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Trotz Corona und Isolation an Partys gegangen – 21-Jährige wehrt sich gegen Vorwurf

Der Kanton Solothurn zeigte eine junge Frau an, weil sie während der angeordneten Isolation an Partys in Grenchen teilnahm. Nun wehrt sie sich per Anwalt. Sie sei vom Gesundheitsamt falsch informiert worden.



Des jeunes font la fete sur la piste de danse dans la discotheque le D! Club lors de la crise du Coronavirus (Covid-19) le jeudi 2 juillet 2020 a Lausanne. Seulement 300 personnes peuvent danser par salle dans la discotheque lors d'une soiree et les personnes doivent egalement etre inscrites sur le Swiss Pass Night. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Die Frau hatte an Partys teilgenommen, obwohl sie offiziell noch in Isolation war (Symbolbild). Bild: keystone

280 Personen wurden Anfang Juli vom kantonsärztlichen Dienst Solothunr in Quarantäne gesteckt. Dies nachdem sie am 27. Juni an zwei Partys in Grenchen womöglich in Kontakt mit einem Gast gekommen waren, der am Coronavirus erkrankt war und trotz Isolation in den Ausgang ging. Bei der Person handelt es sich um eine 21-jährige Frau aus Grenchen. Im Nachhinein meldete der Kanton eine Person, die sich im Zusammenhang mit den Veranstaltungen mit dem Virus ansteckte.

Den Vorwurf, sie hätte die Ansteckung zahlreicher Personen bewusst in Kauf genommen, weist die Frau und ihre Familie aber zurück, wie deren Anwalt Andreas Kummer mitteilt. «Die Berichterstattung über und die Reaktionen an meine Mandantin waren vernichtend», schreibt er. Die 21-Jährige nahm seinen Ausführungen zufolge zum Zeitpunkt der Partys an, nicht mehr ansteckend zu sein und will nun die Ereignisse richtigstellen.

Symptome für Angina gehalten

Sie habe am 16. Juni erste Symptome wahrgenommen, hielt diese aber zuerst für eine Angina. Am 22. Juni habe sie sich dann testen lassen, das Resultat sei positiv gewesen. «Die Arztpraxis gab als Zeitpunkt der ersten Symptome das Auftreten der Halsschmerzen am 21. Juni an», so der Anwalt.

Das Gesundheitsamt habe eine 10-tägige Quarantäne bis am 1. Juli verfügt. Die Frau habe sich «absolut kooperativ» verhalten und sei im steten Kontakt mit dem Gesundheitsamt gestanden. Am 24. Juni kam es zu einem Telefonanruf. Die 21-Jährige soll mit einer Mitarbeiterin des Contact Tracing telefoniert und diese informiert haben, dass sie keine Symptome mehr habe.

Dabei soll sie auch erwähnt haben, wann die Symptome zum ersten Mal auftraten. Die Mitarbeiterin soll ihr darauf geantwortet haben, dass laut BAG die Quarantänefrist 10 Tage nach Auftreten der ersten Symptome ablaufe, somit am 26. Juni 2020. «Meine Mandantin durfte deshalb annehmen, dass von ihr am 27. Juni keine Ansteckungsgefahr mehr ausgeht, ansonsten sie das Haus nicht verlassen hätte», schreibt der Anwalt weiter.

Nachdem die Grenchnerin letzte Woche vom Kanton angezeigt wurde, hat sie interveniert. Umgehend habe man beim Gesundheitsamt eine Untersuchung eingeleitet, welche noch in Gang sei, so der Anwalt.

Und was sagt der Kanton dazu?

Der Kantonsärztliche Dienst habe im Juni gegen die Person eine Isolation – bis und mit 1. Juli 2020 – angeordnet. «Diese Frist wurde nachweislich nicht eingehalten, worauf der Rechtsdienst des Departementes des Innern bei der Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige einreichte», schreibt Andrea Affolter, Medienbeauftragte des Regierungsrates, am Montagabend in einer Mitteilung. Verstösse gegen die angeordneten Quarantäne- und Isolationsmassnahmen können grundsätzlich in strafrechtlicher Hinsicht mit einer Busse bis zu 10'000 Franken bestraft werden.

Affolter bestätigt, dass der vom Anwalt geäusserte Vorwurf departementsintern überprüft werde. Weitere Auskünfte gibt es derzeit nicht. Dies da es sich sowohl bei der Strafanzeige als auch bei der internen Überprüfung um laufende Verfahren handle. (ldu/aargauerzeitung.ch)

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109Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • HugoBalls 15.07.2020 21:44
    Highlight Highlight Das Virus scheint auch gewisse Hirnregionen anzugreifen.
  • Erwin 14.07.2020 22:47
    Highlight Highlight Dieses Virus scheint mir immer mehr den Eindruck zu erwecken, dass es kein natürliches sein kann, natürliche Viren und alles andere ist vergänglich.
    Die Unsicherheit ist überall sehr gross, wie auch die Ratlosigkeit der Experten/Innen
  • Steibocktschingg 14.07.2020 19:44
    Highlight Highlight Ob nun falsch oder richtig informiert: Wenn man Rücksicht gelernt hat, bleibt man zwei Wochen zuhause und geht nicht um jeden Preis feiern. Auch eine Tatsache zu sein scheint es, dass sie wen angesteckt hat, womit sie definitiv schuld wäre. Aber eben, Partys mit schlechter Musik (sorry...) zu besuchen ist wohl wichtiger...
  • Ula 14.07.2020 15:06
    Highlight Highlight Nicht nachvollziehbar. Da hat man Corona und kann danach nicht schnell genug wieder auf die nächste Party. Quarantäne ist Quarantäne. Ausser in der CH gelten überall 14Tage Quarantäne. Wieso die Ansteckungsgefahr in der CH schneller vorbei sein soll, 10 Tage, ist nicht nachvollziehbar. Und wenn die Informationen nicht eindeutig gewesen sein sollten, könnte man von einer 21 jährigen erwarten, dass man nicht sofort schon wieder ein Risiko eingeht und noch einige Tage zuhause bleibt. Vielleicht einmal eine Intensivstation besuchen um den Ernst von Corona endlich zu verstehen!
  • T13 14.07.2020 14:22
    Highlight Highlight Einfach mal durchtelefonieren irgendwann wird einem ein Arzt/Experte schon das Attest geben welches man will.
    Klingt zumindest so.
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 14.07.2020 14:01
    Highlight Highlight Das Öffnen der Clubs war ein ziemlicher Schuss ins Knie. Selbstverantwortung ist eine Illusion. Das einzig Richtige wäre jetzt, die Clubs wieder zu schliessen.
  • Grohenloh 14.07.2020 13:15
    Highlight Highlight Die Arztpraxis gab als Datum der ersten Symptome den 21.6. an. Also ist der Fall klar: Quarantäne bis 1.7.

    Das ist etwas Ernsthaftes. Wie bei einem Arztzeugnis. Da kann nicht jeder Laie selber beschliessen, was gilt. Also bitte!
  • bbelser 14.07.2020 13:07
    Highlight Highlight Was lernen wir aus alledem?
    Wenn ich meine Quarantäne nicht einhalten will, telefoniere ich so lange herum, bis mir endlich eine überforderte oder fehlinformierte Contact-Tracing-Person sagt:"OK, du darfst jetzt wieder spielen gehen..."
    Selbst denken ist natürlich streng verboten.
    Oje, diese Schweizer Diktatur...
    • Hoffentlich 14.07.2020 14:47
      Highlight Highlight @bbelser: Ja an so was habe ich auch gedacht. Rumtelefonieren und nach jedem Telefon weiss man besser WIE man fragen muss, um die gewünschte Auskunft zu erhalten. An die hängt man dann seine eigene Interpretation "aha dann ..." an. Wenn die Auskunftsperson nun nicht NEIN brüllt, dass die Berge wackeln, fühlen sich solche Leute bestätigt. Habe ich x-Mal erlebt, als ich noch Telefon Auskünfte geben musste.
  • _andreas 14.07.2020 12:38
    Highlight Highlight dDie Verfügung lautet bis 1. juli(diese Verfügung kommt vom Kantonsarzt) was der Contact Tracer dazu als nicht Arzt sagt ist egal. Sie hat ihre Quarantänepflicht nicht eingehalten also soll sie auch gebüsst werden! Solche egoistischen Leute lernen es echt nur über den Geldsack...
  • PeteZahad 14.07.2020 12:27
    Highlight Highlight "Sie habe am 16. Juni erste Symptome wahrgenommen, hielt diese aber zuerst für eine Angina. Am 22. Juni habe sie sich dann testen lassen"

    Wie war das Mantra dass überall zu hören war? Bei Symptomen (ja, Halsschmerzen gehören auch dazu) kontaktieren Sie ihren Hausarzt.

    Eine ganze Woche zuwarten nachdem Symptome auftreten ist auch fahrlässig - war sie diese ganze Woche auch zuhause?
  • Bartli, grad am moscht holä.. 14.07.2020 12:15
    Highlight Highlight Warum kontaktierte sie nicht die arztpraxis? Also da wo sie getestet wurde.
    • RDC 14.07.2020 18:46
      Highlight Highlight Wozu, der Hausarztkann keine Kantonsärztliche Anordnung aufheben.
    • Bartli, grad am moscht holä.. 15.07.2020 09:44
      Highlight Highlight Das hätte der hausarzt ihr dann auch deutlich gesagt und sie hätte gewusst dass sie sich daran halten muss... 😉
  • MiaMiu 14.07.2020 12:14
    Highlight Highlight Auch wenn ich zwei oder sogar drei Wochen in Quarantäne war und keine Symptome mehr habe: Das erste ist doch nicht, dass ich in einen Club gehe? Ein gemütlicher Abend an der Aare mit zwei Freunden hätte es ja vielleicht auch erst einmal getan?
    • bbelser 14.07.2020 15:00
      Highlight Highlight An der Limmat bitteschön... 😉
  • _stefan 14.07.2020 11:57
    Highlight Highlight "Das Gesundheitsamt habe eine 10-tägige Quarantäne bis am 1. Juli verfügt. Die Frau habe sich «absolut kooperativ» verhalten ..."
    Das stimmt ja gar nicht. Es wurde eine Isolation angeordnet, das ist was anderes als eine Quarantäne!

    • sowhat 14.07.2020 14:25
      Highlight Highlight Na ja, eine Isolation ist ja trotzdem nicht Party machen. Auch wenn es nicht Quarantäne heisst. Es ist doch faktisch das gleiche.
  • SeboZh 14.07.2020 11:50
    Highlight Highlight Der Arzt gibt den 21.06 vor als Beginn der Isolation.... Dauer 10 Tage.

    Wie kommt man am 26.06 dazu zu meinen die 10 Tage sind jetzt rum.
    Und bevor man in den Ausgang geht, hätte man nochmals nachfragen können.

    Aber nein, die Dame trifft keine Schuld🙈🙊🙉 und dann noch vor Gericht. Empathie hält sich in Grenzen... dem Anwalt ists egal, Geld bekommt er ja sowieso....
  • Rethinking 14.07.2020 11:47
    Highlight Highlight Eine Busse muss sein. Sonst lernen es diese Ihnoranten nie...

    2 Wochen auf Party verzichten und ein wenig Solidarität zeigen ist nun wirklich machbar...
  • Lupe 14.07.2020 11:47
    Highlight Highlight Die Dame am Telephon ist keine Ärztin und deshalb auch nicht relevant !
  • dieBied 14.07.2020 11:41
    Highlight Highlight Ich will die Frau nicht in Schutz nehmen! Wieso man im Zweifelsfall unbedingt in einen Club gehen muss, verstehe ich nicht!
    Trotzdem erstaunen mich die widersprüchlichen Anweisungen nicht! Ich musste bisher 2x wegen Grippesymptomen die Infoline des BAG anrufen, da ich an einer Schule arbeite und alles richtig machen wollte. Beide Male wurde ich extremst unfreundlich behandelt und musste mich rechtfertigen, wieso ich überhaupt anrufe. Beim 2. Mal wurde ich sogar komplett falsch informiert, was gefährlich hätte werden können, hätte ich mich nicht 2 Tage darauf bei meiner Hausärztin abgesichert!
  • Peter R. 14.07.2020 11:39
    Highlight Highlight Die Dame ist noch dreist genug, sich aus der Situation herauszureden. An ihrer Stelle würde ich mich ruhig verhalten, denn mit ihrem "ausrufen" könnte noch einiges in Bewegung kommen (Strafanklage, Schadenersatz).
    • satyros 14.07.2020 15:28
      Highlight Highlight Das ist ja schon in Bewegung gekommen. Was soll sie jetzt machen? Mit dem Büsserhemd rumlaufen und alle Schweizerinnen und Schweizer persönlich um Verzeihung bitten?
  • nichtMc 14.07.2020 11:23
    Highlight Highlight Was hat sie vor dem 22. Juni gemacht? War sie da auch schon im Ausgang?
  • Hans Jürg 14.07.2020 11:22
    Highlight Highlight "Symptome für Angina gehalten"

    Also wenn ich Angina habe, werde ich bestimmt nicht an eine Party gehen. Denn - so meine ich - auch Angina ist ansteckend. Zwar nicht tödlich, aber sehr unangenehm.

    • SeboZh 14.07.2020 21:04
      Highlight Highlight Vorallem klingt eine Angina nur in 3-5 Tagen ab wenn man rechtzeitig Antibiotika nimmt... Hat sie denn solches bekommen? Oder Selbstdiagnose mit Hilfe von Dr. Google 🤷‍♂️
  • passiver Überströmer 14.07.2020 11:19
    Highlight Highlight Richtig eklig was hier in den Medien abgeht. Die junge Dame soll eine Strafe kriegen für das nichteinhalten einer Anweisung, wenn das nach unserem Recht möglich ist. Sie mit Foto an den Pranger zu stellen ist vormittelalterlich. Da ist eine richtige Hetzjagt im gange, nur Hasskommentare, was ist nur mit diesen Mitmenschen los. Man sollte die Medien anzeigen, welche solchen Hass befeuern.
    • Hans Jürg 14.07.2020 13:52
      Highlight Highlight Also hier ist kein Foto dieser jungen Frau zu sehen. Im Blick ist ein Bild mit schwarzem Balken zu sehen. Ob das aber wirklich diese junge Frau ist, kann ich nicht beurteilen.

      Was man aber weiss ist, dass diese junge Frau selber an die Öffentlichkeit gegangen ist, um ihr Tun zu erklären und die Schuld anderen zu geben.

