Gesellschaft & Politik
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FILE - In this Feb. 28, 2015 file photo, John Oliver speaks at Comedy Central's

Legt den Finger auf den wunden Punkt: TV-Satiriker John Oliver.
Bild: Charles Sykes/Invision/AP/Invision

«Fakten? Mir doch egal!» – Das Ende der Vernunft

Gefühle werden wichtiger als Fakten. Verschwörungstheorien haben Hochkonjunktur. Die Frage ist, wer das Sagen hat.



Der TV-Satiriker John Oliver zeigte kürzlich in seiner Show einen Ausschnitt aus einem Interview mit Newt Gingrich. Dabei ging es um die Welle des Verbrechens, die derzeit angeblich die Vereinigten Staaten überrollt. Die TV-Moderatorin legte Gingrich eine Statistik vor, die klar zeigt, dass die Kriminalität in den letzten Jahren markant gesunken ist. Das sage gar nichts, wendet Gingrich ein, die Linken würden für alles irgendeine Statistik haben. Die Statistik stamme vom FBI, es handle sich um offizielle Fakten, widerspricht die Moderatorin.

Gingrich lässt sich davon nicht beeindrucken. Es möge ja sein, dass dies Fakten seien, aber er verlasse sich auf das Gefühl der Menschen, und dieses Gefühl sage ihm, dass die Verbrechen zugenommen hätten. Das sei genauso viel wert wie Fakten.  

«Jeder Mensch hat das Recht auf seine eigene Meinung, aber nicht auf seine eigenen Fakten.»

Daniel Patrick Moynihan

Newt Gingrich ist eine Art verschärfte US-Version unseres Andreas Glarner, aber er ist kein Amok. In den 90er Jahren war er Fraktionschef der Republikaner und hat den Aufstand gegen Bill Clinton organisiert. Vor vier Jahren war er einer der republikanischen Präsidentschaftsanwärter und dieses Jahr wurde er lange als möglicher Vize von Donald Trump gehandelt. Sollte dieser tatsächlich ins Weisse Haus einziehen, dann hat Gingrich beste Chancen für einen Posten im Kabinett.

Image

Humpty Dumpty in «Alice im Wunderland».

Das Interview mit Gingrich erinnert an den berühmten Dialog zwischen Alice und Humpty Dumpty im Wunderland. «Wenn ich ein Wort benutze», sagte Humpty Dumpty ziemlich verächtlich, «dann hat es genau die Bedeutung, die ich wähle nicht mehr und nicht weniger.» «Die Frage ist», sagte Alice, «ob man das machen kann, dass Wörter so viel Verschiedenes bedeuten.» «Die Frage ist», sagte Humpty Dumpty, «wer das Sagen hat – das ist alles.»

Tatsächlich reduziert sich die Politik derzeit immer mehr darauf, wer das Sagen hat. Obwohl so genannte Fakten-Checks in allen Medien hoch im Kurs stehen, und jedes Provinzblatt mittlerweile einen Datenjournalisten engagiert hat, sind Fakten zur Nebensache geworden. In den Reden von Donald Trump mischen sich Dichtung und Realität beliebig. Es ist mittlerweile zu einem Ritual geworden, dass man ihm in seinen Reden Dutzende von falschen Fakten nachweisen kann. Seiner Beliebtheit tut dies keinen Abbruch. Hauptsache, seine Fans bekommen das vorgesetzt, was sie fühlen wollen.

Die Verschwörungstheorien-Industrie

Im durch Terroranschläge aufgeheizten Polit-Klima Europas sieht es nicht besser aus. Im Vorfeld der Brexit-Abstimmung wurde gelogen, dass sich die Balken bogen. Den damaligen britischen Justizminister Michael Gove hat dies kalt gelassen. «Die Menschen haben die Schnauze voll von Experten», wischte er faktische Argumente im Sinne von Gingrich vom Tisch.  

Nach dieser Devise handeln Blogger und Online-Kommentatoren aller Couleurs im Internet. Dass dabei die bizarrsten Verschwörungstheorien ins Kraut schiessen, ist die logische Folge davon. Um die These, wonach die USA 9/11 selbst inszeniert haben sollen, ist mittlerweile eine ganze Industrie entstanden.

Hat der russische Geheimdienst die Computer der Demokraten gehackt?

Es wird immer schwieriger, Verschwörungstheorien als solche zu erkennen. Hat der russische Geheimdienst die Computer der demokratischen Partei gehackt und via Wikileaks Mails an die Öffentlichkeit gebracht, die Hillary Clinton schaden? Es gibt plausible Gründe für diese These. Die renommierte «New York Times» beispielsweise hält sie für sehr wahrscheinlich. Wir werden die Wahrheit wahrscheinlich nie wissen.

