SVP
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SVP-Nationalrat Christoph Moergeli als Zuhoerer an einer Medienkonferenz der Universitaet Zuerich in Zuerich am Dienstag, 6. Mai 2014. Im Zuge der Affaere Moergeli ordnet die Universitaet Zuerich zwei Bereiche der medizinischen Fakultaet neu: Sie verbindet das Institut fuer Biomedizinische Ethik und den Lehrstuhl fuer Medizingeschichte zu einem Zentrum fuer Medical Humanities. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Christoph Mörgeli durfte schon länger im Bundeshaus ein und aus – Andreas Glarner hat ihm einen Badge verschafft. Bild: KEYSTONE

Mörgeli kriegt einen Job bei Köppel – Peilt er den Sprung zurück in den Nationalrat an?

Der abgewählte SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli wurde von «Weltwoche»-Chef Roger Köppel als wissenschaftlicher Mitarbeiter engagiert. Mörgeli erhält dafür ein Jahresgehalt von 33'000 Franken. Ist dies der erste Schritt auf dem Weg zurück in den Nationalrat?



Vor knapp einem Jahr hat ihn das Volk abgewählt, nun baut alt Nationalrat Christoph Mörgeli seinen Einfluss im Parlament mit einem neuen Mandat aus. Seit diesem Sommer arbeitet Mörgeli nämlich als wissenschaftlicher Berater für SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Chef Roger Köppel. Dies berichtet die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) in ihrer Ausgabe von heute Samstag. 

Mörgeli soll seinen Parteikollegen vor allem in den Themen unterstützen, die in der Aussenpolitischen Kommission (APK) behandelt werden. Dort ist Köppel Mitglied – Mörgeli war es jahrelang. 

Rund einen Tag pro Woche umfasse das Mandat Mörgelis, besonders intensiv sei die Zusammenarbeit in der Vorbereitung der Session, je nach Aktualität werde das Pensum aber flexibel angepasst, sagt Köppel gegenüber der NZZ. Mörgeli sei ein brillanter Stratege und journalistischer Autor und für ihn Coach, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Sparringpartner in einem.

Mörgeli baut Einflussbereich aus

Er sei intellektuell unbestechlich, ein kreativer Geist, ausgesprochen analytisch, und er kenne die Themen und Mechanismen der APK bestens, so Köppel weiter.

Kernthemen der Zusammenarbeit zwischen Köppel und Mörgeli seien der Rahmenvertrag, die vom Bundesrat angestrebte institutionelle Anbindung an Brüssel, aber zum Beispiel auch die Entwicklungspolitik, wie die NZZ ausführt. 

Mörgeli arbeite in einem 20-Prozent-Pensum für den «Weltwoche-Chef» und erhalte dafür ein Jahresgehalt von 33'000 Franken. Diese Summe erhält jedes Mitglied im Nationalrat, um personelle Unterstützung beizuziehen.

Mit dem neuen Mandat baue Mörgeli seinen Einflussbereich aus, so die NZZ. Programmchef der SVP Schweiz ist er bereits, für Köppels «Weltwoche» wendet er als redaktioneller Mitarbeiter laut dem Verleger und Chefredaktor ein 60-Prozent-Pensum auf. Für die Frage, ob der alt Nationalrat denn 2019 nochmals antreten werde, war Mörgeli laut der NZZ nicht zu erreichen. (az)

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