Coronavirus
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People enjoy the warm spring weather on the shore of the Lake Geneva during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Lausanne, Switzerland, Sunday, May 24, 2020. In Switzerland from 11 May, loosening measures slowing down the ongoing pandemic of the COVID-19 disease, which is caused by the SARS-CoV-2 coronavirus, become effective by step. Classroom teaching at primary and lower secondary schools will again be permitted. Shops, markets, museums, libraries and restaurants will be able to reopen under strict compliance with precautionary measures. (KEYSTONE/Laurent Gillieron).

In verschieden Ländern oder Regionen wurden die Corona-Massnahmen (wieder) verschärft. Bild: KEYSTONE

Hier wurden die Corona-Massnahmen (wieder) verschärft

Die Fallzahlen in Europa steigen langsam wieder an. Um einen neuerlichen nationalen Lockdown zu verhindern, haben viele Länder ihre Massnahmen verschärft – oder stehen kurz davor.



Europa hat das Coronavirus derzeit mehr oder weniger unter Kontrolle. Doch in einigen Ländern oder Regionen stiegen die Fallzahlen zuletzt so stark an, dass nun diverse Beschränkungen wieder eingeführt werden – oder erstmals erlassen werden.

Zuletzt zog insbesondere Belgien die Schraube wieder an. Erst wurde unter anderem die Maskenpflicht ausgeweitet (siehe unten). Ab heute gilt zudem: Für die nächsten vier Wochen darf man sich in Belgien nur noch mit 5 statt 15 Menschen treffen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören.

Ebenfalls neu in Belgien ab heute:

Doch Belgien ist nicht alleine mit dem Verschärfen der Massnahmen. Wie sieht es in anderen Ländern und Regionen aus? Hier der Überblick.

Italien gehört nicht dazu, hier scheint man das Virus im Griff zu haben:

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Österreich

Österreich hat seine Massnahmen früh wieder gelockert. Auch die Maskenpflicht galt zwischenzeitlich nur noch in Bussen, Bahnen, im medizinischen Bereich und in einigen Regionen. Doch Bundeskanzler Sebastian Kurz weitete diese nach steigenden Fallzahlen am 24. Juli wieder auf Supermärkte, Bank-/Postfilialen und weitere öffentliche Einrichtungen aus.

People, many wearing a protective masks walk in a street in Vienna, Austria, Saturday, May 2, 2020 after certain shops and businesses were allowed to reopen. The Austrian government has moved to restrict freedom of movement for people, in an effort to slow the onset of the COVID-19 coronavirus. (AP Photo/Ronald Zak)

In Österreich wurde die Maskenpflicht wieder ausgeweitet. Bild: AP

Wenige Tage später entschied Österreich zudem, die Bestimmungen bei Einreisen aus verschiedenen Ländern wieder zu verschärfen. So muss man aus 32 Ländern erst wieder zehn Tage in Quarantäne oder einen aktuellen PCR-Test vorlegen. Nicht davon betroffen ist die Einreise aus der Schweiz.

Frankreich

Auch Frankreich verschärfte die Maskenpflicht, nachdem die Fallzahlen wieder nach oben gezeigt hatten. Ab dem 20. Juli muss darum in öffentlichen geschlossenen Räumen die Maske getragen werden. Dazu zählen Geschäfte, Banken, Kinos, Museen oder auch Fitnessstudios. Zuvor konnten die Besitzer selbst wählen, ob man eine Maske tragen muss oder nicht.

People take a break next to the Eiffel Tower in Paris, Sunday, July 26, 2020. France's coronavirus infection rate has continued its worrisome upward creep, with health authorities saying each infected person on average contaminates 1.3 other people. (AP Photo/Christophe Ena)

Man kann den Eiffelturm in Paris besichtigen – aber nur mit Maske. Bild: keystone

Im öffentlichen Verkehr gilt in Frankreich seit Mai das Maskenobligatorium, dieses wurde bisher nicht gelockert oder verschärft.

Spanien

In Spanien stiegen die Corona-Fälle in den letzten Tagen wieder merklich an. Landesweit gab es zwar noch keine allgemeinen Verschärfungen der geltenden Regeln. Aber im Nordosten des Landes (Katalonien, Aragonien) wurden Clubs, Discos und andere Lokale des Nachtlebens wieder geschlossen.

People gather at a public square at night in Gracia neighborhood, Barcelona, Spain, Friday, July 24, 2020. Health authorities in the northeastern region of Catalonia have ordered nightclubs to be fully closed and bars and restaurant in Barcelona to shut down by midnight in an effort to stem the spread of the new coronavirus. (AP Photo/Felipe Dana)

In Barcelona wurden die Massnahmen gegen das Coronavirus wieder deutlich erhöht. Bild: keystone

In Barcelona wurden auch alle Kulturveranstaltungen wieder verboten. Zudem sollen die Bewohner ihre Häuser nur noch für wichtige Dinge verlassen – woran sich die Bevölkerung allerdings in den ersten Tagen wenig hielt.