Genauso wie im Fall des missglückten Militärputsches in der Türkei. Haben die USA mit Hilfe von Fethullah Gülen Präsident Recep Erdogan stürzen wollen? Oder hat Erdogan den Putsch inszeniert, um ihn als Vorwand für eine Abwendung vom Westen und eine Annäherung an Russland zu nutzen?

«Jeder Mensch hat das Recht auf seine eigene Meinung, aber nicht auf seine eigenen Fakten», hat der verstorbene US-Senator Daniel Patrick Moynihan einst gesagt. Besser kann man das Vermächtnis der Aufklärung nicht zusammenfassen. Dieses Vermächtnis geht heute vor die Hunde – und das verspricht wenig Gutes.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fred56 29.07.2016 00:43
    Highlight Highlight Fairerhalbs weise muss man sagen, dass beim Brexit Referendum das Remain Lager genauso gelogen hat. Es gibt nunmal viele "Fakten" jedoch sind diese nicht so einseitig, wie vom Autor suggeriert.
  • stadtzuercher 28.07.2016 09:46
    Highlight Highlight Anstatt eine Statistik von sinkender Kriminalitätsrate in den USA hätte der Journalist dem Gingrich auch eine Statistik von steigender Anzahl Morden in US-Städten zeigen können, Löpfe. Es ist die Wahl der Statistik, die das Argument biegt.
    Murders Rise in 29 of Largest U.S. Cities in First Half of 2016, The Wall Street Journal.
    http://tinyurl.com/zeegc9x
  • Mehmed 28.07.2016 08:27
    Highlight Highlight Ein Beispiel von faktenbasiertem, sog. vernünftigem Journalismus "Beim Essen zu ersticken ist deutlich wahrscheinlicher, als bei einem Terror-Anschlag zu sterben"
    http://www.watson.ch/International/Medien/637142575-Beim-Essen-zu-ersticken-ist-deutlich-wahrscheinlicher--als-bei-einem-Terror-Anschlag-zu-sterben?utm_source=topbox
  • Malu 81 28.07.2016 02:46
    Highlight Highlight Heute lässt sich Nichts mehr verheimlichen. Aber es gibt immer wieder Kreaturen, welche
    die Wahrheit verdrehen und irgendwelche
    abstruse Theorien verbreiten.
  • Beobachter24 28.07.2016 01:22
    Highlight Highlight Γνῶθι σεαυτόν - Herr Löpfe

    Nebst Fakten und "Verschwörungstheorien" gibt es auch noch unbelegte Beschuldigungen, tendenziöse Behauptungen, Unterstellungen, Lügen und einen Haufen anderen Mist.
    All das lesen und hören wir nicht nur von Politikern, Bloggern und Online-Kommentatoren sondern auch von Presse-Agenturen und gestandenen Journalisten - die es eigentlich auch anders könnten.

