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Auch im Winter und während der Pandemie gehen Menschen auf die Strasse, um gegen den «letzten Diktator Europas» zu protestieren (Bild: Minsk, 13. Dezember 2020).
Auch im Winter und während der Pandemie gehen Menschen auf die Strasse, um gegen den «letzten Diktator Europas» zu protestieren (Bild: Minsk, 13. Dezember 2020).Bild: keystone

Verhaftete St.Gallerin geht in Belarus in den Hungerstreik

Der schweizerisch-weissrussischen Doppelbürgerin Natallia Hersche wurden im Gefängnis in Minsk die Briefe verweigert. Deshalb trat sie in einen Hungerstreik.
22.01.2021, 21:36
Bruno Knellwolf / ch media

Am 7. Dezember ist die in St. Gallen lebende schweizerisch-weissrussische Doppelbürgerin Natallia Hersche von einem Gericht in Minsk zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sie war Mitte September von St. Gallen aus nach Weissrussland gereist, um an mehreren Demonstrationen gegen das Lukaschenko-Regime teilzunehmen.

Die schweizerisch-weissrussische Doppelbürgerin Natallia Hersche kurz vor ihrer Verhaftung in Minsk.
Die schweizerisch-weissrussische Doppelbürgerin Natallia Hersche kurz vor ihrer Verhaftung in Minsk.

Am 19. September wurde Hersche in der weissrussischen Hauptstadt an der grossen Frauendemonstration verhaftet. Weil sie bei der Verhaftung einem Polizisten die Sturmhaube vom Kopf gezogen hatte, wurde sie zur langen Haftstrafe verurteilt.

Hersche wurden die Briefe verweigert

Nun berichtet Oleg Prastakov vom weissrussisch-schweizerischen Verein Razam, dass Hersche am letzten Montag in einen Hungerstreik getreten sei, weil ihr die ins Gefängnis geschickten Briefe nicht mehr ausgeliefert wurden. Inzwischen habe die zweifache Mutter den Hungerstreik beendet, weil ihre Forderungen erfüllt worden seien.

Gemäss der gleichen Quelle ist ein Telegram-Administrator schon seit 39 Tagen im Hungerstreik. Der Mann sitzt schon seit Mitte Juni als politischer Gefangener in einem weissrussischen Gefängnis. (aargauerzeitung.ch)

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Belarus neue Proteste 13. September

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Belarus neue Proteste 13. September
quelle: keystone
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Gewalt gegen Protester in Belarus

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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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G. Nötzli
23.01.2021 10:11registriert Juni 2015
Das EDA solll sich den Finger aus dem A... nehmen und Druck auf das korrupte Regiem machen!

Lukaschenko wurde schon viel zu lange toleriert
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6
Warum Lukaschenkos Belarus im Krieg für Wladimir Putin ein so wichtiger Verbündeter ist
Belarus steht im Ukraine-Krieg eng an der Seite des Kremls. Zwar scheut Lukaschenko bislang die Entsendung eigener Truppen in das Land, doch Putin hat seine eigenen Pläne für den Diktator.

«Wir unterstützen das brüderliche Russland und werden dies auch weiterhin tun» – falls jemand noch Zweifel hatte, wo Belarus im Ukraine-Krieg steht, wurde er gerade von Alexander Lukaschenko aufgeklärt. Ausgerechnet am nationalen Unabhängigkeitstag am 3. Juli bekräftigte der belarussische Diktator seine Loyalität gegenüber Wladimir Putin, sprach sogar von einer «vereinten Armee» mit Russland. Eine öffentliche Unterwerfung.

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