Analyse
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
U.S. Ambassador to the European Union Gordon Sondland testifies before the House Intelligence Committee on Capitol Hill in Washington, Wednesday, Nov. 20, 2019, during a public impeachment hearing of President Donald Trump's efforts to tie U.S. aid for Ukraine to investigations of his political opponents. (AP Photo/Susan Walsh)
Gordon Sondland

Kronzeuge Gordon Sondland bei seiner Aussage. Bild: AP

Analyse

Nun wird die Ukraine-Affäre zu Watergate 2.0

Kronzeuge Gordon Sondland hat die Verteidigungslinien der Republikaner zertrümmert. Wann verlassen die ersten Ratten das sinkende Schiff?



John Dean war der Assistent von Richard Nixon. Als er 1973 bei den Watergate-Hearings auszupacken begann, war es um den Präsidenten geschehen. Das Einzige, was Nixon noch in die TV-Kameras stammeln konnte, war: «I am not a crook!» (Ich bin kein Gauner.)

Donald Trump stammelt nicht, er brüllt, meist auf dem Rasen vor dem Weissen Haus und vor laufenden Helikopterrotoren. Doch sein Auftritt gestern war ähnlich verzweifelt wie derjenige von Nixon. «Ich will nichts. Ich will nichts. Ich will kein Quidproquo», wiederholte er geradezu panisch.

abspielen

Trump in Panik-Modus. Video: YouTube/Fox News

Trump bezog sich dabei auf ein Telefongespräch mit EU-Botschafter Gordon Sondland. Dabei hat der Präsident tatsächlich erklärt, dass er kein Quidproquo wollte. Doch besagtes Gespräch fand am 9. September statt, zu einem Zeitpunkt also, in dem der Whistleblower seine Klage eingereicht hatte und das Weisse Haus sich bereits im Schadensbegrenzungs-Modus befand.

Angesichts der Trump'schen Panikattacke fühlt sich selbst besagter John Dean an seine Vergangenheit erinnert. «Er (Sondland) hat sich dafür entschieden, die Wahrheit über die Interessen der Partei und des Präsidenten zu stellen», erklärte er nach dem Hearing. «Das wird die Dynamik des gesamten Prozesses verändern.»

Das Wort «blockbuster news» wird in den US-Medien inflationär verwendet. Sondlands Auftritt vor dem Intelligence Committee des Abgeordnetenhauses jedoch verdient dieses Attribut. Es war ein Ereignis, das wahrscheinlich die amerikanische Politik verändern wird.

Der EU-Botschafter bestätigte nicht nur klipp und klar, dass es ein sogenanntes Quidproquo gab, will heissen, dass der Präsident einen Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Oval Office abhängig machte von der Verkündigung einer Untersuchung gegen die Bidens und einen mysteriösen Server.

epa08012578 US Ambassador to the European Union Gordon Sondland departs from the hearing room, following his testimony before the House Permanent Select Committee on Intelligence public hearing on the impeachment inquiry into US President Donald J. Trump, on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 20 November 2019. The impeachment inquiry is being led by three congressional committees and was launched following a whistleblower's complaint that alleges US President Trump requested help from the President of Ukraine to investigate a political rival, Joe Biden and his son Hunter Biden.  EPA/SHAWN THEW

Nicht zerknirscht: Gordon Sondland. Bild: EPA

Sondland erklärte auch frank und frei, dass die gesamte oberste Etage des Weissen Hauses darüber informiert war. «Sondland hat nicht nur den Präsidenten unter den Bus geworden», witzelte der Comedian Jimmy Kimmel, «sondern auch Vizepräsident Mike Pence, Aussenminister Mike Pompeo, Energieminister Rick Perry, Stabschef Mick Mulvaney und Sicherheitsberater John Bolten. Es waren so viele, dass sie im Schichtbetrieb unter den Bus springen mussten.»

Dabei war Sondland eigentlich die Rolle eines «Fallobst» zugedacht. So nennt man Boxer, die in einem Aufbaukampf für einen Champion vorzeitig k.o. gehen müssen. Denn Sondland ist weder ein Vertreter eines angeblichen «deep state», einer Verschwörung von professionellen Staatsangestellten, noch ist er ein «never trumper», ein Republikaner, der Trump ablehnt.

Vielmehr ist Sondland ein äusserst erfolgreicher Hotelier, der mehr als eine Million Dollar für Trumps Inaugurationsfeier bezahlt hat und dafür mit dem Posten des EU-Botschafters belohnt wurde. In der Ukraine-Affäre zählte er zu den «drei Amigos» – Perry, Sondland und Sonderbotschafter Kurt Volker –, welche die Regierung der Ukraine unter Druck setzen sollten.

