Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Plakate mit dem Slogan

«Lebensfremde Übertreibungen»: Die meisten Schweizer mussten noch nie kalt duschen. Bild: KEYSTONE

Energie-Flop zeigt: Die Angstmacherei der SVP funktioniert nicht mehr

Die SVP hat bei der Abstimmung über das Energiegesetz eine weitere Niederlage kassiert. Kritiker machen die Kampagne von Werber Alexander Segert dafür verantwortlich. Dessen Angstmasche läuft sich tot.



Sie warnten vor kalten Duschen und wurden selber kalt geduscht. Die Gegner der Energiestrategie 2050 mussten am Sonntag eine klare Niederlage einstecken. Mehr als 58 Prozent des Stimmvolks sagten Ja zu Doris Leuthards Grossreform. Noch am gleichen Tag begann die Ursachenforschung für die Pleite der Gegner. Ins Visier geriet dabei vor allem ihre Kampagne.

Mit enormem Aufwand und zahllosen Inseraten und Plakaten hatte das von der SVP angeführte Nein-Komitee das Energiegesetz bekämpft. Die von der Agentur Goal von SVP-Hauswerber Alexander Segert gestalteten Sujets sorgten gleich doppelt für Stirnrunzeln. Zum einen imitierten sie offenkundig die erfolgreiche linke Kampagne gegen die Unternehmenssteuerreform III.

Image

Weinende Kinder sind ein beliebtes Segert-Motiv.

Daneben griff Segert mit seinen Warnungen vor enormen Kosten und Stromausfällen in die bekannte Angstmacher-Kiste. Das Land wurde mit den Duschplakaten vollgepflastert. Ein anders Motiv zeigt einen traurigen Knaben, der wegen der Mehrkosten von 3200 Franken pro Jahr und Familie nicht mehr in die Ferien darf (weinende Kinder sind ein beliebtes Segert-Sujet).

«Zu weit von der Realität entfernt»

Für Kritiker schoss die SVP damit über das Ziel hinaus. Der Journalist und Medienkritiker Ronnie Grob, ein Gegner der Energiestrategie, machte am Sonntag in seinem Blog die Segert-Kampagne für die Niederlage verantwortlich. Unentschiedene Stimmbürger seien «durch die lebensfremden Übertreibungen ins Befürworter-Lager getrieben» worden, schreibt Grob.

Die Kampagne habe auf Ängste gebaut, «die viel zu weit von der Realität entfernt waren». Kaum jemand in der Schweiz habe jemals kalt duschen müssen oder aus finanziellen Gründen nicht in die Ferien fahren können. Die Goal-Kampagne habe versagt, weil sie «genau jene Stimmbürger abschreckte, die mit Fakten zu überzeugen gewesen wären», lautet Ronnie Grobs Fazit.

Tatsächlich ist es verblüffend, dass das Nein-Komitee kaum auf die offenkundigen Schwachstellen des Energiegesetzes einging. Das gilt insbesondere für die Frage, wie die Stromversorgung im Winter sichergestellt werden kann, wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Selbst die Befürworter mussten einräumen, dass in diesem Punkt Klärungsbedarf besteht.

Zusammenarbeit überdenken

SVP-Präsident Albert Rösti verteidigte im Interview mit der NZZ die Nein-Kampagne. Diese habe es gebraucht, «damit kritische Themen wie etwa die Kostenfrage überhaupt auf den Tisch kamen». Blogger Ronnie Grob hingegen gibt der SVP den Rat, «ihre längst zur Routine gewordene Zusammenarbeit mit Alexander Segert mal grundsätzlich zu überdenken».

Der steirische FPOe-Vorsitzende Gerhard Kurzmann (l.) und der Schweizer Werbefachmann Alexander Segert sitzen am Freitag (14.10.11) im Landesgericht in Graz im Prozess wegen Verhetzung auf der Anklagebank. Im letzten steirischen Landtagswahlkampf hatte die FPOe das Internetspiel

Alexander Segert orientiert sich vermehrt Richtung Ausland. Bild: AP dapd

Der gebürtige Hamburger war 1985 in die Schweiz gekommen. Ab Mitte der 90er Jahre wurde er zum SVP-Hauswerber, nachdem sein Mentor Hans-Rudolf Abächerli – der «Vater» der SVP-Schockkampagnen – in Pension gegangen war. Lange funktionierte sein schriller Stil perfekt. Die SVP profitierte selbst dann, wenn sie Abstimmungen verlor.

