkt in Deutschland gemacht, wo die Löhne bekanntermassen deutlich niedriger sind?
  • Ökonometriker 22.03.2018 08:44
    Highlight Highlight Dieser feine Hr. Stössel hat seine Kommunikationsfähigkeiten wohl nicht gerade im Theater erworben.
    Aber nach der ersten Wut über derartige Mitbürger bleibt zu bedenken, dass das eigentliche Problem nicht die Firma ist - sondern die fehlenden Chancen für die Angestellten.
    Wir brauchten eventuell niederschwelligere Bildungsangebote damit solche Leute aus eigener Kraft diesem Schicksal entfliehen können.
    • D(r)ummer 22.03.2018 09:23
      Highlight Highlight "Wir brauchten eventuell niederschwelligere Bildungsangebote damit solche Leute aus eigener Kraft diesem Schicksal entfliehen können."

      Bin ich auch dafür.
      Aber ich höre schon jetzt die ewig gleichen Stimmen folgendes sagen: "Das ist gefährlich für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz"

      ...
  • Lester McAllister 22.03.2018 08:38
    Highlight Highlight An alle die glauben man könne die Hochpreisinsel Schweiz bekämpfen, ohne die Hochlohninsel Schweiz zu zerstören.
    • mogad 22.03.2018 08:44
      Highlight Highlight Die Mehrheit der Menschen denkt offenbar nicht über die eigene Nasenspitze hinaus! Man konsumiert dumpf vor sich hin. Billig, noch besser gratis muss Alles sein. Und wenn dann Alles den Bach runter gegangen ist, stehen sie mit feuchten Kuhaugen vor Vater Staats Bürotür!
  • Lami23 22.03.2018 08:36
    Highlight Highlight Da frage ich mich, was die Konsumenten erwartet haben?
  • iHero 22.03.2018 08:31
    Highlight Highlight "«Wir haben keinen Einfluss auf die Löhne dieser Logistikzentren.» Die Festlegung der Löhne erfolge durch den Dienstleister, schreibt Zalando "

    What the actual fuck. Wenn Zalando als (Gross)Kunde da keinen Einfluss nehmen kann, dann weiss ich also auch nicht mehr.
    • mogad 22.03.2018 08:45
      Highlight Highlight Nein, die können keinen Einfluss nehmen. Sie wissen doch, der Markt regelt Alles.
    • Ms. Song 22.03.2018 09:31
      Highlight Highlight Das ist heute eine völlig normale Vorgehensweise. Alle grossen Firmen beschäftigen Drittanbieter. Es gibt kaum mehr interne Stellen. Man zahlt dann einfach den "Service" zu einem enorm tiefen Preis und schiebt alle Verantwortung von sich. Bei Grossfirmen werden teilweise interne Leute externalisiert und erhalten mit dem neuen Vertrag massiv schlechtere Löhne und Anstellungsbedingungen. So werden auch die Arbeitsgesetze ausgehebelt. Verträge werden jeweils nur noch 6-12 Monate verlängert und die Kündigungsfrist beträgt noch 2 Wochen. Man stellt nicht mehr ein, man kauft einen Service
  • Paradiddle 22.03.2018 08:30
    Highlight Highlight Zalando wird sich sicher nicht ändern...Die Kunden müssten sich üebrlegen, ob sie 10 Kleidungsstücke hunderte von Kilometern durch E
  • tabernac 22.03.2018 08:23
    Highlight Highlight mich würde ja wundernehmen, wieviele hier jetzt aufschreien die bereits einmal oder sogar regelmässig bei zalando bestellt haben.