Entgegen früheren Aussagen verneinte Sondland strikt, dass es eine Schattenregierung gegeben habe. Alle hätten von den Vorgängen gewusst, führte er aus. Hingegen gab er zu, dass Rudy Giuliani die Fäden in der Hand hielt. «Talk to Rudy» (sprecht mit Rudy), hat Trump den Amigos am 23. Mai in einem Meeting geraten.

Sie verstanden sofort, was damit gemeint war. «Wir haben mit Mr. Giuliani kooperiert, weil der Präsident uns das befohlen hat», stellte Sondland klar.

epa08013377 House Intelligence Committee Ranking Member Devin Nunes attends a House Permanent Select Committee on Intelligence public hearing on the impeachment inquiry into US President Donald J. Trump, on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 20 November 2019. The impeachment inquiry is being led by three congressional committees and was launched following a whistleblower's complaint that alleges US President Donald J. Trump requested help from the President of Ukraine to investigate a political rival, Joe Biden, and his son Hunter Biden.  EPA/ERIN SCHAFF / POOL

Konsterniert: Devin Nunes, Anführer der Republikaner im Intelligence Committee. Bild: EPA

Sondland hat damit die gesamte Kein-Quidproquo-Verteidigung vernichtet. Die Republikaner reagierten schockiert. Devin Nunes, der Anführer des Fähnleins der Aufrechten der Grand Old Party im Committee, reagierte, «als ob sein Lieblingsonkel gestorben sei», wie ein Witzbold meinte. Seine Reaktion auf Sondlands Bombe war ein hilfloses Gestammel und die Wiederholung längst widerlegter Verschwörungstheorien.

Vize Pence, Aussenminister Pompeo und Ex-Energieminister Perry liessen über ihre Pressesprecher umgehend Dementis veröffentlichen. Präsident Trump reagierte, wie er immer reagiert. «Ich kenne ihn (Sondland) kaum», erklärte er. Noch vor wenigen Wochen hatte er ihn als «herausragenden Amerikaner» gelobt.

Sondland selbst schien seinen Auftritt geradezu zu geniessen. Er gab sich weder zerknirscht noch reuig. Lachend bestätigte er das Zitat, wonach er gesagt habe, Selenskyj «liebe Trumps Arsch». «Das tönt wie etwas, das ich gesagt haben könnte», entgegnete er.

Selbst Beleidigungen konnten ihn nicht erschüttern. Tim Morrison hatte tags zuvor am Hearing ausgesagt, im Nationalen Sicherheitsrat hätte man bezüglich seiner Person von einem «Gordon-Problem» gesprochen. «Das sagt meine Frau auch», nickte Sondland fröhlich.

Das Impeachment-«Who is who»: Diese Zeugen treten auf

Schafft es Trump im Amt zu bleiben?

Play Icon

Trump und das Impeachment

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

Link zum Artikel

Trumps Angst, Pelosis Macht und «die richtige Zeit für eine historische Schelte»​

Link zum Artikel

Trumps Ukraine-Telefonat: Es ist alles noch viel schlimmer

Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

Link zum Artikel

Giuliani, Hearings, Syrien: Jetzt fliegt Trump alles um die Ohren

Link zum Artikel

Rudy Giulianis Gruselkabinett

Link zum Artikel

Jetzt wird's dreckig! Warum der Krieg mit Biden Trumps Ende bedeuten muss

Link zum Artikel

Wie Rudy Giuliani Donald Trump in die Sch... geritten hat

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Trump und das Impeachment

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

83
Link zum Artikel

Trumps Angst, Pelosis Macht und «die richtige Zeit für eine historische Schelte»​

78
Link zum Artikel

Trumps Ukraine-Telefonat: Es ist alles noch viel schlimmer

107
Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

215
Link zum Artikel

Giuliani, Hearings, Syrien: Jetzt fliegt Trump alles um die Ohren

100
Link zum Artikel

Rudy Giulianis Gruselkabinett

46
Link zum Artikel

Jetzt wird's dreckig! Warum der Krieg mit Biden Trumps Ende bedeuten muss

148
Link zum Artikel

Wie Rudy Giuliani Donald Trump in die Sch... geritten hat

50
Link zum Artikel

Trump und das Impeachment

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

83
Link zum Artikel

Trumps Angst, Pelosis Macht und «die richtige Zeit für eine historische Schelte»​

