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Will auch in der Conference League jubeln: Basels Knipser Arthur Cabral.
Will auch in der Conference League jubeln: Basels Knipser Arthur Cabral.
Bild: keystone

Finanzen, Fernreisen und Fernsehrechte – das FAQ zum FC Basel in der Conference League

Die neu gegründete Conference League ist der dritte europäische Wettbewerb. Was er bietet, wer Favorit ist und was dem FC Basel als einzigem Schweizer Vertreter zuzutrauen ist.
16.09.2021, 08:03
Céline Feller, simon Leser / CH Media

Mit dem Auswärtsspiel in Baku gegen Qarabag FK startet für den FC Basel die Reise in einen neuen Wettbewerb: die Conference League. Erstmals wird diese in dieser Saison durchgeführt.

Wieso wurde die Conference League gegründet?

Man könnte gemein sein und sagen: Weil noch mehr Spiele der UEFA noch mehr Geld bescheren. Das ist mit Sicherheit ein Faktor. Ein weiterer Grund: Der Zugang zum europäischen Wettbewerb wird noch mehr Teams als bis anhin ermöglicht.

Welche Bedeutung hat der Wettbewerb für den FC Basel?

Existenzielle. Da der FCB ein prognostiziertes Defizit von 28 Millionen Franken in diesem Jahr wird decken müssen, braucht er die UEFA-Gelder.

Wie viel Geld kann man in der Conference League erspielen?

Nicht so wenig, wie viele denken. Insgesamt werden 235 Millionen Euro ausgeschüttet (in der Europa League sind es 465 Millionen). Als Startgage bekommt jedes Team 2,94 Millionen Euro, pro Sieg in der Gruppenphase gibt es 500'000 Euro, für ein Remis 166'000 Euro. Der Gruppensieger kriegt 650'000 Euro, der Zweite 325'000 Euro. Danach gibt es für das Erreichen jeder weiteren Runde weitere Summen, beispielsweise eine Million für einen Viertelfinal-Einzug.

Gegen wen spielt der FC Basel, und was liegt drin?

Die Mannschaft von Patrick Rahmen trifft in der Gruppe H auf Qarabag FK (Aserbaidschan), Kairat Almaty (Kasachstan) und Omonia Nikosia (Zypern). Die Gruppe zeichnet sich durch weite Reisen und unattraktive Gegner aus.

Weil der Marktwert des FCB als mindestens dreimal so gross wie jener seiner Gruppengegner eingeschätzt wird, muss das Ziel der Gruppensieg sein. Gegner Qarabag bringt neben dem FCB die grösste internationale Erfahrung mit. Für den aserbaidschanischen Vizemeister steht die achte Teilnahme hintereinander an einem europäischen Wettbewerb an. Kairat Almaty ist weitestgehend unbekannt, da sich der Klub noch nie für die Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs qualifiziert hat. Omonia Nikosia überstand im vergangenen Jahr die Qualifikation zur Europa League, wurde aber Gruppenletzter.

Wie ist der Modus?

Es gibt acht Vierergruppen, in denen sich jeweils der Erste direkt für die Achtelfinals qualifiziert. Die Gruppenzweiten spielen in Playoffs mit den Gruppendritten der Europa League um die restlichen Plätze in der Runde der letzten 16. Der Sieger des Finals vom 25. Mai 2022 in Tirana hat einen fixen Startplatz für die Gruppenphase der Europa League in der Folgesaison.

Wer sind die Favoriten?

Die Mannschaften mit dem höchsten UEFA-Klubkoeffizienten sind Tottenham Hotspur, die AS Rom und der FC Basel. Auch Feyenoord Rotterdam, Union Berlin, Stade Rennes, Slavia Prag und AZ Alkmaar gehören zum erweiterten Kreis der Favoriten. Dazu kommen je nach Ausgang starke Gruppendritte aus der Europa League.

Wo kann der FC Basel verfolgt werden?

Die Spiele sind je nach Spieltag entweder kostenpflichtig auf Blue oder gebührenfrei auf 3+ oder TV24 zu sehen. Das Spiel gegen Qarabag wird auf Blue übertragen, das erste Heimspiel gegen Almaty auf TV24.

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