Türkei
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Türkei bombardiert Kurden-Region Afrin in Syrien

20.02.18, 16:24 20.02.18, 17:22


FILE - In this Jan. 28, 2018 file photo, a plume of smoke rises from inside Syria, during Turkish forces bombardment, on the Kurdish-controlled enclave of Afrin, Syria, as seen from the border with Syria, in Kilis, Turkey. Nearly a month into Turkey's offensive in the Kurdish enclave of Afrin, hundreds of thousands of Syrians are hiding from bombs and airstrikes in caves and basements, trapped while Turkish troops and their allies are bogged down in fierce ground battles against formidable opponents. (Can Erok/DHA-Depo Photos via AP, File)

Der Kampf um Afrin spitzt sich zu. Bild: AP/DHA

Vor einem Monat ist die Türkei in die von Kurden kontrollierte Region Afrin im Norden Syriens einmarschiert. Jetzt kommen dort syrische Regierungskräfte den Kurden zu Hilfe. Droht eine Eskalation?

Nach der Entsendung syrischer Regierungskräfte in die von Kurden kontrollierte Region Afrin im Norden des Landes hat die Türkei das Gebiet nach syrischen Regierungsangaben bombardiert. Das meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Dienstag.

Im regierungsnahen TV-Sender Al-Mayadeen war eine Explosion zu sehen. Es habe sich um einen türkischen Angriff gehandelt, meldete der Sender.

Kurz zuvor waren erste syrische Regierungskräfte in Afrin eingerückt, wie die Kurdenmiliz YPG bestätigte. Ein Konvoi mit hunderten regierungstreuen Kämpfern habe am Nachmittag die von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) kontrollierte Region erreicht, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Die Einheiten sollten sich an der Verteidigung der Einheit Syriens und der Grenzen des Landes beteiligen. Die Kurden wollen so einen Angriff der Türkei stoppen.

Mehr als 5000 freigelassene Kindersoldaten

Video: srf

Türkische Truppen und syrische Verbündete hatten vor einem Monat eine Offensive auf Afrin begonnen. Das Gebiet wird von der YPG kontrolliert. Die Türkei sieht in der Miliz den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie. (sda/dpa/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • AfA 20.02.2018 18:46
    Highlight Halt Stand, freies Afrin!
    19 3 Melden
  • DocM 20.02.2018 18:20
    Highlight Ein NATO Mitglied greift mit NATO und EU Waffen ein anderes Land ausserhalb der Bündnisse an. Mal sehen, wie sich Putin verhält und wie die EU-Schuldgefühle bezüglich deren Waffeneinsatz sind.

    Doch unter dem Strich wird hier die Souveranität von Syrien mehr als verletzt, was dem anderen Diktator wieder Tür und Tor öffnet. Möge es das Stalingrad/b für den Herrn mit Schnauz werden, er hat genug geschlachtet (sein Kollege mit ab und zu Schnauz übrigens auch)
    17 2 Melden
  • Thurgauo 20.02.2018 17:30
    Highlight Ach ja stimmt, die Kurden sind die bösen, bösen Terroristen die bekämpft werden müssen. (Achtung Ironie)
    20 2 Melden
  • Oberon 20.02.2018 16:51
    Highlight Ich bin irgendwie immer noch überzeugt das Putin eine andere Agenda verfolgt. Vielleicht will er der Türkei doch noch eins auswischen.