78
Link zum Artikel

Trumps Ukraine-Telefonat: Es ist alles noch viel schlimmer

107
Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

215
Link zum Artikel

Giuliani, Hearings, Syrien: Jetzt fliegt Trump alles um die Ohren

100
Link zum Artikel

Rudy Giulianis Gruselkabinett

46
Link zum Artikel

Jetzt wird's dreckig! Warum der Krieg mit Biden Trumps Ende bedeuten muss

148
Link zum Artikel

Wie Rudy Giuliani Donald Trump in die Sch... geritten hat

50
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

116
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
116Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • P. Silie 22.11.2019 12:19
    Highlight Highlight Kann mir beim Link und beim Photo irgendjemand helfen?
    Play Icon
    Benutzer Bild
    • P. Silie 22.11.2019 14:51
      Highlight Highlight Wo ist der Link???
      Play Icon
    • Basti Spiesser 22.11.2019 14:55
      Highlight Highlight Ja CNN ist fakenews ;) Sondland hat in seinem Eröffnungsplädoyer (wahrscheinlich von seinem demokratischen Anwalt geschrieben) zuerst bestätigt es hat ein qpq gegeben. Aber bei der Befragung hat er dann zugeben müssen, dass es nur seine Vermutung war und so nicht haltbar ist.
  • Basti Spiesser 22.11.2019 09:07
    Highlight Highlight Übrigens die USA und die Ukraine haben seit 1999 einen Vertrag der gegenseitige Rechtshilfe bei Korruption zusichert.

    https://www.congress.gov/106/cdoc/tdoc16/CDOC-106tdoc16.pdf
    • Wiedergabe 22.11.2019 12:06
      Highlight Highlight Ja..?
      Beweist das nun das über ein Dutzend unabhängige Zeugen, die übereinstimmende Aussgen machen, lügen?
    • COLD AS ICE 22.11.2019 16:44
      Highlight Highlight @Wiedergabe: keine ahnung was mit euch schief läuft. es können auch 1000 zeugen die selben aussagen machen.......ohne beweise ist alle nicht haltbar und nur gelaber.
  • irgendwie so: 22.11.2019 08:47
    Highlight Highlight Entweder haben die Dems noch einen besseren zeugen, der den Präsidenten direkt mit einem Quidproquo in Verbindung bringen kann - oder das ganze Verfahren wird unter der Kategorie Parteiengezänk in die Analen eingehen und weiter wird nichts geschehen.
    Und noch... Die Reps werden Trump wohl auch dann nicht hängen lasen, wenn ein Video auftaucht, das Trump beim 'Quidproquo' zeigt.
    Es geht doch bei dem Gezänke nicht um Demokratie oder Gesetz - davon haben sich Reps und Dems ( - Clinton-Saga) schon lange verabschiedet - es geht nur darum, dem Gegner eins auszuwischen. Game of White House halt...
    • just sayin' 22.11.2019 09:58
      Highlight Highlight true that
    • Wiedergabe 22.11.2019 12:11
      Highlight Highlight Ich denke, die Umstände dass die Aussagen mehrerer unabhängiger Zeugen übereinstimmend klar darauf hinweisen, dass Trump Amtsmissbrauch begannen hat und die über der Verfassungstreue stehende Parteitreue der Republikaner lassen die Geschichte als sehr vergleichbaren Skandal zu Watergate, aber zusätzlich noch als Bankrotterklärung des eher schlechten Politischen Systems der USA in die Geschichte eingehen.
  • Grossmaul 21.11.2019 18:38
    Highlight Highlight Ich weiss nicht warum das einen schicken lateinischen Namen hat, als handle es sich hier um etwas Edleres als das was es ist: Erpressung, Nötigung, schamloses Ausnützen einer Notlage.

    In einer funktionierenden Demokratie wäre #45 längst weg vom Fenster, mithilfe der eigenen Parteigenossen und einem freiwilligen Rücktritt zur Schadensbegrenzung. Sogar Nixon hatte so viel Stil.
    • Ohniznachtisbett 22.11.2019 13:16
      Highlight Highlight Das liegt halt am System. In Deutschland z.B. würden sich längst die eigenen Parteikollegen gegen den Kanzler verschwören, da sie ja die Chance auf den Posten haben. z.b. mittels konstruktivem Misstrauensvotum. In den USA, kann der Präsident zwar impeached werden. Dann wird einfach der Vize.
  • B-Arche 21.11.2019 16:36
    Highlight Highlight Trump zieht Pence mit hinein. Ja, solche hinterhältigen Taktiken werden von Trump benutzt.
    Wenn er stürzt stürzt Pence mit und damit wäre Pelosi automatisch Präsidentin. Und das werden GOP Senatoren nie zulassen.

