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«Unverantwortlicher Impftourismus»: 522 Ausserkantonale im Kanton Schwyz geimpft



Seit Impfbeginn haben sich im Kanton Schwyz bislang 522 Personen impfen lassen, die ausserhalb des Kantons wohnen. Verboten ist dies nicht, SVP-Kantonsräte bezeichnen dies aber in einer Kleinen Anfrage als «politisch unverantwortlichen Impftourismus».

«Sie sind frei, wo Sie sich impfen lassen. Der Tarifvertrag gilt in der ganzen Schweiz.»

Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Von diesen 522 ausserkantonalen Personen seien jene ausgenommen, die im Rahmen der mobilen Impfequipen in Pflegeheimen oder als Mitarbeitende versorgungsrelevanter Institutionen mit Restdosen geimpft worden seien, schreibt die Regierung in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf die Kleine Antwort.

Die SVP-Kantonsräte wollten von der Regierung auch wissen, was der Regierungsrat unternehme, um Impftourismus zu unterbinden. «Da die Impfdosen nach Anzahl der Bevölkerung an die Kantone verteilt werden, ist ein solcher Impftourismus politisch unverantwortlich», schreiben die Parlamentarier.

Verboten ist das ausserkantonale Impfen nicht. Dies hält das BAG auf seiner Internetseite fest: «Sie sind frei, wo Sie sich impfen lassen. Der Tarifvertrag gilt in der ganzen Schweiz. »

Die Schwyzer Regierung hält fest, dass im Kanton Schwyz die Registrierung für die Impfung über die vom Bund empfohlene Applikation erfolge. Dort sei es nicht möglich, Personen mit ausserkantonalem Wohnsitz nicht zu registrieren.

Der Kanton Schwyz aber habe bereits Anfang März auf diesen Umstand reagiert, indem er auf der Homepage einen Hinweis aufschaltete, dass sich ausserkantonale Personen an die zuständige Stelle ihres Wohnkantons wenden sollen. Unter anderem stelle ein Pop-Up-Fenster vor der eigentlichen Registrierung die Frage: «Sind Sie im Kanton Schwyz wohnhaft?» Eine Registrierung sei nur möglich, wenn diese Frage mit Ja beantwortet werde.

Zusätzlich findet laut Regierung anhand eines regelmässigen Datenexports aus der Registrierungsapplikation eine Überprüfung auf ausserkantonale Impfwillige statt. «Die Mitarbeiter der Impf-Infoline kontaktieren diese Personen anschliessend und löschen die entsprechenden Impftermine», schreibt die Regierung.

Bis am vergangenen Montag waren im Kanton Schwyz insgesamt 31'375 Impfdosen an die Bevölkerung verabreicht worden. 7.9 Prozent der Schwyzer Bevölkerung war bis dahin vollständig geimpft. (sda)

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