Schweiz
Medien

Abstimmung vom 25. September: Journalisten sagen Nein zum Nachrichtendienstgesetz

Abstimmung vom 25. September: Journalisten sagen Nein zum Nachrichtendienstgesetz

07.09.2016, 15:5107.09.2016, 16:01

Das neue Nachrichtendienstgesetz gefährdet aus Sicht von Journalistinnen und Journalisten den Quellenschutz und damit den Investigativjournalismus. Der Verband impressum und die Gewerkschaften SSM und Syndicom unterstützen deshalb das Referendum gegen das neue Gesetz, das am 25. September zur Abstimmung kommt.

Der Quellenschutz ermögliche es den Journalistinnen und Journalisten, unveröffentlichte Tatsachen von allgemeinem Interesse an die Öffentlichkeit zu bringen, schreiben die drei Organisationen in einem Communiqué vom Mittwoch.

Dieser in der Verfassung und in der Europäischen Menschenrechtskonvention festgeschriebene Schutzmechanismus sei mit dem neuen Gesetz aber in Gefahr.

Quellenschutz

Die Journalistinnen und Journalisten befürchten, dass durch dieses Gesetz die Medien ihre Aufgabe nicht mehr wahrnehmen können. Denn Informanten und Whistleblower zählten auf absolute Vertraulichkeit bei Kontakten mit Journalisten.

Die drei Organisationen fordern vom Gesetzgeber einen neuen Gesetzesentwurf, welcher den Quellenschutz mit juristischen, praktischen und technischen Mitteln schützt und eine Umgehung verhindert. Die Gewerkschaft Syndicom ist Teil des Referendumskomitees. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Helvetia + Baloise: So sieht der einheitliche Markenauftritt aus
Die Helvetia Baloise Holding führt im Zuge der Fusion der beiden Versicherer einen neuen, einheitlichen Markenauftritt für alle acht Ländereinheiten ein. Dabei wird die Wortmarke «Helvetia» mit der 2022 durch ein Rebranding modernisierten Farb- und Schriftwelt von Baloise verschmolzen.
Die neue Marke werde im Laufe des Jahres schrittweise in allen Märkten eingeführt, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Dabei gibt es auch finanzielle Aspekte, da die Wortmarke «Baloise» aktiviert und über die Zeit amortisiert wird. Daraus resultiere für 2026 ein vorgezogener Amortisierungsaufwand (nach IFRS) von insgesamt 1,0 bis 1,1 Milliarden Franken nach Steuern, was rund zwei Drittel der Gesamtsumme des Aufwandes entspreche.
Zur Story