Kopien früherer Kampagnen

In letzter Zeit aber scheint sich die Segert-Masche totzulaufen. Zunehmend kopierte er frühere Kampagnen, etwa das schwarze Schaf bei der Durchsetzungsinitiative oder das Burka-Motiv bei der erleichterten Einbürgerung von Ausländern der dritten Generation. Dessen Verwendung stiess laut der Tamedia-Nachwahlbefragung sogar bei Teilen der SVP-Basis auf Ablehnung.

Mit plumper Angstmacherei scheint die SVP nicht mehr punkten zu können. Das liegt auch an den anderen Parteien und den Medien. Sie haben – reichlich spät – realisiert, dass sie mit ihrer ritualisierten Empörung über die SVP-Stillosigkeiten der Partei nur genützt haben. Heute ignorieren sie die Kampagne oder reagieren mit Gelassenheit und lassen die SVP so ins Leere laufen.

Im AfD-Umfeld aktiv

Alexander Segert orientiert sich zunehmend Richtung Ausland. Im Februar berichtete der «SonntagsBlick», er liebäugle mit einer Einbürgerung in seiner Wohngemeinde Andelfingen im Zürcher Weinland. Nun scheint es ihn in seine alte Heimat zu ziehen. Laut der «Wochenzeitung» ist er im Umfeld der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) aktiv.

SVP-Abstimmungsplakate

In einem Interview mit der «WirtschaftsWoche» sagte Segert Ende April, die AfD müsse «rasch ihre Hausaufgaben machen und wieder Fokus gewinnen, sich auf Themen und auf ihren Markenkern konzentrieren». Das Problem sei, «dass es bei der AfD wie im Kindergarten zugeht. Das ist wie früher im Sandkasten: Keiner will seine Förmchen teilen. Jeder schaut nur auf seinen Sandhaufen und im Zweifelsfall wird mit der Schaufel auf den Kopf des Spielgefährten eingedroschen.»

Zuvor war Alexander Segert bereits für die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) aktiv. Sogar beim Front National in Frankreich soll er gemäss «WOZ» angeklopft und dafür sogar Französisch gebüffelt haben. Allerdings vergebens. Obwohl Parteichefin Marine Le Pen die SVP wiederholt gelobt hat, zeigte der Front National dem Deutschen aus der Schweiz die kalte Schulter.

Energiewende

Das Energiegesetz ist «alternativlos»: Die Gegner wissen nur, was sie NICHT wollen

Link to Article

Wenn es ums Klima geht, sind wir schizophren: Die Politik blockt, die Wirtschaft investiert

Link to Article

ETH-Professor: «Man müsste halt ein Tal mit Solaranlagen zupflastern»

Link to Article

Dieser ETH-Professor mag keine Subventionen. Die Energiewende ist für ihn trotzdem kein Luxus – sondern ein glänzendes Geschäft

Link to Article

Lohnt sich Teslas Super-Batterie für Schweizer Hausbesitzer? Das sagen die Experten

Link to Article

Du glaubst immer noch nicht an Wind- und Sonnenenergie? Die neuesten Entwicklungen sollten dich eines Besseren belehren!

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

96
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
96Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Midnight 24.05.2017 08:43
    Highlight Highlight Ich hätte da eine (so einfache wie geniale) Idee: Statt Angstmacherei könnte man zukünftig doch mit realen Fakten (keine alternativen!) arbeiten und dabei die eigenen Argumente hervorheben. Das würde nicht nur dazu führen, dass man solche Kampagnen wieder ernst nehmen könnte, sondern würde tatsächlich auch dem demokratischen Gedanken entsprechen! Vielleicht hätte das ja sogar einen positiven Effekt auf die Stimmbeteiligung! Weisch wie guet 👍
  • Fabolous 23.05.2017 13:54
    Highlight Highlight Dachte immer Journalismus sollte neutral sein. Da verfehlt aber Watson Woche zu Woche mehr das Ziel einer ausgewogenen Berichterstattung.
    • Juliet Bravo 23.05.2017 17:26
      Highlight Highlight Journalismus muss eben *nicht neutral sein. Woher dieser Glaube stammt, ist mir schleierhaft. NZZ, WoZ, Tagi, BaZ, Watson, Weltwoche - alle haben sie ihre Stossrichtung.
      Sonst kommt ja dann genau wieder der Vorwurf der "Mainstreammedien", die alles geanu gleich berichten würden.
  • piedone lo sbirro 23.05.2017 11:54
    Highlight Highlight die SVP ist auf dem losertrip - sie sammelt niederlagen wie die kinder panini-bildli. sie ist gefangen im hamsterrad der niederlagen.

