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Studie entlarvt E-Auto-Mythos: Schnelles Laden zerstört den Akku nicht

A Tesla model S 85D at a high-powered supercharger station in Dietlikon, Switzerland, on August 17, 2016. Tesla manufactures equipment has installed a network of superchargers across North America, Eu ...
Keine Angst vor der Säule: Wer sein E-Auto am Schnelllader lädt, verkürzt nur die Ladezeit der Batterie, aber kaum ihre Lebensdauer.Bild: KEYSTONE

Studie entlarvt E-Auto-Mythos: Schnelles Laden zerstört den Akku nicht

Vorsichtiges Schongang-Laden gilt unter Stromer-Fahrern als Pflicht. Aber das ist laut einer umfassenden Datenanalyse fast immer unnötig.
19.01.2026, 16:2819.01.2026, 17:21
Markus Abrahamczyk / t-online
Ein Artikel von
t-online

Häufiges Schnellladen zerstört die Batterie: Diese Warnung begleitete das Elektroauto von Beginn an. Experten fürchteten die chemische Belastung durch hohe Wattzahlen. Doch eine umfangreiche Datenauswertung des Telematikspezialisten Geotab gibt jetzt Entwarnung. Wichtigstes Ergebnis: Die Batterien sind zäher als ihr Ruf. Die Angst vor dem «schnellen Strom» ist weitgehend unbegründet.

Tempo schadet kaum

Geotab analysierte Daten von mehr als 22'700 Elektroautos 21 verschiedener Marken. Das Fazit lautet: Zwar altern Batterien durch häufiges Schnellladen (DC) etwas schneller, doch dieser Unterschied ist in der Praxis nahezu irrelevant.

Wer meist mit mehr als 100 Kilowatt lädt, verliert demnach anfänglich pro Jahr rund drei Prozent seiner Speicherkapazität. Wer sein Auto hingegen geduldig an der heimischen Wallbox (AC) lädt, verliert nur etwa 1,5 Prozent. Dieser Unterschied ist messbar, hat aber keine wirtschaftlichen Auswirkungen. «Der Zustand der Batterien bleibt gut, auch wenn die Fahrzeuge schneller geladen und intensiver genutzt werden», bilanziert Charlotte Argue von Geotab. Dies auch, weil die Akkus primär anfänglich, nach rund 30'000 Kilometern hingegen nur noch sehr langsam an Kapazität verlieren.

Zum gleichen Ergebnis kamen zuvor schon andere Langzeittests. Es zeigt sich somit immer deutlicher: Langsames Laden an der Wallbox ist schonender, aber Schnelllader sind keine Akku-Killer, wie oft behauptet wird.

Sengende Hitze? Fast egal

Oft diskutieren Autofahrer auch über die Temperatur beim Laden oder den idealen Ladestand. Die Studie zeigt: Beides wird überschätzt. Hitze lässt den Akku kaum schneller altern – gerade einmal 0,4 Prozentpunkte machen hohe Temperaturen aus. Auch wer den Akku im Alltag stark beansprucht, schadet ihm kaum. Nur zwei Fehler sollte man vermeiden: das Auto regelmässig komplett leerzufahren oder randvoll stehenzulassen.

Akkus halten länger als das Auto

Das Ergebnis der Studie ist vor allem für Gebrauchtwagenkäufer ein Segen. Die Akkus halten in der Regel länger, als die Hersteller die Lebensdauer ihrer Modelle kalkulieren. Die Sorge vor einem kostspieligen Batterietausch ist meist völlig unbegründet.

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64 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Doplagus
19.01.2026 16:58registriert Dezember 2019
War schon lange bekannt, dass die Akkus weit länger halten, als der Durchschnittsfahrer sein Auto behalten wird.

Aber man sieht ja regelmässig in Kommentarspalten, dass das Wissen über Elektroautos meist das nachgeplapperte Halbwissen von 2010 ist.
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Fondue
19.01.2026 17:13registriert Januar 2015
Jetzt ist die Frage wie bringt man es aus den Köpfen! Elektro Auto sei Klimaschädlicher als ein Diesler und andere Mythen hält sich auch hartnäckig.
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Leap
19.01.2026 19:05registriert August 2023
„Vorsichtiges Schongang-Laden gilt unter Stromer-Fahrern als Pflicht“
Wie kommt ihr zu dieser absurden Aussage? Quellen…?

Das ist doch ausgemachter Unsinn und einfach einer von Dutzenden substanzlosen Mythen, die zwar durchaus verbreitet sind aber explizit NICHT bei ‚Stromer Fahrern‘. Diese haben nämlich KEINES der Probleme, welche die /Ironie on ‚technologieoffenen‘ /ironie off Verbrennerfans herbeireden.
Probleme mit der Elektromobilität haben eigentlich nur diejenigen, die ihr konsequent aus dem Weg gehen, um ihre Vorurteile nicht zu gefährden.
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