Eishockey
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Die Schlagzeilen Ă€hnelten sich ĂŒber die letzten Jahre – immerhin spielt Satan heute keine Rolle. Bild: keystone, smd, watson.

Wenn du dich auf den Hockey-Kracher gegen Finnland freust, solltest du das nicht lesen 😳

17.05.18, 16:09 17.05.18, 16:42


Seit der Jahrtausendwende spielte die Schweiz an Hockey-Weltmeisterschaften bis heute in zehn Viertelfinals. Das Fazit ist meist dasselbe: Gut gespielt und trotzdem verloren. Gewonnen hat unsere Hockey-Nati nur gerade eine (2013) dieser zehn Viertelfinal-Partien, obwohl sie insgesamt in sechs von zehn Spielen in FĂŒhrung lag. Ein Blick zurĂŒck in die jĂŒngere Schweizer Viertelfinal-Geschichte.

11. Mai 2000: 3:5 gegen Kanada

«Der Bund» am 12. Mai 2000.

Das schrieb die Sportinformation (si)

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft brachte in den Viertelfinals der A-WM in St.Petersburg das Hockey-Mutterland Kanada an den Rand einer Niederlage. Doch in den letzten sieben Minuten wandelten die Kanadier einen 2:3-RĂŒckstand noch in einen standesgemĂ€ssen 5:3-Sieg um. Die Mannschaft von Ralph Krueger verpasste den ersten Schweizer WM-Sieg gegen Kanada nach 16 Niederlagen und zwei Unentschieden nur knapp. Alle drei Schweizer Tore gegen Kanada resultierten aus Überzahlsituationen. Lugano-Verteidiger Olivier Keller traf in der 42. Minute auf Vorarbeit von Jenni zum 3:2. Bei den ersten beiden Schweizer Treffern steuerte Michel Riesen zu seinem WM-Einstand ein Tor und eine Vorlage bei.

The last hope for Switzerland, Michel Riesen, listening to the Canadian National Antheme, disappointed. Switzerland looses against Canada 3:5. Thursday, May 11 at the ice palace at the International Worlds Hockey Championsship in St. Petersburg, Russia. (KEYSTONE/Edi Engeler)

Michel Riesen weint wĂ€hrend Kanadas Hymne nach Spielschluss: Der HoffnungstrĂ€ger reiste fĂŒr das Viertelfinal-Spiel aus der AHL an.  Bild: KEYSTONE

Das Telegramm

Schweiz-Kanada 3:5 (0:1,2:1,1:3)
Tore: 20. (19:44) Ryan Smyth (Ausschluss Johnson!) 0:1. 27. RĂŒthemann (Riesen, Reto von Arx/Ausschluss Jovanovski) 1:1. 29. Draper (Ryan Smyth, Aucoin) 1:2. 39. Riesen (Streit/Ausschluss Aucoin) 2:2 (Eigentor Aucoin). 42. Keller (Thomas Ziegler, Jenni) 3:2. 53. Sillinger (Brown) 3:3. 58. Ryan Smyth (Bertuzzi/Ausschluss Riesen) 3:4. 60. Isbister (Brown) 3:5.
Schweiz: Pavoni; Streit, Keller; Salis, Sutter; Seger, Steinegger; Rolf Ziegler, Julien Vauclair; Riesen, Reto von Arx, RĂŒthemann; Patrick Fischer, Crameri, Jenni; Della Rossa, Zeiter, Conne; Demuth, Thomas Ziegler, Micheli.
Bemerkungen: Schweiz ohne Aeschlimann (verletzt), Kanada ohne Regehr und McAmmond (beide ĂŒberzĂ€hlig). - Time-out Schweiz (60.). - Powerplay: Schweiz 2/8; Kanada 1/4.​

7. Mai 2003: 1:3 gegen die Slowakei

Der «Blick» am 8. Mai 2003.

Das schrieb die Sportinformation (si)

Die WM in Finnland ist fĂŒr das Eishockey-Nationalteam nicht ganz unerwartet mit den Viertelfinals zu Ende gegangen. Die Schweiz unterlag vor 12'723 Zuschauern in Helsinki WM-Titelhalter Slowakei nach einer 1:0-FĂŒhrung mit 1:3. Es war eine Ă€rgerliche, eine bittere Niederlage; denn die Qualifikation fĂŒr die Halbfinals wĂ€re trotz des starken Gegners möglich gewesen.