    sei es vor dem volk bei abstimmungen, wahlen oder dem bundesgericht. trump sei dank, können sich die menschen nun auch ganz plastisch vorstellen was dilettantische, xenophobe und verlogene politik alles anrichten kann.

    ohne "ausländer raus"-hetze gewinnt sie kein blumentopf.

    es müsste einmal der versuch unternommen werden, den schaden zu beziffern, den blocher und seine rechtsnationale truppe der schweiz bereits beschert hat.
  • Datsyuk * 23.05.2017 09:46
    Highlight Highlight Übrigens: Seit das Energiegesetz angenommen wurde, schein die Sonne.
  • SVRN5774 23.05.2017 00:24
    Highlight Highlight Also ich dusche immer kalt. Ist nämlich gesund. 😄🚿
  • pachnota 23.05.2017 00:01
    Highlight Highlight si alli so nätt...
  • Lowend 22.05.2017 23:17
    Highlight Highlight In jedem normalem Rechtsstaat gehörten dieser Wolfgang Segert und seine Geldgeber wegen andauernder und wiederholter Schreckung der Bevölkerung in Haft.
    • Lowend 23.05.2017 13:50
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach ist er fast so etwas wie die Schnittstelle der europäischen Rechtspopulisten mit deren Geldgebern.
      Wenn man ein Netzwerkdiagramm der Rechtspopulisten und deren Werbeagenturen und Financiers erstellen würde, wären Segert und seine hiesigen Freunde und Geldgeber jedenfalls ganz zentrale Figuren.
    • Midnight 24.05.2017 08:48
      Highlight Highlight Bei dieser Verarsche des Stimmvolkes frage ich mich ja schon, wer denn die eigentlichen Volksverräter sind...
  • whatthepuck 22.05.2017 23:09
    Highlight Highlight Bin der Überzeugung, dass - gerade in der Schweiz - Persönlichkeiten oder Parteien weit weniger Einfluss auf den Ausgang einer Abstimmung haben, als immer behauptet wird. Weder Leuthard noch Toni noch die SP oder die SVP gewinnen oder verlieren eine Abstimmung nur durch ihr tun. Vielmehr haben diese Leute/Parteien jeweils das Glück, auf der richtigen Seite zu stehen. Habe jedenfalls noch nie für etwas gestimmt, nur weil die Kuhaugen-Doris dafür war. Ausser bei der SVP, da gibt's wohl schon Leute, die konsequent gegen gewisse Vorlagen stimmen, nur weil ein gewisses Parteilogo drauf ist.
    • Fabolous 23.05.2017 13:51
      Highlight Highlight Es gibt im übrigen auch die umgekehrte 'alles was von der SVP kommt ablehnen' -Einstellung.
    • Wiesoned 23.05.2017 14:58
      Highlight Highlight Ja da stimm ich dir zu, zum grössten Teil. Den Parteien und Persönlichkeiten können ihre Meinung dazu abgeben, so wie Argumente dafür oder dagegen. Ob jemand dem zustimmt oder nicht können sie aber dann nicht lenken/ beeinflussen. Und solche Personen welche nur nach Parteilogo stimmen findet man in jeder Parteien.
    • Midnight 24.05.2017 08:55
      Highlight Highlight "Es gibt im übrigen auch die umgekehrte 'alles was von der SVP kommt ablehnen' -Einstellung."

      Da zähle ich mich ganz offen dazu. Ich habe einmal eine SVP Vorlage angenommen und bereue es bis heute! Seither ist keine einzige brauchbare Vorlage von der SVP vors Volk gekommen. Siejmachen es sich ja auch äusserst leicht, tun nur das Mindeste und wenn mal eine angenommen wird, dürfen alle Anderen die Drecksarbeit erledigen. Also wen wunderts, dass ich diese lügenden Anti-Demokraten einfach nicht unterstützen kann?
  • Spiessvogel 22.05.2017 21:46
    Highlight Highlight Die Werbekampagne für die Abstimmungsniederlage haftbar zu machen, ist falsch. Damit wird nur jenen Kreisen zugedient, die mangels Wissen und Risikobereitschaft nicht in der Lage sind, zu erkennen, dass die Weichen für die Energiewende längst gestellt wurden. Die gleichen Leute hätten bei einer Wende von der Dampfmaschine zum Elektromotor oder von der Pfedestärke zum Ottomotor auch Nein gestimmt, weil bei allen richtungsweisenden Weichenstellungen die Hälfte der Menschheit zögert und die andere die Chance packt. Bravo, dass weit mehr als die Hälfte der Innovationskraft des Volkes vertraut.
    • Midnight 24.05.2017 08:55
      Highlight Highlight
    • Regas 27.05.2017 16:48
      Highlight Highlight Lieber Spassvogel: Jetzt wird der Rückwerksgang eingeschaltet von Hoch technologischen KKW's zu primitiven low Level Windmühlen und Sonnenpaneels die nur Strom erzeugen wenn es die Witterung halt so will. Ein Fortschritt in den Rückschritt eben.
    • Midnight 28.05.2017 09:02
      Highlight Highlight @Regas Sie werden sich noch wundern! Übrigens: Wussten Sie, dass PV-Anlagen auch bei schlechten Lichtverhältnissen, ja sogar in einer klaren Vollmondnacht noch strom Produzieren? Das ist sogar besser als ein AKW. Ein AKW produziert nämlich nur Strom, wenn es läuft und das tun sie in der Schweiz ja selten. Zudem: PV ist fast gleich alt wie die AKW-Technologie, wurde in dieser Zeit aber massiv weiterentwickelt. Von wegen Rückschritt. Darüber hinaus schöpft man mit Wind und Sonne Energie aus unbegrenzten Quellen. Für AKWs braucht es Uran und Uran gibt es nur ganz wenig auf der Erde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • devilazed 22.05.2017 18:40
    Highlight Highlight Watson war, ja war mal eine gute News seite. Jetzt lohnt es sich eigentlich nur noch, den Picdump anzuschauen. Ihr berichtet ja nur noch so ziemlich von der linken Ecke! Schade, hier fehlt einfach die Objektivität und die Neutrale berichterstattung. Ihr seid nicht besser als Blick und Co. Leider und das finde ich schade, hab euren Werdegang von anfang an gesehen und war ein reger leser. Jedoch finde ich euer Bashing teilweise von euren Schreiberlingen einfach nur peinlich! Möge es blitze hageln, mir egal!
    • sambeat 22.05.2017 22:30
      Highlight Highlight Das sehe ich auch so!
    • SVRN5774 23.05.2017 00:22
      Highlight Highlight Bin deiner Meinung!
    • bfm 23.05.2017 06:26
      Highlight Highlight Ich empfinde Watson als sehr angenehmes Gegengewicht zur Empörungsbewirtschaftung von 20min. Dort wird die Kommentarspalte jeweils dem rechten Stammtisch freigehalten, sogar Kommentarschreiber mit offener faschistischer Gesinnung erhalten ihren Platz - nur Kommentare mit argumentativ unterlegter Gegenmeinung werden zensuriert. Schön - dann glaubt sich Rechts immer in einer komfortablen Mehrheit und staunt jeweils über den Abstimmungsausgang, wenn halt nicht nur das Volch sondern das Volk gesprochen hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • arconite 22.05.2017 17:38
    Highlight Highlight Hat nichts mit der Abstimmung zu tun:

    "oder aus finanziellen Gründen nicht in die Ferien fahren können."

