Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Post aus Bern löst Angst bei Eritreern aus

Die verschärfte Asyl-Praxis löst bei links und rechts Kritik aus – aus unterschiedlichen Gründen: Die einen sehen den Schritt als reine Symbolpolitik, den anderen geht er bereits zu weit. Hier das Beispiel Aargau.

Mario Fuchs und Rolf Cavalli / az Aargauer Zeitung



Asylbewerber aus Eritrea in der Zivilschutzanlage von Lumino am Mittwoch, 20. August. Etwa 50 Asylbewerber aus Eritrea sind seit Ende Juli 2014 in der Zivilschutzanlage von Lumino untergebracht.  (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Asylsuchende aus Eritrea Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Im Aargau leben zurzeit 647 Eritreer, die als «vorläufig aufgenommene Personen» gelten. Wie viele davon zu den 3200 Betroffenen gehören, die vom Staatssekretariat für Migration (SEM) einen Wegweisungsentscheid bekommen haben, ist noch unklar.

Aber: «Der Brief dürfte Angst auslösen», sagt Patrizia Bertschi, Präsidentin des Vereins «Netzwerk Asyl Aargau». Es sei ein Thema bei Freiwilligen und Eritreern. Bertschi ist über das Vorgehen «konsterniert». Von Eritreern höre sie, dass die Situation in der Heimat noch schwieriger geworden sei. «Anders sieht es offenbar in den Köpfen von einigen Politikern aus.»

Zu diesen gehört SVP-Grossrätin Martina Bircher, die grundsätzlich eine schärfere Wegweisungspraxis gegenüber Eritreern fordert. Vom jüngsten Entscheid aus Bern hält sie allerdings nicht viel: «Das ist reine Symbolpolitik.»

Eritreer in Angst – ihr Status wird überprüft

Play Icon

Video: srf

Es gehe dem Departement von Simonetta Sommaruga doch vor allem darum, die wegen der Asylpolitik verärgerte Bevölkerung zu beruhigen. Überhaupt, so Bircher, vergesse man, dass die Massnahme nur einen kleinen Teil der Eritreer betreffe. Die Aarburger Gemeinderätin mit dem Dossier Soziales verweist auf die 23 000 weiteren Eritreer mit Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligung.

SP-Nationalrätin Yvonne Feri, die vor zwei Jahren wie Susanne Hochuli nach Eritrea reiste, kann die neue Handhabung gegenüber Eritreern, die neu zu uns kommen, «teilweise nachvollziehen». Die Zahlen der vorläufig Aufgenommenen seien entsprechend stark rückläufig.

SP-Nationalraetin Yvonne Feri nach der verlorenen Wahl in den Aargauer Regierungsrat, am Sonntag, 23. Oktober 2016, in Aarau. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

«Ich habe kein Verständnis, dass nun Menschen davon betroffen sind, welche schon längere Zeit bei uns leben», so Feri. Den neuen Erkenntnissen der Menschenrechtslage in Eritrea traut die SP-Politikerin nicht. Die seien «sehr minim und nicht wirklich substanziell».

Feri sieht auch keinen Anlass, diplomatische Beziehungen mit dem Staat am Horn von Afrika aufzunehmen: «Solange in Eritrea weder eine Verfassungsgrundlage, noch Richter, noch ein funktionierendes Parlament mit einem wohlgesinnten Präsidenten an der Macht ist, sehe ich nicht ein, warum wir ein Abkommen anstreben sollten.»

«Ein klarer Fingerzeig»

Dei Aargauer CVP-Präsidentin Marianne Binder sieht das anders: «Es muss endlich ein Rücknahmeabkommen mit Eritrea realisiert werden.» Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes sei ein Meilenstein.

Marianne Binder Keller, Grossraetin CVP AG und Mitglied Parteipraesidium, spricht waehrend dem Dreikoenigsgespraech der CVP Schweiz am Freitag, den 5. Januar 2018 in Bern. (KEYSTONE/Christian Merz)

Bild: KEYSTONE

«Ein klarer Fingerzeig für den Bundesrat, die Eritreapolitik zu überdenken und Eritreer nicht mit falschen Erwartungen an ein Bleiberecht in die Schweiz zu locken.» Die CVP-Politikerin kritisiert: «Auch die Linke hat Gerichtsurteile zu respektieren. Wenn sie da wieder Sturm läuft, verstehe ich das schon deshalb nicht, weil jeder Mensch, der hier ist, ohne an Leib und Leben gefährdet zu sein, denjenigen den Platz wegnimmt, die es sind.» 

Die Flucht übers Mittelmeer

Eritrea

Zahl der Eritreer an der Südgrenze explodiert – die Schweiz wird zum Transitland

Link to Article

Idris ist mit 20 Jahren aus Eritrea in die Schweiz geflüchtet. Wie? Frag besser nicht!

Link to Article

«Wann werden Sie hier Frauen vergewaltigen?» – Wir haben einem Flüchtling mal alle pauschalen Stammtischfragen gestellt

Link to Article

Ist Eritrea die Hölle auf Erden oder besser als sein Ruf? Annäherung an ein unbekanntes Land

Link to Article

Sommaruga: «Es ist undenkbar, dass die Schweiz Menschen nach Eritrea zurückschickt»

Link to Article

Sonderbotschafter Eduard Gnesa: Ein Migrationsdialog mit Eritrea ist nicht mehr möglich

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

48
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • memento 09.04.2018 20:51
    Highlight Highlight Gemăss Feri darf man keine diplomatischen Beziehungen mit Eritrea aufnehmen. Dann müsste man konsequenterweise mit diversen STaaten keine diplomatischen Beziehungen mehr haben.Dann wäre man dann schnell auf dem Niveau von Taiwan....
    • mogad 10.04.2018 09:15
      Highlight Highlight Frau Feri, wollen Sie offene Grenzen? Soll jeder, der will kommen und bleiben dürfen? Denn darauf läuft Ihre Politik hinaus. Die Linke will offenbar keine diplomatischen Beziehungen, weil sie nicht will, dass die Eritreer zurück müssen. Wieviel Menschen auf der Welt leben in Armut, in Diktaturen? Sollen die jetzt alle zu uns kommen und bleiben dürfen. Man sagt offiziell: nein, sie dürfen nicht bleiben, tut aber alles damit sei bleiben können. Man sagt halbherzig: keine zu offenen Grenzen, arbeitet aber genau darauf hin.
    • Enzasa 10.04.2018 10:12
      Highlight Highlight Wäre nicht ein erster Schritt die Menschenrechtsverletzungen öffentlich anzusprechen, den Staaten die Unterstützungsleistungen zu entziehen, diesen Staaten keine Waffen mehr zu liefern, Embargos auszusprechen usw. usw. usw.
      Die „Flüchtlinge“ sind das allerletzte Glied in der Kette und die Leidtragenden der Situation und hier an der ineffizientesten Stelle, wollen Sie anfangen große Politik zu machen?
    • Enzasa 11.04.2018 00:08
      Highlight Highlight Aha, wenn es darum geht den „Großen „ die Grenzen aufzuzeigen, dann wird gekniffen.

      Lieber gegen Flüchtlinge vorgehen
  • Rumbel the Sumbel 09.04.2018 19:17
    Highlight Highlight Liebe Schweizerbürger (diejenigen die es 'zu' Gut meinen) und Eritreer. Macht euch keine Sorgen, es ist nur etwas, das nie durchgesetzt wird.
    • Stachanowist 09.04.2018 20:37
      Highlight Highlight Die Ausschaffungen werden wohl nie durchgesetzt, ja - Eritrea nimmt ja nur Staatsbürger zurück, die freiwillig zurückkehren.

      Die Praxisänderung des SEM hat aber durchaus konkrete Auswirkungen, die mit grosser Wahrscheinlichkeit auch ins Werk gesetzt werden: Eritreer, die ihre vorläufige Aufnahme verlieren, bekommen nur noch Nothilfe. Das reduziert erstens die Attraktivität der CH als Zielland und führt zweitens dazu, dass der eine oder andere "freiwillig" zurückgeht.
    • Enzasa 10.04.2018 10:15
      Highlight Highlight Jemand der aus Etriea flüchtet hat andere Sorgen, als die Sozialhilfe Sätze in Europa zuvergleichen.
      So etwas macht man nur wenn man Zeit und Muße hat und gemütlich auf seinem sicheren Sifa sitzt
    • Enzasa 11.04.2018 00:09
      Highlight Highlight Haben die Blitzer mal mit Eritreischen Menschen persönlich geredet?
  • Watson=Propagandahuren 09.04.2018 18:44
    Highlight Highlight Ja Post aus Bern mag ich auch nicht.
  • Schlingel 09.04.2018 18:04
    Highlight Highlight Das sind Flüchtlinge und keine Einwanderer. Das bedeutet man wird aufgenommen und sobald die Situation im eigenen Land besser ist, wieder zurückgeschickt und nicht ausgebildet, "integriert" (was diese Herren ja oft leider selbst nicht wollen) und hier behalten...
    • TheMan 09.04.2018 20:05
      Highlight Highlight Hat man bei den Serben und Kroaten auch gesagt. Das die nach dem Krieg zurück in Ihre Länder gehen werden. Leider wird das Wort Asyl zu oft Missbraucht.
  • Dinolino 09.04.2018 17:09
    Highlight Highlight Well, die Schweiz will halt nur Zuwanderung von entweder Hochqualifizierten (Der Alfaromeo-Sauber Pneuengineer, der den Luftdruck berechnet)
    oder aber
    Arbeitssklaven (Gesundheitswesen und Pflege)
    für alle anderen lässt sich schon ein Grund finden, diese wieder nach "Hause" zu senden. Sad, but true.
    • SilWayne 09.04.2018 17:49
      Highlight Highlight In etwa so stelle ich mir das vor. Darf auch etwas dazwischen sein. An was hättest du denn gedacht?
    • Hierundjetzt 09.04.2018 17:55
      Highlight Highlight Falsch. Mit einem Ausländeranteil von fast 30% kann man uns schwerlich Rassismus vorwerfen.