    All dies ist nicht neu, aber, und da stimme ich Herrn Löpfe zu, Tendenz zunehmend - mehr Müll und weniger Fakten. Und das gilt ausdrücklich auch für die 2 letztgenannten Gruppen.
    • winglet55 28.07.2016 03:40
      Highlight Highlight Tja, auch bei diesen beiden Berufsgruppen gilt, wie auch bei allen Andern :?Wessen Brot ich ess' , dessen Lied ich sing'.
      Je nach Ereignis das da zu analysieren ist, schiessen sogenannte und selbsternannte Experten aus dem nichts, in die Presselandschaft. Die Kontrollmechanismen greifen in dieser Berufsgruppe auch nicht, weil auch hier " Jeder Rappen zählt"!
  • Turi 28.07.2016 00:24
    Highlight Highlight Die Fälle von Tötungen Schwarzer Bürger durch Polizisten in den USA schlagen neulich nicht zuletzt deshalb so hohe Wellen, weil sie oft ohne Anlass erfolgen. Da kann die Statistik noch so sagen, dass immer weniger Schwarze durch Polizisten getötet würden: Schon ein unschuldig getöteter Schwarzer ist Grund genug, über Polizeigewalt beunruhigt zu sein. Sagt uns die Statistik hier die Wahrheit? Oder lenkt die Statistik hier im Gegenteil vom berechtigten Anliegen ab, Polizeigewalt genauer anzuschauen?
  • stevemosi 28.07.2016 00:20
    Highlight Highlight zurück zum guten alten investigativen journalismus!! schon klar flüchten sich die menschen ins internet wenn die heutigen "watergate" aufdecker assange oder snowden heissen. und im internet verirrt man sich augenscheinlich zu schnell auf dubiosen seiten und foren, welche zu schnell und zu falsch ein weltbild einpflanzen können. der mensch agiert (politisch-)zivilisatorisch als schwarm, und braucht daher eine akzeptable grundlage für individuelle entfaltung. heute sind ja praktisch alle, offiziell, übertragene und gedruckte informationen 1:1 von presseagenturen übernommen. watson in big we need
  • Gaspadin 28.07.2016 00:20
    Highlight Highlight Die meisten Fakten werden nicht gewusst, sondern geglaubt, und zwar genau so geglaubt, wie man an die jungfräuliche Empfängnis glaubt, oder halt eben nicht.
    Schnurrt wirklich ein ferngesteuertes Autöli auf dem Mars herum? Niemand kann sich davon selbst überzeugen. Wir glauben es bloss, dass es eine Tatsache sei.
    Mit dem Hammer der meinen Finger trifft, statt den Kopf des Nagels, da verhält es sich anders. Da weiss ich, dass ich meinen Finger traf, ganz bestimmt.
    Alles in der Politik entzieht sich der eigenen Untersuchung, so wie der Mars. Darum ist Glaubwürdigkeit alles und Fakten sind nichts.
    • Kastigator 28.07.2016 10:40
      Highlight Highlight Schlicht nicht wahr. Es gibt ausreichend Belege für die Mars-Rover - die Bilder, die Bodentests und auch die Bilder des Mars Reconnaissance Orbiter, die die Spuren der Rover zeigen. Ferner haben auch andere Nationen Mars-Orbiter im Einsatz, jeder Hoax wäre längst aufgeflogen. Und meinst du tatsächlich, von all den Tausenden, die bei ESA, NASA und JPL arbeiten, hätte nicht längst einer geleakt, dass es sich um Bschiss handelt?
      Du siehst: Allgemeinbildung, Sachkenntnis, Neugier und vor allem Logik lassen uns die Wirklichkeit immer noch gut erkennen. Kurz nachdenken hilft meist.
    • Gaspadin 28.07.2016 13:21
      Highlight Highlight @Kastigator: Das ist alles kein Beweis. Alles könnte gefälscht sein. Es gibt keinen zwingenden Grund es zu glauben. Dass eine Fälschung unwahrscheinlich ist, ist eine blosse Vermutung und vermag die Zweifel ohnehin nicht zu beseitigen. Wie also kann ICH MICH davon überzeugen, dass es wirklich wahr ist?

    • Kastigator 28.07.2016 16:02
      Highlight Highlight Ich habe dir die Indizien aufgelistet, den Rest erledigt die Logik. Natürlich hast du keine Möglichkeit, selber auf dem Mars nachzuschauen - aber du hast auch keine Möglichkeit, selber nachzuprüfen, ob in deinem Mars-Riegel tatsächlich Gerstenmalzextrakt enthalten ist (ausser du seist Lebensmittelchemiker). Und hast du je einen Riesentintenfisch gesehen? Nö. Aber den Bildern davon vertraust du? Existiert Architeuthis dux?
      Wie gesagt: Allgemeinbildung, Logik und akribische Beurteilung der Indizien reichen aus, um etwas für wirklich zu halten.
      Sonst widerlege meine obigen Punkte mal sachlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • seventhinkingsteps 27.07.2016 22:40
    Highlight Highlight Fakten werden auch auf der anderen Seite des politischen Spektrums gerne mal ignoriert. Zum Beispiel solche Umfragen:

    37% der britischen Moslems zwischen 16 und 24 Jahren sagten in einer Umfrage, dass sie lieber unter Sharia-Recht leben würden. 36% zwischen 16 und 24 finden, dass man jemand umbringen sollte, falls er zu einer anderen Religion konvertiert.

    Mehr als 100'000 britische Moslems sympathisieren mit Selbstmordattentätern und anderen Terroristen. Nur 34% würden die Polizei kontaktieren, falls sie wüssten, dass ein Bekannter Kontakt zu Dschihadisten hat.
  • Nicizen 27.07.2016 22:06
    Highlight Highlight Der ganze Artikel und die generelle Berichterstattung von Watson über den Wahlkampf scheint mir ziemlich einseitig.
    Nicht nur Trump lügt das sich die Balken biegen....
    • Hierundjetzt 27.07.2016 22:44
      Highlight Highlight Sooo und jetzt nehmen wir uns 5 Minuten Zeit und unterlegen den Anwurf mit Fakten.

      Aha.