    das ist leider tatsache in der welt. ja, die jobs sind mies bezahlt, es ist ungerecht. wir können es ändern, jeder einzelne, einfach nie mehr bestellen. aber dann haben die frauen ev. gar kein einkommen mehr. und ja! die arbeitsplätze müssen rentieren und gehen dann halt ins ausland. handelt so wie ihr es vertreten könnt, aber hört auf zu jammern und in solchen onlineplattformen euch zu ergelstern.😊
    • mogad 22.03.2018 08:47
      Highlight Highlight Der Konsument hat die Marktmacht! Einfach nicht mehr bestellen bei denen. Kleider wieder im Laden anprobieren.
    • IchSageNichts 22.03.2018 14:00
      Highlight Highlight Im Laden werden sie nicht besser bezahlt. Und da gibts auch Lagerarbeiter irgendwo in Härkingen oder Niederbipp die für 18Fr arbeiten und den H&M Lastwagen beladen.
  • DerTaran 22.03.2018 08:23
    Highlight Highlight Ich bin hier wohl der Einzige, der CHF 3000 für ungelehrnte Arbeit ganz ok findet.
    • Ton 22.03.2018 08:38
      Highlight Highlight *ungelernte
    • mogad 22.03.2018 08:49
      Highlight Highlight Die meisten Zalando-Angestellt kommen gar nicht auf diesen Monatslohn, weil sie auf Abruf angestellt sind. Sie wissen nie im voraus, wieviel sie Ende Monat verdient haben.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 22.03.2018 08:55
      Highlight Highlight Nein, ich auch und wenn sie unterbezahlt wären, würde ein anderer Arbeitgeber den ungelehrten Frauen auch einen höheren Lohn bezahlen.

      Fleiss muss belohnt werden. Wer ein Ingenieur- oder Statistikstudium durchgezogen hat, der darf auch ohne schlechtes Gewissen deutlich mehr verdienen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dan (1) 22.03.2018 08:16
    Highlight Highlight Das ist die Zukunft der Globalisierung. Politiker sprechen von der Vollbeschäftigung, was rein illusorisch ist. Sieht man bereits in USA und UK. Hunderttausende „low paid, low skilled” jobs.
    Ersetzt man solchen Jobs durch Automatisierung wird die Situation auf dem Stellenmarkt noch prekärer.

    Ob Zalando, Amazon oder Alibaba - ecommerce - der Onlinehandel wird Einkaufszentren ersetzen. Die Logistik blickt in die Zukunft. Diese Firmen können tausende beschäftigen, werden aber nie hohe Löhne zahlen.
    • mogad 22.03.2018 08:52
      Highlight Highlight Die Leute werden vielleicht aufwachen, wenn die Einkaufszentren alle geschlossen und alle Jobs im Detailhandel weg sind. Es heisst immer, Ihr müsst wieder mehr Kinder kriegen. Und wie werden die mal ihren Lebensunterhalt bestreiten können? Da wird nur eine wahrscheinlich blutige Revolution helfen.
    • TheMan 22.03.2018 19:37
      Highlight Highlight Die SVP hat das schon lange kapiert. Das die Globalisierung schlecht ist. Aber die SP drückt gerne drauf. Und möchte Globalisieren was nur geht. In die EU und Offene Grenzen. Billige Waren in die Schweiz lassen und den eignen Markt kaputt machen. Usw.
  • p4trick 22.03.2018 08:14
    Highlight Highlight Viele Coiffeure und Coiffeusen verdienen auch nicht mehr als 3200 und trotzdem geht jeder zum Coiffeur ohne diese Tatsache zu hinterfragen..
    • mogad 22.03.2018 08:54
      Highlight Highlight Ich geb immer grosszügig Trinkgeld. In der Hoffnung, dass die Coiffeuse/der Coiffeur das dann auch für sich behalten darf.
  • 20Cent 22.03.2018 08:01
    Highlight Highlight «Das gibt einen Monatslohn von knapp 3000 Franken. Davon kann man nicht leben» ??? Ich lebe seit Jahren mit knapp 2000 Franken pro Monat und komme sehr gut zurecht.
    • aglio e olio 22.03.2018 08:40
      Highlight Highlight Könntest du bitte beschreiben wie das möglich ist. Ich kann es mir nicht vorstellen. WG, keine teuren Ferien, Nahrung im nahen Ausland kaufen...?
      Aber das reicht doch nicht, oder?
    • Züzi31 22.03.2018 08:46
      Highlight Highlight In der Schweiz? Da würde ich liebend gerne mal deine Budgetberechnung sehen...
    • Mafi 22.03.2018 08:52
      Highlight Highlight Geht schon, ist aber am Existenzminimum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • El diablo 22.03.2018 07:51
    Highlight Highlight Ernst gemeinte Frage: Welcher Lohn wäre eurer Ansicht nach gerecht, für diese Arbeit? Ich finde auch, sie verdienen viel zu wenig, aber was wäre eurer Meinung nach angebracht, für so einen Job ohne hohe Anforderungen und ohne grosse Verantwortung? (Ich meine das nicht böse, ist aber wirklich nur Akkordarbeit)
    • mogad 22.03.2018 08:58
      Highlight Highlight Ich finde, wenns dem Unternehmen gut geht, sollen auch die Arbeitnehmer etwas davon haben und nicht mit dem Existenzminimum abgespiesen werden. Wie verhalten Sie sich bei Lohnverhandlungen?
    • who cares? 22.03.2018 09:19
      Highlight Highlight Ein Lohn, von dem man leben kann. Sobald Vater Staat mit Prämienverbilligung etc. nachhelfen muss (denke, dass ist hier in etwa gegeben), stimmt etwas nicht. Wer seinen Angestellten bei 100%-Stelle nicht einen Lohn auszahlt, von dem sie ohne staatliche Hilfe leben können, dann zieht sich der Arbeitgeber aus der Verantwortung. Kein Job sollte so niedrig gewertet werden, dass man nicht davon leben kann.
    • The Destiny // Team Telegram 22.03.2018 09:36
      Highlight Highlight Eldiablo, Verantwortung wird nicht bezahlt, nirgendwo. Traurig aber wahr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • thierry_haas 22.03.2018 07:47
    Highlight Highlight Zalando muss seinem Dienstleister nicht mehr zahlen, Herr Stössel muss seinen Mitarbeiterinnen nicht mehr zahlen und niemand von uns muss bei Zalando einkaufen gehen. Am Schluss der Kette ist immer noch der Kunde.
  • Turi 22.03.2018 07:46
    Highlight Highlight "..die Angestellten in Arbon für Zalando. Die meisten davon sind ausländische Frauen"

