«Schöne Olgas» – die WM hat noch nicht begonnen, da ist die sexistischste Kolumne schon da
Das WM-Fieber ist ausgebrochen. Und das ist auch gut so. Doch bei manch einem scheint die Temperatur etwas gar hoch gestiegen zu sein. Anders ist folgender Text, der heute in der «Südostschweiz» erschienen ist und nur so vor Misogynie trieft, kaum zu erklären.
Bereits der Titel des Werkes lässt vermuten, dass wenig Pulitzer in ihm stecken wird.
Dies fragt nicht etwa der Praktikant, sondern der Ressortleiter Sport der «Südostschweiz». Es folgt der Lead:
Was mag da bloss kommen?

Die Antwort: Eine 446 Wörter umfassende Kolumne, in der sich der Sportreporter darüber beklagt, dass er in Russland noch keine schöne Frauen gesehen habe.
Also gut, nachfolgend ein paar Auszüge:
Besonders wenig zu sehen gebe es in Toljatti, in der Stadt, wo die Schweiz ihr Camp aufgeschlagen hat.
Deshalb gibt der Autor auch gleich Tipps an Schweizer WM-Touristen.
Danach meint der Journalist, dass es ja eigentlich durchaus schöne Russinnen gebe und zählt einige Topmodels und Tennisspielerinnen auf. Er gibt aber zu bedenken:
Zum Schluss der Kolumne zieht der Autor doch noch ein positives Fazit. Man müsse sich immerhin keine Sorgen machen, dass die Spieler zu fest abgelenkt seien.
Was wir jetzt hier ausgelassen haben, ist ein ganzer Abschnitt, in dem der Journalist Naomi Campbell nachtrauert. «Ein Hingucker». Vor dem Abflug nach Russland sei die «Traumfrau» vor ihm gestanden und er habe sie nicht erkannt, jammert er.
Da wissen wir jetzt grad gar nicht, was wir dazu sagen sollen. Wir sind einfach nur so:
