Schweiz
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«Grüne Zonen» und selbstfahrende Taxis: So will die GLP die Verkehrspolitik umkrempeln

Die Grünliberalen gehen in der Verkehrspolitik in die Offensive. In der Wintersession reichen sie ein ganzes Paket von Vorstössen ein. Die Forderungen stossen in der SVP auf Unverständnis – der Staat habe sich aus diesen Fragen herauszuhalten.



Im Bündnerland führt der sogenannte Heidi-Weg von Maienfeld ins Dörfchen Rofels hinauf. In der bekannten Kindergeschichte von Johanna Spyri muss Heidi den Aufstieg zu Fuss meistern. Heute wäre das nicht mehr nötig, denn bald will Postauto Schweiz auf der Strecke einen sogenannten Smart Shuttle testen: Ein selbstfahrendes Postauto, das die Passagiere ganz ohne Chauffeur die engen, kurvigen Strassen hinaufbringt.

Das Pilotprojekt ist nur ein Beispiel dafür, wie autonome Fahrzeuge langsam aber sicher in unser Leben vordringen. Auch andere Entwicklungen, wie das Aufkommen von Elektrofahrzeugen, stellen die Verkehrsplaner vor neue Herausforderungen. Im Bundeshaus geht nun die GLP in die Offensive – und deckt den Bundesrat mit einem ganzen Bündel an Forderungen zum Thema Mobilität ein. Darunter folgende:

Grüne Zonen in den Städten

Ergänzend zu den blauen Parkfeldern soll es in den Städten künftig auch «grüne Zonen» geben, verlangt die GLP-Fraktion in einer Motion. Die speziellen Parkplätze sollen für Elektrofahrzeuge reserviert und mit einer Ladestation ausgestattet sein. Vorgesehen ist eine längere Parkdauer als in der blauen Zone – damit die Fahrzeuge ihre Batterie voll aufladen können. Wer ein normales Auto mit Verbrennungsmotor im grünen Bereich parkiert, müsste mit Sanktionen rechnen.

Image

Sieht es in Zürich bald so aus? bild: keystone/ watson.ch

Computer am Steuer

«Der Bundesrat wird beauftragt die gesetzlichen Hürden zur Einführung autonomer Fahrzeuge abzuschaffen, sobald ein entsprechender Sicherheitsnachweis gegeben ist», heisst es in einer anderen Motion. Das Strassenverkehrsgesetz soll es den Verkehrsteilnehmern explizit erlauben, «das Lenkrad loszulassen». Versicherungen sollen die Möglichkeit erhalten, bei allfälligen Fehlern der selbstfahrenden Fahrzeuge den Hersteller haftbar zu machen.

Damit der geforderte Sicherheitsnachweis erbracht werden kann, fordert die Fraktion den Bundesrat in einem weiteren Vorstoss dazu auf, abzuklären, inwiefern Fahrassistenz-Systeme die Verkehrssicherheit verbessern und Unfälle reduzieren können.

Selbstfahrende Taxis in Berggebieten

Heute ist das ÖV-Netz in Land- und Berggebieten oft dünn – und teuer im Unterhalt. «Durch den effizienten Einsatz von selbstfahrenden Fahrzeugen könnten unrentable Linien ersetzt und Kosten gesenkt werden, während das Angebot gleichzeitig verbessert wird», sind die GLP-Verkehrspolitiker überzeugt. Ihnen schwebt vor, dass autonome Taxis die Passagiere von Bahnhöfen in die abgelegenen Regionen transportieren.

Juerg Grossen posiert an der Delegiertenversammlung der Gruenliberalen Partei Schweiz, aufgenommen am Samstag, 28. August 2017 in Rueschlikon. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Jürg Grossen ist seit August Präsident der Grünliberalen Schweiz. Bild: KEYSTONE

Die Vorschläge stammten aus der Ideenküche des «GLP Lab», sagt Parteipräsident Jürg Grossen. Das parteieigne Politlabor der Grünliberalen erarbeitete insgesamt neun Ideen für die Mobilität der Zukunft. Neben jenen, die nun in die parlamentarischen Vorstösse eingeflossen sind, findet sich in dem betreffenden Arbeitspapier etwa auch die Forderung, dass E-Lastwagen zeitlich befristet von der Schwerverkehrsabgabe befreit werden sollen.

Ein weiterer Vorschlag betrifft den Bau von Häusern: Künftig sollen in Neubauten und Tiefgaragen obligatorisch leere Rohre verlegt werden müssen. Der Clou: Durch diese können später günstig Elektroleitungen gezogen werden. 

«An der Elektromobilität und den autonomen Fahrzeugen führt kein Weg vorbei», ist Jürg Grossen überzeugt. Die Politik könne deshalb «nicht früh genug» damit beginnen, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. «Wir wollen, dass die Schweiz bei der Planung der Mobilität der Zukunft eine Vorreiterrolle einnimmt und nicht einfach abwartet, wie andere Länder damit umgehen.»

SVP spricht von «Marketing-Gag»

Diametral anderer Meinung ist SVP-Verkehrspolitiker Walter Wobmann: «Es ist nun an der Forschung und der Wirtschaft, die Entwicklung im Bereich Mobilität voranzutreiben – der Staat soll sich da heraushalten.» Der Solothurner stört sich insbesondere daran, dass die Vorstösse sich so stark auf die Elektromobilität fokussieren. «Zumal die Herstellung der Batterien bislang alles andere als umweltfreundlich ist.»

Möglicherweise seien andere Antriebsarten – etwa Gas oder Wasserstoff – zukunftsträchtiger als die Elektromobilität, so Wobmann. «Wenn wir jetzt alle Karten auf die Förderung von E-Fahrzeugen setzen, würgen wir diese Alternativen ab.» Mit Massnahmen wie grünen Park-Zonen würden zudem auch die klassischen Autofahrer diskriminiert. «Wobei dieser Vorschlag wohl ohnehin primär als Marketing-Gag abzubuchen ist», so Wobmann.

Einverstanden ist der SVP-Verkehrspolitiker einzig damit, dass die Haftungsfrage bei den autonomen Fahrzeugen rasch geklärt werden muss. Auch andere Parteien haben sich bereits mit der Frage befasst, welche Gesetzesänderungen nötig sind, damit  selbstfahrende Autos auf Schweizer Strassen zugelassen werden können. So debattiert der Ständerat nächste Woche über einen entsprechenden Vorstoss der FDP, auch eine Interpellation aus den Reihen der SP ist hängig. 

Walter Wobmann, SVP-SO, verfolgt die Fragestunde waehrend der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 26. September 2016, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Walter Wobmann (SVP) findet es falsch, sich auf Elektrofahrzeuge zu konzentrieren. Bild: KEYSTONE

GLP-Chef Grossen rechnet damit, dass die selbstfahrenden Autos in der Schweiz bereits in fünf bis zehn Jahren den Durchbruch schaffen könnten. «Selbstverständlich gibt es bis dahin aber noch viele offene Fragen zu klären – auch, was die Akzeptanz in der Bevölkerung betrifft.»

Darauf, welche Antriebsarten sich durchsetzen, habe die Schweiz nur einen «geringen Einfluss», so Grossen weiter. «Momentan scheinen die batteriebetriebenen Elektroautos die Nase vorne zu haben, wir Grünliberalen sind aber auch für andere erneuerbar betriebene Antriebsarten offen.»

Das sind die ersten selbstfahrenden Autos

Pascal über egoistische Pendler

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Video: watson/Pascal Scherrer, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • nimmersatt 08.12.2017 14:57
    Highlight Highlight Kann da nicht viel innovatives erkennen, bloss ein relativ simples antizipieren der Möglichkeiten ausgehend vom technologischen Stand des Individualverkehrs.
    Innovation hiesse weg vom Individualverkehr und somit weg von der Ressourcenverschleuderung (Vorproduktion über „Kraftstoff“ bis hin zu infrastruktur). Und zur SVP, ja gut, da ist kognitiv und inhaltlich eh nicht viel zu erwarten. In Sachen Egoismus und brachialem Auftritt, verkörpert der Individualverkehr diese Partei aufs Äusserste
    4 4 Melden
  • dmark 08.12.2017 12:50
    Highlight Highlight Da sind wohl so manche Grüne kräftig in der Elektromobilität investiert, oder?
    6 5 Melden
  • Ms. Song 08.12.2017 12:08
    Highlight Highlight Ich hätte auch ein Elektroauto, wenn ich mir denn einen Tesla leisten könnte. Übrigens eine tolle Sache, dass die vermögenden Teslabesitzer ihre Autos vielerorts gratis aufladen können. Zusätzliche grüne Parkplätze für die Oberschicht fehlen uns tatsächlich noch. Dann wärs wenigstens mal ehrlich. Im Grunde bin ich auch grün, aber von den grünen Parteien kommen einfach zu oft, nicht zu Ende gedachte unrealistische Vorstösse. Oder gute Ansätze, die einfach masslos übertrieben umgesetzt werden sollen.
    9 5 Melden
  • Siro97 08.12.2017 11:34
    Highlight Highlight Grundsätzlich finde ich es eine gute Idee. Wir müssen endlich auf erneuerbare Energie setzen. Das Problem bei Tesla ist schon der Energieverbrauch, aber es ist immer noch besser als die Autos, die CO2 ausstossen. Ich bin sowieso der Meinung, dass man für kurze Strecken das Auto nicht braucht. Das Gleiche gilt auch für Kurzstrecken. Da müsste man den öffentlichen Verkehr noch mehr fördern
    15 7 Melden
  • flying kid 08.12.2017 11:03
    Highlight Highlight Muss dann der Fahrer des Elektroautos auch mit Sanktionen rechnen, wenn er sein Auto in die blaue Zone stellt?
    Nicht, dass da noch jemand benachteiligt wird. Man will ja politisch korrekt bleiben... 😉
    22 9 Melden
  • Saul_Goodman 08.12.2017 11:00
    Highlight Highlight Dieser möchte gern mobilitätsexperte von der svp probierts mal wieder mit der verzögerungstaktik, damit seine erdöllobby noch möglichst lange vom status quo profitieren kann.
    So ziemlich jede neue grüne technologie ist besser als die bestehenden standards. Und wenn schlimmstenfalls nur schon erreicht wird dass der smog und abgase aus den städten verschwindet, ist bereits ein ziel erreicht.


    Wenn er nicht gezielt auf eine technik setzen möchte könnte er ja einfach vorschlagen, benzin und diesel antriebe zu verbieten, dann wird sich die beste neue technologie durchsetzen.
    25 21 Melden
    • 7immi 08.12.2017 17:42
      Highlight Highlight @saul
      seine bedenken sind durchaus berechtigt. jede technologie hat ihre schattenseite und das ist beim elektromobil nunmal die batterie. es gibt noch einige andere antriebskonzepte, die auch nicht schlecht sind. und diese sollen nicht geschwächt werden. so geschehen bei den verikalrotoren, die eigentlich effizienter, einfacher in der herstellung und besser für vögel wären. deren entwicklung steht still. u.a. wegen der grossen förderung von windparks mit klassischen windkraftanlagen. es soll sich das beste durchsetzen und nicht das schnellste!
      1 1 Melden
    • Fabio74 08.12.2017 19:10
      Highlight Highlight @immi In der Batterieforschung gibts laufend Fortschritte. Während das Verbrennen fossiler Treibstoffe einfach nur noch dumm ist
      2 6 Melden
    • 7immi 09.12.2017 09:18
      Highlight Highlight @fabio
      es ist nicht ökologisch, ja. aber ist man deshalb dumm?
      es wird entwickelt, aber nicht nur bei den batterien. ignoriertman alle anderen technologien und setzt auf batterien, kann es sein, dass wir deutlich bessere technologien im keim ersticken.
      1 0 Melden
  • PVJ 08.12.2017 09:11
    Highlight Highlight Die SVP kommt mit dem üblichen Totschlagargument von denen, die nichts ändern wollen:

    Erst mal forschen.

