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Jeremy Hunt, left, congratulates Boris Johnson after the announcement of the result in the ballot for the new Conservative party leader, in London, Tuesday, July 23, 2019. Brexit hardliner Boris Johnson won the contest to lead Britain's governing Conservative Party on Tuesday and will become the country's next prime minister, tasked with fulfilling his promise to lead the U.K. out of the European Union

Aussenminister Jeremy Hunt (l.) muss Boris Johnson zum Sieg gratulieren. Bild: AP

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Boris Johnsons Gegner wetzen schon die Messer

Die britischen Konservativen wollen, dass ihr neuer Partei- und Regierungschef Boris Johnson den Brexit liefert. Dabei könnte er bald selbst geliefert sein. Auf ihn wartet eine kaum lösbare Aufgabe.



Mit drei Jahren «Verspätung» hat er es doch geschafft. Alexander Boris de Pfeffel Johnson wird als britischer Premierminister in Downing Street Nr. 10 einziehen. Die konservativen Tories wählten ihn mit klarem Mehr zum neuen Partei- und damit auch Regierungschef. Im Juli 2016 galt Johnson bereits als Favorit auf die Nachfolge von David Cameron, machte aber einen Rückzieher.

Nun löst der frühere Aussenminister die glücklose Theresa May ab, die an der Umsetzung des EU-Austritts gescheitert ist. Für diesen hatte sich Johnson an vorderster Front eingesetzt. Nun versprach er der Parteibasis, den Brexit am 31. Oktober auf Teufel komm raus durchzuziehen, wenn nötig ohne Abkommen mit der Europäischen Union. Dafür wurde er nun gewählt.

Der 55-jährige Upperclass-Zögling soll den ersehnten Brexit liefern und gleichzeitig die angeschlagene und innerlich zerrissene Konservative Partei vor dem Untergang retten. Eine Herkulesaufgabe für den früheren Londoner Bürgermeister, der mehr für flotte Sprüche bekannt ist als für harte Arbeit und Dossierkenntnis. Und schon gar nicht für seine Standhaftigkeit.

Gestörtes Verhältnis zur Wahrheit

Als Journalist war der Absolvent der Eliteschulen Eton und Oxford durch ein ziemlich gestörtes Verhältnis zur Wahrheit aufgefallen. Bei der renommierten «Times» wurde Johnson als Praktikant gefeuert, weil er ein Zitat gefälscht hatte. Als Brüssel-Korrespondent der erzkonservativen Zeitung «The Telegraph» fabrizierte er Geschichten über den angeblichen Bürokratie-Irrsinn bei der EU.

Im Februar 2016 hatte er zwei Versionen seiner wöchentlichen «Telegraph»-Kolumne vorbereitet. In einer plädierte er für den Verbleib Grossbritanniens in der EU, in der anderen für den Austritt. Er entschied sich für diese Variante und wurde zum Brexit-Wortführer. Gleichzeitig soll er dem damaligen Premierminister David Cameron versichert haben, er gehe von einer Niederlage aus.

Man denkt unweigerlich an Donald Trump, der sich 2016 in der Erwartung um die US-Präsidentschaft bemüht haben soll, er werde ohnehin nicht gewählt. Es kam bekanntlich anders. Für Boris Johnson war es eine Art Déjà-vu. Er hatte im Juni gleichen Jahres erlebt, dass das britische Stimmvolk für den Austritt aus der EU votierte.

Vergleiche zwischen Trump und Johnson sind schnell gezogen. Beide verbindet neben einer etwas speziellen Frisur ein freizügiger Umgang mit Fakten. Im Brexit-Abstimmungskampf hatte Johnson behauptet, das Königreich überweise wöchentlich 350 Millionen Pfund an die EU. Den von Margaret Thatcher herausgeholten Briten-Rabatt und die EU-Zahlungen an London verschwieg er.

Sauberes Wasser und Mars-Riegel

Bei einem Auftritt letzte Woche schwenkte Boris Johnson einen in Plastik verpackten Hering und behauptete, wegen der EU-Bürokratie dürfe man den Fisch nur mit einer Eispackung verschicken. Die Vorschrift stammt von der britischen Regierung. Ausserdem erklärte er, es werde bei einem No-Deal-Brexit weiterhin «sauberes Trinkwasser und Zutaten für Mars-Schokoriegel» geben.

Der Spott konnte nicht ausbleiben. Hatten die Brexit-Befürworter vor drei Jahren nicht das Blaue vom Himmel herunter versprochen, ein neues Goldenes Zeitalter für das von den EU-Fesseln befreite Königreich? Und nun? Wasser und Schokolade!

Boris Johnson wird als Premierminister mit «einer albtraumhaften Pendenzenliste» konfrontiert sein, so BBC-Politikchefin Laura Kuenssberg. Da wäre die irische Grenze, die auch nach dem Brexit möglichst offen bleiben soll, um den Friedensprozess in Nordirland nicht zu gefährden. Johnson will das Problem mit nicht näher definierten «Technologien» lösen, wie er am letzten Sonntag in seiner «Telegraph»-Kolumne schrieb.

FILE - In this Wednesday, Jan 9, 2019 file photo, Britain's Chancellor of the Exchequer Philip Hammond leaves 11 Downing Street for the House of Commons to attend Prime Minister's question time, in London. Hammond says he will quit if, as widely expected Boris Johnson becomes prime minister. Hammond said Sunday, July 21, 2109 that Johnson’s vow to take the U.K. out of the European Union on Oct. 31, with or without a divorce deal is “not something that I could ever sign up to.” (AP Photo/Alastair Grant, File)
Philip Hammond

Schatzkanzler Philip Hammond will nicht in der Regierung bleiben. Bild: AP

Am Ende wird er den EU-Austritt durchs Unterhaus bringen müssen, und dort haben die Konservativen keine eigene Mehrheit. Letzte Woche wurde ein Antrag angenommen, der es dem nächsten Premierminister erschwert, Ende Oktober gegen den Willen des Parlaments einen vertragslosen Brexit durchzuboxen. 42 Tory-Abgeordnete stimmten dafür.

Minister auf dem Absprung

Der EU-freundliche Schatzkanzler Philip Hammond und Justizminister David Gauke wollen unter Johnson nicht im Kabinett bleiben. Entwicklungshilfeminister Rory Stewart ist ebenfalls auf dem Absprung. Alan Duncan, ein Staatssekretär im Aussenministerium, ist bereits zurückgetreten. Er bezeichnete seinen ehemaligen Chef als «planlos und instabil».

Spekulationen über ein Misstrauensvotum gegen Johnson noch vor der am Freitag beginnenden parlamentarischen Sommerpause dürften gemäss dem «Guardian» vom Tisch sein. Der neue Premier soll die Chance erhalten, über den Sommer eine neue Vereinbarung mit der EU anzustreben und vor allem einen ungeregelten Austritt zu vermeiden.

Es droht die Rebellion

Hinter den Kulissen soll Boris Johnson sich entgegen seinen markigen Sprüchen offen für die Ängste der britischen Wirtschaft vor einem Chaos-Brexit gezeigt haben. Man traut ihm sogar zu, einen möglichst «sanften» Austritt zu erreichen. Sollte er allerdings auf einen No-Deal-Brexit zusteuern, könnte er sich schnell mit einer Rebellion aus den eigenen Reihen konfrontiert sehen.

Man sollte besser nicht darauf wetten, dass Boris Johnson Ende Jahr noch in Downing Street Nr. 10 wohnen wird.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Smeyers 25.07.2019 05:57
    Highlight Highlight Keine Wahl, keine Auswahl. UK ist am A...