    Leider der nächste Völkerrechtsbruch und nichts passiert.
    Auch kein Wort von den hunderten von Verhaftungen in der Türkei, wo sich Bürger kritisch bezüglich der "Invasion" geäussert haben.
    46 3 Melden
  • manhunt 20.02.2018 15:19
    Highlight dann bleibt zu hoffen, dass sich der diktator vom bosporus an afrin gehörig die finger verbrennt. was der französischen legion Điện Biên Phủ, den sovjets afghanisran, der wehrmacht stalingrad oder dem IS kobane war, könnte den türkischen streitkräften afrin werden.
    66 2 Melden
  • GeorgOrwell 1984 20.02.2018 13:58
    Highlight Die Geschichte wiederholt sich, und die Kurden werden wieder in Stich gelassen... Wo ist nun Europa mit Ihren "Werten"...
    124 9 Melden
    • manhunt 20.02.2018 16:07
      Highlight welche werte? meinst du die wertvollen panzer von krauss maffei oder die wertvollen sturmgewehre von heckler&koch, welche mutti so gerne an erdogan verkaufte? nicht? aha, du meinst menschenrechte und solidarität. die spielen leider keine rolle, wenns um europäische arbeitsplätze geht. momentan muss sich auch niemand politisch profilieren, darum sind die kurden allen scheissegal.
      65 2 Melden
    • rodolofo 20.02.2018 17:07
      Highlight Und wie sollte man der Europäischen Bevölkerung erklären, dass man jetzt auch eigene Soldaten in das unübersichtliche Gemetzel schickt?
      Ihr habt wohl vergessen, dass die Europäischen Länder Demokratien sind.
      Da geht so was nicht so einfach, und das ist ja eigentlich auch gut so!
      11 18 Melden
    • Tikvaw 20.02.2018 17:23
      Highlight Wer redet den von militärischem Eingreifen. Die EU hätte genügend Druckmittel um die Türkei zur Zurückhaltung zu bewegen.
      Leider hat aber auch die Türkei Druckmittel.
      Man sieht ja wie gewisse Leute schon bei ein paar hunderttausend Flüchtlingen die Krise bekommen.
      Oder anders gesagt: Damit die verwöhnten Europäer keine Flüchtlinge finanzieren müssen und einen tollen Wohlstand haben, akzeptiert man halt, dass Menschen an anderen Orten dafür abgeschlachtet oder ausgebeutet werden. Nichts neues.
      20 1 Melden
    • Ruffy 20.02.2018 17:23
      Highlight Europa hat diesen Krieg nicht angefangen...
      5 10 Melden
    • Firefly 20.02.2018 17:42
      Highlight "Wo ist nun Europa mit Ihren "Werten" Werte werden vor Ort gelebt und können nicht importiert werden. Im übrigen ist Europa momentan beschäftigt "seine" Werte gegen Fanatiker von Innen und Aussen zu verteidigen.
      5 9 Melden
    • _kokolorix 20.02.2018 18:43
      Highlight @rodolofo
      Das letzte was Syrien braucht ist noch eine aktive Kriegspartei. Die EU Soldaten wären hoffnungslos überfordert mit der asymetrischen Kriegsführung.Aber die EU Staaten haben nicht einmal deutliche Worte und Sanktionen ausgesprochen. Sie lassen sich von Erdogan und seiner Flüchtlingsdrohung erpressen und darum wird er immer dreister. Die Geschichte lehrt uns, dass solche Leute mit Samthandschuhen nicht zu bändigen sind. Hier wäre entschlossenrs Handeln angebracht. Aber auch Israel akzeptiert den Versuch die Kurden zu schlagen und den Konflikt weiter anzuheizen ohne Wiederrede
      14 1 Melden
    • _kokolorix 20.02.2018 21:00
      Highlight @Firefly
      Ich nehme mal an mit Fanatiker von Innen meinst du die Rechtsnationalisten und die Marktlibertären.
      An Werten kann ich in Europa nicht mehr viel ausmachen, eigentlich gibt es nur einen und der heisst Geld
      11 1 Melden
    • manhunt 21.02.2018 07:48
      Highlight @firefly: europa verdeidigt seine werte nicht. europa verkauft seine werte. mit jeden gewehr, mit jeder kugel, welche in ein krisengebiet geliefert werden. und die fadenscheinige begründung dafür sind die arbeitsplätze in der rüstungsindustrie. den gewinn teilen sich einige wenige, die kosten dieser kurzsichtigen politik trägt einmal mehr die allgemeinheit.
      4 0 Melden
    • manhunt 21.02.2018 07:57
      Highlight @firefly: welche europäischen werte meinst du denn überhaupt? die pressefreiheit, welche in osteuropa systematisch untergraben wird? die menschenrechte, welche mehr und mehr nur noch für uns europäer gelten sollen? die werte der solidarität, welche gerne in anspruch genommen, jedoch niemals gewährt wird? europas probleme sind nicht ein paar durchgeknallte islamisten, sondern die unendliche gier einzelner. und die dummheit der betrogenen, den als sündenbock zu sehen, welcher ihnen für die rolle präsentiert wird.
      4 0 Melden
  • rodolofo 20.02.2018 12:20
    Highlight Das kommt mir bekannt vor.
    Wurde nicht Aleppo monatelang belagert?
    Und konnten die von der Erdogan-Türkei unterstützten "Islamistischen Terroristen" (O-Ton Assad) zusammen mit den übrig gebliebenen, schwerst traumatisierten Zivilisten dann nicht abziehen in die Region bei Idlib?
    Gewechselt haben die Köpfe und die Namen der beteiligten Organisationen. Aber die Statements und die Methoden bleiben die Gleichen...
    Mir tun einfach die vielen Frauen und Kinder leid, und die friedliebenden Männer, die gezwungen werden, bei dieser grausamen Schlächterei mitzumachen.
    Hoffnungslose Scheisse!
    90 3 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 20.02.2018 13:47
      Highlight Oder Rakka... oder Mossul...
      28 1 Melden
  • ardan 20.02.2018 11:48
    Highlight Erdo schafft es immer wieder mich zum lachen zu bringen😂