    Natürlich muss und soll geforscht werden. Vor allem geht es aber nun darum, die verfügbare Technologie auch anzuwenden. Sonst sind wir auch in 20 Jahren noch nicht über das Forschungsstadium hinaus...
    36 22 Melden
  • retoN 08.12.2017 09:10
    Highlight Highlight Top Sache...All die Grünen sollten aber auch mal folgende Fakten beachten:
    Die Produktion eines Tesla Akkus verbraucht rund 17 Tonnen CO2, da ist die Entsorgung noch gar nicht mitgerechnet. Rechnet doch mal aus wie viel Tausend Kilometer man mit dieser Bilanz mit einem normalen PW fahren kann. Zweiter Fakt: Hat sich schon mal jemand überlegt woher der Strom für all diese Elektrofahrzeuge kommt?? Deutschland hat auch heute noch diverse Kohlekraftwerke, und die sind ja nicht gerade Öko...
    39 23 Melden
    • rummelsnuff 08.12.2017 09:44
      Highlight Highlight Sie beantworten Ihre Fragen direkt selbst. Nach spätestens 8 Jahren habe Sie die Produktion amortisiert. Diese Batterie sollte Stand heute auch mind. 8 Jahre im Fahrzeug halten, kann aber nachher noch als Stationärer Stromspeicher eingesetzt werden. Somit löst sich auch das Stromproblem, es gibt genügend Strom, nur die Netzkapazität wird zum Problem, und je mehr Stationäre Speicher im Einsatz sind desto besser. Da die E- Mobilität noch in den Kinderschuhen steckt wird die Akkuproduktion auch sicherlich noch sauberer werden.
      21 21 Melden
    • coheed 08.12.2017 10:51
      Highlight Highlight Nicht eines Tesla Akkus sondern, die Produktion vom stärksten und grössten Tesla Akku. Diese Studie auf die Sie sich beziehen wollte genau das bezwecken und hat E-Autos mit normalen Akkus gar nicht berücksichtigt. Wahrscheinlich wurde sie auch von der Automobilindustrie finanziert. Mercedes, BMW, Audi und Co. müssen erst noch aufholen, bevor das E-Auto richtig beworben werden kann.
      21 8 Melden
    • Saul_Goodman 08.12.2017 11:11
      Highlight Highlight Ja wer die umwelt wirklich schützen will verzichtet auf ein auto! Da gebe ich ihnen recht.

      Ansonsten verhindert ein elektro auto zumindest schon mal, dass ihre umgebung rundherum mit giftigen gasen eingedeckt wird und erhöht lokal die luftqualität.
      Das ist schon ein erster gut schritt. Dass rundherum die stromgewinnung auch noch grüber werden muss ist klar und wird auch passieren.

      Eine besser lösung als benzin und diesel ist es aber bereits heute!
      24 3 Melden
  • Don Alejandro 08.12.2017 08:43
    Highlight Highlight Endlich, endlich mal Vorstösse die in die richtige Richtung gehen und nicht die Welt der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts zementieren will.
    29 23 Melden
  • Posersalami 08.12.2017 08:21
    Highlight Highlight "Möglicherweise seien andere Antriebsarten – etwa Gas oder Wasserstoff – zukunftsträchtiger als die Elektromobilität, so Wobmann."

    Nein, natürlich nicht. Gas bringt wenig Verbesserung. Etwas weniger Schadstoffe sind immer noch viel zu viele Schadstoffe.
    Wasserstoff hat einen unfassbar schlechten Wirkungsgrad. Zudem ist die Lagerung technisch kompliziert und damit teuer. Sogar in flüssiger Form hat Wasserstoff eine 4x kleinere Energiedichte als Benzin.

    https://www.empa.ch/de/web/s604/brennstoffzellen

    Lieber schnell eine effiziente Ladestruktur aufbauen. Die Grünen PP sind da eine gute Idee.
    33 25 Melden
    • Domino 08.12.2017 12:40
      Highlight Highlight Stimmt nicht ganz.
      Energiedichte:
      Benzin: 40 MJ/kg
      Wasserstoff: 120 MJ/kg
      Li-Ion Akku: 0.65 MJ/kg

      Bsp: der GLC F-Cell kommt mit 4.4 kg Wasserstoff 440km weit.

