Schweiz
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Moderator Projer versucht, Bundesrat Schneider-Ammann das Geständnis abzuringen, dass der Ernährungsartikel ohne konkrete Folgen bleiben wird. screenshot srf

«Helfen Sie mir!» Warum eine Bauern-Abstimmung «Arena»-Projer fast verzweifeln liess

Alle Parteien sind dafür – und bekämpfen sich doch erbittert. Eine Abstimmungsvorlage wie jene zur Ernährungssicherheit hat die Schweiz noch selten gesehen.

26.08.17, 02:33 26.08.17, 10:29


Stell dir vor, es wird abgestimmt, und niemand weiss worüber. Oder anders ausgedrückt: Willkommen zur ersten «Arena» nach der Sommerpause! Ernährungssicherheit hiess das Thema der Sendung, denn darüber stimmen wir am 24. September ab.  

Dass die Vorlage bisher kaum Beachtung fand, liegt nicht nur daran, dass sie im Schatten des Jahrhundert-Projekts Altersvorsorge 2020 steht, das gleichentags an die Urne kommt. Viel wichtiger: Niemand kann genau sagen, was ein Ja zum Ernährungsartikel eigentlich bedeuten würde. So sprechen sich alle Parteien im Bundeshaus dafür aus – wenn auch aus diametral unterschiedlichen Gründen.  

Mit einem «Rorschachtest» verglich Politgeograf Michael Hermann die Vorlage, der als Experte im Studio stand. Wie bei den Tintenklecks-Bildern, die Psychologen ihren Patienten vorlegen, sieht jeder etwas anderes darin. «Mehr Freihandel!», rufen Liberale. «Mehr Wertschätzung für die Bauernfamilien!», fordern Landwirtschaftsvertreter. «Kampf dem Foodwaste!», jubilieren Ökopolitiker.

Ein Originalbild von Psychoanalytiker Rorschach. Jeder sieht etwas anderes darin.

Aber der Reihe nach: Die Vorlage ist ein Gegenentwurf zur inzwischen zurückgezogenen Ernährungssicherheits-Initiative des Bauernverbands. Während die Initiative die einheimische Produktion von Lebensmitteln stärken wollte, ist das Ziel der neuen Vorlage schlicht, dafür zu sorgen, dass wir auch künftig genug zu essen auf dem Teller haben – und zwar Lebensmittel aus dem In- und aus dem Ausland.  

Darum geht's in der Abstimmung. Video: streamable

Wie dies garantiert werden soll, ist nur vage umrissen: So sollen die «Grundlagen für die landwirtschaftliche Produktion» gesichert werden, insbesondere das Kulturland. Aber auch eine ressourceneffiziente und auf den Markt ausgerichtete Lebensmittelproduktion sowie grenzüberschreitende Handelsbeziehungen sollen ihren Teil dazu beitragen.  

Er könne nicht versprechen, dass bei einem Ja nur «das Allerkleinste» passiere, konfrontierte Moderator Jonas Projer – mit Bart aus der Sommerpause zurück – Bundesrat Johann Schneider-Ammann gleich zu Beginn der Sendung. «Wenn Sie jetzt heute Abend mit mir unter vier Augen die Hand aufs Herz legten, müssten Sie doch auch sagen: Eigentlich lautet das Motto: Nützts nüt, so schadts nüt.»

Video: streamable

«So freundschaftlich können wir uns jetzt nicht finden. Sonst können wir die Sendung ja gleich aufhören», liess der Wirtschaftsminister den Moderator ins Leere laufen, und erntete dafür Lacher aus dem Publikum. Es sei «gar nicht falsch», den Ernährungsartikel in die Verfassung aufzunehmen, so der FDP-Bundesrat. Das Konzept umfasse die ganze Wertschöpfungskette von der «Furche bis zur Fourchette – das ist die Gabel, die auf dem Tisch liegt». Die Landwirtschaft bekomme damit eine neue Grundlage für künftige Gesetze.

Neben dem FDP-Bundesrat waren auch Bauernpräsident Markus Ritter (CVP), GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy und SVP-Mann Werner Salzmann angetreten, um die Vorzüge des Ernährungsartikels aufzuzeigen. Als Gegner standen Peter Grünenfelder, Direktor des liberalen Think Tanks Avenir Suisse, und Hans Egli, EDU-Kantonsrat aus Zürich, im Studio.  

Nur war es zeitweise gar nicht so einfach, die Lager auseinanderzuhalten. Zu unterschiedliche Formen und Figuren sahen die Gäste im Tintenklecks, der bald als Artikel 104a unsere Verfassung zieren soll.  

«Genau das Gegenteil von dem, was Frau Bertschy sagt, ist richtig.»