Die Schweizer gingen bei doppelter Überzahl durch das fĂŒnfte WM-Tor von Martin PlĂŒss nach einer Viertelstunde 1:0 in FĂŒhrung und verteidigten diesen Vorsprung 13 Minuten lang. Sie kontrollierten in dieser Phase die Partie gut, «der erste Abschnitt war sogar perfekt», so Ralph Krueger. Die Schweizer besassen durch Valentin Wirz in Unterzahl (8.), durch Flavien Conne (14.) und Sandy Jeannin (17.) sogar ausgezeichnete Möglichkeiten fĂŒr zumindest einen weiteren Treffer. Das 2:0 fiel aber nicht. Und genau in diesem Umstand lag am Ende die Differenz zwischen dem Weltmeister Slowakei und Aussenseiter Schweiz. 

Der slovakische Torhueter Jan Lasak, rechts, laesst den Schweizer Mathias Seger fliegen, beobachtet von seinem Mitspieler Sandy Jeannin, hinten, im Viertelfinalspiel zwischen der Slovakei und der Schweiz , an den Eishockey Weltmeisterschaften, am Mittwoch, 7. Mai 2003, in Helsinki, Finnland. Die Schweizer verleiren den Viertelfinal gegen die Slovakei mit 1:3 Toren.      (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Die Schweizer um Mathias Seger flogen gegen die Slowakei trotz guter Partie aus dem Turnier. Bild: KEYSTONE

Das Telegramm

Slowakei - Schweiz 3:1 (0:1, 2:0, 1:0)
Tore: 15. Martin PlĂŒss (Seger/AusschlĂŒsse Strbak, Demitra) 0:1. 28. Kapus (Visnovsky/Ausschluss Nagy!) 1:1. 40. (39:13) Satan (StĂŒmpel, Palffy/Ausschluss Seger) 2:1. 42. Satan (Svehla) 3:1. - Schweiz: BĂŒhrer; Seger, Forster; Olivier Keller, Streit; Blindenbacher, Steinegger; Jeannin, Aeschlimann, Paterlini; Bezina, Cereda, Patrick Fischer; Della Rossa, Martin PlĂŒss, Patrik BĂ€rtschi; Björn Christen, Conne, Wichser; Wirz.
Bemerkungen: Schweiz ohne Weibel (Ersatz), Lukas Gerber (nicht eingesetzt), Jenni (verletzt), Tobias Stephan und Patrick Fischer II (beide ĂŒberzĂ€hlig). - PfostenschĂŒsse: Miroslav Hlinka (3.), Bondra (8.), Demitra (18./60.). - Powerplay-Ausbeute: Slowakei 1/4; Schweiz 1/5 (ein Shorthander kassiert). - SchĂŒsse: Slowakei 29 (14-10-5); Schweiz 32 (10-8-14).

6. Mai 2004: 1:3 gegen die Slowakei

Die «Berner Zeitung» am 7. Mai 2004.

Das schrieb die Sportinformation (si)

Die Sensation wĂ€re möglich gewesen. An der Eishockey-WM fĂŒhrten die Schweizer im Viertelfinal in Prag bis zur 32. Minute gegen die Slowakei 1:0, wie im Vorjahr verspielten sie im zweiten Abschnitt die FĂŒhrung und verloren am Ende 1:3. Vor einem Jahr in Helsinki hatte die Schweiz das 1:0 bis zur 28. Minute gehalten, ehe ein Shorthander fĂŒr die Wende sorgte. Diesmal spielten die Schweizer noch stĂ€rker, hielten den Vorsprung vier Minuten lĂ€nger und besassen in Martin Gerber wiederum einen starken RĂŒckhalt – dennoch reichte es wieder nicht. Zehn suboptimale Minuten kosteten den Sieg.