      Herstellung: derzeitiger Wirkungsgrad Elektrolyse: 80% (MIT fast 100% mit neuem Kathalisator)

      Transport: 1% pro 10'000km im Erdgasnetz. Strom: 7%

      Wirkungsgrad Auto: derzeit 60%, (Benzin ca 25-35%, Tesla ca 60%)

      Als Energiespeicher ist Wasserstoff optimal. Nur die Verfügbarkeit an allen Tankstelken und der Transport ist das Problem, ausser man nutzt die bestehenden Erdgasleitungen. Da hätte aber Russland ein Problem damit.
      5 0 Melden
    • Domino 08.12.2017 12:43
      Highlight Highlight Früher wurde durch die Erdgasleitungen das Stadtgas transportiert, welches auch 40% Wasserstoff enthielt. Deutschland kann z.B. Für mehrere Monate Erdgas speichern, während Pumpspeicherkraftwerke nur Tagesschwankungen ausgleichen.
      3 0 Melden
    • Posersalami 08.12.2017 15:00
      Highlight Highlight @ Domino: Ich weiss nicht, aus welcher Märchenstunde sie Ihre Zahlen haben. Ingenieure und Wissenschaftler sagen etwas ganz anderes:

      https://tinyurl.com/l9kwcwh
      "Der Wirkungsgrad eines hochwertigen Elektromotors liegt über 94 %"
      Mit Übertragungsverlusten etc. 90%.

      https://tinyurl.com/ych7otom
      "Je nach Brennstoffzellentyp erhält man Zellwirkungsgrade von bis zu 70 %"
      Dabei ist aber noch zu berücksichtigen, dass bei der Produktion von Wasserstoff ebenfalls viel Energie flöten geht:
      "Unter Berücksichtigung all dieser Verluste gelangt man schließlich zu Systemwirkungsgraden um die 45 %"
      3 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • TomC 08.12.2017 08:00
    Highlight Highlight Endlich eine Partei die mal was wagt! Super Ideen. Aber 5 bis 10 Jahre, das kommt alles viel schneller.... Dänemark ein super Beispiel!
    47 60 Melden
  • derEchteElch 08.12.2017 07:52
    Highlight Highlight „seien andere Antriebsarten – etwa Wasserstoff – zukunftsträchtiger als die Elektromobilität“

    Absolut meine Meinung. Besonders von Wasserstoff bin ich sehr überzeugt.

    „Massnahmen wie grüne Park-Zonen (...) «Wobei dieser Vorschlag wohl ohnehin als Marketing-Gag abzubuchen ist».“

    Ja, diesen Verdacht hatte ich auch. Man muss ganz genau schauen, ob es E-Autos oder nicht sind. Bezahlen die dann auch mehr wegen derExtra-Dienstleistung Aufladen? Hoffe schon.

    „Versicherungen sollen bei allfälligen Fehlern der selbstfahrenden Fahrzeuge den Hersteller haftbar machen.“

    Und ich als Geschädigter?
    33 39 Melden
    • Posersalami 08.12.2017 08:26
      Highlight Highlight @ derEchteElch: Sie wollen also Strom nehmen, daraus teuer Wasserstoff herstellen, ins Auto füllen und da wieder verstromen? Das ganze hat einen Wirkungsgrad von ca. 50%. Ein heutiger Benziner liegt zwar bei lumpigen 30%, ein E-Auto hat aber fast 90% und ist damit schon heute deutlich überlegen.

      Ihr Wasserstoffauto verbraucht also fast doppelt so viel Energie wie ein E-Auto. Von dem technisch komplizierten und teuren Tank fange ich gar nicht erst an. Evtl. macht Wasserstoff Sinn in grossen Kraftwerken für regnerische, windstille Tage, aber niemals im Auto.
      25 16 Melden
    • Yakari9 08.12.2017 09:59
      Highlight Highlight Wer von H2 Fahrzeugen spricht muss wissen, dass 100km Fahren ca. 4x mehr Strom benötigt als die selbe Strecke mit einem herömmlichen Elektrofahrzeug (inkl. Energie für Akkuproduktion)... Das heisst? H2 ist nur geeignet um Strom zu vernichten und das Tankstellengewerbe aufrecht zu erhalten!
      Das ganze "UUUH, da kommt nur Wasserdampf aus dem Auspuff" ist reine Augenwischerei!
      12 5 Melden
    • kobL 08.12.2017 09:59
      Highlight Highlight Gemäss Wikipedia wird Wasserstoff heutzutage vor allem aus Erdgas, Erdöl und Kohle hergestellt, da die Elektrolyse einfach zu teuer ist und erst noch einen schlechten Wirkungsgrad hat.
      Was genau wäre hier dann der Vorteil? Dass man immer noch abhängig ist von Tankstellen? Ein E-Auto kann man über all dort laden, wo es eine Steckdose hat.

      Ach ja, auch ein Wasserstoffauto hat eine Batterie. Die Brennstoffzelle gibt kontinuierlich Energie ab und die muss zwischengespeichert werden.
      10 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Driver7 08.12.2017 07:44
    Highlight Highlight Grüne Zonen.. tolle Idee. Heute sind 90% der Elektromobile Teslas.. das heisst, reine Oberschicht-Fahrzeuge. Parkplätze mit Ladestationen für die Oberschicht.. finanziert von den Steuernzahler der Mittelschicht.. die Umverteilung von Unten nach Oben geht in die nächste Runde. Über solche Parklplätze kann man Diskutieren wenn 50% der Fahrzeuge E-Autos sind.. und es auch welche für 20'000.- gibt
    166 67 Melden
    • das Phlama™ 08.12.2017 08:31
      Highlight Highlight Es gibt bereis auch günstigere Elektroautos anderer Hersteller. Nur werden diese nicht immer in den Medien zerrissen. Schau dir mal den Renault Zoé, den VW e-UP, den Nissan Leaf, oder den Ford Focus Electric an. Auch Mercedes hat bereits vollelektrische Fahrzeuge in der Flotte. Wikipedia hat auch eine ganze Liste von Elektroautos in Serienproduktion. Schau:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Elektroautos_in_Serienproduktion
      29 6 Melden
    • Posersalami 08.12.2017 08:35
      Highlight Highlight Damit man möglichst schnell auf die 50% kommt braucht es Anreize und Regulierungen. Norwegen und China machen vor, wie der Weg aussehen muss. Wenn man das "dem Markt" überlässt fahren wir hier noch ewig mit Euronorm 4 oder 5 Diesel durch die City.

      Für die Arbeit, Einkaufen und Freizeit reicht für 99% der Leute ein aktueller Zoe mit seinen 300km locker. https://tinyurl.com/y9lznx8o Den müsste Herr Schweizer nicht mal 1x in der Woche laden (ø13500km im Jahr / 300km = 45x Aufladen pro Jahr). Den bekommen sie mit etwas Rabatt für ihre 20 000.-. Alles kein Problem.
      21 9 Melden
    • NotWhatYouExpect 08.12.2017 09:28
      Highlight Highlight Da muss ich dir absolut recht geben. Ich finde zwar die Idee mit den Grünen Zonen super. Aber es ist zurzeit wirklich so, dass der grösste Teil der Elektroautos von den Leuten gefahren wird die es sich leisten können.

      Warum soll man diese Leute noch mehr fördern? Wenn dann sollte man aber gleich noch die Leute fördern die sich keinen Tesla leisten können.
      5 19 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pointer 08.12.2017 07:43
    Highlight Highlight Finde die Vorschläge gut. Die grünen Parkfelder werden aber nur eine temporäre Lösung sein.
    12 26 Melden
  • WayneTheBrain 08.12.2017 07:36
    Highlight Highlight Ach Herr Wobmann, die armen klassischen Autofahrer würden mit grünen Parkzonen diskriminiert? Zur Zeit wird vor allem die Umwelt diskriminiert. Jeder Vorstoss der Anreize schafft, unweltfreundlicher zu werden, ist zu begrüssen. Da lassen wir uns von engstirnigen Ewiggestrigen nicht aufhalten!
    53 52 Melden
    • DerUnsichtbare 08.12.2017 09:13
      Highlight Highlight Die Umwelt wird noch viel mehr bei der Herstellung der Akkus diskriminiert...Aber das interessiert ja niemanden wie etwas hergestellt wird und entsorgt..;-)
      15 20 Melden
    • Troxi 08.12.2017 09:48
      Highlight Highlight Die Batterien kann man wiederverwenden und evt kommt jemand auf die Idee, dass man Strom ohne Probleme in einer "Grasbatterie" speichern kann. Ich bin mir sicher, dass auch bei Batterien nach einer Alternative geforscht wird.
      8 2 Melden
    • zettie94 08.12.2017 12:36
      Highlight Highlight @Davide42: Ja, die Akkuproduktion braucht viel Energie und ist recht umweltschädlich - allerdings ist es erstens immer noch umweltfreundlicher als ein Benzin- oder Dieselfahrzeug, zweitens verschwinden zumindest mal die lokalen Emissionen und drittens bleibt die Akkutechnologie auch nicht stehen.
      3 1 Melden
  • Gsnosn. 08.12.2017 06:49
    Highlight Highlight Ich höre immer wieder, das ein E-Auto so viel CO2 in der Herstellung verbrucht, das es gar kein grünes Auto ist. Stimmt?
    77 43 Melden
    • derEchteElch 08.12.2017 08:28
      Highlight Highlight Stimmt.
      12 17 Melden
    • Namenloses Elend 08.12.2017 08:46
      Highlight Highlight Jein. Sie werden immer grüner, aber die Batterie Herstellung / Entsorgung sowie der Strommix mit dem getankt wird spielen eine entscheidende Rolle. Ich persönlich glaube aber nicht, dass sich Elektroautos komplett durchsetzen werden.
      14 7 Melden
    • demokrit 08.12.2017 08:52
      Highlight Highlight Stimmt, allerdings ist es weniger gesundheitsschädlich, da wir keine Pflanzen sind.
      1 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kronrod 08.12.2017 06:36
    Highlight Highlight Wer heute eine neue Garage baut, sieht meist schon Leerrohre für Elektroladestationen vor. Sowas vorzuschreiben ist Schwachsinn. Baugesuche dauern schon lange genug, und mit jedem Punkt, den die Behörden prüfen mūssen, dauern sie noch länger.
    60 22 Melden
    • Posersalami 08.12.2017 11:51
      Highlight Highlight Das ist leider nicht wahr.

      Für Private mag das richtig sein, aber gerade bei Renditebauten, und das sind leider die meisten, schaut der Investor auf jeden Franken. Wir zB. sehen die Leerrohre nur dann vor, wenn die Gemeinde das verlangt. Ansonsten bezahlt der Investor das einfach nicht.
      2 2 Melden
  • Redly 08.12.2017 06:28
    Highlight Highlight Hach, waren das Zeiten, als Hoffnung bestand, dass GLP nicht nur grün sondern auch liberal sein würde.
    Das liberal ging verloren.
    33 36 Melden
    • dan2016 08.12.2017 08:30
      Highlight Highlight Wobmann spricht von Marketinggags.... der Spezialist für das Auffinden von Burkas hat gesprochen.
      11 4 Melden
    • Don Alejandro 08.12.2017 08:47
      Highlight Highlight Zum Glück. Für das gibt es den verlängerten Arm des Geldadels, auch unter der Bezeichnung "FDP" bekannt.
      6 6 Melden
    • demokrit 08.12.2017 10:37
      Highlight Highlight Die GLP ist wirklich nicht sehr liberal. Was allerdings von Anfang an klar war. Anlass für die Gründung war bekanntlich ein Streit innerhalb er Grünen Partei Zürich.
      3 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

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