    Trump führt sich auf wie ein Mafiaboss. Und seine Wähler unterstützen das auch noch.

    Kein Wunder dass er sich mit MBS, Erdogan, Putin versteht aber nicht mit Staatsführern aus demokratischen Ländern.
  • D(r)ummer 21.11.2019 15:51
    Highlight Highlight Eine andere Vorgehensweise, und Trump wäre an seine Infos über Biden gekommen.

    Er wollte es aber schnell und öffentlichkeitswirksam.
    Das kostet ihn nun möglicherweise sein Amt.

    Wie sagte Graham? "Zu doof für ein Quid pro Quo"
  • Walser 21.11.2019 15:51
    Highlight Highlight Das ist wie Hollywood. Ich liebe das. Da lernt der Bürger was über die grosse Politik.
  • Magnum 21.11.2019 15:31
    Highlight Highlight Wieso haben eigentlich so viele Trump-Jünger enorme Probleme, den (Anruf vom) 26. Juli und den (Anruf vom) 9. September auseinander zu halten? Im einen Fall wollte Donnie wissen, wie weit Giulianis Anstrengungen in der Ukraine gediehen seine, im anderen Fall wollte er von nichts mehr wissen, weil er bereits seine Spuren am verwedeln war. Wer sich nichts vorzuwerfen hat, benimmt sich definitiv anders.
  • fools garden 21.11.2019 14:56
    Highlight Highlight Lügen benötigen eine hervorragende Inteligenz, wenn dir Diese fehlt, bleibst du besser bei der Wahrheit.
  • Spin Doctor of Medicine 21.11.2019 14:24
    Highlight Highlight Trump wird nicht impeached und Trump wird deutlich wiedergewählt. Leider ist das für mich so gut wie sicher. Was das über die USA sagt, sollte ja klar sein.
    • drüber Nachgedacht 21.11.2019 18:09
      Highlight Highlight Die sozialen Medien sind auf der Hut. Viele Fake Accounts sind gelöscht worden.
      Da wird der Fakeinformationsfluss der Russen und Trump wohl nicht mehr so viele Wähler mobilisieren können wie vor drei Jahren.
  • Max Dick 21.11.2019 14:13
    Highlight Highlight Ok das ganze ist eine sehr ernste Angelegenheit. Trotzdem - endlich mal einer, der ein bisschen zum Scherzen aufgelegt war. Er war mir sympathisch, auch wenn er nicht wie Taylor und die anderen ein pflichtbewusster Beamter, sondern einfach ein Opportunist ist.