      Eben 😒
    • FrancoL 27.07.2016 23:08
      Highlight Highlight Gerne erwarte ich einige Fakten bis die Balken biegen oder krachen, wir ja wohl nicht so schwer sein oder?
    • Mafi 28.07.2016 00:43
      Highlight Highlight @Nicizen du hast da so ein Gefühl, hmm? ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Butzdi 27.07.2016 21:30
    Highlight Highlight Wie schon Einstein sagte: Facts are facts, but perception is reality.
    Weil die Newschannel - allen voran FoxNews - mit Angstmacherei, Lügen und Hetze den Leuten nahelegen, dass das Ende nahe sei, verwundert es nicht wirklich, dass ein Hetzer wie Trump genau in dem Fahrwasser fährt und seine Gläubigen einsammelt.
    Da helfen Fakten plötzlich nicht mehr, weil es fast religiös-patriotisch wird und der von Reagan abgekupferte Leitspruch 'Make America great again' unterstützt das. Die Angst- und Schmierenkampagne des DJT ist in full swing. Wer ihn jetzt nicht ernst nimmt und bekämpft, hat verloren
  • Ingmar Blessing 27.07.2016 21:22
    Highlight Highlight Nicht nur die amerikanische Politik hat ein Realitätsproblem:

    "... UN Vertreter Peter Sutherland wiederholte diese Ansicht, wonach es jedem, der in Europa leben möchte - selbst Wirtschaftsmigranten - auch erlaubt sein sollte hierher zu kommen. Unsere Heimat nicht jedem in der Welt auzuhändigen wäre, so erklärte er, ein Affront gegen die europäischen Werte..."