    Diese Aussage ist in meinen Augen auch ein wenig realitätsfremd... Ich behaupte es gibt mehr Kinder als man denkt, die aus finanziellen Gründen nicht jedes Jahr in die Ferien können...
    • whatthepuck 22.05.2017 23:14
      Highlight Highlight Schon recht ignorant sowas allen ernstes in einen Text zu schreiben, mit dem jemand Geld verdient. Da hat wohl wer von seiner Bubble auf alle anderen Bubbles im Bubbleversum geschlossen. Zum Glück wohnte er in einer Bubble mit genügend Feriengeld.
    • Midnight 28.05.2017 09:06
      Highlight Highlight ...dazu muss man nicht mal Kinder haben. Die stagnierenden Löhne bei gleichzeitig steigenden Lebenshaltungskosten (allen voran KK und Mieten) tragen ihren Teil dazu bei.
  • Kaviar 22.05.2017 17:18
    Highlight Highlight Die Angstmacherei der Gegner hat nicht überzeugt. Dafür aber hat die Angstmacherei der Befürworter überzeugt: Klimakatastrophenweltuntergang, radioaktive Verseuchung, Stromlücke.
    - Viel Angst, viel Stimmen.
    • dmark 22.05.2017 19:10
      Highlight Highlight So gesehen haben die Befürworter also ihr Handwerk wohl besser verstanden?
      Gut, sie haben ja schliesslich auch schon einige Jahre mehr an Übung.
    • Kaviar 23.05.2017 08:32
      Highlight Highlight @dmark: Ich denke, da hast Du uneingeschränkt recht.
  • fabsli 22.05.2017 16:57
    Highlight Highlight Jetzt hats einfach nicht funktioniert, weil das Volk aufgrund der Klimaerwärmung gerne kalt duschen möchte. Wenns dann wieder ein "Wir dürfen das bei ihnen auch nicht, also sollen sie bei uns auch nicht"-Thema auftaucht, wirds problemlos wieder klappen mit der Angst, keine Angst.
  • Gustav.s 22.05.2017 16:45
    Highlight Highlight Äh was? Und wie dies funktioniert hat. Eine 26% Prozent Partei holt 42 % der Stimmen ab.
    • henk 22.05.2017 18:32
      Highlight Highlight 1. Orientiert sich nur ein Bruchteil der Bevölkerung wirklich an den Parteiempfehlungen

      2. Waren grosse Teile der FDP und der Wirtschaft ebenfalls gegen das Gesetz

      Von einer grossen Leistung kann man also wahrlich nicht reden
  • Alju 22.05.2017 16:39
    Highlight Highlight Was die Gegner sonst auch vergessen haben: zahlreichere Hochspannungsleitungen.
    Durch die Dezentralisierung des Stromnetzes (als Folge der zunehmenden Verwendung erneuerbarer Energien) müssten mehr Hochspannungsleitungen und -türme gebaut werden.
    • Charlie Brown 22.05.2017 19:39
      Highlight Highlight Nicht ganz. Lokal produzierter und verbrauchter Strom muss nicht zwingend ins Hochspannungsnetz.
    • Alju 22.05.2017 22:13
      Highlight Highlight @Charlie Brown
      Kannst du das erklären? Ich dachte, erneuerbare Energiequellen würden, weil sie eben NICHT dort sind, wo sie gebraucht werden, einen Ausbau des Stromnetzes benötigen. Hier noch etwas dazu (aus Deutschland):
      http://www.handelsblatt.com/technik/das-technologie-update/energie/energiewende-an-neuen-stromleitungen-fuehrt-kein-weg-vorbei/10929236.html
    • Charlie Brown 22.05.2017 22:30
      Highlight Highlight @Alju: Der Strom von Solarpanels auf Hausdächern mitten im Wohngebiet wird ins lokale Netz gespiesen und im lokalen Netz verbraucht. Entsprechend weniger Strom muss über die Hochspannungsleitung ins lokale Netz transportiert werden.

      Natürlich sieht es bei grossen Windparks weit weg von den Verbrauchern anders aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • grumpy_af 22.05.2017 16:32
    Highlight Highlight Nur so nebenbei:
    Wir stimmen für unsere persönlichen Interessen ab und nicht für irgendeine Partei. Ist doch egal ob die SVP dafür oder dagegen ist. Wer blind dem Dossier "seiner" Partei folgt ohne sich objektiv zu informieren, hat eh die Kontrolle über sein Leben verloren.
  • Bits_and_More 22.05.2017 16:30
    Highlight Highlight Ich war auch lange unentschlossen, aber die einfach nur dumme Gegenkampagne hat mich derartig genervt, dass es ein "Ja" wurde. Obwohl ich selbst einige Schwachstellen in der Strategie sehe.

