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Jet Set beim letzten Auftritt seines Lebens.
Jet Set beim letzten Auftritt seines Lebens.
Bild: keystone

«Äusserst tragisch» – Schweizer Olympia-Pferd «Jet Set» eingeschläfert

Die Schweizer Equipe in Tokio muss einen tragischen Zwischenfall verarbeiten. Der Wallach Jet Set von Vielseitigkeits-Reiter Robin Godel wird nach dem Geländeritt eingeschläfert.
01.08.2021, 10:2501.08.2021, 12:25

Der 14-jährige Jet Set unter Schlussreiter Robin Godel musste kurz nach dem fünftletzten Hindernis anhalten. Der Wallach hatte sich bei der Landung in der letzten Wasserkombination verletzt und konnte deshalb auf einem Bein nicht mehr richtig auffussen und humpelte.

Jet Set hatte sich bei der Landung in der letzten Wasserkombination einen Bänderriss im rechten Vorderbein zugezogen. Aufgrund der Schwere der Verletzung und den damit einhergehenden Schmerzen habe das Pferd eingeschläfert werden müssen, teilte der Schweizerische Verband für Pferdesport in einer Mitteilung mit.

«Einfach nur Pech und äusserst tragisch»

Reiter Godel blieb beim Vorfall unverletzt. Der tragische Unfall sei weder auf ein Verschulden des Reiters noch auf den Parcours zurückzuführen, schrieb der Dachverband Swiss Olympic in einem Communiqué zum Vorfall. «Dem Reiter kann man keinen Vorwurf machen, so etwas kann schnell passieren», sagte Equipenchef und Veterinär Dominik Burger zur «Pferde-Woche». «Es ist einfach nur Pech und äusserst tragisch.»

Irreparabler Schaden

«Das Pferd wurde sofort tierärztlich versorgt und nach einer ersten Untersuchung mit einem Krankenwagen in die Tierklinik vor Ort gebracht», schreibt der internationale Reitsport-Verband FEI. «Leider wurde bei der Ultraschalluntersuchung ein irreparabler Bänderriss in der rechten unteren Gliedmasse, direkt über dem Huf, festgestellt. Aus humanen Gründen und mit dem Einverständnis der Besitzer und des Sportlers wurde beschlossen, das Pferd einzuschläfern.»

Godel und Jet Set bei der Dressur am Samstag.
Godel und Jet Set bei der Dressur am Samstag.
Bild: keystone

Diplom liegt nicht mehr drin

Trotz des Zwischenfalls wird das Schweizer Team am Montag im abschliessenden Springen an den Start gehen. Ersatzreiterin Eveline Bodenmüller kommt mit Violine de la Brassiere zum Einsatz.

In der Einzelwertung fiel Felix Vogg im Geländeritt vom 8. Zwischenrang auf Platz 21 zurück. Neu führt Mélody Johner mit Platz 19 die teaminterne Wertung an. In der Mannschaftswertung wurde die Schweiz für den Ausfall von Godin und Jet Set mit 200 Strafpunkten belegte. Das angepeilte Diplom (Top 8) liegt nun ausser Reichweite. (ram/sda)

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Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2020 in Tokio

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quelle: keystone / martin meissner
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