      Also irgendwie ist sie ja schon selber schuld. Hätte ja nicht an die Öffentlichkeit gehen müssen. Niemand hat sie dazu gezwungen.
    • bbelser 14.07.2020 15:08
      Highlight Highlight Das einzige Bild in diesem Artikel hier ist ein Symbolbild ohne erkennbare Personen. Wo ist da der Pranger?
      In den Kommentaren hier wird Unmut über Unvernunft zum Ausdruck gebracht, Hasskommentare sehe ich keine, würden sowieso gelöscht vom Watson-Team.
      Deiner Anzeige steht hinwiederum nichts im Wege. Mach nur.
    • Grohenloh 14.07.2020 15:47
      Highlight Highlight Ich habe kein Photo gesehen. Würde aber gern!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zat 14.07.2020 11:02
    Highlight Highlight Ja ok, es ist blöd, wenn man (angeblich) widersprüchliche Infos erhält. Allerdings: Wenn ich widersprüchliche Infos erhalte, spreche ich das doch an, und lasse das abklären bzw kläre es selber nochmal ab. Und halte mich an die sicherere Variante, egal in welcher Situation. Nur schon die Erkenntnis, verschiedene Infos zu erhalten, zeigt doch wie delikat die Sache ist, dann klärt man das doch direkt ab, nur schon um alle Unsicherheiten zu beseitigen.
    • Hoffentlich 14.07.2020 14:58
      Highlight Highlight @zat: nee macht man nicht, wenn man widersprüchliche Auskünfte will, um dann die zu wählen, die einem passt. Die schriftliche "Antwort" sprich Verfügung war ja eindeutig. Wenn einem die Anordnung nicht passt, kann man ja einen Anwalt nehmen.
  • marchinon 14.07.2020 10:48
    Highlight Highlight Hauptsache, jemand anderes ist schuld und man kann die Verantwortung abschieben. Willkommen im Jahr 2020.
  • TrainDriver66 14.07.2020 10:46
    Highlight Highlight Wenn die Quarantäne nicht eingehalten wird, ist das versuchte schwere Körperverletzung, wenn nicht gar versuchter Totschlag.
    • Chloetira 14.07.2020 14:04
      Highlight Highlight Und wenn man trotz Grippe arbeiten geht auch oder? Im Gegensatz zu Corona wird solchen Leuten aber noch teilweise zugejubelt und man ist selber noch stolz darauf, wie hart im nehmen man ist. Auch das ist fahrlässig aber dort schreit kein Hahn nach einer Bestrafung. Krass, wie durch die Omnipräsenz in den Medien mit unterschiedlichen Ellen gemessen wird.
      Die junge Frau hat sicherlich nicht klug gehandelt aber Sie hatte die Symptome bereits früher und hatte zum Zeitpunkt des Fehltrittes keine mehr.
      Bestrafung meinetwegen aber die Hexenjagd hier ist sinnbildlich für unsere Kultur.
    • Hardy18 14.07.2020 22:23
      Highlight Highlight 🤦🏼‍♂️
  • Relativist 14.07.2020 10:44
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass hier auch zivilrechtliche Klagen von betroffenen Unternehmen in Betracht gezogen werden, deren Angestellte wegen dieser Frau arbeitsunfähig oder im HO waren. Ich würde dies auf jeden Fall durch unseren Anwalt überprüfen lassen.
    Und ja, es geht darum ein Exempel gegen Egoismus zu statuieren.
    • Chloetira 14.07.2020 14:06
      Highlight Highlight Ja zerstören wir doch einfach ein junges Leben wegen eines Fehltrittes. Unrecht mal Unrecht ergibt ja Recht.
    • Kanuli 14.07.2020 14:34
      Highlight Highlight Ja, und das Paar, welches ihre Hochzeit deswegen absagen musste. Teilschuld mindestens.
    • Relativist 15.07.2020 08:15
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Phrosch 14.07.2020 10:41
    Highlight Highlight Sie hatte Halsweh (erste Symptome) und wartet eine Woche, bis sie zum Arzt geht? In dieser Zeit ging sie wohl weiter ihrem Leben nach und steckte da schon andere an. Ich meine die fraglichen Symptome sind inzwischen genügend kommuniziert und alle wissen, dass man sich dann beim Arzt melden soll, sofort.
  • Malatesta 14.07.2020 10:40
    Highlight Highlight Bekomme ich von einer offiziellen Stelle zwei unterschiedliche Informationen, dann Frage ich nach und nehme nicht automatisch jene Information, welche mir mal eben dienlich ist, als Grundlage für mein Handeln.
    • Hardy18 15.07.2020 09:22
      Highlight Highlight Na sicher doch. Wenn eine wichtige Stelle zwei Empfehlungen ausspricht, nehme ich die, die für mich am besten ist.

