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Ski-WM in Are, Slalom

1. Marcel Hirscher AUT
2. Michael Matt AUT +0,65
3. Marco Schwarz AUT +0,76

Die Schweizer:
5. Ramon Zenhäusern +0,96
14. Loic Meillard +1,94
29. Tanguy Nef +5,78
Out im 1. Lauf: Daniel Yule

epa07377315 Marcel Hirscher of Austria (R) celebrates with Peter Schroecksnadel, President of the Austrian Ski Federation, after winning the Men's Slalom race at the 2019 FIS Alpine Skiing World Championships in Are, Sweden, 17 February 2019.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Mit seinem 7. WM-Gold macht Hirscher auch ÖSV-Präsident Schröcksnadel happy. Bild: EPA

Hirscher führt Austria-Dreifach-Sieg an – Zenhäuserns Aufholjagd unbelohnt

Marcel Hirscher bescherte Österreich im letzten Rennen doch noch das ersehnte erste Gold der WM in Are. Zum dritten Mal nach 2013 und 2017 wurde er Slalom-Weltmeister – vor den Teamkollegen Michael Matt und Marco Schwarz.



Der Champion

Austria's Marcel Hirscher shows the gold and silver medals of the men's slalom and giant slalom, at the alpine ski World Championships in Are, Sweden, Sunday, Feb. 17, 2019. (AP Photo/Marco Trovati)

Bild: AP/AP

Marcel Hirscher hatte schon im ersten Lauf für klare Verhältnisse gesorgt. Im Riesenslalom vom Freitag war der mit einer Grippe angetretene Salzburger Zweiter geworden, doch im Slalom war gegen ihn nichts auszurichten. Hirscher konnte es sich gar leisten, in der Entscheidung nicht mehr das letzte Hemd zu riskieren.

«Ich bin einfach sehr dankbar. Als ich hier in Are ankam, war es nicht selbstverständlich, dass ich antreten kann. Aber mein Team hat alles gemacht, dass ich wieder auf die Beine komme. Wir haben das gemeinsam sehr gut hingekriegt.»

Marcel Hirscher ORF

Zwei Wochen vor seinem 30. Geburtstag liess Marcel Hirscher nichts anbrennen. Souverän hielt er seinen Vorsprung und carvte zum dritten WM-Titel im Slalom nach 2013 und 2017. Zusammen mit seinen Siegen in der Kombination (2015) und im Riesenslalom (2017) sowie seinen Erfolgen im Team-Wettbewerb (2015 und 2017) bringt es im Total sogar auf sieben Goldmedaillen an Weltmeisterschaften. Statistisch ist er nun der erfolgreichste Skirennfahrer überhaupt.

Der Dreifach-Sieg

Michael Matt of Austria, left, silver medal, Marcel Hirscher of Austria, center, gold medal, Marco Schwarz of Austria, right, bronze medal, celebrate during the medals ceremony after the second run of the men Slalom race at the 2019 FIS Alpine Skiing World Championships in Are, Sweden Sunday, February 17, 2019. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

Hinter Hirscher errangen Michael Matt und Marco Schwarz Silber und Bronze. Erstmals überhaupt an alpinen Weltmeisterschaften durften gleich drei Österreicher zur Siegerehrung der Medaillengewinner. Der französische Kombinations-Weltmeister Alexis Pinturault, der im ersten Durchgang als Einziger einigermassen mit dem entfesselten Hirscher mitgehalten hatte, musste danach kurz zu Boden. Dadurch fiel er auf Platz 4 zurück.

Der Medaillenspiegel

Bild

«Ende gut, alles gut. Hinter der Slowakei wären wir nicht gerne gewesen im Medaillenspiegel!»

Peter Schröcksnadel, ÖSV-Präsident ORF

Die Schweizer

Die Schweizer, die wohl noch nie ein so starkes Slalom-Team besassen wie heute, konnten ihre Qualitäten nicht wie erhofft umsetzen. Es hatte schon schlecht begonnen. Daniel Yule lag im ersten Lauf bei der letzten Zwischenzeit vor dem Ziel nur 28 Hundertstel hinter Hirscher, und dies auf einem «flachen Parcours, auf dem ich normalerweise gegen Hirscher keine Chance habe», wie der Unterwalliser bemerkte. Doch dann geriet Yule zu Beginn des abschliessenden Steilhangs in Rücklage und schied aus.

