DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Raheem Sterling nach seinem Tor – die ungarischen «Fans» sind ausser sich.
Raheem Sterling nach seinem Tor – die ungarischen «Fans» sind ausser sich.
bild: imago

Nächster Rassimus-Skandal mit Ungarn-Fans – Englands Spieler reagieren grossartig

03.09.2021, 08:2403.09.2021, 12:19

Die englische Fussball-Nationalmannschaft hat das erste Spiel seit dem verlorenen EM-Final gegen Italien erfolgreich gestalten können. Das Team von Gareth Southgate gewann das schwierige Auswärtsspiel in Ungarn diskussionslos mit 4:0.

In der vollen Puskas-Arena stand aber einmal mehr nicht der Fussball im Vordergrund. Wie schon während der Europameisterschaft zeigten sich die ungarischen Zuschauer von ihrer rassistischen Seite.

Wegen des diskriminierenden Verhaltens der Fans an der EM war Ungarn zu zwei Heimspielen ohne Zuschauer verdonnert worden. Damals wurden unter anderem französische Spieler rassistisch beleidigt. Und dennoch war die Puskas-Arena bereits wieder rappelvoll. Wie das möglich ist? Die EM läuft unter der Flagge der UEFA, die WM-Qualifikation unter derer der FIFA. Die Geisterspiele gelten also nur für die nächsten Spiele eines UEFA-Wettbewerbes.

Und so kam es, dass in Budapest tausende von Fans zugelassen waren, und die machten ihre Gesinnung schon vor dem Spiel klar. Als die englischen Spieler zum «taking the knee» ansetzten, gab es ein gellendes Pfeifkonzert.

Wie verschiedene englische Medien berichteten, sei es während des Spieles zudem zu Affenlauten gegenüber den dunkelhäutigen Spielern Raheem Sterling gekommen. Der nicht eingesetzte Jude Bellingham sei zudem während des Einlaufens diskriminiert worden.

Die richtige Antwort darauf hatte Raheem Sterling gleich selbst bereit. Er erzielte in der 55. Spielminute die englische Führung.

Raheem Sterling trifft für England.
Video: streamja

Bei seinem Torjubel in der Nähe der Eckfahne wurde der Flügelstürmer von den ungarischen Zuschauern mit Bierbechern beworfen.

Die Engländer liessen sich davon jedoch nicht unterkriegen und Declan Rice reagierte, indem er so tat, als ob er sich demonstrativ einen Schluck des Biers gönnte.

Die Gerstensaft-Geste scheint den Mittelfeldspieler beflügelt zu haben. Rice erzielte in der Schlussphase das Tor zum 4:0-Endstand. Einschüchtern liessen sich die Engländer von den Ungaren sowieso nicht. Als Pyrotechnik aufs Feld geworfen wurde, stellte sich Rice mit ausgebreiteten Armen in Richtung Zuschauer.

bild: imago

Am Ende stand aber einmal mehr nicht das Resultat im Fokus, sondern der Rassismus. Englands Captain Harry Kane erklärte nach dem Spiel im Interview: «Wir hoffen, die UEFA greift hart durch. Es ist auf jeder Ebene inakzeptabel.»

Video: streamable

(zap)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Jadon Sancho und Co. protestieren gegen Rassismus

1 / 6
Jadon Sancho und Co. protestieren gegen Rassismus
quelle: keystone / lars baron / pool
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Schweizer Nationalspielerinnen über Rassismus

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Vucinic lässt der Schweiz die Hosen herunter und trägt sie als Kopfschmuck

8. Oktober 2010: Dass die Schweiz in Montenegro mit 0:1 verliert, gerät beinahe zur Nebensache. Für Aufsehen sorgt vielmehr der unkonventionelle Jubel des einzigen Torschützen Mirko Vucinic.

Nach dem enttäuschenden Ausscheiden in der Gruppenphase an der WM 2010 will es die Schweizer Nati am nächsten Turnier besser machen. Doch die EM 2012 verpasst sie – weil der Start völlig in die Hose geht.

Zuerst ein 1:3 in Basel gegen England, dann eine unerwartete 0:1-Niederlage auswärts gegen Montenegro. In Podgorica fehlt es der Schweiz an Durchschlagskraft, sie hat keine Ideen, wie sie den Gegner überwinden kann. So fällt das einzige Tor auf der anderen Seite. In der 67. Minute vernascht …

Artikel lesen
Link zum Artikel