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Zug bei Mailand entgleist: Drei Tote, dutzende Verletzte



Bei der Entgleisung eines Pendlerzugs in der Nähe von Mailand sind drei Menschen ums Leben gekommen. Laut einer vorläufigen Bilanz der Rettungskräfte wurden zehn Personen schwer verletzt, weitere 90 wurden ebenfalls in Mailänder Spitälern behandelt.

An Bord des von Cremona abgefahrenen Zugs befanden sich rund 350 Personen, teilten die Rettungsmannschaften mit. Im dritten Waggon wurde die höchste Anzahl an Verletzten gemeldet. Zwei Waggons waren in einem 90-Grad-Winkel verkeilt. Stunden nach dem Unglück suchten Rettungskräfte die Wagen weiter nach möglicherweise eingeschlossenen Passagieren ab.

Die Auslöser des Unglücks waren noch unklar. Die Ermittler befragten den Lokführer. «Er hat uns wichtige Informationen geliefert, doch bis jetzt können wir noch keine klaren Angaben über die Ursachen des Unfalls geben», sagte die Mailänder Staatsanwältin Tiziana Siciliano.

Es handelt sich um das schwerste Zugunglück in Italien seit Juli 2016. Damals waren bei dem Zusammenstoss zweier Passagierzüge in der süditalienischen Region Apulien 23 Menschen ums Leben gekommen. Auch damals handelte es sich um zwei regionale Züge. (sda/apa)

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