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Sie ist sauer und will die Wahrheit: Stormy Daniels.  Bild: AP/AP

Was macht Pornostar Stormy Daniels an der Anhörung von Trump-Anwalt Cohen? 4 Antworten

Trump-Anwalt Michael Cohen wollte vor Gericht erwirken, dass sein beschlagnahmtes Material unter Verschluss gehalten wird. Anwesend vor Gericht war auch Pornostar Stormy Daniels. 

17.04.18, 05:42 17.04.18, 07:38

Um welchen Prozess geht es?

Im Zuge der Ermittlungen gegen den Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, hat der Rechtsvertreter vor einem US-Bezirksgericht eine Niederlage erlitten. Er wollte bei ihm beschlagnahmtes Material unter Verschluss halten.

Richterin Kimba Wood lehnte bei der Anhörung im New Yorker Stadtteil Manhattan am Montag einen entsprechenden Antrag Cohens ab. Sie stimmte allerdings zu, dass Cohens eigene Anwälte Zugang zum Material erhalten sollen.

Michael Cohen Bild: EPA/EPA

Um was für Material geht es?

Cohens Büros waren am Montag vergangener Woche durchsucht worden. Die Ermittlungen gegen ihn zielen laut US-Justizministerium hauptsächlich auf sein Geschäftsgebaren ab. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stehen viele Vorwürfe gegen den langjährigen Trump-Vertrauten nicht im Zusammenhang mit seiner Arbeit als Anwalt, sondern mit seiner Tätigkeit als Geschäftsmann.

In die Schlagzeilen geraten war Cohen zuvor allerdings bereits wegen einer Zahlung an die Pornodarstellerin Stormy Daniels, die angibt, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben. Berichten zufolge wurden bei der Razzia bei Cohen vergangene Woche auch Unterlagen zu Geldzahlungen an die Pornodarstellerin sichergestellt.

Cohen hatte Mitte Februar zugegeben, Stormy Daniels wenige Tage vor der Präsidentenwahl 130'000 Dollar gezahlt zu haben – angeblich aus eigener Tasche und ohne Trumps Wissen. Das Geld soll Stormy Daniels dafür erhalten haben, dass sie die Affäre nicht ausplauderte. Die Vereinbarung hält sie heute für nichtig, sie liegt darüber im Rechtsstreit mit Cohen.

Warum erschien Stormy Daniels zum Prozess? 

Auch Stormy Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heisst, erschien am Montag vor dem New Yorker Gericht. Unter enormem Medienandrang drängte sie sich in letzter Minute in das Gerichtsgebäude.

Stormy Daniels nutzte den Medienandrang. Bild: EPA/EPA

«Herr Cohen hat sich seit Jahren so aufgeführt, als stünde er über dem Gesetz. Das ist jetzt vorbei», sagte die Pornodarstellerin nach der Anhörung vor Journalisten.  «Mein Anwalt und ich sind entschlossen, sicherzustellen, dass jeder die Wahrheit erfährt.»

Was hat der Fox News-Mitarbeiter damit zu tun?

Eine unerwartete Wendung nahm die Gerichtsanhörung am Montag, als Richterin Wood Cohens Anwalt aufforderte, den Namen eines zuvor unter Verschluss gehaltenen Mandanten zu nennen und sich herausstellte, dass es sich um den Moderator des Senders Fox News, Sean Hannity, handelt.

Auch ein Klient von Cohen: Sean Hannity Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Trump gilt als Bewunderer Hannitys und soll regelmässig mit ihm telefonieren. Hannitys Sendung ist derzeit diejenige mit den höchsten Einschaltquoten im US-Kabelfernsehen. Hannity selbst stritt indes ab, ein Mandant Cohens zu sein. (sar/sda/afp)

Stormy Daniels packt über ihre Affäre mit Trump aus

Video: srf

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1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Scaros_2 17.04.2018 11:39
    Highlight Faszinierend. Der eine sagt unter Eid, das Hannity sein Mandant ist und dieser selbst sagt er sei es nicht.
    4 0 Melden

Seine Ausrede in der Porno-Affäre bringt Trump in Teufels Küche

Mit einer Wutrede hat Donald Trump auf die FBI-«Razzia» bei seinem New Yorker Anwalt reagiert. Es geht unter anderem um eine Zahlung von 130'000 Dollar an Ex-Pornostar Stormy Daniels – von der Trump angeblich nichts wusste.

Donald Trump kommuniziert gern und oft. In einer Angelegenheit aber blieb er auffällig stumm: Im Januar enthüllte das «Wall Street Journal», dass der US-Präsident 2006 eine Affäre mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels – bürgerlicher Name Stephanie Clifford – gehabt und ihr kurz vor der Präsidentschaftswahl 2016 ein Schweigegeld von 130'000 Dollar bezahlt haben soll.

Der Präsident schwieg seinerseits, selbst als Daniels am 25. März im Magazin «60 Minutes» auf dem Fernsehsender CBS darüber …

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