      Wenn du vor Gericht stehst und der Richter fragt, Knast oder Freiheit? Nimmst lieber Knast, sicher ist sicher... 🤦🏼‍♂️
  • Unicron 14.07.2020 10:39
    Highlight Highlight Es ist natürlich unschön wenn sie wirklich sich widersprechende Informationen erhalten hat...
    Ich muss aber sagen dass es eine zweifelhafte Entscheidung ist einen Tag nach dem Ende einer verordneten Quarantäne schon wieder in einem vollen Club zu feiern.
    • bbelser 14.07.2020 15:10
      Highlight Highlight Sie ging 4 Tage vor dem verordneten Ende der Quarantäne. In einen Club.
      Kumulierte Unvernunft.
  • wilhelmsson 14.07.2020 10:38
    Highlight Highlight Sie liess sich erst nach 6 Tagen mit Halsschmerzen testen, weil sie es erst für eine Angina hielt!? Dass finde ich eigentlich noch schlimmer. Wann begreifen die Leute endlich, dass man aufgrund der Symptome nicht wissen kann, ob man Covid-19 hat. Vielleicht braucht es hier noch mehr Aufklärung. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein und es gibt kaum ein Ausschlusskriterium. Zudem muss es noch einfacher werden, um sich testen zu lassen.
    • sowhat 14.07.2020 14:33
      Highlight Highlight Wieviel einfacher soll es denn noch sein? Ich hab angerufen, dass ich ein Kratzen im Hals hab und dicke Nase. Ich wurde gefragt, wann ich kommen könne. Auf meine Antwort in ca 20 Min. hab ich den Termin sofort gekriegt, bin losgefahren und kam sofort dran.
    • wilhelmsson 15.07.2020 08:03
      Highlight Highlight Beim ersten Mal musste ich mehrere Telefonate führen, rund 24h auf den Termin für den Abstrich warten und habe eine Rechnung über 120 CHF bekommen, obwohl die Empfehlung des BAG eindeutig für Testen war. Beim zweiten Mal lief es schon besser, aber bei weitem nicht so wie bei dir. Von mehreren Freuden habe ich ebenfalls umständliche Abläufe mitbekommen. TTQI funktioniert nur, wenn sich möglichst viele mit auch nur kleinen Symptomen testen lassen und nicht nur solche, die sich aus Solidarität sowieso melden.
    • sowhat 15.07.2020 13:21
      Highlight Highlight Uii, dann liegts an der Region. Ein Kollege hat in einem anderen Spital ahgerufen. Ging genau so schnell.
  • Ed B 14.07.2020 10:30
    Highlight Highlight Wie heisst dieses Prinzip nochmal...? Ich glaub, Selbstverantwortung, oder?
  • Benjmi 14.07.2020 10:24
    Highlight Highlight Das hört sich an wie früher als Kind
    Kind: Mamaaa, darf ich noch raus?
    Mama: Nein, du bleibst heute zuhause.
    Kind: Papa, darf ich noch raus?
    Papa: ja, ok noch eine Stunde.
    ...
    Kind: Aber Papa hat gesagt ich darf...
    • Füürtüfäli 14.07.2020 12:15
      Highlight Highlight Benjmi
      So war es bei mir und meiner Schwester:

      Ich: Mamiiii, dörf ich nomal usä?
      Mami: Frög dä Papi.
      Ich: Papi, dörf ich nomal usä?
      Papa: Was hät s Mami gsei?
      Ich: ich söll dich frögä...
      Papi: gah zum Mami, sie söll entscheide.
      Ich: Papi hät gseit, du söllsch entscheide.
      Mami: oke, haus usä.


      Fand ich früher als Kind zwar nervig das ewige hin und her aber lieber so, als wenn sich die Eltern dann zoffen deswegen.
    • bbelser 14.07.2020 13:09
      Highlight Highlight Mit dem Unterschied, dass dieses quengelige Kind hier enorme wirtschaftliche Kosten verursacht hat. Und jetzt muss sich auch noch die Justiz damit rumschlagen... 🤨
  • 3l3m3nt4ry 14.07.2020 10:23
    Highlight Highlight Es lebe der Föderalismus, in welcher die eine Hand nicht weiss, was die andere macht und niemand weiss, wer das letzte Wort hat. Unabhängig davon hätte die werte Dame lieber die längere Frist abgewartet und nicht gleich als erste Handlung in den Ausgang gegangen....
    • PeteZahad 14.07.2020 12:31
      Highlight Highlight Ach komm, dass hat jetzt damit gar nichts zu tun!

      Also wenn der Bund die Quarantäne verhängen und das Contact Tracing ausüben würde könnte es nicht passieren, dass die Person vom Call center eine falsche Angabe/Aussage macht?

      Ich bin froh leben wir nicht in einem zentralistischen Staat wie FR oder IT. Ja, Föderalismus hat Nachteile aber die Vorteile überwiegen immer noch um Längen...
    • 3l3m3nt4ry 14.07.2020 14:32
      Highlight Highlight Natürlich hätte die Person vom Call Center eine falsche Angabe/Aussage machen können. Es geht mehr darum, dass Bund und Kanton anscheinend soweit voneinander entfernt sind, dass der Person vom Call Center anscheinend nicht klar war, dass die Aussage des Kantonsarztes jene ist, nach der die Betroffene hätte gehen sollen. Natürlich ist aus unserem Standpunkt nicht möglich zu sagen, was wirklich im Gespräch gesagt wurde und was nicht.
      Natürlich, FR oder IT sind schlechte Beispiele. Man könnte aber zum guten Beispiel werden, da der Föderalismus im Moment offensichtlich nicht die beste Lösung ist.
    • PeteZahad 15.07.2020 08:20
      Highlight Highlight 1/2
      Wenn die Kantone und Bund anscheinend schon so weit auseinander sind wie Sie sagen. Wer ist dann näher an der regionalen Bevölkerung? Am nähesten sind die Gemeinden. Der Föderalismus gibt auch diesen Befugnisse was der Zentralstaat eben nicht macht. Natürlich gibt es einzelne Themen bei denen man diskutieren kann und soll ob diese nicht besser übergeordnet und einheitlich geregelt werden sollen. Grundsätzlich ist es aber mE besser Dinge vor Ort individuell auf die regionalen Gegebenheiten abgestimmt zu regeln. In der Surselva gibt es andere Bedürfnisse als in Zürich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Crocodile Hundi 14.07.2020 10:21
    Highlight Highlight Wie würde Oli Kahn sagen:

    «Hirn, wir brauchen Hirn! Sie wissen schon was ich meine.»
    • Carry62 14.07.2020 11:24
      Highlight Highlight Sie wissen schon was ich meine?
      Die Meisten wissen es wohl nicht 😉
  • Victor Paulsen 14.07.2020 10:13
    Highlight Highlight Langsam wird die Situation in der Schweiz wirklich ein bisschen unübersichtlich, daher halte ich es für möglich, dass sie zwei verschiedene Anordnungen erhielt
    • Jein 14.07.2020 10:30
      Highlight Highlight Also wenn man eine offizielle Verfügung von einem Amt vorliegen hat und dann aufgrund einer verbalen Information einer Drittperson (Drittperson da ein Contact Tracer keine Befugnis hat die vom kantonalen Gesundheitsamt verfügte Anordnung zu ändern) diese nicht einhält ist man schon selber Schuld. Da die Contact Tracer ja im Dienste des Kantons stehen ist das aber schon problematisch wenn da widersprüchliche Informationen kommen und würde mich nicht überraschen wenn letztendlich die Strafanzeige fallen gelassen wird da die Beschuldigte zumindest nicht vorsätzlich die Massnahme missachtet hat...
    • SeboZh 14.07.2020 11:56
      Highlight Highlight War sie 10 Tage oder länger in Isolation? Und hat sie nach Abklingen der Symptome 48 std gewartet? Musste im März in Selbstisolation, da bekam ich vom Arzt eine 2-3 Seitige Anweisung was zu beachten und zu tun ist.... So schwer sollte dies nun nicht sein🤷‍♂️
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  • ch.vogel 14.07.2020 09:56
    Highlight Highlight Wichtigste Frage: War die Frau am 27. Juni schon wieder symptomfrei, als sie zur Party ging?
    Die 10 Tage Quarantäne ab dem Zeitpunkt der ersten Symptome machen ja als Minimum Sinn, aber soweit ich mich erinnere sollte die Quarantäne so oder so erst dann beendet werden, wenn die Symptome abgeklungen sind.
    Dass man nach Abklingen der Symptome immer noch ansteckend sein kann würde dem bisherigen Kenntnissstand doch eher widersprechen? (Sprich wäre neue Erkenntnis)
    • 3l3m3nt4ry 14.07.2020 10:21
      Highlight Highlight Zitat: "Am 24. Juni kam es zu einem Telefonanruf. Die 21-Jährige soll mit einer Mitarbeiterin des Contact Tracing telefoniert und diese informiert haben, dass sie keine Symptome mehr habe." Zitatende.
    • Metaler 14.07.2020 11:20
      Highlight Highlight Genau und eine neuer Test das man negativ ist würde ich auch verlangen. Gibt ja auch solche die länger als 10 Tage ansteckend sind. Nur mit negativem Test kann Quarantäne abgeschlossen werden.
    • Scaros_2 14.07.2020 11:21
      Highlight Highlight Und die frau ist arzt und konnte das beurteilen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trouble 14.07.2020 09:53
    Highlight Highlight Wie kann man Ausgang so unglaublich nötig haben, dass man keine fünf Tage länger warten kann?
    • Froggr 14.07.2020 10:21
      Highlight Highlight Ich kenne leider viele. Meine Theorie: Die kommen mit sich selbst nicht klar so lange und müssen um jeden Preis soziale Kontakte haben und feiern.
    • Der Buchstabe I 14.07.2020 10:21
      Highlight Highlight Indem man unglaublich egoistisch und ignorant ist. Erkennt man nun auch an ihrer Reaktion.
    • tinu77 14.07.2020 10:36
      Highlight Highlight Kann ich irgendwie noch nachvollziehen. Wenn Du 21 bist und 10 Tage zu hause eingesperrt warst, hast Du danach sicher ziemlich Lust wieder mal etwas raus zu gehen und Leute zu sehen.