«Ich bleibe anständig, aber jeder weiss, was ich denke.» (Und auf Nachfrage des Reporters: «Es scheisst mich einfach richtig an!»)

Daniel Yule srf

epa07376722 Daniel Yule of Switzerland crashes during the first run of the men's Slalom race at the FIS Alpine Skiing World Championships in Are, Sweden, 17 February 2019.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Bild: EPA/EPA

Auch der Angriffsgeist von Ramon Zenhäusern wurde im ersten Lauf nicht belohnt. Der Oberwalliser, Vierter bei der letzten Zwischenzeit, kam – ebenfalls nach einem Fehler im Zielhang – praktisch zum Stillstand. Als Zwölfter bei Halbzeit, handelte er sich 2,32 Sekunden Rückstand ein. Im zweiten Lauf konnte sich der Olympia-Zweite aber um sieben Positionen verbessern. Und so viel fehlte am Ende gar nicht: Nur zwei Zehntel verlor Zenhäusern auf den drittplatzierten Schwarz.

«Man kann nicht sagen, dass ich ohne den Fehler eine Medaille geholt hätte. So kann man nicht rechnen. Mir war klar, dass nach dem Fehler eine Medaille nicht mehr möglich war. Die Fahrer vorne sind schliesslich keine Nasenbohrer».

Ramon Zenhäusern

Ramon Zenhaeusern of Switzerland in action during the first run of the men Slalom race at the 2019 FIS Alpine Skiing World Championships in Are, Sweden Sunday, February 17, 2019. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

Loïc Meillard, der Vierte des Riesenslaloms, war als Siebenter bester Schweizer zu Halbzeit, danach allerdings fiel der Unterwalliser auf Platz 14 zurück. Der Genfer Tanguy Nef war chancenlos und wurde 29. (ram/sda)

Das war der Liveticker:

Ticker: 17.02, Slalom der Männer

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ziasper 17.02.2019 16:50
    Highlight Highlight Trotz dem Dreifachsieg der Österreicher gewinnt die Schweiz den Medaillenspiegel. Ist doch toll.
  • Cosmopolitikus 17.02.2019 15:46
    Highlight Highlight Ich mags unseren östlichen Nachbarn gönnen, das tut der Austria Volksseele gut und spiegelt ihre grosse Ausgeglichenheit im Herren-Slalom wider. Sie mussten an dieser WM eh arg unten durch.
    Bravo aber auch an Ramon für die tolle, aber nicht belohnte, Aufholjagd.
  • Sherlock_Holmes 17.02.2019 15:44
    Highlight Highlight Was für Emotionen – nach Wendy Holdeners und Ramon Zenhäusers Pech und Aufholjagd der grosse Dreifachsieg der Österreicher.
    Respekt vor dieser Leistung und Gratulation zu diesem seltenen Exploit, dieses wirklich starken Teams.
  • maatze 17.02.2019 15:33
    Highlight Highlight Wieso tut das weh? Wie wärs mit Freuen für Österreich?
    • Illuminati 17.02.2019 15:50
      Highlight Highlight Weil Rivalitäten doch zum Sport gehören ;)
      Aber klar stark gemacht von Österreich. Anerkennung ja, Freude nein.
    • Peter R. 17.02.2019 17:21
      Highlight Highlight Ein Trauertag für die Schweiz - wenn die Oesterreicher alle drei Podestplätze besetzen.
      Leider haben unsere Schweizer alle praktisch an der gleichen Stelle im 1. Lauf versagt - sollten sich in Zukunft besser absprechen.
  • Marshawn 17.02.2019 12:39
    Highlight Highlight nur meillard darf träumen? Zenhäusern ist 25hunderstel hinter meillard und der war abgesehen von pinturault und yule der einzige der mit hirscher mithalten konnte. da gebe ich ramon fast noch die besseren chancen als meillard.
  • Der müde Joe 17.02.2019 08:40
    Highlight Highlight 1. Zenhäusern
    2. Hirscher
    3. Pinturault

    Nennt mich verrückt, aber geil wär‘s!😄

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