Slovakia's Pavol Demitra, not in the picture, scored the 3:1 for his team beating Switzerland's keeper Martin Gerber, right on the ice, and Julien Vauclair, center, during the IIHF Ice Hockey World Championships 2004 quarterfinal match between Slovakia and Switzerland in Prague, Czech Republic, on Thursday, May 6, 2004.  (KEYSTONE/Arno Balzarini)

TorhĂŒter Martin Gerber und Verteidiger Julien Vauclair können das 3:1 durch Pavol Demitra nicht mehr verhindern. Bild: KEYSTONE

Das Telegramm

Slowakei - Schweiz 3:1 (0:1, 2:0, 1:0)
Tore: 10. Wichser (Wirz) 0:1. 32. Strbak (Satan, Cierny/Ausschluss Steinegger) 1:1. 38. Chara (Hossa/Strafe angezeigt) 2:1. 50. Demitra (Lintner/Ausschluss Keller) 3:1.
Schweiz: Gerber; Seger, Forster; Keller, Streit; Hirschi, Steinegger; Vauclair, Bezina; Paterlini, Thomas Ziegler, RĂŒthemann; Della Rossa, PlĂŒss, Fischer; Reichert, AmbĂŒhl, Jenni; Wirz, Jeannin, Wichser.
Bemerkungen: Schweiz ohne BĂŒhrer (Ersatz), Cereda, Kobach und RĂŒeger (alle ĂŒberzĂ€hlig). - 2. Pfostenschuss Ronald Petrovicky, 34. Lattenschuss RĂŒthemann. - Schweiz von 57:50 bis 57:58, 58:05 bis 58:16 und 58:20 bis 60:00 ohne Goalie.

12. Mai 2005: 1:2 gegen Schweden

Die «Aargauer Zeitung» am 13. Mai 2005.

Das schrieb die Sportinformation (si)

Das Eishockey-Nationalteam verlor an der WM in Österreich auch den vierten Viertelfinal in der Ära von Ralph Krueger. Die Partie hĂ€tte fĂŒr die Schweizer nicht besser beginnen können. Nach 27 Sekunden sass Niklas Kronwall bereits auf der Strafbank; nach 80 Sekunden fĂ€lschte Martin PlĂŒss einen Weitschuss von Ivo RĂŒthemann unhaltbar unter die Latte ab. Danach nahm die Schweizer Herrlichkeit ein jĂ€hes Ende. Bloss 325 Sekunden nach PlĂŒss' FĂŒhrungstor (der Frölunda-Center erzielte fĂŒnf der letzten acht LĂ€nderspieltore gegen Schweden!) gelang Verteidiger Kronwall der Ausgleich. Den Siegestreffer erzielte Daniel Sedin (25.).

Swiss player Martin Pluess waits to leave the ice following his team's 2-1 loss to Sweden in IIHF World Ice Hockey Championship quarter-final action in Innsbruck, Austria, Thursday, May 12, 2005. Sweden won 2-1 to advance to the semi-finals. (KEYSTONE/AP Photo/Kevin Frayer)

Sein frĂŒhes Tor hat nicht gereicht: Martin PlĂŒss nach der Niederlage gegen Schweden. Bild: AP

Das Telegramm

Schweden - Schweiz 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)
Tore: 2. Martin PlĂŒss (RĂŒthemann, Mark Streit/Ausschluss Kronwall) 0:1. 7. Kronwall (Zetterberg, Heström) 1:1. 25. Daniel Sedin 2:1.
Schweiz: Martin Gerber; Olivier Keller, Mark Streit; Beat Forster, Seger; Blindenbacher, Bezina; Julien Vauclair, Geyer; Paterlini, Thomas Ziegler, RĂŒthemann; Di Pietro, Martin PlĂŒss, Della Rossa; Patrick Fischer, Jeannin, Lemm; AmbĂŒhl, Conne, Romy.
Bemerkungen: Schweiz ohne Aebischer (Ersatz), Wichser (verletzt), BĂŒhrer und Patrik BĂ€rtschi (beide ĂŒberzĂ€hlig). - SchĂŒsse: Schweden 36 (11-15-10); Schweiz 20 (5-5-10). - Powerplay: Schweden 0/7; Schweiz 1/6.

10. Mai 2007: 1:5 gegen Kanada

Das «St.Galler Tagblatt» am 11. Mai 2007.

Das schrieb die Sportinformation (si)

Das Wunder hat nicht stattgefunden. Die «Eisgenossen» verabschiedeten sich mit einem 1:5 gegen Kanada von der WM. Paul Di Pietro erzielte nach 30 Minuten zum 1:2 den einzigen Schweizer Treffer. Mark Streit brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: «Wir können es uns nicht erlauben, gegen einen Gegner wie Kanada so viele Tore zu kassieren. Auch stÀrkere Mannschaften können gegen Kanada nicht sechs Tore schiessen. Und wir können das schon gar nicht.» Die Schweiz verlor den Viertelfinal wegen haarstrÀubender FahrlÀssigkeiten in der Defensive. Die Fehler und die Fouls nahmen der Schweiz alle Siegchancen.

Die Scheibe landet nach einem Weitschuss des Kanadiers Matthew Lombardi, nicht im Bild, im Tor des Schweizer Hueters Jonas Hiller, rechts der jubelnde Kanadier Rick Nash, links die geschlagenen Schweizer Mark Streit und Julien Vauclar, hinten, im Viertelfinalspiel zwischen Kanada und der Schweiz an der Eishockey Weltmeisterschaft in Moskau am Donnerstag, 10. Mai 2007. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Rick Nash jubelt– die Schweizer Vauclair, Streit und Hiller sind enttĂ€uscht.  Bild: KEYSTONE

Das Telegramm

Kanada - Schweiz 5:1 (1:0, 2:1, 2:0)
Tore: 16. Lombardi 1:0. 30. (29:05) Mayers (Cory Murphy, Chimera) 2:0. 30. (29:43) Di Pietro (Duri Camichel, Reichert) 2:1. 35. Nash (Eric Staal, Phaneuf / AusschlĂŒsse Bezina, AmbĂŒhl) 3:1. 47. Lombardi (Phaneuf, Doan / Ausschluss Reichert) 4:1. 58. Weber (Doan, Eric Staal) 5:1.
Schweiz: Hiller; Mark Streit, Julien Vauclair; Blindenbacher, Bezina; Beat Forster, Beat Gerber; Steinegger; Romano Lemm, Jeannin, Adrian Wichser; RĂŒthemann, AmbĂŒhl, Paterlini; Della Rossa, Monnet, Sprunger; Di Pietro, Wirz, Reichert; Duri Camichel.
Bemerkungen: Schweiz ohne Aebischer (ErsatztorhĂŒter), Sannitz (verletzt), Steve Hirschi und Manzato (beide ĂŒberzĂ€hlig). - Timeout Kanada (35.). - SchĂŒsse: Kanada 44 (18-12-14); Schweiz 22 (10-3- 9). - Powerplay-Ausbeute: Kanada 2/6; Schweiz 0/3.

14. Mai 2008: 0:6 gegen Russland

Die Pendlerzeitung «heute» am 15. Mai 2008.

Das schrieb die Sportinformation (si)

Die Schweizer Nationalmannschaft ist an der WM in Kanada in den Viertelfinals an den Russen deutlich gescheitert. Sie schlugen sich jedoch gleich selbst: Nach sechseinhalb Minuten und zwei Eigentoren (!) lag die Schweiz bereits 0:3 zurĂŒck. Am Ende stand es 0:6.

Beim ersten Gegentreffer (2.) rutschte der Puck Martin Gerber zwischen den Schonern hindurch ins Tor. Das 0:2 fiel nach einem MissverstĂ€ndnis von Gerber und Raphael Diaz, der die Scheibe mit der Hand ins Tor beförderte. Und beim 0:3 hĂ€mmerte Philippe Furrer einen unkontrollierten Schuss direkt ins eigene Tor (!), nachdem er aus dem Gleichgewicht geraten war. 

Das unvergessene Eigentor von Philippe Furrer:

Video: streamable

Das Telegramm

Russland - Schweiz 6:0 (3:0, 3:0, 0:0)
Tore: 2. (1:14) Semin (Grebeschkow) 1:0. 3. (2:18) Afinogenow (Saripow) 2:0 (Eigentor Diaz). 7. Saripow (Ausschluss DĂ©runs) 3:0 (Eigentor Philippe Furrer). 22. Sergei Fedorow (Grebeschkow, Kornejew) 4:0. 27. Afinogenow (Saripow, Tereschtschenko) 5:0. 39. Owetschkin (Kornejew, Nabokow) 6:0.
Schweiz: Martin Gerber (ab 27. Hiller); Diaz, Forster; Blindenbacher, Bezina; Philippe Furrer, Julien Vauclair; Seger, Beat Gerber; DĂ©runs, Jeannin, Reichert; Di Pietro, Thomas Ziegler, Paterlini; Patrik BĂ€rtschi, AmbĂŒhl, Romano Lemm; Sprunger, Sannitz, Monnet.
Bemerkungen: Russland ohne Radulow (ĂŒberzĂ€hlig), Schweiz ohne Wick (verletzt), RĂŒeger und Guggisberg (beide ĂŒberzĂ€hlig). -- Sprunger (37./von Puck im Gesicht getroffen) und Julien Vauclair (54./Unterleibsverletzung nach Check von Kowaltschuk) verletzt ausgeschieden. -- SchĂŒsse: Russland 30 (8-10-12); Schweiz 22 (8-9- 5). -- Powerplay: Russland 1/6; Schweiz 0/2.

20. Mai 2010: 0:1 gegen Deutschland

Die «ZĂŒrichsee-Zeitung» am 21. Mai 2011. 

Das schrieb die Sportinformation (si)

Das Team von Sean Simpson verlor in Mannheim den Viertelfinal gegen den Gastgeber 0:1 und verpasste dadurch eine grosse Chance. Statt erstmals seit 1998 in den Halbfinal einzuziehen, mussten die Schweizer geschlagen vom Eis. Niederlagen gegen Deutschland schmerzen immer – und noch viel mehr in einem Viertelfinal. 

Doch die Schweizer fanden nach den Niederlagen gegen Norwegen (2:3) und Schweden (0:5) nicht mehr zur Form zurĂŒck, die sie in den ersten vier siegreichen Partien ausgezeichnet hatte. Der euphorisierte Gastgeber nutzte dank seinen kĂ€mpferischen QualitĂ€ten die Chance, sich gegen die schwĂ€chelnden Schweizer durchzusetzen. Und so reichte den Deutschen im erwarteten AbnĂŒtzungskampf der Treffer von Philipp Gogulla (31.) zum Einzug in die Halbfinals. Nach der Schlusssirene entluden sich die Emotionen in einer Massenkeilerei; die Schweizer verabschiedeten sich wenig ruhmreich aus dem Turnier.

Massenschlaegerei mit dem Schweizer Goran Bezina, links, am Spielende im Viertelfinalspiel der Eishockey Weltmeisterschaft zwischen der Schweiz und Deutschland am Donnerstag, 20. Mai 2010, in der SAP Arena in Mannheim, Deutschland. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Nach Spielende kam es gegen Deutschland noch zur MassenschlÀgerei. Bild: KEYSTONE

Das Telegramm

Deutschland - Schweiz 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)
Tor: 31. Gogulla (Hospelt, Sulzer) 1:0.
Schweiz: Martin Gerber; Seger, Julien Vauclair; Hirschi, Bezina; Du Bois, Josi; Helbling; DĂ©runs, Martin PlĂŒss, RĂŒthemann; Duca, Savary, Romano Lemm; Damien Brunner, AmbĂŒhl, Monnet; Björn Christen, Trachsler, Jenni; Romy. -
Bemerkungen: Schweiz ohne Stephan (ErsatztorhĂŒter), Manzato, Geering, Niederreiter (alle ĂŒberzĂ€hlig) und Back (nicht gemeldet). Timeout Schweiz (58:36), Schweiz danach ohne TorhĂŒter. - SchĂŒsse: Deutschland 25 (6-14-5); Schweiz 41 (12-10-19). - Powerplay: Deutschland 0/1; Schweiz 0/1.

16. Mai 2013: 2:1 gegen Tschechien

Der «Blick» am 17. Mai 2013.

Das schrieb die Sportinformation (si)

Die Schweizer Nationalmannschaft zog an der WM in Stockholm sensationell zum ersten Mal seit 1998 in die Halbfinals ein. Das Team von Sean Simpson setzte sich gegen Tschechien 2:1 durch und erreichte den am höchsten einzustufenden Erfolg im hiesigen Eishockey. Am Samstag (19 Uhr) trifft die Schweiz nun auf die USA, die Vorjahressieger Russland im Viertelfinal gleich mit 8:3 abfertigten. Gegen die USA hat die Schweiz drei der letzten vier WM-Duelle gewonnen.