    ...und die meisten der billig Shoppenden sind Schweizer Frauen. Das gleicht sich dann ja aus.
    • mogad 22.03.2018 08:59
      Highlight Highlight ...und Schweizer und ausländische Männer. Oder sind wieder nur die Frauen Schuld, wenn etwas aus dem Ruder läuft?
  • Erarehumanumest 22.03.2018 07:45
    Highlight Highlight Milo Stössel - ich hoffe er fällt von seinem hohen Rössel :)
  • Midnight 22.03.2018 07:44
    Highlight Highlight Also das ist jetzt nicht wirklich neu. Dass Zalando seine Mitarbeiter mies bezahlt und die Arbeitsbedingungen unterirdisch sind, ist ja schon länger bekannt.

    Interessant finde ich den Lohn, denn meine Freundin verdiente bis vorletztes Jahr beim grössten Confiseriebetrieb der Zentralschweiz etwa gleich viel und auch jetzt ist es nur ein kleines bisschen mehr.

    Es gibt so einige Unternehmen in der Schweiz, die Unterirdische Löhne zahlen. Sich nur auf Zalando zu beschränken ändert daran nicht viel. Guter Sündenbock und rundherum lachen sich die geldgierigen Säcke ins Fäustchen!
    • mogad 22.03.2018 09:01
      Highlight Highlight Der Bäcker um die Ecke kann nun mal nicht Löhne zahlen wie eine global tätige Firmen mit Milliardengewinnen. Man sollte schon ein bisschen unterscheiden.
    • Midnight 22.03.2018 09:46
      Highlight Highlight Ich sagte "der grösste Confiseriebetrieb der Zentralschweiz". Das ist nicht eben der Bäcker um die Ecke...
      (OK, in Luzern mag das stimmen, haben die doch tatsächlich an jeder Ecke eine Filiale und somit den grössten Teil der kleinen Bäckereien vertrieben).

      Wer es sich leisten kann, in Zürich am Paradeplatz an bester Lage eine mehrstöckige Filiale zu eröffnen, der kann sich auch faire Löhne leisten!
    • mogad 22.03.2018 11:23
      Highlight Highlight @Midnight. Stimmt. Ich hab mich jetzt aber nicht darüber informiert, ob die Branche einen GAV hat.
  • hueberstoebler 22.03.2018 07:40
    Highlight Highlight finde ich persönlich einen normalen lohn für solche unqualifizierte Arbeit..
    Meine Mutter krampft trotz ausbildung für weniger Geld.
  • nickname2000 22.03.2018 07:39
    Highlight Highlight Ihr kennt dieses Geschäft nicht. Der Job kann problemlos im Ausland gemacht werden. MS Direct sorgt für Jobs in der Schweiz. Würden sie bei diesem Preisdruck nicht mitmachen, wären die Frauen arbeitslos. Eine andere Option gibt es nicht.
  • chnobli1896 22.03.2018 07:36
    Highlight Highlight Ein Grund mehr nicht bei Zalando zu bestellen...
  • Ezi 22.03.2018 07:33
    Highlight Highlight Man kann auch als CH bei einer CH Firma schlecht bezahlt sein. Als selbständig erwerbende, die im Aufbau des eigenen Unternehmens ist, bin ich im Moment noch darauf angewiesen nebenbei dazuzuverdienen. Als Promoterin einer Zulieferfirma einer der zwei orangen Marktführer der Schweiz verdiene ich nicht ganz 24 Franken pro Stunde. Damit lebt man definitiv nicht in Saus und Braus...
  • rodolofo 22.03.2018 07:33
    Highlight Highlight ...
    Ich war Aushilfe in einem Paket-Zentrum und betreute jeweils 10 bis 20 Rutschen der Paket-Sortierung.
    Nach 3 Stunden war ich völlig ausgelaugt und depressiv.
    Gerade die Einfachheit der Arbeit bei gleichzeitig erforderlicher totaler Konzentration auf Postleitzahlen erlebte ich als enorme Schwierigkeit und Herausforderung!
    Und ich staunte über die gut gelaunten, zumeist ausländischen ArbeiterInnen, die hier Vollzeit-Jobs verrichteten, natürlich mit Zusatz-Aufgaben, wie Rollcontainer-Züge herumfahren und so.
    Zwei Rutschen waren nur für Zalando-Pakete...
  • mogad 22.03.2018 07:32
    Highlight Highlight Es arbeiten dort vor allem Ausländerinnen. Würde mich interessieren, wieviel von denen über die PFZ zu uns gekommen sind. Wären es die wenigsten oder gar niemand, hätten wir ein Indiz, dass es sehr, sehr einseitig ist, die PFZ für Lohndumping verantwortlich zu machen.
    • aglio e olio 22.03.2018 08:45
      Highlight Highlight Wieso Indiz. Die Sache ist doch klar.
      Nicht die PFZ zahlt Löhne sondern die Unternehmer.
    • mogad 22.03.2018 09:53
      Highlight Highlight @aglio. Und die Löhne richten sich nach dem Angebot an Arbeitskräften. Je mehr ungelernte Arbeitnehmer auf dem Markt sind, umso tiefer die Löhne.
    • aglio e olio 22.03.2018 11:55
      Highlight Highlight Hast ja recht. Aber warum Bewegungsfreiheit/Niederlassungsfreiheit der Menschen einschränken? Die trifft viele Menschen.
      Lieber die Möglichkeit des Lohndumpings einschränken. Das trifft weniger Menschen & vor allem Ausbeuter und Rappenspalter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 22.03.2018 07:27
    Highlight Highlight ...
    Die Antwort auf diese erschütternde Frage ist so banal, wie einfach:
    Es ist "ihnen" (uns) weitgehend egal!
    Ich spüre ja die Peitschenhiebe nicht, welche der Sklavenarbeiter da draussen in der "Peripherie", die unter dem Begriff "3.Welt" zusammengefasst wird, nicht, wenn ich Zalando-Artikel bestelle, ausprobiere und allenfalls wieder zurückschicke!
    Und ich muss mir meinen Lebensunterhalt ja nicht mit stupider Fliessband-Arbeit, als Rädchen einer gnadenlosen Maschinerie verdienen!
    Einmal musste ich's doch, nachdem ich gerade arbeitslos geworden war.
    ...
    • mogad 22.03.2018 09:04
      Highlight Highlight Ich habe noch niemals etwas bei Zalando bestellt. Und werde es auch in Zukunft nicht tun. Ich kaufe nur E-book online, zwischendurch aber auch richtige Bücher im Laden.
  • The Destiny // Team Telegram 22.03.2018 07:26
    Highlight Highlight Das ist doch nicht der minimal Lohn in der Logistik Branche, auch nicht für unqualifiziertes Personal?!
  • namib 22.03.2018 07:24
    Highlight Highlight Klar, MS-Direct und Zalando nützen ihre Macht aus und jeder gibt den Druck weiter nach unten. Die unterste Schicht der Pyramide (die MitarbeiterInnen ohne Ausbildung) trägt die Last.
    Nur: Zuoberst steht der Konsument! Schon mal überlegt, dass Super-Schnäppchen-Geiz-Ist-Geil-Mentalität nicht zu höheren Löhnen führt? Jeder, der bei Zalando und Konsorten (die Arbeitsbedingungen bei Amazon sind wohl nicht besser) einkauft, macht sich mitschuldig! Mit dem Finger auf die anderen zu zeigen, beruhigt zwar das Gewissen, ist aber zu einfach.
  • rodolofo 22.03.2018 07:20
    Highlight Highlight Wie der Landarbeiter-Lohn.
    Und auch da kann man sich die Frage stellen, warum die KonsumentInnen vor allem auf Billig-Produktelinien und auf Billig-Anbieter abfahren, obwohl sie doch irgendwie wissen müssten, dass das auch mit Billig-Löhnen und ausbeuterischen Arbeitsbedingungen zusammenhängen muss...
    Dass diese Zalando-MitarbeiterInnen miserabel bezahlt werden ist ja noch die glänzende Seite der Medaille.
    Ganz übel wird es, wenn wir die Handels-Kette bis dorthin zurück verfolgen, wo die Zalando-Kleider und Zalando-Assessoirs hergestellt werden!
    ...
  • mogad 22.03.2018 07:19
    Highlight Highlight Immer die gleiche Drohung von der globalisierten Wirtschaft! Ob es um Steuersenkungen oder Löhne geht, stets heisst es friss oder stirb. Und es wird nie genug sein. Nach der Steuervorlage17 kommt die Steuervorlage18, und Löhne von 3000 Fr. sind nicht das Ende der Fahnenstange. Sie werden weiter sinken. Es ist eine neoliberale Propagandalüge, dass alle Arbeitnehmer von der Globalisierung profitieren, dass die Armut in der "3. Welt" dank ihr kleiner geworden sei. Das liegt eher daran, dass sich Abermillionen von Migranten etwas Geld vom Mund absparen und nach Hause überweisen.
  • sikki_nix 22.03.2018 07:17
    Highlight Highlight Irgendwann darf man dann vor dem Arbeitgeber hinkien und voller Ehrfurcht und Anerkennung danken, dass man einen miserablen und noch miserabler bezahlten job ausüben darf. Alternativ kann man auch jeden 1. und 3. Montag einen Strauss Blumen mitbringen oder die Dankbarkeit über die gefundene Erfüllung in Form von Haikus am schwarzen Brett zum Ausdruck bringen. Immer im Bewusstsein, dass der job ja bereits morgen ins Ausland abwandern könnte. Momol, tolle Gesellschaft. Wir gehen mit der richtigen Einstellung Richtung Digitalisierung!
  • Thomas Bollinger (1) 22.03.2018 06:58
    Highlight Highlight Hier darf sich nur aufregen, wer bei der Mindestlohninitiative JA gestimmt hat.
    • mogad 22.03.2018 09:06
      Highlight Highlight Genau. Empörung ist gut. Darf aber nur die Vorstufe zur Verhaltensänderung sein.
  • Lattenknaller 22.03.2018 06:53
    Highlight Highlight Soviel aus dem Unternehmer Porträt:
    Dass uns der Mensch am Herzen liegt, spüren auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir schätzen ihr Schaffen, ihr Mitdenken und ihr persönliches Engagement. Wir drücken dies aus, indem wir sie respektieren und fördern, involvieren und empowern. Wir bieten unseren Mitarbeitenden zudem klare Standards und Fixlöhne.
    Was für ein schönes geschwurbel
    • mogad 22.03.2018 09:12
      Highlight Highlight Ethik muss nur formuliert, nicht gelebt werden!
      Das reicht, weil von den Arbeitnehmern/Konsumenten die Ethik letztendlich ja auch nicht gelebt wird. Wenn dem so wäre, würde ab heute niemand mehr bei Zalando etwas bestellen. Man würde aufhören, nach dem Tiefstpreis zu rufen usw.. Was steht schon im "Märchenbuch?" An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen!
  • who cares? 22.03.2018 06:53
    Highlight Highlight «Wenn man nicht will, muss man diesen Job ja nicht machen»
    Also so lange der Zwang nicht durch eine Pistole am Kopf besteht sondern nur durch die äusseren Umstände ist ja alles gut? Dieser Stössel soll mal ein bisschen Empathie lernen. Oder man sollte ihn mal ein bisschen an den Kopf stösseln.
    Zalando kann sich hier auch nicht so einfach aus der Verantwortung ziehen.
    • mogad 22.03.2018 09:15
      Highlight Highlight Ach, es ist doch nicht dieser Stössel. Es ist das System. Vielleicht hat Herr Stössel die Rosen die er an die Mitarbeiterinnen verteilt hat, sogar aus dem eigenen Sack bezahlt! Ende Ironie.
  • öpfeli 22.03.2018 06:48
    Highlight Highlight Zalando könnte etwas ändern, wenn sie denn wollten.
    Es ist auch sehr einfach gesagt, dass man den Job nur machen muss wenn man will. Gerade ohne (anerkannte) Ausbildung ist es oft keine Frage ob man will oder nicht. Man muss.
    • fadnincx 22.03.2018 07:42
      Highlight Highlight Bin ja auch kein Freund dieser Arbeitsbedingungen, aber du kannst auch damit argumentieren, dass die Jobs einfach über die Grenze ausgelagert werden könnten wo der minimallohn wesentlich tiefer ist. Die Mitarbeiter müssten sich entweder einen anderen Job suchen oder zusätzlich Fahrtkosten und wahrscheinlich noch tiefere Löhne auf sich nehmen.
    • mogad 22.03.2018 09:24
      Highlight Highlight @fadnincx. Traurige Wahrheit. Und ein Teufelskreis: je tiefer die Löhne, umso billiger müssen die Leute einkaufen. Die CH, als Hochlohnland könnte einen Beitrag leisten, indem wer kann, bereit ist für Waren den höheren Preis zu zahlen! Aber was passiert? Kaufen nicht auch mittelständische Leute ihre Lebensmittel lieber im billigeren Ausland? Oder beim "Geiz ist-Geil"-Anbieter? Ich konnte mein Verhalten auch nicht von einem Tag auf den andern komplett ändern. Einfach mal damit anfangen. Z.B. bei den Eiern, oder beim Fleisch. Oder für ein Fair-Trade T-Shirts halt mal 35 Franken zahlen.
  • Evan 22.03.2018 06:29
    Highlight Highlight (1/2) Das ist wirklich schlimm so etwas. Vorallem die Einstellung des Chefs ist unter aller Sau. Ich habe zwar Zalando noch nie benutzt, werde das aber auch ganz sicher nie, solange sich diese Arbeitsbedingungen nicht verbessert haben. Ich hoffe, dass auch anderen Kunden von Zalando wichtig ist, dass die Mitarbeiter gut behandelt werden und Konsequenzen daraus ziehen. Doch leider gibt es immer mehr Druck von solchen Firmen auf jene Arbeiter, die ganz unten am Lohnspektrum sind. Uber ist das beste Beispiel, dort gibt es aber zum Glück immer mehr Druck.
    • Evan 22.03.2018 06:57
      Highlight Highlight Da hat Watson meinen zweiten Teil wohl nicht aufgeschaltet. Folgendes finde ich zum Thema auch lesenswert:

      https://m.tagesanzeiger.ch/articles/59b301fcab5c371738000001

      https://m.derbund.ch/articles/58e1554cab5c3745b2000001

    • rodolofo 22.03.2018 07:42
      Highlight Highlight Dank dieser Einstellung sitzen die ja heute auf dem Chef-Sessel!
      Im Militär lernen sie solches Truppen-Schinden als Teil von "Führung-Eigenschaften".
      Viele haben noch dieses Vorbild der "Alten Schule" im Kopf, nach dem derjenige der Chef sein muss, der sich am ekelhaftesten verhält und dessen Lebensinhalt darin besteht, möglichst viel Arbeitsleistung und Ertrag aus seinem Unternehmen heraus zu pressen und einen schönen Teil des Gewinns in Status-Symbole zu investieren, die ihm dann innerhalb der Chef-Kaste ein weiteres Aufsteigen zu noch mehr Macht und Reichtum ermöglichen...
    • Evan 22.03.2018 08:35
      Highlight Highlight Mit dem ersten Satz bin ich einverstanden, dass das vom Militär kommen soll sehe ich jedoch nicht so
    Weitere Antworten anzeigen
  • Evan 22.03.2018 06:28
    Highlight Highlight (2/2) Aber auch notime ist so ein Beispiel, welches in der Stadt Zürich mikrige 20 Franken pro Stunde zahlt, wenn es Arbeit gibt, und 10 Franken, wenn es keine gibt. Man muss aber auf Abruf verfügbar sein. Und Fifmen wie Brack und die Post arbeiten mit denen zusammen. Brack kann man meiden, die Schweizerische Post leider nicht. Ich fände es wünschenswert von Watson, einmal darüber zu berichten.
  • Turicum 17 22.03.2018 06:26
    Highlight Highlight Shame on you Mister Stössel!

    Wie kann man bloss so kaltherzig sein?
  • walsi 22.03.2018 06:11
    Highlight Highlight Der Lacher des Tages: "«Wir haben keinen Einfluss auf die Löhne diesen Logistikzentren.» Die Festlegung der Löhne erfolge durch den Dienstleister, schreibt Zalando der «Rundschau»."

    Zalando könnte den Dienstleistern, wie MS-Direct, mehr zahlen, dann könnten die auch bessere Löhne bezahlen. Den schwarzen Peter MS-Direct in die Schuhe schieben zu wollen ist einfach nur schäbig.
    • mogad 22.03.2018 07:27
      Highlight Highlight Und was ist mit den Konsumenten? Sie verstopfen in Grossstädten wie Zürich die Läden, lassen sich inspirieren vom Warenangebot, lassen sich vom Verkaufspersonal beraten, machen Handyfotos von der Ware, hocken nachher bei überteuertem Kaffee bei einem amerikanischen Kaffeeanbieter, der keine Steuern zahlt und bestellen die Waren, die sie im Laden gesehen haben bei Onlineanbietern wie Zalando! Und sie merken nicht, oder es ist ihnen egal, dass sie am Ast sägen auf dem sie sitzen.
    • Spellbinder 22.03.2018 08:43
      Highlight Highlight Wir könnten zalando mehr zahlen damit sie ms-direct mehr bezahlen..

      Aber geiz ist ja bekanntlich geil..
    • HotShot 22.03.2018 09:18
      Highlight Highlight Leider ist dieses Vorgehen gang und gäbe in der Logistik branche.
      Subunternehmer sollten mehr schutz erhalten oder es soll deutlicher geregelt werden im Arbeitsgesetz.

      DHL und DPD sind auch solche spezialisten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hustler 22.03.2018 05:28
    Highlight Highlight Bin gerade stolz noch was selber dort bestellt zuhaben.
    Da läuft einiges schief. Von der Herstellung der Kleidung, über die Packetboten und zurück.
    • Henri Lapin 22.03.2018 06:47
      Highlight Highlight ich hoffe Sie meinen "noch nie"
    • öpfeli 22.03.2018 06:48
      Highlight Highlight Meinst du "noch nie"?
    • Hustler 22.03.2018 21:29
      Highlight Highlight Ja natürlich meinte ich nie.
  • Töfflifahrer 22.03.2018 05:26
    Highlight Highlight "Entweder arbeiten die Leute hier zu diesen Bedingungen - oder die Jobs gehen ins Ausland", das ist dann wohl die Verhöhnung aller Arbeitnehmer durch MS-Direkt sowie durch Zalando, denn denen ist das ja komplett Wurst.
    Eigentlich müsste ja jetzt ein Aufschrei durch die Bevölkerung gehen und es von Boykottaufrufen nur so wimmeln. Aber es ist ja eben so schön bequem, wenn man das alles erst noch gratis wieder zurücksenden kann.
    • Midnight 22.03.2018 07:36
      Highlight Highlight Das sind dann wohl jene Jobs, die das Land nicht braucht! Jobs for the sake of jobs...
    • Ton 22.03.2018 08:35
      Highlight Highlight Logistikzentren werden sowieso komplett automatisiert, was will man da noch diese Jobs retten?
    • arconite 22.03.2018 08:45
      Highlight Highlight Es ist schön zu wissen dass es Leute gibt die ähnlich denken.

