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Switzerland's Haris Seferovic, center, celebrate his 1:0 goal  during the UEFA Nations League soccer match between Iceland and Switzerland at the Laugardalsvoellur stadium in Reykjavik, Iceland, on Monday, October 15, 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Es darf gejubelt werden – die Schweiz bleibt in der Nations League A-klassig. Bild: KEYSTONE

5 Gründe, warum der Zittersieg der Nati gegen Island wirklich wichtig war



Topf 1 der EM-Quali

Dank dem 2:1-Sieg in Island bleibt die Schweiz in der Liga A der Nations League – egal wie die letzte Partie gegen Belgien ausgeht. Das bedeutet, dass die Schweiz bei der Auslosung der EM-Qualifikationsgruppen am 2. Dezember in Dublin in Topf 1 gesetzt ist und so den formstärksten Top-Nationen aus dem Weg geht. 

Auf einen Grossen könnte die Schweiz dennoch treffen: Die Absteiger aus der Liga A werden in Topf 2 landen. Dazu gehören sicher Polen und Island, eventuell Deutschland, Holland oder Kroatien.

Die Tabellen der Liga A:

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tabellen: srf

«Final» vor der Finalrunde

Die ganz wichtigen Spiele der letzten Jahre hat die Schweiz allesamt verloren: 2014 den WM-Achtelfinal gegen Argentinien, 2016 den EM-Achtelfinal gegen Polen und 2018 den WM-Achtelfinal gegen Schweden. Einzig in der WM-Barrage gegen das biedere Nordirland konnte sich die Nati mit Ach und Krach durchsetzen.

Im letzten Gruppenspiel der Nations League kommt es nun in Luzern zum «Final» um den Gruppensieg gegen Belgien. Es ist sozusagen der Viertelfinal dieses neu geschaffenen Wettbewerbs – wer sich durchsetzt, ist für das Finalturnier im Juni 2019 mit Halbfinal und Final qualifiziert. Dem Sieger winken 7,5 Millionen Euro Siegprämie und natürlich der Pokal.

epa06470393 The UEFA Nations League trophy on display during the UEFA Nations League draw at the SwissTech Convention Center in Lausanne, Switzerland, 24 January 2018.  EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Darum geht's im kommenden Juni. Bild: EPA/KEYSTONE

Das Team von Vladimir Petkovic bekommt also die nächste Chance, endlich zu beweisen, dass es in einem wichtigen Spiel einen «Grossen» packen kann. Zum ersten Titel der Verbandsgeschichte ist der Weg so kurz wie noch nie: Noch drei Siege und der Nations-League-Pokal gehört der Schweiz.

Zweite Chance fast garantiert

Sollte die Schweiz im Final gegen Belgien den Gruppensieg verpassen, wäre das keine Katastrophe. Denn auch der zweite Platz könnte wichtig werden: Dann nämlich, wenn die Schweiz in der EM-Qualifikation scheitern sollte und Belgien – immerhin die aktuelle Weltnummer 1 – sie übersteht. Dann wäre die Schweiz für die Nations-League-Playoffs qualifiziert. Dabei wird im März 2020 in einem Turnier mit Halbfinal und Final ein weiterer EM-Teilnehmer aus jeder Liga der Nations League ermittelt.

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Kurz erklärt: So funktioniert die UEFA Nations League. Video: YouTube/UEFA.tv

Warnschuss zur rechten Zeit

Der 2:1-Sieg in Island war alles andere als souverän herausgespielt. In der ersten Halbzeit zeigte die Nati einen ganz schwachen Auftritt, trat ideenlos und uninspiriert auf. Nach der Pause steigerten sich die Schweizer markant, zogen fast mühelos auf 2:0 davon. Nachlässiges Verteidigen und ein Sonntagsschuss von Alfred Finnbogason brachten die Mannschaft von Vladimir Petkovic aber noch einmal unnötig ins Zittern.

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Der Warnschuss von Finnbogason ins Lattenkreuz. Video: streamable

Die letzten Minuten zeigten deutlich auf, dass diese Schweizer Mannschaft noch nicht so gefestigt ist, wie sich selbst gerne sieht. Die spielerisch limitierten, aber aufsässigen Isländer führten den Schweizern schmerzhaft vor Augen, dass ihnen jeder Gegner gefährlich werden kann, der mit Leidenschaft anrennt und sie aus dem Konzept bringt. Sie holten die Schweizer vom hohen Ross, das sie manchmal gar schnell besteigen, und das ist – im Hinblick auf die nächsten Aufgaben – sicher gut so.

Experimente zu Ende geführt

Trainer Vladimir Petkovic hat in den ersten zwei Nations-League-Partien und im Testspiel gegen England an seinem System und am Personal herumgepröbelt. Auch gegen Island probierte er wieder einige Dinge aus, die wichtige Erkenntnisse brachten. Und zwar folgende:

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Die Highlights der Partie Island vs. Schweiz. Video: YouTube/Soccer Spot

Die Noten zum Schweizer Sieg gegen Island

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18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

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24.04.1996: Das Ende der kurzen Ära von Nati-Trainer Artur Jorge beginnt ausgerechnet mit einem Sieg

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25.03.1998: Bei seinem Debüt führt Gilbert Gress die Nati gegen England fast zum Sieg – dann patzt sein Lieblingsgoalie

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13.11.1991: Weil die Schweizer Nati in der «Hölle von Bukarest» auf 0:0 spielt, vergeigt sie die EM-Qualifikation im letzten Moment doch noch