    Auf die Frage ob das der sogenannte Wendepunkt ist, wird erst die Geschichte Auskunft geben. Denke eher die Repuplikaner versuchen das ganze auszusitzen und hoffen, dass in einem Jahr alles schon wieder vergessen oder von aktuelleren Themen überholt ist.
    • just sayin' 21.11.2019 14:50
      Highlight Highlight gemäss löpfe war der "wendepunkt" bereits vor 2 jahren ;-)
  • LLewelyn 21.11.2019 14:08
    Highlight Highlight Irgendwie spricht die Hoffnung aus dem Artikel. Die Realität wird sein, dass Trump wohl dank der demokratischen Mehrheit zwar angeklagt, dann aber vom nicht minder durch parteitreue gezeichneten Senat nicht verurteilt wird. Die Fronten sind derart verhärtet und die Beweise viel zu wage (bei Nixon hörte man auf den Tapes direkt) und damit von verblendeten Reps abtubar um zum eigentlich nötigen Ende zu gelangen.
    • Max Dick 21.11.2019 15:11
      Highlight Highlight Der Unterschied ist nicht die Beweislage - sondern dass damals die Bevölkerung noch nicht so voreingenommen war.
    • tr3 21.11.2019 15:51
      Highlight Highlight Richtig. Die Beweislage tut in einem Impeachment nichts zur Sache, da der Entscheid von juristischen Laien gefällt wird (schon klar, dass der eine oder andere Senator mal Jus studiert hat, Richter sind das trotzdem keine). Entscheidend ist einzig die Parteiräson.
  • Gummibär 21.11.2019 13:55
    Highlight Highlight Herr Löpfes Hoffnung, dass Trump abtritt oder zum Abtreten gezwungen wird, ist so unerschütterlich wie Trumps "approval rating" , welches sich seit Mai 2019 nicht verändert hat (42%).
    Das Drangsalieren einer ausländischen Regierung wird die Volksmeinung sowenig beeinflussen wie die Freundschaft mit dem saudiarabischen Prinzen mit der Knochensäge.
    Nur wenn in den USA selbst etwas Schwerwiegendes zutage kommt oder die Börse einbricht, kann die Meinung kippen. An das unethische und rüde Verhalten ihres Präsidenten haben sich die Wähler längst gewöhnt. Leider.
    • Dong 21.11.2019 15:29
      Highlight Highlight Das Drangsalieren einer ausländischen Regierung ist ja eigentlich auch eher Tradition als Ausnahme in den USA...
    • ZEWA Wisch und Weg 21.11.2019 15:46
      Highlight Highlight ... habe unesthetisch gelesen... :-)
      passt auch...
    • Dirk Leinher 21.11.2019 17:42
      Highlight Highlight Das Drangsalieren anderer Regierungen ist für die USA seit langem gängige Praxis. Es geht ja darum ob er dieses Drangsalieren ausübte um einen Kontrahenten in der Wahl auszuboten. Merke: Völkerrecht brechen, 100tausende Menschen in angezettelten Kriegen ermorden, Menschenrechte mit Füssen treten, Wirtschaftskriege lostreten und den 3. Weltkrieg riskieren, all das wird in den USA nie zu einem Impeachment führen, wehe aber, man versucht einen politischen Gegner anzugreifen, da steht die Welt still. Ist das nicht Verhältnisblödsinn?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ueli Kopter 21.11.2019 13:54
    Highlight Highlight Trump selbst habe es (leider) gesagt: "I could stand in the middle of Fifth Avenue and shoot somebody and wouldn’t lose any voters"
    • Tjuck 21.11.2019 18:26
      Highlight Highlight So naiv resp. dumm resp. gewissenlos sind seine Wähler offenbar. Oder Trump hält sie nur für naiv, dumm und gewissenlos? Leider hat er Recht.
  • DruggaMate 21.11.2019 13:49
    Highlight Highlight Eines muss man an dieser Stelle mal festhalten: 'Quidproquo' ist jetzt schon das Unwort des Jahres!

    Das kann ich nicht mehr hören. Sollte direkt mit the Donald impeacht und weggeschlossen werden.
    • Kyle C. 21.11.2019 15:12
      Highlight Highlight Sag das mal Hannibal Lecter… ;)
  • Jawas 21.11.2019 13:47
    Highlight Highlight .. es sei an dieser Stelle hier nochmals erwähnt , Watergate war keine Wasserrutschbahn in Disneyland, auch wenn dies Trump als nächstes per Twitter verbreiten wird....fortsetzung folgt ..
  • COLD AS ICE 21.11.2019 13:35
    Highlight Highlight ich bin überzeugt das über 90% der kommentar schreiberlinge hier die hearings nicht live mitverfolgt haben. das gestern war für sondland eine blamage und die medien verschweigen es....
    • Basti Spiesser 21.11.2019 14:04
      Highlight Highlight Sehe ich gleich. Man pickte die 2,3 Sätze heraus die ins Narrativ passen, ignoriert aber das restlich gesagte.
    • NumeIch 21.11.2019 14:05
      Highlight Highlight Nein, Umgekehrt wird ein Schuh draus. Sie haben offenbar die Hearings nicht mitverfolgt oder sie arbeiten bei Breitbaet oder FoxNews.
    • MarGo 21.11.2019 14:06
      Highlight Highlight Ich habs gesehen und werd ab deinem Komm. nicht schlau... inwiefern denn bitte?
      Dass er sich an so wenig wortwörtlich erinnern konnte? Das wirkte tatsächlich etwas sonderbar... aber man muss auch verstehen, dass er die ganzen Zusammenhänge erst im September richtig zuordnen konnte und davor die ganzen Geschehnisse nicht zwingend als derart wichtig einordnete...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alteresel 21.11.2019 13:22
    Highlight Highlight Wetten, dass die Orange bleibt und wieder gewählt wird? Wer hat da mal gesagt, jede Gesellschaft habe die Regierung, die sie verdiene? Und noch genauer war der, der sagte, jede Gesellschaft hat die Verbrecher, die sie verdient. Dass nun beides zusammentrifft, das ist das Neue an diesem Menschen.
  • Jaklar 21.11.2019 13:21
    Highlight Highlight Jetzt kann jeder sehen was für ein gauner der präsident ist. Bei der nächsten wahl kann dann niemand mehr sagen er hätte es nicht gewusst.
    • DruggaMate 21.11.2019 14:26
      Highlight Highlight Bei Onkel Adolf hätte man es damals auch 'wissen müssen', oder zumindest sollen, immerhin hat er ein ganzes Buch/Manifest über seine Ansichten und Pläne geschrieben. Das Volk ließ sich trotzdem blenden...
    • Wiedergabe 21.11.2019 15:40
      Highlight Highlight Come on, als Trump bei den rep. Vorwahlen behauptete, Ted Cruz' Vater habe mitgeholfen JFK zu ermorden oder als Trumps Wahlkampf nur aus Lügen und lock-her-up-Sprechchören bestand wusste man was für ein Unmensch er ist.
  • Tiny Rick 21.11.2019 13:06
    Highlight Highlight Der Unterschied zu Watergate ist der, dass es damals kein Fox News und social Media gab, welche nun perfekt zur Meinungsmanipulation und Propaganda eingesetzt werden.
    Aus diesem Grund glaube ich nicht dass dies seine Wählerbasis (Sektenjünglinge) beeindrucken/umstimmen wird.
  • MeineMeinung 21.11.2019 12:46
    Highlight Highlight Ernsthaft?!?!?!?!