      Eritreer sind auf der Suche nach einem besseren Leben, dass ist nicht verwerflich und absolut nachvollziehbar.

      Flüchtlinge gemäss Gesetz sind Sie hingegen nur teilweise.

      Und ja: Menschen die bei uns einer Arbeit nachgehen möchten, sollten im Minimum einen Berufsabschluss haben.

      Ganz einfach darum, weil es für Menschen ohne Schul- und Berufsabschluss in der Schweiz schlicht keine Jobs gibt.
    • Julietta 09.04.2018 19:35
      Highlight Highlight @Hierundjetzt

      Schulabschluss Ja, Berufsabschluss nein. Ich arbeite in der Hauswirtschaft im Hotel, von meinen Mitarbeiterinnen hat keine einen Berufsabschluss in diesem Bereich. In ihrer Heimat haben sie studiert bzw. Einen Beruf gelernt, sind aber für die jetzige Arbeit "nur" angelernt, da mein Betrieb schlicht nicht (in der Lage oder) Willens ist, den Mindestlohn (4108.-) für eine ausgebildete HOFA zu bezahlen, die für dieses Geld Zimmer reinigt.
      Es gibt viele Plätze für ungelernte Arbeitskräfte...

      Ansonsten stimme ich deinem Kommentar zu!
  • Hierundjetzt 09.04.2018 16:06
    Highlight Highlight Vorläufig Aufgenommen = „Du“ erfüllst die Eigenschaften als Flüchtling nicht, kannst daher rein temporär bei uns bleiben, bis die Situation im Heimatland besser ist.

    Jetzt ist die Situation besser.

    Ich sehe ehrlich gesagt kein Härtefall.

    Jeder mit einem B-Ausweis gehts nach 6 Monaten exakt gleich.
    • Enzasa 10.04.2018 10:17
      Highlight Highlight Ich wusste gar nicht, dass jemand mit B-Ausweis um sein Leben fürchtet oder Repressalien aus seinem Heimatland zu erwarten hat
    • mogad 10.04.2018 12:58
      Highlight Highlight @Enzasa. Ausweis B = anerkannter Flüchtling, sprich politisch Verfolgter.
    • Brummbaer76 11.04.2018 19:06
      Highlight Highlight Annerkannter Flüchtling ist Ausweis F. B ist die Arbeits und Wohnbewilligung. C ist die Niederlassung. Aus F kann ein B werden, muss aber nicht.
  • KING FELIX 09.04.2018 16:05
    Highlight Highlight Was genau haben denn die rückkehrer zu befürchten?
  • derEchteElch 09.04.2018 16:01
    Highlight Highlight Eritrea ist ein sicheres Land!

    Militärdienstverweigerung und darauf drohende Haftstrafen sind kein Asylgrund! Sonst müssen wir auch jedem/-r Israeli, der/die sich vor dem Militärdienst drückt, Asyl bieten und Israel als Unrechtstaat einstufen. Tun wir aber nicht.

    Jedes Land hat eigene Gesetze. In Eritrea ist es nunmal Fakt, dass eine sllgemeine Militärdienstpflicht besteht. In der Schweiz übrigens auch..
    • Laut_bis_10 09.04.2018 16:29
      Highlight Highlight Von der Seite des Bundes:

      "Seit dem eritreisch-äthiopischen Grenzkrieg 1998–2000 müssen alle Eritreer einen zeitlich unbeschränkten «Nationaldienst» leisten ohne Aussicht auf Entlassung – entweder im Militär oder im zivilen Bereich. Der Sold ist sehr gering. Ort und Inhalt des Diensts können nicht gewählt werden. Viele junge Eritreer treibt diese Perspektivenlosigkeit in die Emigration."
    • Roterriese 09.04.2018 16:51
      Highlight Highlight @Laut_bis_10 tjo, das ist aber (zum Glück) kein Asylgrund.
      https://www.srf.ch/news/schweiz/asyl-fuer-deserteure-gerichtsentscheid-bestaetigt-praxis
    • Laut_bis_10 09.04.2018 17:09
      Highlight Highlight Es mit unserer RS zu vergleichen, ist trotzdem eher Galgenhumor ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • rudolf_k 09.04.2018 15:47
    Highlight Highlight Diese Angst- und Mitleid-Macherei zieht irgendwann einfach nicht mehr. Lesenswert ist vielmehr ein Artikel aus der BaZ, die treffend analysiert weshalb wir in Europa aus falsch verstandenem Schuldgefühl über die Geschichte die Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen in Kauf nehmen:
    https://bazonline.ch/schweiz/standard/afrikas-untergang-und-verderben/story/10477225
    • Herr Ole 09.04.2018 16:21
      Highlight Highlight Der Artikel ist leider weder lesenswert noch treffend. Somm schwafelt in altbekannter Manier über seine eigenen kruden Theorien ("Schuldgefühle" des Westens), versucht zu erklären, wieso der Westen nicht auf Kosten der 3. Welt reich geworden ist, indem er darlegt, wie der Westen reich wurde, geht aber überhaupt nicht darauf ein, wieso die 3. Welt noch immer arm ist. Hätte er recht, könnte diese nämlich einfach den Westen kopieren...
    • Liselote Meier 09.04.2018 18:09
      Highlight Highlight Eine treffende Analyse lach.
      Eine billige Polemik mehr nicht.

      Macht dich mal schlau bezüglich Afrika+Verrechungspreis, dann hast schon mal eine kleine Ahnung wie die heutige Ausbeutung funktioniert.

      Was er da historisch zusammenbestellt muss ich mir ned mal die Mühe machen. Der gute Somm sollte eigentlich wissen, dass die Industrialisierung im Baumwoll-Sektor begann, lässt er wohl bewusst aus.


    • rudolf_k 09.04.2018 20:01
      Highlight Highlight Also eine reine Verschwörung des Westens, dass Asien den Anschluss schafft, Afrika jedoch kaum?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 09.04.2018 15:45
    Highlight Highlight Solange die Schweiz niemand zwingt zur Rückkehr wird sich am Status Quo nicht viel ändern. Ausser das die Eritreär die hier sind durch den "schlechteren Status" weniger Geld vom Staat bekommen.
  • Leckerbissen 09.04.2018 15:30
    Highlight Highlight Ich denke in erster Linie geht es v.a darum, eine abschreckende Wirkung nach Afrika zu senden. Sollte es so sein, begrüsse ich das Vorhaben.
    • PhilippS 09.04.2018 15:46
      Highlight Highlight Einerseits dein Punkt @Leckerbissen, andererseits auch in Bezug auf diejenigen, die zwischenzeitlich ihre Heimat besucht haben und unbehelligt in die Schweiz zurück gekommen sind.

      Wer angibt in Eritrea bedroht zu sein, fliegt nicht für „Ferien“ da hin.
    • Enzasa 10.04.2018 10:07
      Highlight Highlight Wieviele Personen kennen Sie persönlich, die nach Eritrea in ihrer Heimat Urlaub machen?

      Ich kenne 1 Person, diese hat vor 40 Jahren Asyl beantragt, seitdem gearbeitet und ist vor 3 Jahren in Eritrea gewesen um die zurückgebliebe Familie wieder zu sehen. Diese Person zahlt auch an die Eritreische Regierung, seit sie arbeitet. Früher hieß es subtil denke an deine Familie und zahle. Heute mit Erlaubnis der EU „Heimatsteuer“
    • memento 10.04.2018 10:56
      Highlight Highlight @Enzasa Vor vierzig Jahren war Eritrea noch Teil von äthiopien, by the way


Wirbel um Frau Khan: Aargauer Gemeindeammann hat genug von Einbürgerungen

Neuer Einbürgerungsknatsch im Aargau: Der Gemeinderat der Kleingemeinde Wislikofen empfiehlt das Einbürgerungsgesuch einer 40-jährigen Bangladescherin zur Ablehnung. Die Bevölkerung kann das nicht nachvollziehen. Ein Ortsbesuch.

Am Stammtisch in der Wirtschaft zum Klosterstübli im aargauischen Wislikofen gab es gestern Mittag nur ein Gesprächsthema: Das Einbürgerungsgesuch der 40-jährigen Bangladescherin Kaniz Fatema Khan, die alle im Dorf Fatema nennen.

Sie bestand den Einbürgerungstest, doch der Gemeinderat empfiehlt der Gemeindeversammlung, ihr Gesuch wegen «zu schwacher Sprachkenntnisse» und «fraglicher Integration» abzulehnen.

Wirt Daniel Schneider hat eine klare Meinung: «Der Gemeinderat sagt, sie spreche nicht …

Artikel lesen
Link to Article