Sean Simpson, top left, head coach of Switzerland national ice hockey team, jubilates and Switzerland's players, from left, Martin Pluess, Simon Moser, Matthias Bieber, Thibaut Monnet, Luca Cunti, and Patrick von Gunten, jump over the bench after winner over Czech, during the IIHF Ice Hockey World Championships quarterfinal game Switzerland vs Czech Republic at the Globe Arena in Stockholm, Sweden, on Thursday, 16 May 2013. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Endlich geschafft! Die Schweiz jubelt nach den Viertelfinal-Sieg gegen Tschechien. Bild: KEYSTONE

Das Telegramm

Schweiz – Tschechien 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)
Tore: 6. Hollenstein (Blindenbacher, Suri) 1:0. 34. Josi (Gardner, Diaz/Ausschluss Hubacek) 2:0. 46. Kutlak (Plekanec, Voracek/Ausschluss Suri) 2:1.
Schweiz: Gerber; Seger, Vauclair; Blindenbacher, Philippe Furrer; Diaz, Josi; Von Gunten; Niederreiter, PlĂŒss, Moser; Walker, Trachsler, Bieber; Suri, Gardner, AmbĂŒhl; Bodenmann, Cunti, Hollenstein; Monnet.
Bemerkung: Tschechien ab 58:52 ohne TorhĂŒter.

Die Schweiz schlug anschliessend auch die USA im Halbfinale:

14. Mai 2015: 1:3 gegen die USA

Die «Basler Zeitung» am 15. Mai 2015.

Das schrieb die Sportinformation (si)

Als Roman Josi die Schweizer in der 14. Minute mit einem Traumtor in FĂŒhrung schoss, durften die Schweizer zwei Jahre nach dem Wunder von Stockholm auf einen neuerlichen Halbfinal-Einzug hoffen und spekulieren. Doch im Mitteldrittel drehten die Amerikaner die Partie mit zwei Toren innerhalb von 57 Sekunden. Jake Gardiner sorgte in der 51. Minute mit dem dritten Treffer fĂŒr den Favoriten fĂŒr die Entscheidung.

epa04748159 Players of Switzerland show their dejection after the Ice Hockey World Championship 2015 quarter final match between the USA and Switzerland at CEZ Arena in Ostrava, Czech Republic, 14 May 2015. The USA won 3-1.  EPA/ARMANDO BABANI

Aus der Traum! Die Schweiz verliert gegen die USA trotz frĂŒher FĂŒhrung. Bild: EPA

Das Telegramm

USA – Schweiz 3:1 (0:1, 2:0, 1:0)
Tore:
14. Josi 0:1. 31. (30:17) Smith (Vesey, Arcobello) 1:1. 32. (31:14) Coyle (Jones, Lee) 2:1. 51. Gardiner (Coyle, Lee) 3:1. – 
Schweiz: Berra; Blum, Josi; Geering, Streit; Helbling, Grossmann; Loeffel; Bodenmann, AmbĂŒhl, Bieber; Brunner, Romy, Hollenstein; Walker, Almond, Suri; Fiala, Trachsler, SchĂ€ppi; Wieser. –
Bemerkungen: Schweiz ohne Du Bois, Kukan (beide verletzt), Manzato (ĂŒberzĂ€hlig), Scherwey (nicht gemeldet) und Genoni (ErsatztorhĂŒter). – Schweiz ab 57:35 ohne TorhĂŒter. – SchĂŒsse: USA 24 (9-7-8); Schweiz 22 (4-12-6). – Powerplay-Ausbeute: USA 2/0; Schweiz 3/0.

18. Mai 2017: 1:3 gegen Schweden

Die «Aargauer Zeitung» am 19. Mai 2017.

Das schrieb die Sportinformation (si)

Das Schweizer Nationalteam hat es erneut nicht geschafft, Schweden in einem K.-o.-Spiel zu bezwingen, und ist in den WM-Viertelfinals ausgeschieden. Die Schweizer durften sich damit trösten, dass sie noch nie so nah dran waren, die Schweden aus einem WM- oder Olympia-Turnier zu werfen. Trotz der Niederlage kann die WM als Erfolg abgebucht werden. Die unerfahrene Schweizer Mannschaft, auf dem Papier nicht mit allzu viel Talent gesegnet, war mit wenig Kredit ins Turnier gestartet.