      Seit in einer Doku berichtet wurde wie die Angestellten, damals noch in Ostdeutschland, "gehalten" werden, habe ich für mich entschieden kein Kunde von Zalando zu werden. Die Bestätigung dafür erhalte ich durch solche Berichte wie diesen hier.

      Das werde ich auch weiterhin so halten.

      Es ist leider so, dass viele Menschen dieses Offensichtliche sehr einfach ausblenden können.
      Hauptsache man kann einen Vorteil daraus ziehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 22.03.2018 04:54
    Highlight Highlight Tja, liebe Gewerkschaften, je offener der Arbeitsmarkt und je offener die Grenzen desto tiefer die Löhne.
    Angebot und Nachfrage.
    Simpelste Ökonomie.
    Solange ihr das nicht verstehen wollt, wird es auch nicht besser.
    • Shlomo 22.03.2018 06:45
      Highlight Highlight Lieber atomschlaf: der freie Verkehr von Billigen Arbeitskräften war und ist das primäre Anliegen der bürgerlichen (FDP/CVP/SVP). Also kein bullshit erzählen.
    • Forrest Gump 22.03.2018 06:55
      Highlight Highlight Und auch der gesetzliche Mindestlohn wurde von bürgerlicher Seite bekämpft..
    • JoeyOnewood 22.03.2018 07:18
      Highlight Highlight Keine Ahnung von Volkswirtschaft, aber Hauptsache einmal anderen eine Lektion geben. Simpelste Ökonomie, haha.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 22.03.2018 02:27
    Highlight Highlight Nun ich bin sicher dass der Lohndruck bei Milo Stössel auch sehr hoch ist und er wohl kaum über 4'500 CHF im Monat verdient. Lohndruck ist Lohndruck, da bin ich mir sicher.
    • Klirrfactor 22.03.2018 07:31
      Highlight Highlight Und wahrscheinlich muss er sich auch mit einem vierjährigem Porsche Cayenne fortbewegen, da der Lohndruck eine Neuanschaffung nicht ermöglicht. Er kommt sich sicher wie ein Neandertaler vor.
    • Midnight 22.03.2018 07:52
      Highlight Highlight Immerhin, 4000 Fr. sollte man in der Schweiz schon verdienen können, ansonsten braucht es den Job nicht. Kann ja nicht sein, dass man solch miese Arbeiten erledigt und davon dann nicht mal leben kann...

      Eine Verschwendung Menschlicher Intelligenz ist das!
    • mogad 22.03.2018 07:54
      Highlight Highlight Drum schwärmen die CEO's auch so von der Digitalisierung. In ihren süssesten Träumen sehen sie menschenleere Fabrikhallen und Büros. Sie sehen die eingesparten Lohngelder auf ihre Konten fliessen. Fragen sie sich auch, wer dann noch ihre Waren kaufen wird, wenn ausser den Top-Shots niemand mehr Lohn kriegt? Ach, die Märkte sind doch so riesig, Afrika, Asien, da wird schon noch genug zusammenkommen. Aber was wird sein, wenn bald Alle durch Roboter ersetzt sind? Ausser den Top-Shots natürlich. Jemand muss sich ja für die Abzocke opfern. Ende Ironie? Nein, ernst gemeint.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BoJack 22.03.2018 01:52
    Highlight Highlight Bedenklich wie Zalando die Verantwortung abgibt.
    Und die Aussagen von Herrn Stössel halte ich ebenfalls für unhaltbar. Es macht mich traurig wie hier mit den Angestellten umgegangen wird. Ich weiss zwar nichts über das Einkommen der Geschäftsleitung, aber ich nehme an, dass der Preisdruck dort nicht zu spüren ist.
    • mogad 22.03.2018 07:57
      Highlight Highlight Und wenn wir wüssten, wer genau verantwortlich ist für die Dumpinglöhne? Was würd es ändern? Gar nichts. Nur die Konsumenten können etwas ändern, indem sie wieder vermehrt in den Läden einkaufen. Warum tuns sies nicht, wenn sie ja doch Wochenende für Wochenende die Läden und Shoppingcenter verstopfen? Gehen Sie mal an einem Samstag an die Zürcher Bahnhofstrasse.
    • Midnight 22.03.2018 15:17
      Highlight Highlight ...weil alle Kleiderläden an der Bahnhofstrasse zusammen trotzdem nicht die passende Kleidergrösse im Angebot haben. Hab's versucht...

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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