      Dass Sie dann allerdings gleich an eine grössere Party ist natürlich auch nicht gerade die schlauste Idee...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Buchstabe I 14.07.2020 09:48
    Highlight Highlight "Das Gesundheitsamt habe eine 10-tägige Quarantäne bis am 1. Juli verfügt. Die Frau habe sich «absolut kooperativ» verhalten ..."

    "Die Mitarbeiterin soll ihr darauf geantwortet haben, dass laut BAG die Quarantänefrist 10 Tage nach Auftreten der ersten Symptome ablaufe, somit am 26. Juni 2020. «Meine Mandantin durfte deshalb annehmen, dass von ihr am 27. Juni keine Ansteckungsgefahr mehr ausgeht..."

    Wenn ich nicht davon ausgehe, noch ansteckend zu sein, warte ich trotzdem die ANGEORDNETE Quarantäne ab.

    Hat sie nicht und jetzt kann soe nicht mit den Konsequenzen ihrer Handlungen leben.
    • Qui-Gon 14.07.2020 10:06
      Highlight Highlight Eine CT-Mitarbeiterin kann sicher nicht am Telefon die verfügte Qurantäne abkürzen. Mal bisschen studieren.
    • Theo Rehtisch 14.07.2020 10:06
      Highlight Highlight Nein

      Wir wissen nicht, was im Gespräch zwischen Mitarbeiterin und der jungen Frau genau gesagt wurde.

      Problem: Geurteilt ist sehr schnell.
    • Hand-Solo 14.07.2020 10:22
      Highlight Highlight Wenn die BAG Mitarbeiterin ihr sagt, die Angeordnete 10 Tage Quarantäne ende am 26. Juni, dann hat sie die aber Abgesessen.
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Analyse

Warum Veganer so nerven

Wir lieben es, Veganer zu hassen. Wohl auch, weil wir spüren, dass sie recht haben.

Veganer. Die moralinsauren Spassbremsen, die nichts lieber tun, als in die Welt zu schreien, wie viel besser als alle anderen Menschen sie sind. Die sektenartigen Extremisten, die anderen Menschen vorschreiben wollen, was sie zu essen haben. Die wohlstandsverwahrlosten Wichtigtuer, die mit ihrem teuren Konsum-Lifestyle exhibitionistisch herumstolzieren.

Mit negativen Stereotypen über Veganerinnen und Veganer lassen sich Bücher füllen. Darum rollen die meisten von uns einfach mit den Augen …

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