Switzerland's Gaeetan Haas, center, in action against Sweden's Victor Hedmann, left, and goaltender Henrik Lundqvist during their Ice Hockey World Championship quarter final match between Switzerland and Sweden in Paris, France on Thursday, May 18, 2017. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Der einzige Schweizer TorschĂŒtze Gaetan Haas im Kampf gegen drei Schweden. Bild: KEYSTONE

Das Telegramm

Schweiz - Schweden 1:3 (1:1, 0:1, 0:1)
Paris. – 8417 Zuschauer. – SR Iverson/Kubus (CAN/SVK), Otmachow/Suchanek (RUS/CZE).
Tore: 5. BÀckström (Lindberg, Nylander) 0:1. 13. Haas 1:1 (Eigentor Ekman-Larsson). 34. Nylander (Ekman-Larsson) 1:2. 44. Edler (Joel Lundqvist) 1:3.
Schweiz: Genoni; Diaz, Furrer; Loeffel, Genazzi; Untersander, Kukan; Marti; RĂŒfenacht, Almond, SchĂ€ppi; Praplan, Haas, Hollenstein; AmbĂŒhl, Malgin, Herzog; Bodenmann, Suter, Suri; Brunner.
Bemerkungen: Schweiz ohne Untersander (verletzt), Richard, Hiller (beide ĂŒberzĂ€hlig) und Schlegel (Ersatzgoalie). Schweden ohne Carl Klingberg (Zug) und Omark (beide ĂŒberzĂ€hlig). - Furrer (im zweiten Drittel), Almond (nach zwei Dritteln) und Diaz (49.) verletzt ausgeschieden.

Diese bewÀhrten Nationalspieler sind nicht an der WM dabei

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jakal 17.05.2018 19:51
    Highlight Wow, vor 18 Jahren war Leberwurst Riesen aus der AHL noch unser grosser HoffnungstrĂ€ger😆 Wie doch die Zeit vergeht ...
    8 0 Melden
  • Pat the Rat (der Echte) 17.05.2018 19:45
    Highlight Och Zappella, Du miesepetriger Spass/Spielverderber...
    6 0 Melden
  • Pana 17.05.2018 17:20
    Highlight FrĂŒher war Slowakei noch ne Nummer zu gross fĂŒr uns. Jetzt gilt es als Pflicht, sie auf dem Weg ins Viertelfinal hinter uns zu lassen. Baby steps :)
    48 0 Melden
  • kupus@kombajn 17.05.2018 17:04
    Highlight Furrers Eigentor....ich musste damals echt lachen 😂
    27 1 Melden
  • N. Y. P. D. 17.05.2018 17:02
    Highlight Wer tickert heute ?

    Emma ?

    Hugo Stamm ?

    Emily ?
    10 0 Melden
    • Adrian Buergler 17.05.2018 17:35
      Highlight @N. Y. P.: Der einzigartige Jonatan SchÀfer wird sich dieser tollen Aufgabe annehmen.
      17 0 Melden
    • N. Y. P. D. 17.05.2018 17:41
      Highlight The one and only !

      Ihr seid aber alle top !

      Ein Himmelfahrtskommando, heute Abend.
      12 1 Melden
    • Tikkanen 17.05.2018 18:12
      Highlight @BĂŒrgler: Die Watson Ticker wĂŒrden einen Schuss Spritzigkeit gut vertragenđŸ€”
      8 6 Melden
  • N. Y. P. D. 17.05.2018 17:00
    Highlight Jetzt bin ich scheisse drauf !

    Wieso wurde ich nirgends gewarnt, dass ich den Artikel nicht lesen soll. Wenigstens ein kleiner Hinweis wÀre angebracht gewesen !
    15 1 Melden
  • Dory..hĂ€? 17.05.2018 16:26
    Highlight WĂ€gg! Furt! Pfui Watson! Lis ig nid! 🙈
    12 4 Melden

3 Tore in 4 Minuten – wie die Schweiz in den WM-Halbfinal stĂŒrmte

Das Eishockey-Nationalteam steht an der WM in DĂ€nemark in den Halbfinals. Die Schweizer besiegten Finnland nach einem 0:1-RĂŒckstand bis zur 30. Minute mit 3:2. Im Halbfinal trifft die Schweiz am Samstag auf Kanada.

In magischen 235 Sekunden wurde das Fundament fĂŒr den historischen Sieg gelegt. Gegen Finnland hatte die Schweiz an Weltmeisterschaften seit 1972 nie mehr gewonnen. In den 46 Jahren seither gab es bloss an den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary einen glĂŒckhaften 2:1-Sieg ĂŒber die Suomi.

Mit GlĂŒck und Fortune hatte der Schweizer Sieg in Herning wenig zu tun. Die Schweizer rissen im zweiten Abschnitt die Initiative vehement an sich und wurden fĂŒr ihre mutige Spielweise mit drei Toren 


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