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Lausanne-Fans machen ihr 18-jähriges Talent fertig – der Grund ist lächerlich



An Lächerlichkeit kaum zu überbieten waren gewisse Fans des HC Lausanne gestern Abend mit einem Banner, welches uns nur den Kopf schütteln lässt. Bei der Partie gegen den EV Zug (1:0) war ein Transparent mit folgender Aufschrift zu lesen: «Simic déclaration catastrophique pour une idole merdique!» Auf Deutsch übersetzt heisst das so viel wie «Simic: Katastrophales Statement für ein beschissenes Idol».

«Ich wollte schon immer mal mit Julien Sprunger spielen.»

Hätte Simic nie sagen dürfen. Zumindest wenn es nach einigen Lausanne-Fans geht.

Das Banner bezieht sich auf den erst 18-jährigen Axel Simic, der in dieser Saison bislang 13 Spiele für Lausanne absolviert hat. Grund des Anstosses ist ein Interview mit «La Gruyère», bei dem Simic sagt, dass er schon immer davon geträumt habe, einmal mit Julien Sprunger zusammen zu spielen. 

Wird Axel Simic ein harmloses Interview zum Verhängnis?

Ebendieser Julien Sprunger spielt bei Lausannes Rivalen Fribourg – ihn als Vorbild zu erwähnen, war offensichtlich zu viel für einige Anhänger vom Lausanne HC. Hier Simics Antwort auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, einmal zu Fribourg (wo er in der Jugend spielte) zurückzukehren:

«Man weiss nie, wie die Zukunft aussieht, also sage ich nicht Nein. In jedem Fall wäre es herzerwärmend, kontaktiert zu werden. Ausserdem wollte ich schon immer mal mit Julien Sprunger spielen. Als er sich von einer Verletzung erholte, kam Julien mit uns zum Training (bei den Moskitos von Fribourg). In diesem Moment hat er mich wirklich beeindruckt. Ich fand seine Haltung sehr bescheiden und cool. In meinen Augen war er ein echter Star.»

Dass einem als Fan nicht das Herz aufgeht, wenn ein eigener Spieler von einer polarisierenden Identifikationsfigur des Rivalen schwärmt, ist verständlich. Dass einzelne Anhänger einen 18-jährigen Spieler deswegen mit einem Banner angreifen, ist aber vor allem lächerlich und peinlich für den ganzen Verein. (zap)

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Dinge, die Hockey-Fans niemals sagen würden

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