Schweiz
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Schriftsteller und Dramaturg Lukas Bärfuss mischte die «Arena» auf. Bild: screenshot/srf

Bomben auf Bern: Die «Arena» ist im Kriegszustand und Autor Bärfuss an vorderster Front

Knapp eine Woche nach der Abstimmung über die Altersvorsorge gleicht die Schweiz einer ziemlich verkaterten Wohngemeinschaft. Gut, gibt's Jonas Projer und seine Interventionseinheit. Auszüge aus einer stellenweise martialischen «Arena»-Sendung. 



Stellen wir uns vor: Ein Land befindet sich am Abgrund. Am Himmel kreisen bedrohlich riesenhafte Flugmaschinen, in den Bombenschächten todbringende Fracht, jenseits des Kanals marschieren Legionen hochgerüsteter Soldaten auf, die verbündeten Staaten sind längst wie Dominosteine gefallen, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die feindliche Flagge über dem Regierungsgebäude weht.

Zu dieser schicksalshaften Stunde räuspert sich der Landesvater vor dem Radiomikrofon, und hält eine Ansprache, welche die Nation aus der angstvollen Starre löst. Blut, Schweiss und Tränen verlangt er von der Bevölkerung. Im Gegenzug verspricht er ihnen: die Freiheit. Ein fairer Deal. 

Nein, es geht natürlich nicht um die Schweiz. Es geht um England im Jahr 1940 und die längst zum YouTube-Hit und zur Blaupause kreativarmer Motivationscoachs gewordene Widerstandsrede Winston Churchills.

Jonas Projer muss bei der Planung dieser «Arena» im Hintergrund eine Zweitweltkriegs-Doku in der Endlosschlaufe abgespielt haben. Anders ist der bizarre Einspieler nicht zu erklären, mit dem der SRF-Moderator gegen Ende der Sendung den politischen Zustand der Schweiz tongewaltig darzustellen versuchte. 

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Schon der Einleitung mangelte es nicht an Pathos. Projer erläuterte das Konzept dieser «Arena» auf eine Art, dass man meinte, der Mann habe gerade das Rad neu erfunden. Ein Experiment war es, ein runder Tisch, eine kleine Abwechslung zur etwas steif gewordenen «Arena»-Form. Aber Projers Ankündigung erweckte den Eindruck, die SRF-Leute hätten mit blossen Händen den Leutschenbachtower auseinandergenommen und an den Steilhängen des Eigers neu errichtet. 

Der Unterschied zu einer herkömmlichen «Arena»-Ausgabe war dann in erster Linie ein logistischer: Die Gäste sassen. An einem Tisch. Einem runden Tisch. Das sollte in der Theorie für ein bisschen Nähe und Geselligkeit sorgen, und führte in der Praxis dazu, dass sich die Gäste nun halt höflich ein bisschen Sendezeit erellbögelten, anstatt monologisierend am Einzeltisch in die Kamera zu predigen.

Politischer Trümmerhaufen

Anlass für diese revolutionäre «Arena»-Ausgabe war die Zeitenwende, die man in diesem Land spürt oder auch nicht, je nach Feinfühligkeit des eigenen politischen Seismografen. Das Scheitern der USR III war die erste Erschütterung, die Ablehnung der Altersreform 2020 die zweite. Jetzt gilt es, in den Trümmerhaufen nach den Überresten der einst so stolzen Konkordanzdemokratie zu graben. 

Der Suchtrupp bestand aus: Viola Amherd, CVP-Nationalrätin und hoch gehandelte Kandidatin für die Nachfolge von Doris Leuthard. Hansjörg Walter, umgänglicher SVP-Brummbär, bekannt geworden als Ritter der traurigen Gestalt in verschiedenen Bundesratswahlen. SRF-Politologe a. D. Claude Longchamp, der erstmals ohne Fliege, dafür mit umso mehr lockeren Sprüchen im Köcher vor die Kamera trat. Katja Gentinetta, zwischen Politphilosophin und Populärpsychologin oszillierend, und schliesslich Lukas Bärfuss, der sich irgendwann im Herbst 2015 daran erinnert hatte, dass kein Naturgesetz Schriftstellern es untersagt, ihre Schreibstube zu verlassen und wütende politische Pamphlete ins Land zu tippen. 

Das Ende der Konkordanz

Quo vadis, Konkordanzdemokratie? Und wann hat das alles eigentlich angefangen mit dem Ende des Konsenses? Claude Longchamp begab sich ganz zu Beginn dieser Sendung in die Rolle des Chronisten und erzählte die Geschichte, die man sich in diesem Land schon lange erzählt. «Seit 1995 reden wir von der Polarisierung der Politik.» Heisst konkret: die Ablehnung des EWR, der Aufstieg der SVP, das Auseinanderdriften der Polparteien, die Verrohung der Sprache, das Hochfahren der Zugbrücken, das Ende des guten alten Händedrucks übers eigene ideologische Lager hinaus.

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Es war eine ziemlich grosse Kiste, die in dieser «Arena» verhandelt wurde. Auf der Anklagebank von Scharfrichter Projer sassen: die Politiker. Die Medien. Die Verbände. Die Wirtschaft. Sie alle erfuhren in den letzten 20, 30 Jahren aus den einen oder anderen Gründen einen tiefgreifenden Wandel und beeinflussten so das politische System der Schweiz. Und zwar negativ.

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Longchamp ortete die Bewegungsunfähigkeit des politischen Systems in der fehlenden Bereitschaft, Kompromisse zu schmieden, was sich in der Flut destruktiver Referenden niederschlage. Gentinetta machte es Mühe, dass sich Politiker im Bundeshaus wie Theaterschauspieler verhielten, worauf Longchamp schmunzelnd entgegnete, die Bundeshaus-Architektur sei nicht zufällig einem Theater nachempfunden. Amherd beklagte sich ganz uneigennützig darüber, dass die Polparteien mit ihrem Dauerwahlkampfgetöse auch die eigentlich seriös werkelnden Mitteparteien ganz konfus machten, während SVP-Nationalrat Walter rührig sachpolitische Miniaturfiguren hin und her schob, und schon bald einmal in der grossen Komplikation des USR-III-Räderwerks verlorenging. 

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Das war eine grosse Kakophonie, und hätte Bärfuss nicht einen streitlustigen Tag erwischt, hätte sich diese Runde gemütlich und gescheit ins Wochenende geplaudert. Aber der Schriftsteller schoss einen Giftpfeil nach dem anderen in die Runde, und traf das eine oder andere Mal ins Schwarze. «Wenn ich euch zuhöre, dann tönt mir das alles nach einem Gejammere, die Medien sind schuld, die anderen sind schuld. Ihr seid noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen», wetterte der Berner Schriftsteller. Bärfuss beklagte die Delegitimierung der Politik, den Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Politiker und die Partikularisierung der Gesellschaft. Vor allem aber machte er auf einen Umstand aufmerksam, der mit der Digitalisierung rasant Fahrt aufgenommen hat: «Der Bürger», so Bärfuss, «führt viel mehr Diskurs, als die Politik überhaupt spiegeln kann.» Man könnte auch sagen: Während der Bürger längst mit den Mitteln des 21. Jahrhunderts diskutiert, partizipiert er politisch noch immer im 19. Jahrhundert. 

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Gerne hätte man im Anschluss ein bisschen mehr über die Herausforderungen des bärfussschen 21. Jahrhunderts erfahren, aber zu diesem Zeitpunkt war SVP-Walter aus seinem Dämmerzustand erwacht, weil er gerade von links und rechts gedeckelt worden war für die Obstruktionspolitik seiner Partei. Diese Schelte war ein bisschen unfair, schliesslich ist Walter beileibe kein Scharfmacher à la Köppel und Wobmann, aber in Ermangelung der fiesen Oberbosse knöpfte man sich den Unterhund vor. Und während Gentinetta Hansjörg Walter massregelte und dabei wohl an Christoph Blocher dachte, spielte sich in den Mundwinkeln des Thurgauers das Drama einer ganzen politischen Karriere im Zeitraffer ab. 

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Dabei hatte Walter zuvor noch den gescheiten Satz gesagt: «Kompromisse finden, das kann man nicht in der Öffentlichkeit», und damit unfreiwillig ganz grundlegend den Erkenntnisgewinn jeder öffentlichen Debatte in Zweifel gezogen. Eine ähnliche Aussage kostete damals Hillary Clinton im US-Wahlkampf wahrscheinlich die eine oder andere Stimme. Walter kann's egal sein. Die Schweiz ist nicht die USA und Walters politische Karriere neigt sich ohnehin dem Ende zu. 

Was bleibt von dieser «Arena»? Die Gewissheit, dass auch nach zwei verpatzten Reformen noch keine Bomben auf Bern fallen werden, sondern höchstens ein paar Türen ins Schloss. Die Erkenntnis, dass es allemal ergiebiger ist, eine Roundtable-«Arena» zu verfolgen als eine Nationalratsdebatte. Und die Ernüchterung, dass auch am runden Tisch dreingeredet wird. 

Was fehlte dieser Arena? Sicherlich kein Blut, kein Schweiss und keine Tränen. Aber eine Flasche Wein. Mindestens.

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52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 02.10.2017 20:55
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt, ich finde diesen Bärfuss völlig veraltet. Er denkt immer noch in Begriffen wie links und rechts. Dabei gibt es heute nur noch die Besitzenden und die Besitzlosen.



  • Statler 02.10.2017 07:34
    Highlight Highlight Das Problem mit der Arena ist, dass sie (naja, Projer) versucht, aus etwas per definitionem Langweiligem (der Politik) einen medialen Event zu machen, der die Zuschauer unterhält.
    Das führt dazu, dass Leute, die polarisieren, viel mehr Aufmerksamkeit erhalten, als es der Sache dienlich ist; weil die einfach medial mehr hergeben, als unaufgeregte Pragmatiker.
    Das führt dazu, dass Dampfplauderis wie Blocher, Köppel, Wermuth und andere die politische Agenda bestimmen.
    Ich wünsche mir manchmal Kurt Furgler zurück...
    • Statler 02.10.2017 20:15
      Highlight Highlight Ich unterstelle jetzt mal, dass ich die Blitze wegen Kurt Furgler erhalten habe ;)
    • JoeyOnewood 03.10.2017 07:36
      Highlight Highlight Ich finde Politik per definition langweilig. Im Gegenteil, aber da bin ich vielleicht auch eine Rarität. Und ich finde es ehrlichgesagt wichtig, dass man versucht die Politik zugänglicher zu machen - leider geht das im 21. JH nur mit Entertainment. Solange die Scharfmacher nicht eine widerspruchslose Plattform erhalten, finde ich es eher unproblematisch. Die Rassismus-Sendung, in der eine berndeutsch-sprechende, junge Muslima mit Kopftuch den Andreas Glarner auseinandernimmt, hach das war Entertainment und auch wichtig für die politische Debatte.
    • rauchzeichen 03.10.2017 12:35
      Highlight Highlight die blitze (oder meiner zumindest) sind für das dämliche; ich finde politik langweilig.

      gib doch dein stimmrecht ab. wegen idioten die sich nicht mit themen auseinandersetzen und trotzdem abstimmen verwässert die demokratie. diese gestalten sind für mich ein grund, eine technokratie herbeizusehnen. aber gerade wegen ihnen geht das nicht, was demokratisch korrekt, rational gesehen aber einfach nicht effizient ist.
  • Vanessa_2107 02.10.2017 02:33
    Highlight Highlight In einem Einspieler haben sie gezeigt, wie es meistens während einer Debatte im Nationalrat aussieht. Jemand spricht, der Saal ist fast leer, wer anwesend ist liest Zeitung, die anderen starren in den Laptop. Diese Damen und Herren werden teuer durch uns bezahlt und so soll unser Land regiert werden?? Das ist eine Riesenfrechheit. Da sollte, ausser Pausen gefälligst tägliche Anwesenheitspflicht bestehen und nicht nur, wenn wichtige Abstimmungen bevorstehen. Oder Bezahlung nur für Anwesenheit. Das nervt mich gerade gewaltig!
  • häfi der Spinat 01.10.2017 16:50
    Highlight Highlight Und die eine Walliserin versuchte sich noch bei Bärfuss anzubiedern...
  • Turbi 30.09.2017 21:36
    Highlight Highlight Eines darf man nicht vergessen
    Wenn jemand Format besass war es Winston Churchill
    • rauchzeichen 03.10.2017 12:37
      Highlight Highlight querformat? ;)
  • seventhinkingsteps 30.09.2017 21:01
    Highlight Highlight Ich glaube ich habe das schon mal geschrieben bei einem Bericht über eine Arena Sendung:

    Kompromisse sind nicht inhärent gut und meiner Meinung nach fehlt es in der Schweiz an einer gesunden Streitkultur. Wo ständige Kompromisssuche hinführen kann, das sieht man momentan in Deutschland. Wenn ein Land keine inhaltlich unterscheidbaren Volksparteien mehr hat und TV Debatten zu freundlichen Gesprächen verkommen, dann hat die Politik ein Problem.

    Die Arena hat das Potenzial so eine Streitkultur in eine spannende Sendung zu packen. Momentan ist es eher eine seichte Gesprächsrunde mit Konsens.
    • Posersalami 01.10.2017 19:45
      Highlight Highlight Bei einem Thema wie der USR 3 geht es aber nur mit einem Kompromiss! Ich denke, 99.99999999999% der Schweizer sind damit einverstanden, dass Unternehmen Gewinne machen dürfen. Die Frage ist halt, wie viel. In der USR 3 gab es zu viele Geschenke an die Unternehmer, darum ist sie gescheitert. Eine Reform hat nur eine Chance, wenn sie den Unternehmen nicht noch mehr Geld in die Taschen steckt. Das hat mit Neid nichts zu tun.
    • seventhinkingsteps 01.10.2017 20:49
      Highlight Highlight @Posersalami

      Völlig deiner Meinung.

      Also nicht falsch verstehen, die Schweiz hat definitiv unterscheidbare Volksparteien.

      Ich finde nur, die tatsächliche inhaltliche Meinungsverschiedenheit darf sich auch mehr auf die politische Diskussionskultur auswirken. Nicht, dass wir uns jetzt die Köpfe einschlagen in der Arena, aber die Politsendungen in der Schweiz dürften ruhig etwas hitziger werden, die Politiker angriffslustiger.
    • Statler 02.10.2017 07:15
      Highlight Highlight @seven: Au contraire!
      Das was Du vorschlägst, mag für den Zuseher «attraktiver» sein, führt letztlich aber genau dorthin, wo wir jetzt sind. Polparteien, die ihre politische Agenda auf Biegen und Brechen durchsetzen wollen, weil sie damit medial mehr Aufmerksamkeit erreichen, sind jeglicher Sache einfach nicht dienlich.
      Das führt auch dazu, dass sich die Politiker wie im (Affen-)Theater aufführen. Wer poltert, kriegt Präsenz. Wohin das führt, sieht man in den USA, wo der grösste Polteri schliesslich Präsident wurde.
      Politik ist nicht zur Unterhaltung da und deshalb oft «langweilig».
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 30.09.2017 15:43
    Highlight Highlight Dieser Lukas Bärfuss (oder so) kommt mir vor wie mein ehemaliger Primarschullehrer. Arghhh 😱

    (Ich schaue eben die Wiederholung.)
  • Schneider Alex 30.09.2017 15:22
    Highlight Highlight Kultur und Politik

    Zum Glück haben Kulturschaffende in den letzten Jahrzehnten an Einfluss auf die Politik verloren. Das Schüren von Emotionen, falsche Bilder, undifferenzierte Darstellungen von politischen Konflikten und das einseitige Partei ergreifen tragen leider nichts dazu bei, politische Probleme zu lösen. Dazu braucht es Nüchternheit, sachliches Abwägen der Positionen und eine unaufgeregte Diskussion. Alles langweiliges Zeug, also nichts für Kulturschaffende.
    • aglio e olio 30.09.2017 18:55
      Highlight Highlight Ist mir neu dass sie SVP ein Kulturverein ist.
    • exeswiss 30.09.2017 19:51
      Highlight Highlight "Das Schüren von Emotionen, falsche Bilder, undifferenzierte Darstellungen von politischen Konflikten und das einseitige Partei ergreifen tragen leider nichts dazu bei, politische Probleme zu lösen."

      und ich dachte du beschreibst gerade die SVP...
    • 4kant 30.09.2017 21:38
      Highlight Highlight Das war ein Seitenhieb, der Bärfuss galt. Wer seine Intellektmimikris aus Kolumnen, Inteviews und Gastbeiträgen der vergangenen paar Jahre kennt, für den ist das klar.
  • siorpaesas 30.09.2017 13:16
    Highlight Highlight Das klingt ziemlich konsterniert. Vielleicht liefe beim vorgängigen- oder nachträglichen Arena-Apéro mehr. Ob ein Bericht darüber sogar Spannenderes zu Tage befördern würde?
  • neutrino 30.09.2017 12:34
    Highlight Highlight Ganz grosses Kino dieser Artikel!!!
  • Pafeld 30.09.2017 11:15
    Highlight Highlight Der Vergleich AHV-USRIII hinkt gewaltig. Das eine war eine ausgewogene, im Konsens ausgearbeitete Reform, von der 95% der Bevölkerung profitiert hätte und das andere eine durch die Finanzlobby orchestrierte Selbstbedienungsbescheinigung, bei der am Ende jeder, der nur Einkommen und ein bisschen Vermögen (vielleicht) zu versteuern hat, am Ende die Zeche gezahlt hätte. Gemein haben sie höchstens, dass man bei einer Reform viel erfolgreicher soviel Zweifel streuen kann, dass die Reform baden geht. Und genau das ist einzig und allein der Unfähigkeit der mündigen Bevölkerung geschuldet.
  • Raphael Stein 30.09.2017 10:00
    Highlight Highlight Dank Stern wieder nichts verpasst.
  • häfi der Spinat 30.09.2017 09:51
    Highlight Highlight Bärfuss ist gerade dabei, seine mühsam aufgebaute Kariere zu demontieren.
    Von den geschwollenen Worten, versteht er etwas mehr als von Politik.
    (Aber auch dort ist seine Bilanz ziemlich mager : )
    • chabacha 30.09.2017 10:33
      Highlight Highlight genau so hat man früher auch über Max Frisch geredet; geht vorbei
    • häfi der Spinat 30.09.2017 11:12
      Highlight Highlight chabacha
      Ui, jetzt hast du ihm aber den womöglich größten gefallen getan, der überhaupt möglich ist.
      Ich glaube Frisch ist sein größter Held. Genau dahin möchte er ja auch.
      Nur hatte Frisch wohl etwas mehr auf dem Kasten, und die Zeiten haben sich in den 50 Jahren geändert.
      Mit Linkspopulismus geht man heute nicht mehr so einfach in die Geschichtsbücher ein.
      Hast du das noch nicht bemerkt?
    • Shlomo 30.09.2017 11:32
      Highlight Highlight Häfi, dass du trotz deiner politischen Einstellung Frisch als Held bezeichnest zeugt entweder von deinem Unverständnis von Frischs Werk oder du bist doch gar nicht so rechts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schnapphahn 30.09.2017 09:40
    Highlight Highlight Fand den Ausschnitt aus Churchills Rede daneben. Eifach öppis. Und wirklich zur Diskussion beigetragen hat er auch nichts.
    Was sollte eigentlich die letzte Frage von Projer betreffend Nachtessen der Anwesenden? Wird die Arena nun zur Kochsendung? Schwache Vorstellung!
    • seventhinkingsteps 30.09.2017 23:58
      Highlight Highlight Vorallem sollte jeder langsam wissen, dass Churchill kein besonders sympathischer Geselle war:

      "I propose that 100,000 degenerate Britons should be forcibly sterilized and others put in labour camps to halt the decline of the British race."

      - von 1910

      "I do not admit that a wrong has been done to these people by the fact that a stronger race, a higher-grade race, a more worldly wise race to put it that way, has come in and taken their place."

      - von 1937

      Der Typ war ein rassistischer Imperialist, ein machtgieriger, emotionsloser Opportunist. Einfach ein richtig grausiger Typ.
  • genoni 30.09.2017 09:21
    Highlight Highlight Grande Herr Stern, ich wünsche mir, dass Sie den Arena-Bericht immer schreiben. Hat Klasse!
  • Gähn on the rocks 30.09.2017 09:08
    Highlight Highlight nice to read, herr stern!
    und eine flasche wein fehlt doch immer.
    • DerHugentobler 30.09.2017 09:32
      Highlight Highlight Ich schliesse mich an, toller text!
    • häfi der Spinat 30.09.2017 09:45
      Highlight Highlight Du hast recht.
      Aber bedenke, er Muss ja etwas schreiben, auch wenn es nicht, s zu schreiben gibt.
  • Bijouxly 30.09.2017 08:58
    Highlight Highlight "Kompromisse finden, das kann man nicht in der Öffentlichkeit"

    Das ist ja logisch und eine sehr treffende Aussage.
    • Statler 02.10.2017 07:20
      Highlight Highlight Ich glaube, hier wird «Kompromiss» mit «Gemauschel» verwechselt - Letzteres macht man tatsächlich besser in schummrigen Hinterzimmern.
  • satyros 30.09.2017 08:51
    Highlight Highlight Ich kann diesen Projer nicht ausstehen. Der hört sich selbst gern reden und gefällt sich in der Rolle des Oberlehrers, der dem dummen Volk erklären muss, was die Politiker meinen. Dann noch diese vorbereiteten Trickfilmli und "Experten", die auf einen Knopf hauen können. Genauso sinnlos ist der "heisse Stuhl", oder wie immer das heisst, wenn er sich einen Politiker schnappt, der dann an einem anderen Ort hinstehen muss und 30 Sekunden lang wahnsinnig investigative Fragen des Moderators beantworten darf. Der sollte doch einfach ein Gespräch leiten. D.h. vor allem die anderen reden lassen.
  • rodolofo 30.09.2017 08:42
    Highlight Highlight Das war wieder mal eine Arena der angenehmeren Sorte.
    Warum?
    Endlich konnte ich wieder mal verstehen, was die gemütlich und trotzdem engagierten Diskussionsteilnehmer sagten!
    Auch wenn verbal verstehen noch nicht wirklich verstehen heissen muss, ist das doch schon mal eine gute Grundlage!
    DAS ist doch das A und O einer Diskussion:
    Reden UND Zuhören!
    Ich darf ja dann trotzdem bei meiner Meinung bleiben, die im Kern daraus besteht, dass ich selber ein toller Platzhirsch bin, der total den Durchblick hat darüber, was im Wald alles läuft und was die Rehe miteinander tratschen...
    • Moti_03 30.09.2017 11:37
      Highlight Highlight Also ich fand die Arena jetzt sehr langweilig.....gähn....
  • N. Y. P. D. 30.09.2017 08:00
    Highlight Highlight Wieso immer weniger Leute die Arena schauen ?
    Wenn jeweils 4 Sprechautomaten während 70 Minuten ihre Worthülsen runterleiern, ist das nicht das Gelbe vom Ei. Die Automaten gehen auch zuwenig aufeinander ein.

    Sobald Zuschauer im Studio involviert werden, kann man die Automaten zum Leben erwecken.

    4 aufgeweckte Zuschauer versus einen Automaten wäre mal auszuprobieren. Da würden ausnahmslos unkonventionelle Fragen kommen. Die 4 an den Stehpulten und der Automat auf der gegenüberliegenden Seite.

    Versuchen Sie es mal, Herr Projer. Sie lesen ja watson, wie man hört..
    • Statler 02.10.2017 07:25
      Highlight Highlight Das haben wir den Medien-Coaches zu verdanken, die ihre Zöglinge darin schulen, wie man vor der Kamera eine gute Figur macht.
      Ich möchte schon lange mal erleben, dass die Gegner einer Vorlage erklären müssen, was gut daran ist und die Befürworter, was die Probleme sind.
      Es gibt nämlich nix, was nur gut oder nur schlecht ist.
      Das würde die «Automaten» aus dem Konzept bringen, weil sie dann nicht nur ihr Parteibuch runterleiern könnten, sondern tatsächlich Stellung nehmen müssten.
    • N. Y. P. D. 02.10.2017 09:43
      Highlight Highlight Bin ganz Deine Meinung.
      Nicht nur in der Politik, auch im Sport.
      Auf Zuschauer sind diese Automaten nicht geschult. Deshalb wäre so ein Experiment eine tolle Sache.
  • Salute the Parrot 30.09.2017 07:44
    Highlight Highlight Ohne brennender Aschenbecher auf dem Tisch läuft sowas nicht. Aber nice try 😎
  • vaste 30.09.2017 07:15
    Highlight Highlight Würzig abgefasster Artikel mit knackigen Zutaten, ohne den Geschmackssinn zu verwirren. Dafür mit scharfem Verstand zubereitet und einer Prise Humor abgerundet. Auch wenn die Kalorienbilanz recht mager daherkommt, so ist das dem substratarmen Rohstoff selbst geschuldet. Gut gekocht, lieber Autor. Das mundet!
  • lemeforpresident 30.09.2017 07:11
    Highlight Highlight Gut beschrieben, danke!
  • Grundi72 30.09.2017 05:21
    Highlight Highlight 😎😁

    "...die SRF-Leute hätten mit blossen Händen den Leutschenbachtower auseinandergenommen und an den Steilhängen des Eigers neu errichtet."

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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