Werner Salzmann, SVP-Nationalrat

Während GLP-Frau Kathrin Bertschy auf eine «ökologischere, marktfähigere Landwirtschaft» hofft, polterte Sitznachbar Werner Salzmann aus der SVP: «Genau das Gegenteil von dem, was Frau Bertschy sagt, ist richtig.» Anstelle der Ökologie müsse wieder die Produktion in den Vordergrund rücken, damit die Bauern ein besseres Einkommen erzielen könnten. Moderator Projer kam nicht darum herum, die Zuschauer daran zu erinnern, dass die beiden eigentlich demselben Lager angehören.

Video: streamable

Ähnlich verhielt es sich beim Duo Schneider-Ammann / Ritter. Ersterer warb enthusiastisch für neue Freihandelsabkommen mit Ländern wie Indonesien. Es sei klar, dass da auch die Bauern «gewisse Konzessionen machen» müssten. Den aufgeregten Protest Ritters quittierte er, indem er dem «lieben Bauernpräsidenten» beschwichtigend die Hand auf den Arm legte und den Bauernverband als «wichtige Institution» würdigte. Ritter konnte sich angesichts der absurden Situation ein gequältes Lachen nicht verkneifen. «Danke.»

Video: streamable

«Helfen Sie mir! Helfen Sie unseren Zuschauern!»

Jonas Projer, Moderator

Wer solche Mitstreiter hat, braucht eigentlich keine Gegner mehr. Doch auch die standen bereit: Der Bauernverband habe seine gute Initiative «kampflos aufgegeben» und begebe sich nun mutwillig «auf die Verliererstrasse», attackierte EDU-Kleinbauer Hans Egli den Bauernpräsidenten. Avenir-Suisse-Direktor Grünenfelder schliesslich prangerte die «verfassungsrechtliche Haarspalterei» an und kritisierte den Artikel als teuren Marketing-Streich des Bauernverbands. Warum nur unterstützen sämtliche Parteien etwas, was kaum etwas Neues bringt?  

An dieser Frage schien auch Moderator Projer zunehmend zu verzweifeln. «Helfen Sie mir! Helfen Sie unseren Zuschauern!», flehte er den Politologen Michael Hermann an. Dessen Analyse kam prompt: Keine Partei habe etwas davon, einen solch allgemein gehaltenen Verfassungsartikel zu bekämpfen. Besser sei es, sich selber um die Deutungshoheit zu bemühen – und dann ein Ja an der Urne als Zuspruch für die eigene Vision auszulegen.

Moderator Projer sinnierte, die Vorlage komme ihm vor wie eine Wundertüte, aus der Seifenblasen aufsteigen. Doch wüssten alle, was passiert, wenn wir die Seifenblasen anfassen.

Wir sind Bio-Weltmeister und das sind unsere Bestwerte

Video: srf

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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76
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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Shin Kami 26.08.2017 15:57
    Highlight Wenn die Initiative wirklich wie ein Rorschachtest ist, kann ich nicht mitstimmen, denn ich war noch nie in der Lage irgend etwas in diesen Tintenklecksen zu erkennen...
    6 2 Melden
  • ThePower 26.08.2017 13:36
    Highlight Muss es auf Berndeutsch schreiben: Läck isch das äs Gliir gsi😅Bin noch unentschlossen
    18 3 Melden
  • LukasderErste 26.08.2017 13:30
    Highlight Haha der letzte vergleich ist super
    8 1 Melden
  • schibu73 26.08.2017 13:18
    Highlight Ich sage nein, weil der Artikel nichtssagend ist und unütz.
    24 0 Melden
  • Ruffy 26.08.2017 12:06
    Highlight Sowas von unnütz..
    16 0 Melden
  • Jol Bear 26.08.2017 12:04
    Highlight Da alle einer Meinung sind und, wenn sie darüber reden, doch nicht mehr so ganz, dann handelt es sich um einen überflüssigen Gesetzesartikel, wo alles mögliche hineininterpretiert werden kann. Man könnte z.B. auch folgenden Artikel in die Verfassung schreiben: "Der Bund sorgt dafür, dass die Schweiz ein schönes Land ist." Man kann guten Gewissens mit "Nein" abstimmen, es wird sich genau soviel ändern, wie im andern Fall.
    30 1 Melden
  • MichaelTs 26.08.2017 11:56
    Highlight Gibt wohl bei allen, die sich nur ein wenig mit der Initiative beschäftigen, ein klares Nein zu der wohl unnötigsten Verfassungsänderung seit jeher (vielleicht mal abgesehen von der Minarettinitiative).