Einige Länder, wie beispielsweise Frankreich, brummen Spanien-Rückkehrern neuerdings auch wieder Quarantänepflicht auf. Deutschland rät seinen Bürgern seit heute gar von Reisen nach Barcelona ab.

Belgien

In Belgien gelten ab heute wieder verschärfte Massnahmen. Schon am Wochenende wurden zuvor einige Regeln verschärft.

So versucht Belgien die Corona-Epidemie seit Samstag (25.7.) mit einer ausgeweiteten Maskenpflicht einzudämmen. Der Mund-Nasen-Schutz muss neu auch auf Märkten, Einkaufsstrassen und in öffentlichen Gebäuden getragen werden.

Auch in der Gastronomie gilt neuerdings Maskenpflicht – zumindest bis die Gäste am Tisch sitzen. Ihre Kontaktdaten werden neu für 14 Tage gespeichert.

epa08558968 A handout photo made available by the Federal Public Service Chancellery of the Belgian Prime Minister shows Daniel Stuyven (L, back), known under the stage name Daan, performing in a concert before a socially-distanced audience on occasion of Belgium's National Day in Dinant, Belgium, 21 July 2020. The traditional military parade, mass festivities and fireworks have been cancelled this year due to the ongoing pandemic of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus. The usual activities have instead been replaced with an alternative program that pays tribute to the health workers on the frontlines of the fight against the virus.  EPA/BRUNO FAHY HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Der belgische Musiker Dann Stuyven gibt zum Nationalfeiertag am 21. Juli ein coronakonformes Konzert. Bild: keystone

Schon vor dieser Verschärfung galt in Belgien eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften, Gotteshäusern, Kinos und Museen. Da die Infektionen trotzdem zunahmen, wurden die oben erwähnten Verschärfungen entschieden.

Schweiz

In der Schweiz gilt die Maskenpflicht landesweit im öffentlichen Verkehr. Einige Kantone gingen aber aufgrund der Entwicklungen noch einen Schritt weiter. So verfügt Genf ab heute (28. Juli) eine Maskenpflicht für Geschäfte, wenn keine andere Massnahme wie beispielsweise eine Plexiglasscheibe vorhanden ist.

Auch Coiffeure und Mitarbeiter in Schönheitssalons müssen neu eine Maske tragen. Zudem müssen Bars und Discos Kontaktdaten erfassen. Und am Montag teilte der Flughafen Genf mit, dass ab (heute) Dienstag Masken getragen werden müssen.

epa08525783 An information display reads 'From Monday July 6 wearing a mask obligatory in publics transports' is displayed on a screen in a tramway of the Transports publics genevois, TPG, (English: Geneva Public Transport), in Geneva, Switzerland, 03 July 2020. From July 6 all passengers of TPG will to wear obligatory protective face masks as a precaution against the spread of the coronavirus COVID-19.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

In Genf muss nicht mehr nur im öffentlichen Verkehr eine Maske getragen werden. Bild: keystone

Auch in den Kantonen Waadt (seit dem 8. Juli) und Jura (6. Juli) gilt die Maskenpflicht in Geschäften.

Grossbritannien

In Schottland gilt die Maskenpflicht in Geschäften und anderen geschlossenen Räumen schon seit dem 1. Juli, am 24. Juli zog auch England nach.

Auch auf der Insel ist die Epidemie noch längst nicht vorbei und man versucht die Verbreitung des Coronavirus mit härteren Massnahmen zu verhindern.

epa08564263 Shoppers in Oxford Street, Central London, Britain, 24 July 2020. Face coverings or masks have become mandatory for shoppers in England as well as members of the public using supermarkets, transport hubs and banks.  EPA/WILL OLIVER

Neu gilt auch in England: Maskenpflicht in Geschäften. Bild: keystone

Tschechien

Auch in Teilen von Tschechien wurden die Massnahmen vor einigen Tagen wieder verschärft. Nachdem in der nordöstlichen Region an der Grenze zu Polen und der Slowakei die Fallzahlen wieder angezogen hatten, wurde eine Maskenpflicht eingeführt, Öffnungszeiten der Restaurants beschränkt und Grenzkontrollen verschärft.

Ostrava, Tschechien. Bild: Shutterstock

Ostrava ist die grösste Stadt im Nordosten Tschechiens. bild: shutterstock

Tschechien versucht – wie viele andere Länder auch – nach dem ersten Lockdown den neuerlichen Anstieg der Corona-Zahlen mit lokalen Massnahmen einzudämmen.

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