DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Zwischen Mbappé und Neymar hängt der Haussegen schief – aber wie schlimm ist es wirklich?
Zwischen Mbappé und Neymar hängt der Haussegen schief – aber wie schlimm ist es wirklich?
bild: imago-images.de

Zoff zwischen Mbappé und Neymar – warum sich die beiden PSG-Superstars entfremdet haben

28.09.2021, 10:1328.09.2021, 13:31

Seit über vier Jahren spielen Kylian Mbappé und Neymar mittlerweile schon zusammen bei Paris St-Germain. Und es ist noch nicht so lange her, da waren die beiden Ausnahmefussballer die besten Kumpels. Nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz verstanden sie sich bestens, gingen zusammen essen und tauchten gemeinsam an Partys auf, bezeichneten sich gegenseitig als «Bruder».

Neymar 2019 über Mbappé:

«Er wird einer der besten Spieler in der Geschichte des Fussballs werden, und ich versuche, ihm dabei bestmöglich zu helfen. Ich nenne ihn ‹Golden Boy›. Unsere Beziehung ist sowohl auf als auch ausserhalb des Spielfelds überragend. Er ist wie ein Bruder, wir sind nicht eifersüchtig. Wenn er vor dem Tor ist, will er mir einen auflegen, und wenn ich ihn anspiele, möchte ich, dass er trifft.»

Doch mittlerweile hängt der Haussegen zwischen Mbappé und Neymar ziemlich schief. Augenscheinlich wurde das am Samstag beim 2:0-Sieg von PSG gegen Montpellier. Als Neymar kurz nach der Auswechslung von Mbappé den zweiten Treffer von Julian Draxler mustergültig vorbereitete, war der französische Weltmeister auf der Bank sichtlich bedient. Zu seinem Teamkollegen Idrissa Gueye lästerte er von den Kameras von Canal+ eingefangen: «Zu mir passt er nie so.» Lippenleser wollen gar das Wort «Penner» (frz. «Clochard») entziffert haben.

Dass die beiden derzeit fussballerisch nicht miteinander können, belegt auch die Statistik: Mbappé und Neymar waren in dieser Saison noch an keinem Tor des anderen beteiligt. Pro 90 Minuten spielen die beiden gemäss «Sport1» nur 16 Pässe miteinander, so wenig wie noch nie in der gemeinsamen PSG-Zeit.

Im sonntäglichen Training versuchten die beiden ihre Entfremdung herunterzuspielen und scherzten demonstrativ miteinander, doch der Schaden war bereits angerichtet. Der Superstar-Zoff ist längst zum offenen Geheimnis geworden.

Nach Berichten der französischen «L'Équipe» gibt es zwischen Neymar und Mbappé schon seit längerem Spannungen. Der Brasilianer könne den immer wieder geäusserten Wechselwunsch seines Teamkollegen zu Real Madrid nicht verstehen, weshalb die beiden aktuell kaum noch miteinander reden würden.

Das bestätigt auch der brasilianische Neymar-Insider Marcelo Bechler gegenüber «Bild»-Zeitung: «Wegen seines Wechsel-Wunschs ist Mbappé zunehmend isoliert. Das kann eine Momentaufnahme sein, aber er fühlt sich weniger wohl als noch vor ein paar Monaten.»

Mit der Ankunft von Lionel Messi hat sich gemäss der «Équipe» zudem das Teamgefüge verschoben. Mit Neymar spielte der sechsfache Weltfussballer vier Jahre zusammen beim FC Barcelona, Angel Di Maria und Leandro Paredes und Mauro Icardi kennen «La Pulga» aus der argentinischen Nationalmannschaft. Mittlerweile umfasst die Brazil-Gaucho-Fraktion bei PSG rund 15 Spieler. Mbappé, der zwar auch Spanisch spricht, fühle sich von der Gruppe ausgeschlossen. So sehr, dass der Franzose gar von gemeinsamen Team-Abenden fernbleibe.

Die Südamerika-Fraktion von PSG amüsiert sich im Training.
Die Südamerika-Fraktion von PSG amüsiert sich im Training.
Bild: keystone

Trainer Mauricio Pochettino versucht vor dem Champions-League-Knüller gegen Manchester City von heute Abend die Angelegenheit herunterzuspielen. «Solche Dinge passieren im Fussball. Es sind zwei sehr gute Jungs, aber auch ehrgeizige und hervorragende Fussballer, die der Mannschaft helfen wollen, ihre Ziele bestmöglich zu erreichen.»

Er habe mit beiden einzeln bereits gesprochen und beide auch untereinander. «Und ihr konntet im Training sehen, dass sie Spass hatten. Alles andere ist nur Gerede.» Für ihn sei es normal, dass solche Geschichten für «Druckwellen sorgen, die von aussen sehr bedrohlich aussehen, aber in der Mannschaft keine Rolle spielen».

Pochettino und Herrera über den Mbappé-Neymar-Zwist.
Video: streamable

Auf die Frage, wie es wirklich um die Beziehung zwischen den beiden stehe, antwortete Mitspieler Ander Herrera lachend: «Seit ich vor zwei Jahren zum Klub kam, habe ich eine besondere Beziehung zwischen Kylian und ‹Ney› wahrgenommen und diese hat sich in keiner Art und Weise geändert. Wir alle wollen Tore schiessen, Vorlagen geben, das ist normal. Wir zanken uns in der Kabine, und dann umarmen wir uns und alles ist wieder gut. Nur: In diesem Klub wird immer alles grösser gemacht, als es ist.»

Doch das ist wohl auch nur die halbe Wahrheit. Fotos zeigten, wie PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi am Sonntag zusammen mit Sportchef Leonardo höchstpersönlich beim Trainingsgelände auftauchte und das Gespräch mit Mbappé suchte.

Mbappé erhält im Training hohen Besuch.
Mbappé erhält im Training hohen Besuch.
bild: twitter

Etwas Gutes hat der Zwist am Ende vielleicht doch. Die Superstars sind vor dem wichtigen Champions-League-Duell mit ManCity angestachelt. Und zuletzt spielte PSG immer dann am besten, wenn die Emotionen hochkochten. Pep Guardiola und seine «Citizens» dürften gewarnt sein.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das sind die 50 teuersten Fussball-Transfers der Welt

1 / 52
Das sind die 50 teuersten Fussball-Transfers der Welt
quelle: epa/epa / guillaume horcajuelo
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Diese 10 Mannschafts-Typen kennst du, leider!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Wie ein Kunstwerk aus dem Louvre» – Messis erstes PSG-Tor als grosse Befreiung

Beim 2:0-Sieg von Paris St-Germain in der Champions League gegen Manchester City hat Lionel Messi erstmals für seinen neuen Arbeitgeber getroffen. Es war ein Tor wie zu besten Barcelona-Zeiten, eine grosse Erleichterung und ein Vorgeschmack darauf, was da noch alles kommen könnte.

Der Bann ist gebrochen: Im vierten Spiel für Paris St-Germain ist Lionel Messi der erste Treffer gelungen. Und was für einer! «Ein Tor wie ein Kunstwerk aus dem Louvre», schrie Blue-Kommentator Lukas Esser ins Mikrofon. Und tatsächlich, da hängt es schon:

Aber Spass beiseite. Lange ging auch «El Cashico» gegen Manchester City an Messi vorbei. Der 34-jährige Argentinier gab sich zwar bemüht, doch seine Kollegen aus dem MNM–Sturm, Kylian Mbappé und Neymar, waren zunächst deutlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel