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Valerie Castile, die Mutter des erschossenen Philando, kämpfte für Gerechtigkeit.
Valerie Castile, die Mutter des erschossenen Philando, kämpfte für Gerechtigkeit.
Bild: CRAIG LASSIG/EPA/KEYSTONE

Familie von getötetem Philando Castile erhält drei Millionen US-Dollar

26.06.2017, 16:5926.06.2017, 22:31

Knapp ein Jahr nach den tödlichen Polizeischüssen auf den Afroamerikaner Philando Castile, haben sich die Angehörigen mit der Stadt St. Anthony auf eine Entschädigung geeinigt. Die Stadt im US-Bundesstaat Minnesota zahle der Familie knapp drei Millionen Dollar, hiess es am Montag.

Die aussergerichtliche Einigung wende einen Zivilprozess vor einem Bundesgericht ab, «der Jahre hätte dauern» können, hoben die Kommune und Castiles Familie in einer gemeinsamen Erklärung hervor. «Keine Geldsumme kann Philando jemals ersetzen», hiess es weiter. Die Entschädigung soll demnach in eine nach Castile benannte Stiftung fliessen.

Castiles Lebensgefährtin Diamond Reynolds hatte ihren sterbenden Freund gefilmt, die Aufnahme wurde live im Online-Netzwerk Facebook übertragen. Der gewaltsame Tod des 32-Jährigen Anfang Juli 2016 sorgte landesweit für Entsetzen. Die vierjährige Tochter von Reynolds sass während des Vorfalls auf dem Rücksitz.

Polizist entlassen

Nach Aussage von Reynolds war das Auto wegen eines kaputten Rücklichts angehalten worden. Castile habe dann dem Polizisten gesagt, dass er legal eine Waffe dabei habe. Als er seinen Waffenschein und die Fahrzeugpapiere herausholen wollte, habe der Polizist auf ihn geschossen.

Wochenlang demonstrierten Menschen in Minnesota. 
Wochenlang demonstrierten Menschen in Minnesota. 
Bild: AP/Star Tribune

Ein vergangene Woche veröffentlichtes Video aus dem Polizeiwagen zeigt, dass der Wortwechsel zwischen Castile und dem Polizisten Jeronimo Yanez weniger als eine Minute dauerte.

Die Stadtverwaltung von St. Anthony, einem Vorort von Minnesotas Hauptstadt St. Paul, hatte den Polizisten nach dem Vorfall entlassen. In einem Strafprozess wurde er vor anderthalb Wochen aber in allen Punkten freigesprochen. Dies löste heftige Proteste aus.

Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze haben in den vergangenen Jahren in den USA wiederholt für Empörung und Aufruhr gesorgt. Verurteilungen von Polizisten sind selten. (sda/afp)

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