US-Wahlen
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Joe Biden stellt sich erstmals den Wählern – ob das gut geht? 5 Erkenntnisse

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich am Donnerstag auf dem Nachrichtensender CNN erstmals in der heissen Wahlkampf-Phase den Fragen von Wählerinnen und Wählern gestellt. Fünf Schlussfolgerungen aus dem 75 Minuten langen Auftritt in der Nähe von Scranton (Pennsylvania).

Renzo Ruf aus Washington / ch media



Die Ausgangslage war speziell: Das Bürgerforum («Town Hall Meeting»), das der Nachrichtensender CNN am Donnerstag mit Joe Biden veranstaltete, fand draussen statt – in einem Baseball-Stadion in der Nähe von Scranton (Pennsylvania). Die meisten der rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörer sassen in ihren Autos, auf Distanz zur Bühne, auf der Biden die Fragen des Publikums beantwortete.

Audience members watch from their cars as Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden, seen on a monitor, speaks during a CNN town hall in Moosic, Pa., Thursday, Sept. 17, 2020. (AP Photo/Carolyn Kaster)
Joe Biden

Zuschauer verfolgen den TV-Auftritt von Biden aus ihren Autos. Bild: keystone

Biden gibt den Populisten

Vielleicht war es die familiäre Kulisse (Biden verbrachte die ersten zehn Jahre seines Leben in Scranton), vielleicht hat sich der Demokrat die Ratschläge seiner Parteifreunde zu Herzen genommen: Am Donnerstag klang Joe Biden wie ein Wirtschaftspopulist, ein Kämpfer für die Mittelklasse und die Arbeiterschaft. Trump hingegen interessiere sich nur für die Wall Street, als seien die Börsenkurse das Wichtigste dieser Welt, sagte Biden. Er sehe diesen Wahlkampf deshalb als einen Kontrast zwischen Scranton, seinem Geburtsort, und der Park Avenue, der Nobel-Adresse in New York City, an der sich auch ein Trump-Gebäude befindet.

Biden ist sattelfest – geht aber nicht auf Details ein

Ja, Biden ist 77 Jahre alt und er verhaspelt sich ab und zu, oder er verliert den Faden. Aber wenn er über den Kampf gegen das Coronavirus oder seine umweltpolitischen Pläne spricht, dann wirkt er wie ein Politiker, der weiss, über was er spricht. Das mag vielleicht altmodisch klingen, ist aber doch ein ins Auge springender Gegensatz zum amtierenden Präsidenten – der notabene behauptet, dass Biden seine Antworten ständig von einem Blatt oder einem Tele-Prompter ablese. Auffällig war allerdings auch, dass Biden es vermied, seine Pläne in allen Details darzulegen: Er sagte jeweils, man könne dies online nachlesen, als wolle er das Publikum nicht langweilen. Das ist Wasser auf die Mühlen des politischen Gegners, der behauptet, Biden habe keine Ahnung, für was er eigentlich einstehe.

Biden hat Temperament

Trump mag seinen Gegner als «Sleepy Joe» beschimpfen, so wie der Präsident dies am Donnerstag während eines Wahlkampfauftrittes im Bundesstaat Wisconsin tat. Biden bewies aber gleichentags, dass er sich nicht im Tiefschlaf befindet. Und dass er Gefühle zeigen kann. Als er über seinen an Krebs verstorbenen Sohn Beau sprach, weinte er. Und als er darüber sprach, wie TV-Kommentatoren auf ihn herabschauten, weil er kein Diplom einer Elite-Universität («Ivy League University») besitze, wirkte er ehrlich empört. «Wer zur Hölle glaubt, dass man ein Ivy-League-Abschluss benötigt, um Präsident zu sein», donnerte er dann – zur Freude der rund 100 Menschen im Publikum. (Der letzte Präsident ohne Abschluss einer Elite-Universität war Ronald Reagan in den Achtzigerjahren.) Dass der CNN-Moderator Anderson Cooper einen Abschluss der Yale University besitzt, einer der besten Hochschulen Amerikas, war dabei bloss das Tüpfchen auf dem i.

Biden spricht die Trump-Gegner direkt an

Biden sagte (einmal mehr), sein oberstes Ziel als Präsident sei es, das Land zu versöhnen – ein Land, das nach vier Jahren Donald Trump im Weissen Haus tief gespalten ist. Er sagte: Er kandidiere zwar als Demokrat, wolle aber Präsident «der gesamten Nation» sei. In seiner Karriere als Politiker, zuerst als Senator (1973 bis 2009), dann als Vize von Präsident Barack Obama (2009 bis 2017) habe er gelernt, Demokraten und Republikaner zusammenzubringen. «Ich bin recht gut darin», sagte Biden.

Biden profitiert von pfleglichen Journalisten-Fragen

Es stimmt: Biden befindet sich in einer besseren Lage als sein Kontrahent Donald Trump, weil er sich nicht für aktuelle Fehler der Regierung in der Coronakrise verteidigen muss. Das rechtfertigt aber nicht, dass er von Journalisten pflegeleicht angefasst wird. Biden ist ein Berufspolitiker, im Geschäft seit 50 Jahren, und in seiner langen Karriere hat er ausreichend Material für kritische Fragen geliefert: Fragen über seine Positionsbezüge, Fragen über seine Gesundheit, Fragen über seine Berater. Leider unterliess es CNN-Moderator Anderson Cooper, der hartnäckig nachfragen kann, wenn er will, Biden am Donnerstag regelmässig in die Zange zu nehmen. Davon profitierte der Demokrat; spätestens, wenn er an der ersten TV-Debatte der beiden Präsidentschaftskandidaten in weniger als zwei Wochen sich den Fragen von Chris Wallace (Fox News Channel) stellen muss, wird diese Schonphase aber vorbei sein.

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53
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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Emil Eugster 18.09.2020 13:23
    Highlight Highlight "… ob das gut geht?"
    Was soll das?
    Schon voll und ganz im Trump-Fox News-Narrativ gefangen?
    • Basti Spiesser 18.09.2020 16:24
      Highlight Highlight Oder langsam in der Realität angekommen?
  • Auric 18.09.2020 12:53
    Highlight Highlight Gott sei Dank, die Welt ist gerettet, der Klimawandel beendet wir werden alle wieder Arbeit haben und die Lockdowns werden am 4. November aufgehoben.

    Jetzt müssen wir nur noch Biden wählen, irgend welche US Bürger anwesenden?
    • Emil Eugster 18.09.2020 17:16
      Highlight Highlight "Gott sei Dank, die Welt ist gerettet, der Klimawandel beendet wir werden alle wieder Arbeit haben und die Lockdowns werden am 4. November aufgehoben."
      Ist das, was Trump verspricht.
      Was sie damit erreichen wollen, indem sie der Presse/ Biden/Demokraten diese Aussagen unterstellen weiss ich nicht.
      Wenn sie diese Aussagen lächerlich finden, was aus ihre Subtext zu erkennen ist, dann frage ich mich schon, weshalb sie sich über Biden zynisch äussern und nicht über Trump.
      Projektion, wie bei ihrem Vorbild?
  • Dirk Leinher 18.09.2020 12:35
    Highlight Highlight Wenn Biden wirklich die Ursünde Amerikas und den Rassismus angehen will, dann frage ich mich weshalb genau das die 8 Jahre unter Obama der selbst POC ist nie wirklich getan wurde. Bei Biden ist es noch schlimmer denn dieser ist bereits seit über 30 Jahren in der Politik und hätte da wohl genug Gelegenheit gehabt, etwas betreffend Rassismus und der Ursünde (Völkermord gegen die Indianer) zu tun. Leider ist sein Interesse an diesen Themen nur wahlkampftaktisch zu verstehen.
    • Auric 18.09.2020 13:08
      Highlight Highlight Die Reps haben die Sklaverei beendet, gegen den Willen der Dems

      Der KKK wurde von Dems gegründet.
    • swisskiss 18.09.2020 13:44
      Highlight Highlight Dirk Leinher: Wenn ich US Bürger wäre und wählen könnte, wäre mir ein Präsident lieber der gar nichts macht gegen den Rassismus, als ein Präsident wie Trump, der Schulprogramme, die die Geschichte der USA und der Sklaverei thematisieren, vebieten will, weil diese "unpatriotische linke Propaganda" sind.

      Nein wirklich. Das ist Realsatire! Es reicht wenn ein Desinteressierter an die Macht kommt, statt ein ausgewiesener Rassist an der Macht bleibt. Besser gehts immer, doch nach Trump kaum noch schlechter.
    • sharkbait 18.09.2020 14:25
      Highlight Highlight Auric, du darfst da aber auf keinen Fall vergessen, dass die zwei Parteien damals etwas ganz anderes waren als heute. Viele ihrer Ansichten haben sich seither in die jeweils gegensätzliche Richtung bewegt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • simiimi 18.09.2020 11:15
    Highlight Highlight Auf mich machte Joe keinen guten Eindruck, ich empfand in eher als holprig, stellenweise sogar tattrig. Dass er nicht auf Details seines Programmes eingeht erscheint mir als Notlösung, um weitere Szenen peinlicher Verwirrtheit zu vermeiden. Alles in allem verstehe wirklich nicht, warum die Dems ausgerechnet diesen Mann nominiert haben, da gab es doch reichlich Alternativen.
    • Emil Eugster 18.09.2020 17:33
      Highlight Highlight Biden wurde zum Kandidaten gewählt um die Stimmen der Unentschlossen zu gewinnen. Ausserdem ist Biden auch für viele Republikaner wählbar, weil er eben für eine USA mit den alt bekannten Werte steht, weil sie wissen sie bekommen mit Biden nicht einen extremen, der sofort alles umkrempelt, weil es schwierig ist ihn als Sozialisten oder Armeegegner abzustempeln.
    • Dirk Leinher 18.09.2020 19:36
      Highlight Highlight Er ist ja auch nur der Steigbügelhalter für die Präsidentschaft der Kamila Harris! Aber korrekt, selbst als Steigbügelhalter gäbe es sicher bessere, aber wohl kaum einen der ebenso korrupt ist.
  • landre 18.09.2020 10:24
    Highlight Highlight Hat es in den letzten Jahrzehnten überhaupt schon mal einen POTUS gegeben der der "Wall Street" nicht einen hauptsächlichen bis klar dominanten Stellenwert eingeordnet hat?

    ...Was an sich ja eigentlich auch nicht verwerflich ist. Zumindest nicht solange wir vor allem im Abendland eine grundsätzliche Systemänderung tätigen...

    Ansonsten (metaphorisch betrachtet) wäre es ja dann so als wir alle Schuhe mit Schnürsenkeln tragen, diese aber nicht schnüren und folglich es gefährlich werden kann/ ziemlich sicher ist wenn man beim gehen oder rennen nicht auf die Schnauze fallen will...
    • landre 18.09.2020 10:38
      Highlight Highlight PS. Dies um zu unterstreichen dass ich mich berechtigt/ legitimiert fühle auch diesen Biden als ein verlogener Typ einordnen darf.

      Das populistisch melodisch und für manche attraktive Bild des "Paladin des Mittelstands" das Biden vermarkten will und offensichtlich versucht, kann ich mit bestem Wissen und Gewissen einfach nicht abkaufen.
  • Quo Vadis 18.09.2020 08:31
    Highlight Highlight Trump war Live - Biden würde aufgezeichnet.

    Und CNN stellte ihre letztlich so oft bewiesenenen Qualitäten offen zur Schau und GRILLTE den hervorragenden nicht vom Teleprompter lesenden Biden, der seine Fragen höchstwahrscheinlich wieder gescriptet erhielt. NICHT.
  • Samurai Frog 18.09.2020 08:28
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Ruggedman 18.09.2020 08:40
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Flyeagle144 18.09.2020 08:44
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Pipikaka Man 18.09.2020 08:47
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    Weitere Antworten anzeigen
  • Antichrist 18.09.2020 08:09
    Highlight Highlight Demokraten wählen Demokraten, Republikaner wählen Republikaner. Es ist völlig egal, welche Marionette da steht.
    • TheKen 18.09.2020 09:34
      Highlight Highlight Es gibt verschiedene Bewegungen, wie Veteranen gegen Trump, Republikaner gegen Trump.
    • mrmikech 18.09.2020 10:40
      Highlight Highlight Schon mal von swing voters (und swing states) gehört? Grad um diese Gruppe geht es.
    • Milhouse 18.09.2020 11:28
      Highlight Highlight Die Wechselwähler wählen wechselnd, abhängig vom Eindruck, den sie von den beiden Marionetten haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wiedergabe 18.09.2020 07:51
    Highlight Highlight Ich habe mal in der Schule gelernt, wenn man im Titel eine Frage stellt, sollte man die am Ende auch explizit beantworten.
    Deshalb: Offensichtlich ja!
    • Gurgelhals 18.09.2020 09:26
      Highlight Highlight Die alte Journalismusregel halt: Bei Ja/Nein-Fragen in der Artikelüberschrift kann man zuverlässig immer die Antwort wählen, welche weniger kontrovers/sensationell ausfällt. Man wird immer richtig liegen, weil diese Titelsorten bloss ein billiges Stilmittel sind, um unkontroverse Artikel etwas aufzupimpen.

      Also: "Kommt jetzt die grosse Krise?", "Werden wir nun alle sterben?", "Ist das nun der grosse Durchbruch?" --> "Nein."

      Und hier: "Kann das gut gehen, wenn der eine Kandidat, der kein sabbernder Idiot ist, in einem TV-Format auftritt, das ihm ohnehin ziemlich gut liegt?" --> "Ja."
    • Swen Goldpreis 18.09.2020 15:40
      Highlight Highlight Es gibt aber auch eine Untersuchung, die besagt, dass 80 Prozent der Journalisten dann ein Fragezeichen in den Titel setzen, wenn sie die Antwort selber nicht kennen.
  • derWolf 18.09.2020 07:30
    Highlight Highlight Danke für's abnehmen der rosa Brille.

    "Das rechtfertigt aber nicht, dass er von Journalisten pflegeleicht angefasst wird."

    "Biden befindet sich in einer besseren Lage als sein Kontrahent Donald Trump, weil er sich nicht für aktuelle Fehler der Regierung in der Coronakrise verteidigen muss. "

    Schön zu lesen. Der mit Abstand ausgewogenste, aber auch entlarvenste Bericht über Biden, "der wie ein Wirtschaftspopulist sprach". Man erwartet nichts und staunt, dass er ohne grosse Patzer durchkam.

    Trump wird gewinnen weil die Dems versagten, und das nach 4 J. Vorbereitung..
    • Vanessa_2107 18.09.2020 22:19
      Highlight Highlight derWolf - unter normalen Umständen gewinnt Biden. Wird besc.i..en und kriegt er wieder Hilfe von Aussen gewinnt das orange Monster😱😱
  • Meinung 18.09.2020 07:25
    Highlight Highlight Was für eine Frage:
    Er ist die einzige Option die von den Demokraten gemacht wird.
    Also muss er es können.
    it is like it is
  • Scaros_2 18.09.2020 07:11
    Highlight Highlight Ein 77 jähriger alter Mann..........das beste Mittel gegen Trump - wow.
    • Amboss 18.09.2020 07:21
      Highlight Highlight Jaja, wir wissen jetzt langsam, dass du Biden für zu alt hältst. Trotzdem wurde er letztlich in einem demokratischen Prozess gewählt. Das solltest auch du jetzt langsam akzeptieren.
    • Domimar 18.09.2020 07:29
      Highlight Highlight @Amboss Der Bevölkerung gibt man eine vorgegebene Auswahl und nennt das dann demokratische Wahl. Wie Biden aber in die aktuelle Position kam find ich eigentlich nicht sonderlich demokratisch (natürlich nicht nur Biden, er ist jetzt einfach mein Platzhalter). Insbesondere wenn man sieht, aus welchen Personen sich der erlauchte Kreis der US Amerikanischen "Top" Politiker zusammensetzt.
    • Vanessa_2107 18.09.2020 07:35
      Highlight Highlight Scaros - ja es nervt wirklich... mag dieses Argument ncht mehr hören. Danach kommt sicher, er sei dement...
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