    Ob Johnson oder Corbyn gewählt wird, ist wie die Wahl zwischen Teufel und Belzebub.
  • Arneis 24.07.2019 02:30
    Highlight Highlight Boris Johnson ist ein Politclown, der nicht vom Volk gewählt wurde.
    Ich bin sehr gespannt, wie sich der Brexit weiterentwickelt und was wir Schweizer allenfalls daraus lernen.
  • Sapientia et Virtus 23.07.2019 23:14
    Highlight Highlight Die Konservativen erleben wegen des Brexit ihre schlimmste Krise seit den 1840er Jahren, als die Kartoffelmissernte in Irland zu einem Zerwürfnis über Getreideimporte führte. Ironischerweise gäbe es die heutige Backstopp-Problematik wohl gar nicht, wenn sie die Importe nicht zugelassen hätten...
  • Ottomane 23.07.2019 21:00
    Highlight Highlight das mit den 350 millionen pfund pro woche kam von farage..ob die briten gehen oder nicht, die eu wird wirtschaftlich immer bedeutungsloser...sie richtet sich selbst zu grunde.
    • Alienus 24.07.2019 00:20
      Highlight Highlight Wunsch- oder Albtraum?
  • Bruno Meier (1) 23.07.2019 19:36
    Highlight Highlight Wenn BJ erfolgreich(er) gegen die EU verhandeln will, muss er die EU von innen aufbrechen. Eine Variante wäre der Schutz gegen Osten. Die ehemaligen WaPa Staaten haben noch immer Angst vor Russland, die einzige schlagkräftige und funktionierende Armee in der EU hat GB. wenn BJ droht, die EU solle selber für Sicherheit sorgen, wäre Polen nicht begeistert, das haben sie ja schon mehrmals betont. Vor dem Brexit boten sie an, freiwillig Kontingente betreffs Personenfreizügigkeit einzuführen, aber Brüssel lies dies damals nicht zu. Estland, Lettland, Litauen, etc. da steht der Schutz an 1. Stelle.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 23.07.2019 21:37
      Highlight Highlight Das Problem ist nur, nach so einer Drohung wäre das Vertrauen in die Unterstützung durch GB im Ernstfall dahin.

      Solche Druckmittel sind natürlich nicht unbedeutend, aber man kann diese Trümpfe nicht offensiv ausspielen. Aber wenn Boris so wie Donald gestrickt ist, ist ihm das nicht klar.
    • Bruno Meier (1) 24.07.2019 07:24
      Highlight Highlight Das ist richtig, aber ich bin der Meinung, dass Boris im Gegensatz zu Trump, einiges mehr auf der"Platte" hat. Ob er in einer solchen Situation subtil handeln wird, weiss ich auch nicht.
      Müsste er aber, da Trump sicher nicht begeistert wäre, würde er dies (offen) mitbekommen. Und genau auf diese Unterstützung ist er im Moment angewiesen, bei seinem Kurs.
      Wenn er auf totale Konfrontation mit der EU setzt, bandelt er wirtschaftlich mit Russland und China an oder baut GB in ein Steuer-/Bankenparadies um. Ob so was funktioniert oder wirklich schlau ist bezweifle ich, aber er muss etwas machen.
  • KnechtRuprecht 23.07.2019 19:34
    Highlight Highlight Nun hat UK also auch seinen Trump.
    Good night England! It never rains but it pours!