    Ursprünglich wollte er Afrin in drei Stunden einnehmen... Tja daraus ist ein Monat geworden

    So wie Kobane das Stalingrad des IS wurde wird Afrin das Stalingrad der Türkei
    110 18 Melden
    • saukaibli 20.02.2018 13:33
      Highlight Da kann man nur hoffen. Und ich hoffe, Afrin wird für Erdogan enden, wie Stalingrad für Hitler endete.
      37 3 Melden
    • Liselote Meier 20.02.2018 16:05
      Highlight Naja, Erdogan schont seine eigenen Truppen noch. Das Gros der Bodentruppen sind alles FSA/Dschihadisten. Lässt sich auch besser Verkaufen wenn nicht massenweise Särge in die Türkei zurück kommen.




      31 0 Melden
    • Linus Luchs 20.02.2018 16:53
      Highlight ardan, angesichts der rund 36'000 Zivilisten, die in Afrin eingeschlossen sind, ist dein Lachen völlig daneben. Ein Artikel für dich:

      https://www.welt.de/newsticker/news1/article173757504/Streitkraefte-Lage-in-syrischen-Kampfgebieten-Ost-Ghuta-und-Afrin-verschaerft-sich-dramatisch.html
      22 2 Melden
    • Firefly 20.02.2018 17:38
      Highlight Und darüber lachst du wirklich?
      7 1 Melden
    • _kokolorix 20.02.2018 21:20
      Highlight @saukaibli
      Für Hitler persönlich hatte Stalingrad keine direkten Folgen. Für die etwa 1.5Mio Soldaten die dort starben und die fast ½Mio Bewohner der Stadt welche bis auf weniger als 10000 alle getötet oder vertrieben wurden schon.
      Genau so ist die Situation Afrin. Für Erdogan, Putin, Trump und Assad ändert sich bei Sieg oder Niederlage nichts. Für die Soldaten vor Ort und die Zivilbevölkerung ist es die Hölle auf Erden, mutwillig entfesselt von ein paar machtgeilen Anzugträgern und ihren dummen Anhängern
      16 1 Melden

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