    Ich dachte wir haben uns auf Stupid-Watergate geeinigt und nicht Watergate 2.0
  • adam gretener 21.11.2019 12:32
    Highlight Highlight Ich stelle mir vor, wie Trump und seine Anhänger reagieren werden, würde er tatsächlich abgesetzt, obwohl ich an die 2/3-Mehrheit im Senat nicht glaube. Zu schwach sind die Republikaner.

    Wahrscheinlicher ist es, dass er im November 2020 nicht wiedergewählt wird. Die Protestwähler, welche dachten, ach komm' wir versuchen's mal, sollten bis jetzt eigentlich mehr als ernüchtert sein. Aber eben, bin nicht Mike Shiva.

    • Kyle C. 21.11.2019 15:17
      Highlight Highlight Wenn er tatsächlich abgesetzt wird, geht die Show erst richtig los. Nicht nur weil Pence nun im gleichen untergehenden Boot sitzt. Sondern auch, weil nach seiner Absetzung die richtig grobe Sch….e an die Oberfläche kommen wird, die er und seine Kumpels in diesen 3 Jahren angestellt haben. Zumal er dann auch angeklagt werden kann...
  • Mutbürgerin 21.11.2019 12:28
    Highlight Highlight Ich versteh das ganze Theater nicht und warum das Trump schaden soll. Es ist doch nichts verwerfliches, dass man eine Gegenleistung für etwas bekommt. Zudem ist es doch toll, wenn sich ein Präsident dafür einsetzt, dass kriminelle US Bürger im Ausland ausspioniert werden. Als ob das für die Geheimdienste nicht daily business wäre. Klar versuchen die Medien nun aus dem Mücklein eine Sensation herbei zu schreiben. Eine Amtsenthebung ist aber in weiter Ferne.
    • Alpöhy 21.11.2019 14:08
      Highlight Highlight Liebe Mutbürgerin, auch für dich noch mal zum mitschreiben: Es ist "normal" wenn ein Präsident von einem anderen Land einen Gegenleistung für das "Wohl des eigenen Landes" verlangt. Es ist aber absolut nicht normal und sehr wohl verwerflich, wenn der Präsident von dem anderen Land eine Gegenleistung "für sich SELBER" verlangt.
      Denk mal darüber nach...
    • PVJ 21.11.2019 14:17
      Highlight Highlight @Mb, die Gegenleistung wäre eine Untersuchung zu Trumps persönlichem Vorteil gewesen, die er Kraft seines Amtes als Präsident verlangt hat. Sollte eigentlich nicht so schwierig nachzuvollziehen sein.
    • Wiedergabe 21.11.2019 14:22
      Highlight Highlight Also, etwas Nachhilfe:
      Hey Ukraine, ihr bekommt Hilfsgelder des Staates USA erst, wenn ihr die Forderungen der USA umsetzt -> voll ok
      Hey Ukraine, ihr bekommt Hilfsgelder des Staates USA erst, wenn ihr den PERSÖNLICHEN Wahlkampf von Donald Trump unterstützt -> nicht ok
      Oder wie fänden sie es, wenn Sommaruga verordnen würde, dass auf SF1 vor jeder Tagesschau 20min lang SP-Werbung laufen muss?
      Gibt aber eigentlich genügend wissenwerte Artikel dazu.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NumeIch 21.11.2019 12:24
    Highlight Highlight Für alle die einen harten Tag haben. Watch and laugh!

    Baby Donald am täubelen.

    Play Icon


    • Alpöhy 21.11.2019 14:08
      Highlight Highlight Trumpelstilzchen as its best!
    • MarGo 21.11.2019 14:11
      Highlight Highlight da kann der Herzkasper nicht weit sein... auch eine Art impeachment ;)
    • TWilli 21.11.2019 14:43
      Highlight Highlight "You have the cameras rolling". Haha was für ein Showman. Leider versteht Trump nicht, dass etwas nicht wahr ist nur weil er es sagt und es aufgenommen wurde.
  • Neemoo 21.11.2019 12:22
    Highlight Highlight Die Schlinge zieht sich zu, "Trump"!
    • P. Silie 21.11.2019 14:01
      Highlight Highlight Sie meinen er trumpt in eine Falle?
    • COLD AS ICE 21.11.2019 14:16
      Highlight Highlight @neemoo: nein tut sie nicht.......schau dir das hearing von gestern an. das war ganz anders als es hier kommentiert wird. sondland hat sich bis auf die knochen blamiert. der bisher wichtigste zeuge hatte nichts in der hand. sondland wurde richtig vorgeführt.
    • just sayin' 21.11.2019 15:02
      Highlight Highlight @COLD AS ICE

      jup.
      das hearing von sondland war beschämend gestern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gwaggli 21.11.2019 12:20
    Highlight Highlight Ich frage mich ob irgendwann ein kritischer Punkt kommt an dem Fox entscheidet, dass sich anti Trump besser verkauft als pro Trump.
    Es würde mich nicht überraschen, wenn so ein Ereignis entscheidend für das politische Vorgehen der Republikaner wäre. Was das über die Demokratie in den USA aussagen würde kann sich jeder selber zusammenreimen... obwohl die Republikaner gestern schon mit 2+2 Mühe hatten 🤔🤦‍♂️
    • _stefan 21.11.2019 15:37
      Highlight Highlight @Gwaggli: Das ist doch zu spät, Fox News kann den Kurs gar nicht mehr ändern. Die sind in einer Sackgasse. Es gab bei Fox News mal News und Meinungssendungen. Inzwischen verbleiben nur noch die Meinungsmacher, welche für Trump bis zum Ende alles tun werden.
      Angesehene Journalisten und Newsleute, wie Shepard Smith haben das Boot bereits verlassen. In diesem Sender ist kein Funken Wahrheit mehr übrig.
    • Gwaggli 21.11.2019 23:18
      Highlight Highlight Ich verlasse mich da auf den Raubtierkapitalismus von Fox. Dass Sie auf die Geschichte aufspringen, die sich am besten verkauft. Und so wie es aussieht könnte diese Geschichte irgendwann sein: Der Präsident hat seine Macht missbraucht und sein Stab hat es gewusst. Das ist evtl. irgendwann mehr Sensation als die "Verschwörung" der Dems 😉
  • imposselbee 21.11.2019 12:17
    Highlight Highlight Trump hat doch in dem ‚Panik-Modus’ Video die Ukraine auf versteckte aber doch eindringliche Art und Weise die Ukraine aufgefordert, alles zu vertuschen.
  • Sandro Lightwood 21.11.2019 12:12
    Highlight Highlight Spannend auch: Trump twitterte, er kenne diesen Sondland fast nicht und das sowieso alles gelogen ist. Zitiert dann aber dieses eine Telefonat mir Sonderland. Hab gemeint Sonderland sei nicht glaubwürdig? Na was den nun? 😂
    • Gwaggli 21.11.2019 12:55
      Highlight Highlight Bei einem Mann, der Mühe hat ganze Sätze zu formulieren die grammatikalisch Sinn machen: Ist es da nicht zu viel erwartet über mehrere Zeitpunkte konsistent zu sein? 🤣
    • Magnum44 21.11.2019 12:58
      Highlight Highlight Der gleiche Müll wie seit 2016 tagtäglich halt.
      Benutzer Bild
    • Sandro Lightwood 21.11.2019 13:41
      Highlight Highlight Hast recht. 😉
  • Dani S 21.11.2019 12:10
    Highlight Highlight Zwischen "Wackeln" und "Fallen" ist ein Riesenunterschied. Und bei den Neuwahlen spielt das eh keine Rolle, da starten alle (inklusive Trump) bei Null. Die hardcore-trumper wird das impeachment nicht erschüttern, sondern bestärken. Da ist längst noch nicht alles in trockenen Tüchern für die Dems, die zusätzlich weit und breit keine Galionsfigur haben, die die Trump-Lücke füllen könnte. Pelosi ist 79 und wird sich das kaum antun wollen.
    • MarGo 21.11.2019 14:19
      Highlight Highlight Pelosi hat keine Ambitionen auf die Kandidatur.
      aber ja, du hast recht mit der fehlenden Galionsfigur. Biden "wackelt" ja auch schon und ihm scheint nichts Neues einzufallen. Warren... tja... wäre schon gut, eckt aber m.M. zu stark an.
      Für mich könnte Yang noch kommen, wäre schön zu sehen... und Buttigieg (der Name ist so strange, dass er daran scheitern könnte) ist für mich klar der beste Kandidat (nicht zu links), hat aber leider noch wenig Erfahrung, ist als Karrieremann doch eher dem Establishment zuzuordnen und ist schwul, was in US ohnehin einen schweren Stand hat...
  • johe 21.11.2019 12:05
    Highlight Highlight «Sie verstanden sofort, was damit gemeint war. «Wir haben mit Mr. Giuliani kooperiert, weil der Präsident uns das befohlen hat», stellte Sondland klar.»

    Genau das hat Sondland doch nicht gesagt ? Habe mir die Hearings gestern angesehen, Sondland meinte sie haben dies nie als Befehl von Trump gesehen sonder als einen Hinweis seitens Trump dass Rudy für das Thema Ukraine zuständig ist.
    • johe 21.11.2019 15:04
      Highlight Highlight
      Play Icon


      Timecode 3:29:10

      Vielleicht verstehe ich das falsch aber er sagt doch es war kein Befehl sondern sie haben es so interpretiert ?
    • Philipp Löpfe 21.11.2019 18:45
      Highlight Highlight #johe: Wie bitte würdest du das übersetzen: «We did not want to work with Mr. Giuliani. Simply put, we were playing the hand we were dealt. We followed the President's orders.» Das letzte Mal als ich gechekt habe, lautete die deutsche Übersetzung von «order» Befehl. Okay?
    • johe 22.11.2019 00:12
      Highlight Highlight Jo passt, merci fürs Zitat
    Weitere Antworten anzeigen
  • wasps 21.11.2019 11:49
    Highlight Highlight Erstens ist den Hardcorewählern in den Swingstates die Wahrheit sowas von egal. Und zweitens massiert Trump seine Trumper mit Tweets und betreibt mit dem Impeachment aktiven Wahlkampf (von wegen Verzweiflung!). Und drittens hat Sondland Trump mit den Worten zitiiert, dieser wolle kein Quit pro Quo. Und das ist natürlich Weihnachten, Geburtstag und Verlobung in einem für Trump. Entsprechend schlachtet er diese Aussage aus. Unter Gejohle seiner Evertrumper in den Swingstates und natürlich von Fox News. Und die schauen ja nichts anderes als diesen Käsesender.
    • Amboss 21.11.2019 12:12
      Highlight Highlight Es ist doch ziemlich egal, was die Hardcorewähler machen. Ob nun in den Swingstates oder anderswo. Denn die wählen sowieso Trump, egal was passiert.

      Entscheidend sind doch eher die Wechselwähler, insbesondere in den Swingstates.

    • Sandro Lightwood 21.11.2019 12:20
      Highlight Highlight Yop, die Hardcore Trumpass-Lover wird niemand umdrehen können. Um die geht es aber auch nicht, weil mit Argumenten nichts zu machen ist.
    • Firefly 21.11.2019 13:07
      Highlight Highlight Naja, zum Glück ist ja die USA NOCH ein rechtsstaat.
    Weitere Antworten anzeigen

Die heimlichen Lobbyisten – wie (bis zu) 424 Ex-Parlamentarier im Bundeshaus weibeln

Über 400 Ex-Parlamentarier haben ungehinderten Zugang zum Bundeshaus. Wie viele Lobbying betreiben, weiss niemand. Müssen ehemalige Ratsmitglieder bald ihre Interessen offenlegen?

Zum Beispiel Regina Ammann. Die Juristin zählt zu den erfahrensten Lobbyisten im Bundeshaus. Sie verantwortete die politische Kommunikation der Grossbank Credit Suisse, war Leiterin «Bundeshausgeschäfte» bei Economiesuisse und ist nun Public-Affairs-Chefin des Agrochemiekonzerns Syngenta.

Für ihre Arbeitgeber versucht sie jeweils Parlamentarier davon zu überzeugen, sich für oder gegen eine Sache einzusetzen. Dasselbe macht Kathrin Amacker. Sie sitzt in der Konzernleitung bei den SBB und pflegt …

Artikel lesen
Link zum Artikel