    Zeit zum Aufachen für unsere Eliten, meint der Spectator: http://inselpresse.blogspot.de/2016/07/the-spectator-europas-terrorsommer.html
    • Datsyuk * 27.07.2016 21:41
      Highlight Highlight Muss das sein? Wieso verlinkst du hier immer wieder Artikel, die auf deinem Blog erscheinen?
    • Leventis 27.07.2016 22:44
      Highlight Highlight Falls dieser Peter Sutherland das wirklich gesagt hat, dann bin ich diesbezüglich voll auf seiner Seite.. One planet, one humanity, lasst uns an unserer Zukunft bauen!
    • Hierundjetzt 27.07.2016 22:48
      Highlight Highlight Ernsthaft? Sie verlinken auf Ihre eigene Internetseite und verkaufen mittels sehr einfacher Sprache ihre unbelegte Meinung als Fakten? Um Ihre Worte zu gebrauchen: Leiden Sie an Realitätsverlust?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Klaus K. 27.07.2016 20:14
    Highlight Highlight Wir leben nicht mehr in einem Zeitalter, wo nur eine Wahrheit gilt, das sollte dem Autor auch bekannt sein. Es ist nicht einfach mehr die Mehrheit oder der Staat oder die Kirche, die Recht haben. Zum Glück, muss man anfügen.
    Zum Fall Gingrich: Statistiken sind frei manipulierbar, auch vom FBI, das weiss heute jedes Kind.
    • Crecas 27.07.2016 20:36
      Highlight Highlight Das sind 'Argumente', die von einem wenig rational denkenden Geist zeugen. Leider hat das schlechte Bildungssystem in den USA dazu geführt, dass solche Menschen in grosser Zahl vorhanden sind. Die Propagandamaschinen und die Unwahrheiten bringen sie dann schliesslich an die Urne.
    • Philipp Löpfe 27.07.2016 20:38
      Highlight Highlight Klaus K. Das ist schlicht und ergreifend Blödsinn - und du weisst das ganz genau.
    • Toni K. 27.07.2016 21:12
      Highlight Highlight Oh doch, Klaus K.: Es gibt immer nur eine Wahrheit! Manchmal ist sie komplex und schwierig zu erkennen. Dass sie nicht dem Staat, der Mehrheit oder der Kirche "gehört", versteht sich von selbst. Aber es ist heute, wie schon immer, wichtig, Tatsachen von Meinungen zu unterscheiden: «Jeder Mensch hat das Recht auf seine eigene Meinung, aber nicht auf seine eigenen Fakten», wie wahr! Statistik ist "manipulerbar" - meist aber spiegelt sie schlicht die Fakten. Auch wenn diese manchen Ideologen nicht ins Weltbild passen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kronrod 27.07.2016 19:34
    Highlight Highlight Scott Adams (der Schöpfer der bekannten Dilbert Comics) hat schon sehr früh erkannt, dass es in diesem Wahlkampf nicht um Fakten gehen wird. Hier seine neusten Einsichten: http://blog.dilbert.com/post/148050318231/selling-past-the-close
  • Luca Brasi 27.07.2016 18:52
    Highlight Highlight Der gute Newt Gingrich ist eben ein Pirat, Herr Löpfe! Siehe Seth Meyers bis 1.15min: :D
    Play Icon
    • Malu 81 28.07.2016 02:34
      Highlight Highlight Mit dem Egowahn Virus infiziert.
  • Danyboy 27.07.2016 18:40
    Highlight Highlight Wir sehen hier das deutlichste Zeichen für den Niedergang der Vernunft und das Aufkommen einer gefährlichen Stimmung, die grosse Kriege ermöglichen kann. Fakten sind manipuliert von einer (linken) Elite, selbst klarste Verhältnisse werden verleugnet. Statt sich mit komplexen Zusammenhängen zu befassen, glaubt man lieber simpelsten Blödsinn. Auch Lebensbereiche wie die Gesundheit sind betroffen: Immer mehr verteufeln Schulmedizin und glauben jede unbewiesene Quacksalberei/Geistheilerei. Zum Haare raufen! Die Gefahren werden an falschen Orten vermutet. Sie lauern mitten in der Gesellschaft.
    • Nietram 27.07.2016 18:56
      Highlight Highlight Ich würde Ihnen gerne recht geben. Aber was das mit einer (linken) Elite zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht. Keine Strömung scheint vor faktenferner Mythenbildung gefeit.
    • Walter Sahli 27.07.2016 19:01
      Highlight Highlight Die grösste Gefahr liegt mMn darin, dass jeder Dumpfbatz meint, er wisse genau, dass die Anderen schuld sind!
    • HabbyHab 27.07.2016 19:13
      Highlight Highlight Erkläre mir bitte, wie und welche Fakten von einer linken Elite manipuliert sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 27.07.2016 17:48
    Highlight Highlight Wer glaubt das Fakten wesentlich sind für eine Entscheidung der irrt. Die Gefühle sind viel Entscheidender. Bsp. Ein Arbeitgeber steht vor der Entscheidung ob er Bewerber X oder Bewerber Y einstellen soll. Alle Fakten sprechen für X, bei dem hat er ein schlechtes Gefühl. Y erfüllt nur 70% des Profils, bei dem hat er aber ein gutes Gefühl. Deshalb kriegt Y die Stell und X bleibt auf der Strecke. 80% einer Entscheidung sind emotional und nur 20% rational. Deshalb können die Linken selten überzeugen, sie sind immer so furchtbar rational.
    • strieler 27.07.2016 18:20
      Highlight Highlight Ja bei 70% ist das ja noch im vertretbaren rahmen, aber hier geht es um Faktenlagen, welche dann sogar negiert werden. Ihr Beispiel bringt leider gar nichts in diesem zusammenhang.
    • walsi 27.07.2016 18:36
      Highlight Highlight An alle die meinen Kommentar mit Blitzen bewertet haben, empfehle ich mal nach dem Stichwort: Die macht des Bauchgefühls zu googeln. Ihr wertet feststellen, dass euer Blitz eine emotionale Entscheidung war. Weil die Fakten aus der Forschung meine Aussage stützen. ;-)
    • TRL 27.07.2016 18:42
      Highlight Highlight Da könnte ich schon fast in Löpfes Chorgesang einstimmen "Staats- und Privathaushalt um Himmels Willen nicht vermischen". Politische Entscheide sind häufig so abstrakt und betreffen so viele Menschen, dass das einzige Gefühl die Moral sein sollte zur Wahrung der menschlichen Würde. Alles andere sollte wohlüberlegt sein.
      Sonst haben wir bald israelische Zustände mit Checkpoints alle 200m.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NWO Schwanzus Longus 27.07.2016 17:43
    Highlight Highlight Das Der russ. Geheimdienst Hillarys E-Mails geleakt haben soll ist eine gewagte These. Es gibt keinen Beweis dafür. Hillary behauptet dies um von ihren Schlechten Taten abzulenken. Zum Fakten Thema. Es gibt ja den Spruch "traue keine Statistik die du nicht selbst gefälscht hast." Viele denken so und verlassen sich auf ihr Gefühl wie sie die Dinge empfinden und vertrauen Politikern die dies so ansprechen. Das heisst nicht das es gut sein muss, sondern es könnte als Erklärung dienen zumal viele Statistikbehörden das Servieren was die Elite will.
    • Amadeus 27.07.2016 18:10
      Highlight Highlight @DJ_Terror
      Bis zum letzen Satz gehe ich mit ihnen grundsätzlich einig. Das aber Statistikbehörden das servieren was die Elite will, ist ebenfalls kein Fakt, sondern nur ihr Gefühl.
    • elk 27.07.2016 18:18
      Highlight Highlight Ich glaube, es hängt weniger damit zusammen, dass die "Statistikbehörden" liefern, was die "Elite" will, sondern schlicht und einfach damit, dass viele Menschen keine Statistiken lesen und interpretieren können. Weil sie das nie gelernt haben.
      Also muss man sich auf die Interpretation anderer Leute verlassen können. In diesem Misstrauensklima keine einfache Angelegenheit.
    • Racc00n 27.07.2016 19:57
      Highlight Highlight Sorry, aber Dein Nickname... Der alleine löst schon ein ungutes Gefühl aus...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 27.07.2016 17:36
    Highlight Highlight Wie ist es möglich, dass sich Gefühle gegen Fakten durchsetzen? Voraussetzung ist die Ausschaltung des Verstandes, der auf Wissen und Bildung beruht. Francis Bacon prägte den Satz „Wissen ist Macht“, ein Leitsatz der Aufklärung. Entsprechend wurde es zum Ziel, die Wissenschaft zu fördern und die Bildung in allen Gesellschaftsschichten zu verbreiten. Heute orientieren sich Bildungsinhalte an den Anforderungen der Wirtschaft. Bildung ausserhalb dieses Rahmens bleibt auf der Strecke. Die Unterhaltungsindustrie gibt der allgemeinen Unbildung den finalen Schub. Und so triumphieren dann die Gefühle.
    • Der Zahnarzt 28.07.2016 06:40
      Highlight Highlight ich würde ergänzen, dass hier die Pop-Psychologie mit ihrem oft vorgebrachten Ratschlag "Hör auf Deine Gefühle", "Geh wohin dein Herz dich trägt" etc. etc. auch ihren Beitrag zu dieser Tendenz hin "zu mehr Bauch" geleistet hat.
  • TRL 27.07.2016 17:31
    Highlight Highlight "Glaube nie einer Statistik die du nicht selbst gefälscht hast!" Dieser Spruch kommt ja nicht von ungefähr. Dass die Kriminalitätsrate hoch oder runter geht, kann auch mit der Zählweise zusammenhängen (theoretisch). Dass die Deutschen eine so tiefe Arbeitslosigkeit haben, vielleicht auch damit, dass so viele Leute in die Selbstständigkeit gedrängt werden (habe ich gelesen, hab grad keine Zahlen). Wir sollten qualitative Argumente schon nicht unter einen Imperativ der Zahlen stellen. Ich finde, auch Fakten kann man hinterfragen. Nur: mit instinktiven Gefühlen Politik zu machen.... au weia...
    • Philipp Löpfe 27.07.2016 18:04
      Highlight Highlight Das ist grundsätzlich ein guter Einwand. Nur: Gingrich bestreitet die Fakten gar nicht. Er sagt, die Gefühle seien entscheidend. Das ist das Schockierende.
    • TRL 27.07.2016 18:54
      Highlight Highlight Naja, vielleicht bestreitet er sie nur nicht, weil er sich nicht auf die Faktendiskussion einlassen will. Indirekt bestreitet er sie trotzdem, indem er ihre Wichtigkeit in Abrede stellt. Das für die Wutbürger Gefühle entscheiend sind, und "erfolgreiche Politiker" wie er diese beackern, ist für mich jetzt nicht die schockierende News. Eher, dass er das so unverblühmt zugibt und uns, die wir meinen denken zu können, so offen und selbstgefällig beleidigt. Er mit seiner Gang. Sie empören sich zurecht!
    • Danyboy 27.07.2016 19:00
      Highlight Highlight Wenn man "Fakten" widerlegen kann, wenn man Gegenargumente bringt und Thesen falsifiziert etc, ist das doch alles kein Problem. Und wenn man Faktenlagen hat, die man so oder so interpretieren kann, spielt Gefühl und Weltansicht in Politik und Leben immer ekne grosse Rolle. Wenn man aber einfach aus einem Gefühl heraus jeden Blödsinn mit voller Absicht glaubt und sich gegen jede vernünftige Argumentation wehrt, dann wirds gefährlich. Und genau das sehen wir zunehmend.
  • Jol Bear 27.07.2016 17:08
    Highlight Highlight Zweifellos argumentieren Trump & Co. nicht mehrheitlich mit belegbaren Fakten, trifft ebenso für versch. Argumente der Brexit-Befürworter zu. Andererseits gibt es durchaus auch vernünftige Pro-Brexit-Argumente. Und dass z.B. die überhastete Einführung des Euro oder die unkoordinierte "Willkommenskultur" bei der Asylpolitik allein mit vernünftigen Argumenten nicht begründbar ist, leuchtet ebenfalls ein. Fazit: vernünftige, fundiert durchdachte politische Entscheide sind in allen Lagern Mangelware.
    • phreko 27.07.2016 19:01
      Highlight Highlight Dein letzter Satz ist Bullshit. Nicht jedes Problem ist gleich relevant.
  • Ignorans 27.07.2016 17:06
    Highlight Highlight Selber Schuld, wer einem Politiker glaubt..
  • Kookaburra 27.07.2016 16:37
    Highlight Highlight Ich sage: Die Linken haben die Vernunft doch zuerst geopfert.