    Hoffe er ist wenigstens mit dem Brexit beschäftigt und hechelt im Konflikt mit dem Iran nicht auch noch Donnie nach.
  • what's on? 23.07.2019 19:27
    Highlight Highlight Der inner-irische Zusammenhalt ist wohl grösser als die Bindung von Nordirland zu GB (formerly known as Great Britain). Die Lunte brennt.
  • Spooky 23.07.2019 19:21
    Highlight Highlight Ich mag die Briten. 💪
    • Dnipro 24.07.2019 13:37
      Highlight Highlight Ich auch! Umso schlimmer ist es zuschauen zu müssen, wie die Upper Class grade daran ist das gewöhnliche Fussvolk in den Ar.... pardon, hinters Licht zu führen und sich mit dem Brexit wieder eine Welt zu schaffen, respektive davon zu träumen, wie sie im 18. und 19. Jahrhundert mal war. The good old boys wollen wieder unter sich sein. Die Elite wird durch den Brexit an Einfluss und Reichtum gewinnen, aber die Mittel- und Unterschicht wird das Nachsehen haben! Schade für das Volk auf der schönen und geschichtsträchtigen Insel.
  • Flo1914 23.07.2019 18:25
    Highlight Highlight Ich glaube Boris wird den May Deal durchbringen, vielleicht mit ein paar Anmerkungen und Erläuterungen der EU.
    Er hat das Charisma, was May nicht hatte.
    • Juliet Bravo 23.07.2019 18:57
      Highlight Highlight Hut ab, wenn ihm dies gelänge!
    • ands 23.07.2019 19:40
      Highlight Highlight Die Frage ist: Will er das?
    • Pafeld 23.07.2019 20:48
      Highlight Highlight Charisma?
      Johnson ist eine Witzfigur und wird als solches auf dem diplomatischen Parkett kaum Erfolg haben. May hat alles für einen sinnvollen Deal getan und konnte den Vorstellungen der Leaver nicht annähernd gerecht werden. Johnson dagegen ist ein Schwätzer, der im Falle eines Verhandlungsmisserfolges bereits vorsichtshalber den Minderheitswunsch des No-Deal-Brexits verspricht, damit man ihn auf seine gescheiterten Verhandlungen nicht festnageln kann. Johnson ist der selbe Schwätzer wie Trump, hat aber im Gegensatz zu Agent Orange45 keine Weltmacht als Druckmittel zur freien Verfügung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdiB 23.07.2019 18:03
    Highlight Highlight Ja aber nein. Ja aber nein, ja aber nein. Einmal da hat diese zicke theresa und ja aber nein, ja aber nein...
    Keine ahnung aber etwas anderes kommt mir bei johnson nicht in den sinn. Ich werde es bei seinem anblick nicht los.
  • Thomas_v_Meier 23.07.2019 17:59
    Highlight Highlight
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  • CH-Bürger 23.07.2019 17:44
    Highlight Highlight Hatten sie wirklich niemand besseres?
    Typisch Englisch und verkorkst immer noch die alte Gamelle Imperialismus usw.🤮
  • Pascal1917 23.07.2019 17:24
    Highlight Highlight Grafik ist nicht neu aber noch immer aktuell.
    Benutzer Bild
  • Chrigi-B 23.07.2019 17:14
    Highlight Highlight Der harte Brexit wird kommen.

    Die Panikmache ist lächerlich. Die Briten haben den Fall des Empires sowie eine Dauerbombardierung der Nazis überlebt und sie werden auch das verkraften.

    In 1 - 2 Jahren wird sich alles normal einpendeln und niemand spricht mehr vom Brexit.
    • Alienus 24.07.2019 00:26
      Highlight Highlight Bei der Dauerbombadierung hatte sie fast die gesamte Welt an ihrer Seite.

      Und jetzt pfeifen sie alleine aus dem letzten Loch im finsteren Walde.
  • Jol Bear 23.07.2019 16:34
    Highlight Highlight Vermutlich werden wir in einem Jahr den mindestens 52. Artikel über den unmittelbar bevorstehenden Rücktritt von Johnson vom Amt des Premierministers lesen...
  • Dr. Evil 23.07.2019 16:14
    Highlight Highlight
    Play Icon
    • Alice36 24.07.2019 07:53
      Highlight Highlight Stand-up comedy 😂
  • Kaspar Floigen 23.07.2019 16:07
    Highlight Highlight In 50 Jahren wird es zum Britischen Kurrikulum gehören, in der 5. Klasse erklärt zu bekommen, warum das Parlament alle 6 Monate eine Schaudebatte hält, die dann mit der Zeremonie der "Brexitverschiebung" endet.
  • atorator 23.07.2019 15:22
    Highlight Highlight Und Ivanka Trump gratuliert dem "United Kingston"...
  • Yorik2010 23.07.2019 15:19
    Highlight Highlight Nun haben also unsere Engländer ihren Trump-Klon, hoffentlich ist er wenigstens etwas intelligenter, ist ja auch nicht sooo schwer!
  • Quecksalber 23.07.2019 15:18
    Highlight Highlight Ist es jetzt das Pfeffelland?
  • häxxebäse 23.07.2019 15:13
    Highlight Highlight Ah cool der anfang vom ende
    • Phrosch 23.07.2019 17:55
      Highlight Highlight Wohl eher nur das Ende vom Anfang, leider 🙁
  • lilie 23.07.2019 15:11
    Highlight Highlight Sobald eine Nation vor komplexen Herausforderungen steht, bewerben sich zwei Typen Leute für den Job:

    1. Vernünftige Leute mit entsprechenden Qualifikationen, welche sich nach gründlicher Prüfung ihrer persönlichen und beruflichen Situation in der Lage sehen, sich im Verbund mit anderen hochqualifizierten und seriösen Mitstreitern kompromislos den Herausforderungen zu stellen und Lösungen in Abstimmung mit allen Beteiligten zu finden

    2. Idioten, die sich selbst überschätzen und keine Ahnung haben, worums eigentlich geht

    Gewählt wird Typ 2, denn Typ 1 ist ein wahrhaft seltenes Exemplar...
    • Bidens 24.07.2019 01:48
      Highlight Highlight Eigentlich wird leider Typ 2 gewählt, da die Leute zu dumm sind, Typ 1 zu erkennen
    • lilie 24.07.2019 07:34
      Highlight Highlight @Bidens: Ich bin nicht ganz sicher.

      Ich denke eher, dass die Leute (unfairerweise) höhere Ansprüchen an einen Typ 1 stellen. Und wer ist schon perfekt?

      Also wählt man lieber einen Vollidioten, dann weiss man wenigstens, warum alles den Bach runtergeht. 🤷‍♀️
  • Unkel Wullewu 23.07.2019 15:07
    Highlight Highlight "... Man sollte besser nicht darauf wetten, dass Boris Johnson Ende Jahr noch in Downing Street Nr. 10 wohnen wird"

    Das kennen wir doch von Herr Blunschi schon. Und Trump ist immer noch im Amt. Mit Johnson wird es das selbe sein, auch wenn es Herr Blunschi bis am Ende nicht fassen kann...
    • maoam 23.07.2019 16:46
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu den USA kann es im Königreich zu Neuwahlen kommen. Die Chance oder Gefahr, je nach dem wo für man steht, besteht also.
  • hauruck 23.07.2019 14:53
    Highlight Highlight Die Tories werden an Johnson festhalten solange ihnen Farrange im Nacken sitzt. Also noch lange, sehr lange.
    Der Brexit wird vollzogen werden. Alle hatten dank May genug Zeit sich auf einen harten Brexit einzustellen und wer es immer noch nicht begriff, der begreift es nun dank Johnson.
    Im Prinzip spielen die Briten die EU-Fürsten in Brüssel stinkfrech aus und erst noch so sehr intelligent, dass die EU-Träumer auf dem Festland das überhaupt gar nicht merken.
    • maoam 23.07.2019 16:47
      Highlight Highlight Das sind aber viele Behauptungen...
    • ujay 23.07.2019 17:14
      Highlight Highlight Ha, you driimer you😂!
    • Juliet Bravo 23.07.2019 18:29
      Highlight Highlight Womit spielen sie genau die EU aus? Das sehe ich nun gar nicht. Eher schon umgekehrt. Dein Post liest sich wie eine verzweifelte Durchhalteparole. Woher kommt denn dein Hass auf die EU? Und was wirfst du denn Europa genau vor? Wäre echt an deinen Ausführungen interessiert, da ich das ganze total anders wahrnehme.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Le_Urmel 23.07.2019 14:53
    Highlight Highlight Endlich nun muss er liefern. So oder so

    Es werden spannende Wochen bis zum Herbst.


    Besonders die Schweiz sollte gespannt zu sehen und ihre Schlüsse ziehen
  • Gipfeligeist 23.07.2019 14:38
    Highlight Highlight Der Hohlkopf der am lautesten schreit, gewinnt. Gerade einmal 0.35% der Briten haben ihn gewählt, nur 24% denken, er sein ein guter Premier [1]. Aber die Tories feiern einen Kandidaten, der den Brexit nur als Wahlkampfthema versteht.
    Wer mich von einer funktionierenden Demokratie überzeugen will, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt :P

    1) https://sz.de/1.4536051
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 23.07.2019 15:28
      Highlight Highlight Moment mal! Wir machen jetzt Kommentare mit Fussnoten? Also zumindest für mich ist das ein Lichtblick in diesen finsteren Zeiten.
    • Borki 23.07.2019 15:30
      Highlight Highlight Einer seiner Vorgänger hat einmal gesagt: "No one pretends that democracy is perfect or all-wise. Indeed, it has been said that democracy is the worst form of government except all those other forms that have been tried from time to time."
    • ChiliForever 23.07.2019 15:47
      Highlight Highlight Demokratie = Herrschaft des Staatsvolkes

      Da steht nirgendwo, daß das Volk auch klug sein.

