Schweiz

An ausgewählten Haltestellen dockt der Bus in weniger als einer Sekunde an eine Ladeschiene über dem Dach an und lädt seine Batterie nach, während die Fahrgäste ein- und aussteigen. Bild: KEYSTONE

In Genf verkehren ab sofort weltweit einzigartige Elektrobusse

05.12.17, 17:21 05.12.17, 18:31

Im Kanton Genf sind elektrische Gelenkbusse – die weltweit ersten ihrer Art – in Betrieb genommen worden. Sie laden sich an ausgewählten Haltestellen innerhalb von 20 Sekunden auf, währen die Passagiere ein- und aussteigen.

Die neuen Busse zeichnen sich durch ein innovatives Antriebssystem aus, wie die ABB am Dienstag mitteilte. Der Strom für den Elektroantrieb stammt aus einer Batterie, so dass keine Oberleitungen mehr nötig sind.

12 Elektrobusse

Die ersten Busse mit dieser Schnellladetechnologie verkehren auf der Bus-Linie 23 zwischen dem Flughafen Genf-Cointrin und Carouge. An ausgewählten Haltestellen dockt der Bus in weniger als einer Sekunde an eine Ladeschiene über dem Dach an und lädt seine Batterie nach, während die Fahrgäste ein- und aussteigen.

Die komplette Flotte umfasst zwölf emissionsfreie Busse, die den Flughafen mit verschiedenen Vororten Genfs verbinden werden. Die bisherigen Dieselbusse werden bis 2025 nach und nach abgelöst.

1000 Tonnen CO2 weniger

Das System spart nach Angaben der Genfer Verkehrsbetriebe TPG rund 1000 Tonnen CO2 jährlich. Der Verkaufspreis für die erste Serie von zwölf Bussen betrug 24 Millionen Franken. Entwickelt wurden die Ladestationen, der Antrieb und die Batterie vom Technologiekonzern ABB, der Grossraumbus wurde vom Bushersteller HESS fabriziert.

Der Grossraumbus namens TOSA ist laut den Herstellern nicht nur viel leiser als ein Dieselbus, sondern kann auch mehr Passagiere transportieren. (whr/sda)

Tesla-CEO tüftelt am Hirn 2.0

42s

Tesla-CEO tüftelt am Hirn 2.0

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Achtung! Dieses fiese SMS crasht iPhones und Macs 😳

Fall Ansari: Ein schlechtes Date ist kein Übergriff. Und Sex zu wollen kein Verbrechen

Das war knapp! So viel Glück wie diese 14 Menschen wirst du in deinem Leben nicht haben

So wird «Der Bestatter» aussehen, wenn dem SRF das Geld ausgeht

So reagiert Sharon Stone auf die Frage, ob sie je sexuell belästigt wurde

«Klugscheisser» brilliert bis zu dieser Frage, bei der KEINER von 3 Jokern hilft

History Porn Teil XXVI: Geschichte in 23 Wahnsinns-Bildern

Eltern ketteten ihre Kinder an Betten: Polizei befreit 13  Geschwister aus Horror-Haus

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
24
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tobias K. 06.12.2017 14:13
    Highlight Da kommt mir doch der gute, alte Ladebalken bei F-Zero damals auf dem NES in den Sinn. :-)
    0 0 Melden
  • zettie94 05.12.2017 22:31
    Highlight In Bern gehen übrigens in einem Jahr ebenfalls Elektrobusse auf der Linie 17 in Betrieb. Ebenfalls mit ABB-Technologie, allerdings mit grösserer Batteriereichweite und es wird nur an der Endhaltestelle nachgeladen.
    8 0 Melden
  • coronado71 05.12.2017 19:04
    Highlight Es gab im Februar/März 2017 in St. Moritz bereits einen Testbetrieb mit einer ähnlichen Konfiguration unter realen Bedingungen (fahrplanmässiger Verkehr). Die Schnellladestation wurde auf dem Bahnhofvorplatz aufgebaut (Ladezeit maximal 6 Minuten), die Busse waren von Volvo. Neu ist in Genf nur, dass sie nicht auf das System Siemens/Volvo setzen, sondern auf ABB/Hess - und das System schrittweise flächendeckend einsetzen. Das mit den 20 Sekunden wäre auch mit dem Siemens-System möglich, wenn man die Ladestationen entsprechend dicht positioniert.
    6 0 Melden
    • J4un7y 05.12.2017 20:19
      Highlight Neu am projekt in Genf ist nur das es seit 2013 in planung war und seit dem pilot busse auf der Line 23 fuhren.