    Unsere Zuwanderungspolitik entbehrt jeglicher Vernunft. Dass 3/4 aller Insassen Ausländer sind, dass über 60% aller Straftaten von Immigranten begangen werden, wie viel die Asylindustrie wirklich kostet - all diese statistischen Indikatoren werden immer geschönt unt kleingeredet.

    Dass die "Sozialen Errungenschaften" unvernünftige und nicht nachhaltige Schneeballsysteme sind, wie teuer die neoliberale Handhabung der Sozialindustrie wirklich ist.

    Fakten? Den Linken doch egal!

    Wer hat die Vernunft erschlagen? Ich sage Links.
    • Joshi 27.07.2016 16:47
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Nur macht das die momentane Vorgehensweise der Rechten nicht weniger zu einem Problem.
    • Ramses II. 27.07.2016 16:51
      Highlight Highlight Betreffend Überrepräsentation von Ausländern in den Kriminalitätsstatistiken:

      http://asile.ch/2012/12/18/andre-kuhn-wie-ist-die-ueberreprasentation-von-auslandern-in-der-kriminalitat-zu-erklaren/

      Die Lektüre nimmt vielleicht einige Minuten in Anspruch, ist jedoch äusserst empfehlenswert.
    • Kookaburra 27.07.2016 16:59
      Highlight Highlight Das stimmt.

      Vernunft würde bedeuten: Wir Armen gegen die Reichen. Vernunft würde bedeuten: Der Staat muss mächtiger wie die Wirtschaft sein.

      Aber die Linken stehen den Rechten in nichts nach, alle sind immer zuerst fürs Kapital. Alle kolateralschäden der Gesellschaft, aller Gewinn dem Reichtum.

      Allerdings ist es meiner Meinung nach die emotionale, faktenfrei Sichtweise von Links, die uns die Heute grössten Probleme beschehrt hat.

      Herr Löpfe denkt immer nur Schwarz-Weiss (und meint, seine Meinung sei bedingungslos gut und richtig), darum hat er auch kein Entgegenkommen verdient.
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  • opwulf 27.07.2016 16:09
    Highlight Highlight Hier auch ein paar Fakten über die Voting Records von Sanders und Senatorin Clinton:

    http://www.politifact.com/punditfact/article/2015/sep/02/11-examples-hillary-clinton-and-bernie-sanders-hol/

  • pamayer 27.07.2016 16:09
    Highlight Highlight Wenn wir Menschen so voll vernünftig handeln würden, wie wir könnten, bräuchte es die Polizei grad noch zum Umleitungen bei Baustellen zu signalisieren, die juristen zum hauskäufe bestätigen und die Medien um über's Wetter zu berichten.
    Wäre so friedlich, dass mir bei der Vorstellung davon schon mulmig wird.
  • saukaibli 27.07.2016 15:59
    Highlight Highlight Heute interessiert sich doch niemand mehr für Fakten. Das fängt ja schon bei der Werbung an. Früher hat man mit Fakten für ein Produkt geworben, heute wird mit Gefühlen geworben. Als Angestellter zählten früher Leistung und Können, heute muss man sich als seine Firma fühlen, nicht nur dort arbeiten. Wir scheinen geistig wieder auf dem Weg ins Mittelalter zu sein, wo der Glauben alles bestimmte und die Wissenschaft eine Versuchung des Teufels war. Oder wir bewegen uns in Richtung des Filmes "Idiocracy". Beides verspricht wahrlich nichts Gutes.
    • walsi 27.07.2016 17:52
      Highlight Highlight Wir Menschen sind nun mal emotionale Wesen. Würden nur Fakten unser Handeln steuern gäbe es keine Kriege. Keine Fehlkäufe, keine unpraktische, dafür aber schöne, Dinge. usw.
    • mrmikech 27.07.2016 18:16
      Highlight Highlight Wir leben in das Alter des Egos. Nur wann Menschen wieder verstehen das wir einander brauchen wird es besser. Das braucht zeit, leider...
    • Gaspadin 28.07.2016 01:11
      Highlight Highlight @walsi: Es gäbe noch mehr Krieg, wenn nur die Vernunft herrschen würde. Wenn nur die Vernunft herrschen würde, dann wäre Krieg einfach nur eine Kosten-Nutzen-Rechnung ökonmischer Art- Es würde kein Erbarmen mit den vielen Toten geben und den Hungerleidern. Ein Land würde das andere Land sofort und gnadenlos überfallen, ausplündern und einnehmen, weil es der Prosperität des eigenen Landes zuträglich ist, sofern die Kosten-Nutzen-Rechnung positiv ausfällt.
      Heute gäbe es hunderte von solchen positiven Kosten-Nutzen-Rechnungen. Aber diese Kriege finden alle _nicht_ statt wegen Emotionen.
  • Amboss 27.07.2016 15:46
    Highlight Highlight Ich finde den Text grundsätzlich ziemlich gut.

    So richtig öde finde ich aber, dass immer die gleichen "Bösen" aufgelistet werden: Trump und co, Brexit-Befürworter, etc...
    Dass diese die Wahrheit nicht so genau nehmen ist ja bekannt - seit Urzeiten.
    Intressant wäre es, mal folgende Fragen anzugehen:

    - Weshalb gelingt es den genannten so gut, die Leute zu packen? Hat es nicht genau damit zu tun, dass es auch die Regierenden etc... häufig mit den Fakten nicht so genau nehmen (zB Merkels "alternativlos")

    - Wieso gelingt es den Linken nicht, die Leute auf diese Weise zu packen?
    • Louie König 27.07.2016 16:10
      Highlight Highlight @Amboss: Vielleicht legen "die Linken" einfach mehr Wert auf Fakten. Und, wie Fakten ignoriert werden, zeigt Gingrich exemplarisch auf. Habe die Sendung von Oliver gesehen, ist echt erschreckend, wie nonchalant die Fakten weggewischt bzw. mit dem Argument "die Menschen fühlen es aber anders" als nichtig erklärt werden.
    • Firefly 27.07.2016 16:26
      Highlight Highlight Eventuell weil "zu packen" immer emotional und selten rational ist. Ich denke der Job eines guten Politikers ist nicht in erster Linie die Leute zu packen sondern das beste für sein Land zu tun. Das selbe könnte man auch auf den Journalismus übertragen, der Journalismus ist mehr und mehr auf Klicks aus und um die Leute "zu packen" werden die Titel immer reisserischer. Journalismus der mit gründlicher Faktenlage aufklärt wird immer seltener. Liegt dem ein grundsätzlicher Kulturwandel zugrunde?
    • Randy Orton 27.07.2016 16:33
      Highlight Highlight Um deine letzte Frage zu beantworten: Weil Fakten zu studieren, Argumente abzuwägen und Sachlagen zu eriuieren zeit- und ressourcenintensiv ist. Viele wollen aber kurz und knapp formulierte Probleme mit genau so kurz und knapp formulierten Lösungen anstatt qualitativ hochstehende und verifizierte Informationen. Der Inhalt ist ihnen nicht wichtig, auf die Verpackung kommts an. Und da haben Rechtspopulisten einen Vorteil, wie das Wort Populismus ja sagt, spielen Fakten eine untergeordnete Rolle, bei ihnen beruht alles auf der Verpackung.
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  • zombie woof 27.07.2016 15:42
    Highlight Highlight Früher war es nicht besser was die Vernunft anbelangt, man bekam es nur nicht in dem Ausmass mit, wie das heute der Fall ist, ganz einfach.
    • Crecas 27.07.2016 16:01
      Highlight Highlight Auf die USA bezogen stimmt dies nicht. In den letzten 20 Jahren hat eine Verschärfung stattgefunden, angetrieben von Fox News, die eben nicht Fakten sprechen lassen, sondern Wahlen gewinnen wollen.
    • Pitar 27.07.2016 16:11
      Highlight Highlight @crecas wieso weisst du, dass das in den usa nicht der fall ist?
    • walsi 27.07.2016 17:54
      Highlight Highlight Loui König: Fakt ist, dass die Gefahr im Strassenverkehrs ums Leben zu kommen um ein vielfaches grösser ist, als durch einen Terroranschlag. Dennoch haben die Menschen mehr Angst vor dem Terror als vor dem Strassenverkehr. Das lässt sich nur emotional erklären.
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