    Die Abstimmung wird dennoch einen hohen Nein-Anteil haben, denn diejenigen, die nur kurz abtimmen, lesen den Titel und stimmen ja. Wäre die Abstimmung nicht am selben Tag wie diejenige zur Altersvorsorge, hätten wir wohl ein ganz schlimmes Resultat von der Beteiligung her.
    32 5 Melden
  • Sensenmaa 26.08.2017 11:11
    Highlight Werde auch Nein Stimmen
    28 3 Melden
  • b4n4n4j03 26.08.2017 10:59
    Highlight Ich frage mich wieso die mainstream medien das thema mit dem fokus "mogelpackung für TTIP" nicht aufnehmen? Ich persönlich habe den bezug erst hier in den komentaren gemacht.
    Mir kommt bei begriffen wie recourcenschonende landwirtschaft gerade der gedanke, dass es einige leute geben wird, welche darunter monokulturen und genfood verstehen... :(
    Und ein freihandelsabkommen mit malaysia um futtermittel zu importieren welches dort produziert wird wo regenwald abgeholzt wurde ist auch wieder scheinheilig im bezug auf das klimaabkommen...
    52 3 Melden
    • N. Y. P. 26.08.2017 11:37
      Highlight Ich denke auch, dass hier irgendwie der Boden bereitet wird für irgendetwas. Die Sache stinkt. Heisst NEIN.
      44 2 Melden
    • Alnothur 26.08.2017 13:20
      Highlight Mit Gentech könnte man endlich mit weniger Land und für weniger Geld mehr Essen produzieren...
      12 13 Melden
    • N. Y. P. 26.08.2017 14:36
      Highlight @Alnothur
      Du arbeitest in leitender Stellung bei Syngenta. Daher bist Du ein wenig befangen..
      10 4 Melden
    • rodolofo 26.08.2017 14:58
      Highlight @ Alnothur
      Du glaubst also noch an die Gentechnologische Kreuzung aus Samichlaus und Christkind...
      Nach anfänglichen Vorteilen von Gentechnisch-Pflanzen werden die Schädlinge und Unkräuter genauso resistent, wie sie gegen immer giftigere Spritzmittel resistent werden!
      Der Vorsprung ist also sogleich wieder aufgeholt durch die sich enorm schnell reproduzierenden ökologischen "Mitesser".
      Allerdings hast Du dann Kleinbauern die den Agro-Chemie- und Saatgut-Konzernen total ausgeliefert sind, weil sie kein eigenes Saatgut mehr nachnehmen können und weil diese angeblichen "Superpflanzen"...
      16 3 Melden
    • rodolofo 26.08.2017 15:03
      Highlight ... nur mit dem ganzen Set aus Kunstdüngern, Pestiziden und Maschinen überhaupt etwas bringen kann.
      Die Kleinbauern geraten in die Abhängigkeit von Knebelverträgen und in die Verschuldungsfalle.
      Am Ende ihrer Verelendung, die ähnlich abläuft wie der Fall von Menschen in die Drogensucht, sind sie ruiniert, müssen ihr Land dem Konzern abgeben und entweder als Sklavenarbeiter auf Plantagen anheuern, oder das Glück in den städtischen Slums suchen. Viele machen Selbstmord.
      So sieht's aus!
      Einen Ausweg gibt es nur mit Bio-Fair Trade!
      10 2 Melden
    • The Origin Gra 26.08.2017 15:39
      Highlight Einige Genkonzerne haben einen Killswitch eingebaut. Man kann mit der Ernte im nächsten Jahr nicht mehr Ansähen, damit ist der Bauer gezwungen für viel Geld wieder Saatgut zu Kaufen.

      Momol, netter Kapitalistischer Zug.
      In Indien, Pakistan und Afrika wurden Tausende Kleinbauer von den Grossen Saat- und Pharmakonzernen enteignet weil sie die immensen Schulden nicht mehr Bezahlen konnten. Die dürfen jetzt als Arbeiter auf ihrem ehemaligen Grund und Boden schuften und können nicht mal davon Leben.
      Und ja, das hat genau mit dem zu tun was rodolfo schrieb.

