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Neue Proteste gegen Bauprojekt von Trump-Schwiegersohn in Albanien

Neue Proteste gegen Bauprojekt von Trump-Schwiegersohn in Albanien

06.06.2026, 22:4806.06.2026, 22:48
Protesters take part in a rally in Tirana, Saturday, June 6, 2026, against the construction of a massive coastal development project linked to Jared Kushner and Ivanka Trump at Narta lagoon area, west ...
Auch in Tirana wurde erneut rege gegen Kushners Projekt protestiert.Bild: keystone

In einem Naturschutzgebiet an der albanischen Küste haben am Samstag erneut hunderte Menschen gegen Pläne für ein Luxus-Ferienresort protestiert. Das Projekt wird mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump in Verbindung gebracht.

Umweltschützer aus dem ganzen Land und Anrainer folgten einem Aufruf von Umweltschutzorganisationen und versammelten sich in der Lagune Vjosa-Narta rund 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tirana, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

«Dieses ganze Meeresgebiet ist Schutzgebiet. Es zu zerstören wäre verheerend für die Artenvielfalt», sagte die Finanzangestellte Emiljona Puja. Die Demonstrierenden versammelten sich an einem Strand, einige schwenkten die rote albanische Flagge, andere trugen aufblasbare Flamingos, das Symbol der Protestbewegung, und riefen «Streicht das Projekt».

Die Proteste gegen das Projekt, das mit Trumps Tochter Ivanka und ihrem Ehemann Jared Kushner in Verbindung steht und dessen Kosten auf rund vier Milliarden Euro geschätzt werden, nahmen zuletzt zu.

Jeden Abend Proteste

Seit rund einer Woche versammelten sich in Tirana jeden Abend tausende Menschen, um gegen die aus ihrer Sicht geplante Zerstörung ganzer Gebiete des Vjosa-Narta-Naturschutzgebiets und die Entwicklung eines Luxus-Ferienorts zu protestieren. Dem Plan zufolge ist die Umwandlung der unbewohnten Insel Sazan – einst eine geheime kommunistische Militärbasis – in einen glanzvollen Ferienort vorgesehen.

Die Lagune an der südlichen Adriaküste ist ein bedeutendes Rastgebiet für Zugvögel und Flamingos. «Dieses Gebiet ist einer der wichtigsten Orte für Artenvielfalt im Mittelmeerraum», sagte Denisa Kasa von der Albanischen Vereinigung zum Schutz der Umwelt (PPNEA).

Ministerpräsident Rama beruhigt

Albaniens Ministerpräsident Edi Rama hatte die Proteste am Freitag heruntergespielt und erklärt, es gebe «keinen Grund zur Besorgnis». Das Projekt sei noch nicht genehmigt. Zudem seien «die besten Experten» der Welt in die Planungen eingebunden. Es gehe darum, «etwas Einzigartiges zu schaffen».

Die albanische Regierung versucht seit langer Zeit, ihre Wirtschaft durch den Tourismus anzukurbeln. Die Familie von Trump hat weltweit vielfach in Luxusprojekte investiert. Kritiker werfen Kushner und seiner Frau vor, die Präsidentschaft von Donald Trump für eigene Geschäfte zu nutzen. (sda/apa/afp)

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11 Kommentare
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Pummelfee
07.06.2026 00:34registriert Mai 2020
Es sollte eigentlich keine Frage sein, ob man in einem ausgewiesenen Naturschutzgebiet bauen soll oder darf!!! Auch nicht für Millionäre, Milliardäre und ihre Bros. Dass die albanische Regierung auch nur darüber nachdenkt, sollte uns zu denken geben, inwieweit in dieser Regierung Korruption vorherrscht. Denn dass der Regierungschef auf irgendeine Art profitiert, zeigt seine Reaktion und das Schönreden.
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banda69
07.06.2026 00:10registriert Januar 2020
«Dieses Gebiet ist einer der wichtigsten Orte für Artenvielfalt im Mittelmeerraum»

Und die Rechtspopulisten wollen es zerstören.

Und ja. Rechtspopulisten schaden. Immer. ÜBerall. Nachhaltig.
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Dr. S. Cooper
06.06.2026 23:58registriert Dezember 2022
Wollen sie einen Ersatz für Epsteins Insel bauen?
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