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ORF-Chef Roland Weissmann tritt mit sofortiger Wirkung zurück

Nach Vorwürfen: ORF-Chef Weissmann tritt mit sofortiger Wirkung zurück

Der Intendant des Österreichischen Rundfunks (ORF), Roland Weissmann, tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Damit reagiere er auf einen Vorwurf sexueller Belästigung, teilte der ORF mit.
09.03.2026, 09:3109.03.2026, 10:08

Der 57-Jährige weise den Vorwurf zurück, so der Sender weiter. Der Stiftungsrat des ORF sei von einer Mitarbeiterin über unangemessenes Verhalten Weissmanns zu Beginn seiner Amtszeit als Intendant informiert worden, teilte Weissmanns Anwalt mit. Das Gremium habe seinem Mandanten daraufhin eine Frist von wenigen Tagen zum Rücktritt eingeräumt, «obwohl mein Mandant die Vorwürfe bestritten hat und eine inhaltliche Überprüfung der Vorwürfe nicht erfolgte», kritisierte der Anwalt.

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Roland Weissmann bestreitet die Vorwürfe der sexuellen Belästigung.Bild: www.imago-images.de

Schaden abwenden

Um Schaden vom Unternehmen abzuwenden, sei Weissmann mit sofortiger Wirkung zurückgetreten, hiess es von seinem Anwalt. Der Stiftungsrat dankte dem 57-Jährigen nach Angaben des Senders daraufhin für seine Verdienste und die 30-jährige Tätigkeit für den ORF.

Der Schritt trifft in den ORF in einer Phase besonderer Anspannung: Der Sender ist im Mai Gastgeber für den Eurovision Song Contest (ESC). Das grösste Musikevent der Welt ist regelmässig auch eine Bühne für den gastgebenden Sender.

Mitte der 1990er Jahre zum ORF gekommen

Weissmann wollte den ORF digitaler, jünger und gesellschaftlich vielfältiger machen. Unter seiner Leitung wurde das Online-Angebot für junge Zielgruppen ausgebaut. Der 57-Jährige wurde 2022 zum ORF-Intendanten gewählt.

Weissmann war Mitte der 1990er Jahre zum ORF gekommen und wurde schon bald mit leitenden Redaktionsposten betraut. 2012 wurde er Chefproducer der Fernsehsparte, 2017 auch stellvertretender Finanzchef. (dab/sda/dpa)

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