      Obwohl... ein Intelligenztest vor Zulassung zum Wahllokal... hätte vielleicht seinen Reiz...
      ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Evil 23.07.2019 14:37
    Highlight Highlight Da ist nicht klug jetzt so gegen ihn zu wettern, umso peinlicher wird es, wenn er es denn schaffen sollte.

    Denn er hat nun im Gegensatz zu May den riesigen Vorteil, 1. Auf der Arbeit von May aufzubauen - und noch ein wenig anzupassen sodass es funktioniert und 2. seine Leute hinter sich zu haben/nicht ganz so verbraucht ist.

    Wenn er diese eigentlich gar nicht mehr so grosse Leistung vollbringt gegen die Einstellung vieler, das er ein Volldepp ist (vermutlich wahr), wird er bald eine Marienverheiligung sondergleichen erleben.
    • Dr. Evil 23.07.2019 14:54
      Highlight Highlight Bzw wenn wettern, dann klug ;-)
    • Amboss 23.07.2019 15:01
      Highlight Highlight Ja gut, dass er das Abkommen mehr oder weniger so wie May es ausgehandelt hat, durchs Parlament bringt, dann darf man ihm und den Briten wirklich gratulieren.

      Aber: Das ist ja genau nicht das, was er versprochen hat. Weil das Abkommen ja eben genau Dinge enthält, was er bisher vehement bekämpft hat.
      Dann hat er quasi eine 180 Grad Drehung gemacht. Und dann kann man meinetwegen auch eine Marienverheiligung sondergleichen machen.
    • FrancoL 23.07.2019 15:09
      Highlight Highlight Ich weiss nicht wie Du in der Sache bewandert bist, aber er wird nicht auf den Grundlagen von May weitergehen, das mal ganz sicher nicht.
      Er wird seine vielen Sprüche wahr machen müssen und ob ihm da eine Mehrheit folgt ist ungewiss und wenn sie ihm folgt, dann müssen die Lösungen auch noch stimmig sein und das wiederum ist ein ganz anderes Kapitel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 23.07.2019 14:27
    Highlight Highlight Das erste Mal, dass ich dem Kreml zustimme, wenn der kremlnahe Journalist Dimitri Smirnov schreibt:

    „Jedes Mal, wenn ein britischer Premier gewählt wird, denkt man, dass dies der schlechteste aller Zeiten ist. Aber dann wird der nächste gewählt. #Johnson ist ein prinzipien- und verantwortungsloser Populist.“

    https://twitter.com/dimsmirnov175/status/1153634415437893632
    • Basti Spiesser 23.07.2019 16:11
      Highlight Highlight Er war als Aussenminister auch ein Witz. Gerade mit der Kommunikation gegenüber Russland.
    • PrivatePyle 23.07.2019 16:29
      Highlight Highlight Stimmt. Seit der Iron-Lady ging es steil bergab. Aber trotzdem sind mir 10 Boris Johnson's immer noch lieber als ein Putin.
    • Lowend 23.07.2019 16:47
      Highlight Highlight Gefriert heute die Hölle, oder was, aber zum ersten mal kann ich sogar dem Spiesser zustimmen, auch wenn er es vermutlich ein wenig anders meint als ich. 😉
  • Sisiphos 23.07.2019 14:16
    Highlight Highlight Der ist schneller wieder weg als man „Brexit“ sagen kann🤪😎😀
    • Crissie 23.07.2019 15:05
      Highlight Highlight Hoffentlich!
    • Käpt'n Hinkebein 23.07.2019 15:33
      Highlight Highlight Brexit!

      (Hoffen darf man ja.)
    • chandler 23.07.2019 15:42
      Highlight Highlight du meinst in etwa so schnell wie Trump? ;)
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