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Super-G in Soldeu: Suter wieder auf Podest – Aicher gewinnt überlegen

Corinne Suter fährt in Soldeu wieder aufs Podest – Aicher gewinnt überlegen

Die junge Deutsche Emma Aicher gewinnt den ersten von zwei Super-G in Soldeu überlegen. Corinne Suter steigt wie schon am Vortag auf das Podest.
28.02.2026, 09:1528.02.2026, 15:45

24 Stunden nach ihrem Sieg in der Abfahrt eröffnete Suter das Rennen in den andorranischen Pyrenäen. Mit der im Super-G undankbaren Startnummer 1 legte sie bei hohen Temperaturen eine Zeit in den frühlingshaften Schnee, an der sich die folgenden Fahrerinnen lange die Zähne ausbissen und die sie am Ende auf Platz 3 führte.

Germany's Emma Aicher reacts at the finish area during a women's World Cup super-G race, in Soldeu, Andorra, Saturday, Feb. 28, 2026. (AP Photo/Marco Trovati)
Ester Ledecka
Emma Aicher.Bild: keystone

Das Vertrauen bei Suter ist zurück

«Ich hätte heute nicht damit gerechnet», sagte Suter nach ihrem zehnten Weltcup-Podestplatz im Super-G gegenüber SRF. Sie sei nach ihrem Comeback noch nicht so überzogen gefahren in dieser Disziplin, in der man auf seinen Instinkt vertrauen müsse.

Das bisher fehlende Vertrauen ist bei der 31-jährigen Schwyzerin auf einen Sturz im Abfahrtstraining Anfang Dezember in St. Moritz zurückzuführen, bei dem sie sich einen Muskelfaserriss im linken Unterschenkel, eine Prellung des linken Kniegelenks und eine Fraktur im rechten Rückfussbereich zugezogen hat. Erst im Januar konnte sie wieder einsteigen. Nicht rechtzeitig, um bei den Olympischen Spielen - wie sonst fast schon üblich für sie an Grossanlässen - zuzuschlagen. Nun aber überrascht Suter in den ersten beiden Rennen nach dem Grossanlass gleich doppelt.

«Ich fahre nicht anders Ski als direkt nach der Verletzung. Aber das Vertrauen ist zurück und ich habe keine Schmerzen mehr im Körper. Wenn das passt, traut man sich viel mehr zu und fährt die Kurven wieder, wie man sie will.»

Aicher bringt sich in Position

Suter musste sich einzig von der Neuseeländerin Alice Robinson und der siegreichen Emma Aicher geschlagen geben. Die 22-jährige Deutsche distanzierte die Konkurrenz um 88 Hundertstel und mehr. Erklären konnte sie sich ihren schnellen Lauf nicht. «Oben habe ich es ganz gut getroffen. Ich konnte den Speed mitnehmen, das bringt einem viel auf dieser Strecke», versuchte sie einen Ansatz zu finden. In ihrer unbekümmerten Art fügte sie hinzu, dass sie in Anbetracht von mehr als acht Zehnteln Vorsprung bei der Zieldurchfahrt gedacht habe: «Das könnte vielleicht gut werden heute.»

Für Aicher, die an den Olympischen Spielen Silber in der Abfahrt und der Team-Kombination gewann, kam es gut und ist es der fünfte Weltcupsieg, der dritte in dieser Saison. Sie gewann bereits die Abfahrt in St. Moritz und den Super-G in Tarvisio.

In der Disziplinenwertung machte Aicher Boden gut auf Sofia Goggia (6.) und Robinson. Bei noch drei ausstehenden Rennen liegt sie 96 Punkte hinter der Italienerin und 76 Zähler hinter Robinson. Bereits am Sonntag kann sie weiter Druck auf ihre Konkurrentinnen machen, wenn in Soldeu der zweite Super-G innert 24 Stunden auf dem Programm steht.

Ricarda Haaser erlitt Bruch des Schienbeinkopfs

Ricarda Haaser hat sich im Super-G in Garmisch erneut schwer verletzt. Die Österreicherin erlitt bei ihrem Sturz eine Fraktur des linken Schienbeinkopfs.

Die 32-jährige Tirolerin, die mit dem Rettungsschlitten abtransportiert und danach ins Spital überführt wurde, wird damit erneut länger pausieren müssen. Erst im Dezember war Haaser in den Weltcup zurückgekehrt, nachdem sie sich im Februar des letzten Jahres bei der WM in Saalbach-Hinterglemm im Super-G einen Kreuzband- und Innenmeniskusriss im rechten Knie zugezogen hatte. (lak/sda)

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