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Ukraine führt erneuten Angriff auf Krim durch

Ukraine führt erneuten Angriff auf Krim durch: Passagierzug getroffen, Verkehr steht still

Bei einem neuen ukrainischen Drohnenangriff auf einen Passagierzug auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim ist ein Lokführerassistent laut Behördenangaben getötet worden.
08.06.2026, 09:2008.06.2026, 09:20

Der Lokführer selbst sei verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter auf der Krim, Sergej Aksjonow, bei Telegram mit.

A Ukrainian serviceman of the Cerberus Ground Unmanned Systems Company of the 60th Separate Mechanized Brigade, Third Army Corps, conducts a drill with a combat ground drone during a training at the p ...
Die Ukraine hat weitere Drohnenangriffe auf die Krim durchgeführt.Bild: keystone

Der Personenzug sei auf der Strecke Moskau–Simferopol getroffen worden. «Fahrgäste blieben unverletzt», teilte Aksjonow mit. Der Zugverkehr wurde in der touristischen Hochsaison vorübergehend eingestellt.

Es seien sämtliche Züge evakuiert und die Passagiere in Bussen weiter transportiert worden, teilte die Bahngesellschaft Grand Service Express bei Telegram mit. Bereits vorige Woche gab es nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Nahverkehrszug laut Behörden einen Toten und zwei Verletzte.

Schlag in der Tourismusregion

Der neuerliche Angriff trifft auch das Hotel- und Gaststättengewerbe auf der Krim empfindlich. Experten rechnen laut der Moskauer Zeitung «Kommersant» damit, dass auf der bei den Russen beliebten Halbinsel in diesem Jahr drei bis vier Millionen Touristen wegbleiben. Die Zeitung berichtete von zahlreichen Stornierungen und rückläufigen Buchungszahlen.

Grund für die ausbleibenden Urlauber sei auch die Rationierung von Kraftstoff an den Tankstellen. Die Benzinkrise hält viele Autofahrer von Reisen auf die Krim ab.

Russland hatte die Krim 2014 annektiert und nutzt sie auch als Aufmarschgebiet für seine Truppen im Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew will mit den Drohnenangriffen vor allem den militärischen Nachschub stören. Das Land verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion.

Auch Ölterminal in Noworossijsk erneut getroffen

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den nächtlichen Abschuss von mehr als 300 Drohnen in verschiedenen Regionen, darunter auch auf der Krim. Überprüfbar sind die Angaben von unabhängiger Seite nicht. Getroffen wurde erneut auch ein Ölterminal in dem Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk. Es sei niemand verletzt worden, teilten die Behörden mit.

Die Ukraine will mit den Schlägen gegen die russische Ölindustrie vor allem den Energieexport treffen, mit dem Moskau seine Kriegsmaschinerie finanziert. Die russische Führung hatte zuletzt Rückgänge bei der Ölförderung und wirtschaftliche Probleme durch die zunehmenden ukrainischen Drohnenangriffe eingeräumt, betonte aber, dass die Lage unter Kontrolle sei. (dab/sda/dpa)

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stronghelga
08.06.2026 09:35registriert März 2021
Hätte Russland den Angriff geführt, wären neben dem Assisstenten sämtliche Zugsführer sowie Passagiere getötet und das nebenanliegende Schulgebäude gleich auch noch dem Erdboden gleich gemacht worden.

Das ist der Unterschied.
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Hans Jürg
08.06.2026 11:11registriert Januar 2015
Lasst aber die Krimbrücke auf jeden Fall noch befahrbar. Nur in Einbahnrichtung nach Russland. Irgendwie müssen die BesatZZer ja noch wegkommen können.
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Überdimensionierte Riesenshrimps aka Reaper
08.06.2026 10:02registriert Juni 2016
Die Schleichende Rückführung aller Besatzer der Krim seit 2014 hat begonnen.

Nur deshalb steht die Kertschbrücke noch.
Sie soll Russischen Truppen (ohne Schweres Material), Touris und von Russland angesiedelten Landdieben denn Abzug ermöglichen.

Andernfalls könnte die dort stationierten Truppen aus Verzweiflung einen langen Kampf führen.
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