DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Amerikanischer Forscher ausgezeichnet: Wirtschafts-Nobelpreis geht an Richard H. Thaler

09.10.2017, 11:5109.10.2017, 13:34

Hinter wirtschaftlichen Entscheidungen steckt oft nicht nur reine Logik. Die Nobelpreis-Jury ehrt in diesem Jahr einen Forscher, der genau das untersucht.

Für seine Erforschung der Psychologie hinter wirtschaftlichen Entscheidungen bekommt der US-Wissenschaftler Richard H. Thaler den diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaft. Das gab die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm bekannt.

Thaler (72) lehrt an der Universität Chicago. Der Verhaltensökonom habe gezeigt, dass begrenzte Rationalität, soziale Präferenzen und ein Mangel an Selbstbeherrschung systematisch Entscheidungen und Marktergebnisse beeinflussten, hiess es in der Begründung.

Seit der ersten Preisvergabe 1969 hatte die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie vor allem US-Ökonomen mit der Auszeichnung bedacht. Im vergangenen Jahr wurden der Amerikaner Oliver Hart und der Finne Bengt Holmström, die beide in den USA lehren, für Forschungen zu Vertrags-Konstruktionen etwa von Top-Managern geehrt.

Die mit neun Millionen schwedischen Kronen (gut eine Millionen Franken) dotierte Auszeichnung geht - anders als die klassischen Nobelpreise - nicht auf das Testament des schwedischen Erfinders Alfred Nobel zurück. Die schwedische Reichsbank stiftete den Preis 1968 nachträglich, um bedeutende Ökonomen zu würdigen. Offiziell heisst er deshalb «Preis der schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften zum Andenken an Alfred Nobel».

In der vergangenen Woche waren in Stockholm und Oslo bereits die Träger der klassischen Nobelpreise für Literatur, Frieden, Medizin, Physik und Chemie verkündet worden. Letzter ging auch an einen Schweizer. Jacques Dubochet erhielt den Nobelpreis für die Entwicklung der Kryoelektronenmikroskopie, zusammen mit zwei Kollegen aus den USA und Grossbritannien. Für die Wirtschaft ging der Nobelpreis noch nie in die Schweiz.

Verliehen wird der Wirtschaftspreis gemeinsam mit ihnen am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter Nobel. (sda/dpa)

Auch eine Art Wissenschaft: Ein Food Snob, der über Food Snobs motzt

Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Corona-Variante Omikron: Forscher finden Erklärung für milde Verläufe
Warum erkranken mit der Omikron-Variante Infizierte meist weniger schwer als zuvor bei Delta? Ein Forscherteam aus Deutschland und Grossbritannien hat nun zum ersten Mal eine Erklärung dafür gefunden.

Omikron gilt nach bisherigem Wissenstand als deutlich ansteckender als die Delta-Variante . Das zeigt sich auch an den hohen Infektionszahlen in Deutschland. Aktuell haben sich mehr als 126'000 Menschen neu mit dem Virus infiziert (Stand 25. Januar 2022). Doch: Bei der Mehrheit verläuft die Infektion mild. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen sinkt stetig.

Zur Story