    Die Gegenkampagne hat aus meiner Sicht nur diejenigen angesprochen, die sowieso schon Nein gestimmt hätten. Das reicht für eine erfolgreiche Kampagne nun mal nicht.
  • sheimers 22.05.2017 16:14
    Highlight Highlight In den Kommentarspalten kam das Thema der Winterversorgung immer wieder von Laien der Gegenseite. Sehr zu ihrem Nachteil, denn selbst hatten sie keine Lösungen, während die Energiestrategie ja gerade dafür Lösungen anbietet.
    • Skip Bo 22.05.2017 16:40
      Highlight Highlight Ich habe auch auf die Winterlücke hingewiesen und habe auch mit zufälliger Übereinstimmung mit A. Gunzinger auf die Wichtigkeit der Langzeitspeicherseen hingewiesen. A.G. geht davon aus, dass wir bereits genug davon haben wenn die dafür notwendigen Sparmassnahmen umgesetzt werden. Ich glaube nicht, dass wir genug davon haben, da noch zusätzlich die E-mobiliät dazu kommt.
    • Tom B. 22.05.2017 18:02
      Highlight Highlight Das wird so kommen. www.uvek.ch ==> Kann da nachgelesen werden!
  • knight 22.05.2017 16:14
    Highlight Highlight also im kanton bern hat es geklappt.
  • zombie woof 22.05.2017 16:14
    Highlight Highlight Ist das Volch etwa plötzlich erwacht und hat festgestellt, dass es von der SVP nur verarscht wird?
  • sherpa 22.05.2017 16:12
    Highlight Highlight Das Schlimmste was einem Werber geschehen kann ist, wenn seine "Botschaft" total durchfällt und kaum beachtet wird. So hat auch dieser Werber einmal mehr erfahren müssen, dass seine "Ideen" sich tot gelaufen haben, nur die dafür Verantwortlichen der SVP scheinen dies noch immer nicht bemerkt zu haben.
    • Lichtblau 22.05.2017 23:04
      Highlight Highlight @acove: War das wirklich die selbe Agentur? Das Kaltdusch-Sujet hat doch niemals die gleiche "Qualität" wie die Plakate zu vorherigen Kampagnen.
  • Thinktank 22.05.2017 15:48
    Highlight Highlight Ich glaube eher 43% der Schweizer zahlt in Zukunft 3200 CHF pro Jahr und 58% kümmert es nicht, da sie sowieso schon vom Staat unterstützt werden und keine Steuern zahlen.
    • INVKR 22.05.2017 16:15
      Highlight Highlight Ok, jetzt ist es offiziell: Thinktank ist ein Parodie - Account.
    • Phrosch 22.05.2017 16:23
      Highlight Highlight Wie kommst du darauf, dass 58% der Leute "sowieso schon vom Staat unterstützt werden"?
    • Grigor 22.05.2017 16:42
      Highlight Highlight Habe bei solch krassen Aussagen auch immer den Reflex den Verfasser verstehen zu wollen. Von solchen Personen bekommst du aber selten bis gar nie Antwort. Mich würde mal Wunder was diese Personen sehen wenn sie am morgen in den Spiegel schauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alex23 22.05.2017 15:41
    Highlight Highlight Das mit der Angst hätte schon Berechtigung.. Nämlich da, wo die Katastrophe absolut vorstellbar ist: Ein AKW-Unfall und ausser
    Jodtabletten zu verteilen, gibt's nur Hilflosigkeit.
    Da hätte dann auch bei der SVP niemand mehr Angst vorm Kaltduschen, weil's erstmal gar nichts mehr zu Duschen gäbe..
    Seltsamerweise ist man bei der SVP aber bezüglich der Gefahren der Atomenergie völlig unbeschwert.
    Oder doch nicht? Vielleicht wenn man radioaktive Abfälle bei Rösti in Uetendorf verbuddeln wollte?
  • Hugo Wottaupott 22.05.2017 15:40
    Highlight Highlight Füsse still/Mundwerk zu. Wartet jetzt mal gemütlich ab bis alle Preise aufgeschlagen haben und rechnet dann zusammen ob ihr pro Jahr auf 3200.--CHF. kommt.
    • Quacksalber 22.05.2017 16:48
      Highlight Highlight Der Energiepreis in einem Produkt liegt im Rappenpreis pro Kilo. Der Aufpreis durch die Erhöhung der Energieabgabe wäre durch nichts zu rechtfertigen.
    • klugundweise 22.05.2017 16:54
      Highlight Highlight Woher weisst du, dass der Rückbau, die Entsorgung und die Endlagerung über x Generationen pro Jahr Fr. 3200 kostet?
  • Kaspar Floigen 22.05.2017 15:31
    Highlight Highlight Ich kenne einige Leute, die ein Problem mit der Energiestrategie haben, aber wegen der wirklich schlechten Kampagne für Ja gestimmt haben.
  • Bruno S. 88 22.05.2017 15:25
    Highlight Highlight Vorallem werden Warwassererwärmer schon lange nicht mehr elektrisch geheizt. Ist nicht mehr zulässig. Ein weiterer Grund weswegen diese Kampagne komplett realitätsfremd war!
    • Bruno S. 88 22.05.2017 16:29
      Highlight Highlight Ich bin Sanitär Ingenieur. Keine Ahnung warum es Blitze gibt. Wahrscheinlich verwirrte SVPler.
    • Bits_and_More 22.05.2017 16:33
      Highlight Highlight In bestehenden Gebäuden schon. Das kann je nach dem sogar Sinn machen. Wir heizen im Winter mit Holz (auch das Brauchwarmwasser) und nutzen unsere PV-Anlage um das Wasser elektrisch zu heizen. Zugegeben, mit einer Wärmepumpe wäre das effektiver, doch die würde nur im Sommer für das Wasser laufen. Von daher wieder unnötig.
    • manhunt 22.05.2017 16:37
      Highlight Highlight wie bitte? in der schweiz werden auch heutzutage noch boiler eingebaut oder ersetzt. woher hast du die information, das dies nicht mehr zulässig wäre?
    Weitere Antworten anzeigen
  • patnuk 22.05.2017 15:19
    Highlight Highlight Echt jetzt, kalt duschen....das soll eine ernste Kampagne sein. Wir leben im Jahr 2017 und nicht 1917. Solche Argumente ziehen nicht mehr, die Menschen erkundigen sich im Internet und Mediaplatformen. Ich meine auch dass die SVP ein anderes Argumente hätte bieten können wie Kosten, Arbeitsplätze aber dies entspräche nicht der Wahrheit, es gab einfach kein echtes, wertschätzendes Gegenargument um Nein zu sagen, und ihre Alternative wäre einfach zu teuer geworden und profitiert nur den Aktionären.
  • TheMan 22.05.2017 15:15
    Highlight Highlight Ich finde es Lustig, wie man darauf schliessen kann, das die SVP als Verliere dasteht. Wie wäre es, das die Schweizerinnen, der Schweizer einfach nicht mehr Atomstrom möchte. Somit ist Das gesamte kein Flop sondern einfach ein Umdenken in der Schweizer Bevölkerung. Und ob wir nun wirklich so Billig davon kommen, wie uns Links/Grün verspricht, wissen wir nicht. Der Abbau der AKW's wird Teuer. Und bezüglich Finanzen hat uns Links schon öfters angelogen. Schon nur bei den Bundesasylzentren, sagte Links es wird alles Billiger. Der Gegenteil ist nun der Fall. Warten wirs ab.
    • pachnota 22.05.2017 16:21
      Highlight Highlight Nein, ich fürchte, nicht die SVP ist die Verliererin.

      Es werden die Schweizerinnen, und Schweizer sein, die nun das Nachsehen haben und die effektiven Verlierer sind.
    • sheimers 22.05.2017 16:39
      Highlight Highlight Die SVP hat ja gestern nicht nur die Energiestrategie verloren, sondern auch verschiedene Kantonale und Kommunale Wahlen und Abstimmungen. So haben sie im Gemeinderat Muri und in der Kantonsregierung Waadt gegen grüne Kandidaten verloren. Die KESB-Initiative in Schwyz ging bachab. Die Fremdspracheninitiative in Zürich ging bachab, die Spitalprivatisierungen in Winterthur gingen bachab. Das V im Parteinamen steht wohl eher für Verlierer oder Versager, nicht für das Volk.
    • manhunt 22.05.2017 16:47
      Highlight Highlight die svp hat diese abstimmung ganz klar verloren, eben weil ein umdenken in richtung atomausstieg stattgefunden hat. wäre die abstimmung zu ihren gunsten ausgegangen, wäre sie die gewinnerin gewesen. der rückbau der akw's wird teuer, keine frage. er wäre jedoch genau gleich teuer, wäre das eng nicht angenommen worden. auch wird uns die energiewende sicher mehr kosten als 40,-/jahr, dies ist jedoch der preis für die versäumnisse der vergangenheit. auch wenn das eng nicht die beste lösung ist, so hat sich doch die mehrheit der stimmbevölkerung gegen den erhalt des status quo entschieden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ursus ZH 22.05.2017 14:50
    Highlight Highlight Vielleicht braucht die SVP wieder mal einen Zottel auf ihren Abstimmungsplakaten.
    • Genital Motors 22.05.2017 15:17
      Highlight Highlight Mehr Zottel, weniger Trottel ;)
    • sheimers 22.05.2017 16:42
      Highlight Highlight Jawoll, Zottel ist der sympathischste und intelligenteste SVPler. Aber ich habe gehört, er sei mit einem schwarzen Schaf fremdgegangen. :-)
  • Imfall 22.05.2017 14:49
    Highlight Highlight auch wenns hier nicht funktioniert hat, bleibt angst meiner meinung nach angst die beste und einfachste methode menschen zu steuern
    • Imfall 22.05.2017 15:17
      Highlight Highlight ein angst zu viel 🤔
  • chnobli1896 22.05.2017 14:39
    Highlight Highlight Sobald man die SVP (wieder) unterschätzt wirds Gefährlich (für die politischen Gegner)
  • Chääschueche 22.05.2017 14:32
    Highlight Highlight Ich hab auch ja gestimmt, wir werden aber dann noch sehen ob die SVP nicht doch recht hatte.

    • Mietzekatze 22.05.2017 15:25
      Highlight Highlight Die SVP wird behaupten sie habe Recht gehabt, sogar wenn die Kosten anstatt CHF 40 CHF 60 sein werden! Denn der Böse BR lügt immer.. Und alle anderen Parteien auch.. Und der Bürger kann ja sowieso nid stelbst studieren! Ach und vergessen wir nicht, dass die SVP ja das Volch als einzige Partei vertritt!
    • klugundweise 22.05.2017 16:57
      Highlight Highlight Die SVP wird in Zukunft auch die Kosten für Rückbau, Entsorgung und Endlagerung der AKW der Energiestrategie zurechnen!
      Und wenn die Opec die Ölpreise hochschraubt ist das natürlich auch eine Folge der Energiestrategie.
    • Tom B. 22.05.2017 18:05
      Highlight Highlight Es wird auf jeden Fall teurer. Massiv. Aber das ist es euch JA-Sagern ja wert... 🙉🙊🙈
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hustler 22.05.2017 14:32
    Highlight Highlight Ich wäre mir da nicht so sicher. Angst zu verbreiten während man AKWs abschaltet ist auch sehr schwierig. Angst zu verbreiten bei Themen wie Migration weniger.
    • Taggart 22.05.2017 14:37
      Highlight Highlight Vor allem muss man beim Thema Migration gar keine Angst verbreiten. Der Dichtestress ist ja schon da.
    • infomann 22.05.2017 14:57
      Highlight Highlight Dichtestress gibt es in der Schweiz nirgends.
      Zeigt mal einem Chinesen der Ort in det Schweiz wo du denkst es herrscht Dichtestress.Der Chinese wird dich aus lachen.
    • Hustler 22.05.2017 15:21
      Highlight Highlight Ich wollte mit meinem Kommentar keine Position einnehmen. Ich wollte lediglich sagen, dass es einfacher ist Stimmung zu machen, wenn das Thema die Gemüter sonst schon erhitzt. Was bei der Energie jetzt meines Erachtens nicht so ist.
    Weitere Antworten anzeigen

Besteh das Quiz zur Durchsetzungs-Initiative oder du wirst ausgeschafft! 

Es bleibt ein guter Monat, bis die Schweiz über die Durchsetzungs-Initiative abstimmt. Zeit sich fit zu machen. Mach mit beim Ausschaffungsquiz! 

Artikel lesen
Link to Article