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12.10.2012: Ottmar Hitzfeld zeigt dem Schiedsrichter den Stinkefinger und macht sich danach mit faulen Ausflüchten lächerlich

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11.07.1966: Die «Nacht von Sheffield», der grösste Skandal der Schweizer Fussballgeschichte

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29.02.2012: Ausgerechnet gegen die Schweiz erzielt Lionel Messi seinen ersten Nati-Hattrick

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10.09.2008: Luxemburgerli vernaschen? Denkste! – Die Schweizer Nati kassiert die bitterste Niederlage ihrer Geschichte

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Adi Fäuber 16.10.2018 18:55
    Highlight Highlight Bravo Herr Petkovic im Gegensatz zu Jogi Löw hatten Sie den Mut zu rotieren und neuen Spielern eine Chance zu geben.
    11 1 Melden
  • Anded 16.10.2018 14:03
    Highlight Highlight Ich wage zu behaupten, dass sich mind. 8 der 12 A-teams direkt qualifizieren. Somit werden allfällige andere A Teams alle die 2. chance erhalten. Auch Island.
    11 0 Melden
  • mw1 16.10.2018 12:42
    Highlight Highlight ganz klar mbabu als lichtsteiner ersatz
    102 7 Melden
    • FyRn4d4 16.10.2018 12:56
      Highlight Highlight Ich fand es schade, dass Hadergjonaj keine Chance bekommen hat sich zu beweisen. Hat mir zu YB-Zeiten immer gut gefallen und in der Premier League scheint er sich auch gut zurecht zu finden.
      65 3 Melden
    • Nick Tamer 16.10.2018 14:26
      Highlight Highlight Weil Lang ein Tor geschossen hat?
      3 23 Melden
    • Jonas Schärer 16.10.2018 15:49
      Highlight Highlight @Tamer: Nein, lediglich weil Lang den Rest des Spiels ziemlich überfordert gewirkt hat (Offensiv wie Defensiv) und kaum Einfluss hatte...
      26 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dennis Schläger 16.10.2018 12:15
    Highlight Highlight Nach seinen Leistungen als „10er“ sollte Shaqiri nie mehr auf dem Flügel auflaufen müssen. Genial wie er das Spiel in die Hand nimmt und praktisch an jeder Offensivaktion beteiligt ist. Ausserdem sind die Optionen auf dem Flügel mit Fassnacht, Steffen und Embolo auch nicht so schlecht. Ersatz für Lichtsteiner wird wohl eher Mbabu und nicht Lang.
    188 4 Melden
    • *sharky* 16.10.2018 13:00
      Highlight Highlight Mit allem einverstanden ausser dem letzten Satz. Lang kommt aus einer längeren Verletzung, was er drauf hat, zeigte er bei Basel zur Genüge. Entwickelt sich Mbabu so weiter und bestätigt seine Leistungen, dann wird es für Lang schwierig, da gebe ich Dir Recht.
      btw, der Match gestern war sicher nicht perfekt, aber man konnte zusetzen und hat Individualisten, welche den Unterschied ausmachen können. Unter dem Strich, verdienter und verdient knapper Sieg.
      18 12 Melden
    • will.e.wonka 16.10.2018 16:13
      Highlight Highlight lang auf dem flügel, mbabu hinten rechts
      1 6 Melden
  • let,s go 16.10.2018 11:53
    Highlight Highlight Solange Petkovic, seine Affinität für Seferovic nicht endlich, endlich aufgibt, wir die Schweiz auch weiterhin die grossen Spiele verlieren.
    34 96 Melden
    • JonSerious 16.10.2018 12:55
      Highlight Highlight das Problem ist, dass es nicht sehr viele Alternativen auf der 9 gibt. Stelle dir vor, die Schweiz hätte einen Kane, Ronaldo, Müller oder so.. Oder wenigstens jemanden, der regelmässig trifft, wie Frei damals.
      Aber ja, zumindest Ajeti sollte mehr Chancen erhalten in der Nati...
      49 6 Melden
    • droelfmalbumst 16.10.2018 13:06
      Highlight Highlight mit einem müller wäre das wohl nichts 😂
      51 4 Melden
    • let,s go 16.10.2018 13:27
      Highlight Highlight Für mich ist Alex Frei auch in internationalen Vergleich, einer der ganz grossen Stürmer.

      P. hätte genug Alternativen. ZB im damals wichtigen Polenspiel, war Eren top in Form und schoss in der Liga Tor um Tor. Trotzdem spielte Sef fast durch.
      Auch jetzt, wäre doch jeder andere Angreifer der Nati, interessanter als Sef.
      18 21 Melden
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Ein Spiel für die Geschichtsbücher – hier alle Tore des 5:2-Wahnsinns gegen Belgien

Die Schweiz schlägt Belgien nach 0:2-Rückstand mit 5:2 und feiert einen der grössten Siege überhaupt. Seferovic erzielt drei Tore, Shaqiri zeigt einen Wahnsinnsspiel und die Belgien weiss kaum, wie es ihm geschieht.

Wer hätte das gedacht? Die Schweizer Nati dreht einen frühen und deutlichen Rückstand gegen WM-Halbfinalist und Weltnummer 1 Belgien und qualifiziert sich für das Final-Four-Turnier der UEFA Nations League.

Wie das Team von Vladimir Petkovic Moral gezeigt hat, das ist ganz ganz grosse Klasse. Keine Mannschaft der gesamten Nations League hat mehr Treffer als die Schweiz erzielt, das zeugt von einer gewaltigen Offensiv-Power.

Alle Treffer der heutigen Partie gibt's hier im Video.

Schweiz - …

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