      Sources:

      https://cleantechnica.com/2016/07/26/abb-flash-charging-electric-bus-route-ooens-geneva-switzerland/

      https://www.abb-conversations.com/2016/07/tosa-ebus-geneva/
      7 0 Melden
    • coronado71 05.12.2017 21:29
      Highlight Mit anderen Worten also ein von ABB/Hess via SDA multiplizierter PR-Text ;-)

      Ok, Wie auch immer, ich halte den Weg für absolut richtig. Wenn Urbane ÖV-Betriebe jetzt noch ihre Trolleybusse aufgrund flexibleren Einsatzmöglichkeiten auf Diesel umrüsten wollen, so sind das Fehlinvestitionen. Die Zukunft gehört dem "Opportunity Charging"-System. Ob das nun von ABB oder Siemens, Alstom, GE oder weissnichtwem geliefert wird ist egal.
      5 2 Melden
    • zettie94 05.12.2017 23:14
      Highlight @coronado71: Der Trend geht genau in die andere Richtung - neue Trolleybusse werden mit Batterie anstelle eines Dieselhilfsmotors beschafft, somit müssen bei Umleitungen diese nicht mehr gegen Dieselbusse ausgetauscht werden. Im Prinzip ebenfalls eine Art "Opportunity Charging", einfach dass dazu die bereits bestehenden Oberleitungen genutzt werden. Siehe VBZ (bereits in Betrieb) und BERNMOBIL (ab Fahrplanwechsel), ich glaube auch die VBSG planen etwas in der Art.
      1 0 Melden
  • Madison Pierce 05.12.2017 18:56
    Highlight Da fällt mir der Gyrobus ein:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gyrobus

    Ähnliches Prinzip, hat sich aber leider nicht bewährt.
    4 2 Melden
    • Caturix 05.12.2017 21:18
      Highlight Danke die habe ich gesucht ich wusste da gab es mal was nur der Name viel mir nicht mehr ein.
      3 0 Melden
  • Palatino 05.12.2017 18:25
    Highlight Gibts das System auch für Handys 🤓 ?
    11 1 Melden
    • ARoq 05.12.2017 18:56
      Highlight Wenn du wie der Bus alle 2-3 Minuten an die Steckdose willst: könnte man machen.
      15 0 Melden
    • Palatino 05.12.2017 20:32
      Highlight @helios: ziemlich realistisches Szenario für mein dreijähriges iPhone 🤨
      13 0 Melden
  • Muellsi 05.12.2017 18:16
    Highlight Spannend wären ja jetzt noch weizerführende Anganen? Wie sieht es mit der Reichweite aus?? Wie funktioniert die Ladetechnik? Wie viel kann in diesen 20 Sekunden geladen werden?
    15 5 Melden
  • Plöder 05.12.2017 18:04
    Highlight Und die Ironie: Die ABB wird in Genf die Leute, die daran arbeiteten, grösstenteils entlassen.
    Aber ey Good News lassen sich besser verkaufen...
    16 7 Melden
    • E. Edward Grey 06.12.2017 00:18
      Highlight Die Batterietechnik der Zukunft ist eine andere: Graphen. Dann ist auch eine induktive Schnellaufladung in Sekunden für grosse Reichweiten möglich.
      1 2 Melden
  • trio 05.12.2017 17:58
    Highlight Bye bye Diesel 👋
    73 5 Melden
  • arpa 05.12.2017 17:48
    Highlight Spannend! Mit den Autos könnte man dies an Ampeln usw lösen, nicht? Teure sache..
    19 6 Melden
    • kleiner_Schurke 05.12.2017 19:24
      Highlight Und unpraktisch, denn auf der Autobahn hat es keine Ampeln ;-)=)
      9 0 Melden
  • Crank 05.12.2017 17:43
    Highlight Spannend! Wie gross ist denn die Reichweite ohne nachladen?
    53 0 Melden
    • ARoq 05.12.2017 18:20
      Highlight Nach dem unten verlinkten Artikel ca. 5km, wenn 1/3 der Nennkapazität genutzt wird.

      Aber der Titel vom Watson-Artikel ist irreführend. In 20 Sekunden werden "nur" ca. 3kWh von 35kWh Kapazität nachgeladen.
      Für eine Vollladung geht's ins Depot, die dauert dann ein paar wenige Minuten.
      19 0 Melden
    • Carambar 05.12.2017 19:17
      Highlight Die Ladung reicht für jeweils 3 bis 4 Haltestellen. Die Volladung gibts an den End-Haltestellen.
      14 0 Melden
  • ARoq 05.12.2017 17:39
    Highlight Falls sich jemand auch für den technischen Hintergrund interessiert:
    http://search.abb.com/library/Download.aspx?DocumentID=9AKK106713A9015&LanguageCode=en&DocumentPartId=&Action=Launch
    45 1 Melden
    • foresthill 05.12.2017 18:27
      Highlight sehr spannend, herzlichen Dank für die Info's
      11 0 Melden
  • Donald 05.12.2017 17:35
    Highlight Hat was von einem elektrischen Stuhl.
    5 25 Melden
    • bernhardmat 05.12.2017 19:41
      Highlight 🤣
      2 2 Melden

Der mysteriöse Tod des Offiziersaspiranten Flükiger

Bis heute ist der Tod des Offiziersaspiranten Rudolf Flükiger nicht geklärt. Kreuzte der Berner ungewollt die Wege jurassischer Separatisten? Wurde er von Schmugglern ermordet? Oder kam er der RAF in die Quere? Drei mögliche Hypothesen.

Bis heute wird im Jura über das Schicksal von Rudolf Flükiger gerätselt. In der Nacht vom 16. auf den 17. September 1979 verschwindet der 21-jährige Berner Offiziersaspirant und Radfahrer während eines Postenlaufs auf dem Waffenplatz von Bure. Erst einen Monat später findet man seine sterblichen Überreste in der Gegend von Grandvillars in Frankreich. 

Ein Suizid mittels Handgranate, wie das Ergebnis der Untersuchung in der Schweiz lautet, scheint unwahrscheinlich. Erstens, weil Rudolf …

Artikel lesen