      Den Neoliberalen und Konzernen gefällts😉
      13 3 Melden
    • Alnothur 26.08.2017 15:55
      Highlight Interessant, was für Jobs ich online angedichtet bekomme...
      rodolofo: Lächerlich, wie gewisse Leute einen Beissreflex mit immer den selben Argumenten bekommen, selbst wenn diese völlig nichtig sind - wenn's nach dir ginge, hätten wir nicht mal Weizen, Weizen ist nämlich auch gentechnisch verändert (wenn auch mit anderen Methoden).
      4 4 Melden
    • rodolofo 26.08.2017 17:07
      Highlight @ Alnothur
      Du weisst ganz genau, dass zwischen dem Weizen und einem Gentechnisch-Mais Welten stehen, was den Eingriff ins "Allerheiligste", also in die DNA dieser Organismen angeht!
      Dass solche angebliche "Super-Plants" als "Vegane Frankensteinmonster" gefährlich, oder invasiv werden können und dort, wo sie wachsen, in einem weiten Umkreis, traditionell angebaute Pflanzen durch Bestäubung verunreinigen, was wiederum einen Bio-Anbau in der Nachbarschaft verunmöglichen würde, ist das Eine...
      6 6 Melden
    • rodolofo 26.08.2017 17:11
      Highlight ...
      Das Andere ist aber viel zentraler:
      Es ist das verengte Denken von hoch spezialisierten Wissenschaftlern, die vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen!
      Sie haben ein uraltes Bäuerliches Wissen um die ganzheitlichen, vernetzten Zusammenhänge in der Natur und in der Menschlichen Gesellschaft verloren.
      Darum versuchen sie ein Einzelteil im "Organismus Erde" zu perfektionieren, während sie dem Gesamtorganismus keine Aufmerksamkeit geben, obwohl dieser gerade ausser Rand und Band, bzw. vor die Hunde geht...
      Jede Pflanze lebt und entwickelt sich in GEMEINSCHAFT mit anderen Lebewesen!
      10 4 Melden
    • Alnothur 27.08.2017 00:11
      Highlight "dort, wo sie wachsen, in einem weiten Umkreis, traditionell angebaute Pflanzen durch Bestäubung verunreinigen" Ach. Das macht, bzw. machte unser Weizen aber auch...
      "Sie haben ein uraltes Bäuerliches Wissen um die ganzheitlichen, vernetzten Zusammenhänge in der Natur und in der Menschlichen Gesellschaft verloren."
      Mais-Monokulturen sind ja soo vernetzt. Dieses bäuerliche Bewusstsein ist so stark, dass ohne Subventionen gar nicht mehr darauf geschaut würde...
      0 1 Melden
    • rodolofo 27.08.2017 12:53
      Highlight @ Alnothur
      Ja gut, wenn Du das ganzheitliche Bewusstsein von Konventionellen Landwirten anzweifelst, dann schiesst Du damit ein Eigentor.
      Denn unter diesen Konventionellen Bauern könntest Du noch am Ehesten einige wenige finden, welche die Gentechnologie befürworten.
      Aber Du musst sogar bei denen sehr lange suchen...
      Die Schweizerische Landwirtschaft aber setzt auf QUALITÄT, und darum wird die Integrierte Produktion hier bald der Minimal-Standard sein.
      Bioland Schweiz wäre natürlich noch besser!
      Das würde die jetzt noch sehr aufwändigen Kontrollen stark vereinfachen.
      3 0 Melden
  • Firefly 26.08.2017 10:55
    Highlight Ein Chabis ist diese Initiative.
    34 1 Melden
  • MaskedGaijin 26.08.2017 10:52
    Highlight Scheint ziemlich überflüssig und sinnlos zu sein. Nein von mir.
    45 3 Melden
  • Felix Walter S. 26.08.2017 09:55
    Highlight Versteh ich nicht- was das bringen soll? Tendiere zu einem Nein.
    58 1 Melden
    • Bijouxly 26.08.2017 11:38
      Highlight Das Nein kannst du fixieren. Es liegt nicht an deinem Verständnis, sondern es ist Tatsache: Es wird nichts bringen, weil der Text gar nichts aussagt. Das ist so gehaltslos, das natürlich auch keine Partei dagegen ist, weil keine hat etwas zu verlieren. Einfach nur Schmarren.
      25 0 Melden
  • infomann 26.08.2017 09:53
    Highlight Schon komisch.
    Einer der unnötigsten Abstimmungen überhaupt.Es gibt in unserem Land so vieles wo dringend angegangen werdern müsste, aber wenn es um die Bauern geht hat man scheinbar Zeit im Überfluss. Sieht aus wie ein Atbeitsbrschaffungsprogramm und die Kosten sind scheinbar auch egal.
    Datum stimmen wir doch einfach nein.
    56 5 Melden
  • kettcar #lina4weindoch 26.08.2017 09:36
    Highlight Die Initiative will die Landwirtschaft besser auf den Markt ausrichten.
    Der Markt verlangt mehr Bio als derzeit produziert wird (vor kurzem hier auf Watson).
    Die SVP findet, dass die Initiative endlich ein Schritt weg von der völlig verfehlten ökologischen Landwirtschaft ist...
    hm.
    44 2 Melden
    • rodolofo 26.08.2017 09:57
      Highlight Ich stosse immer wieder auf den Argwohn von (konv.) Bauern, die für ihre Produkte faire Preise verlangen und die im gleichen Atemzug gegen die "Ökofritzen" wettern, welche wieder mal ein Bächlein renaturieren, ohne daran zu denken, dass so ein renaturiertes Bächlein auch später eine aufwändige Pflege braucht...
      Ich finde es immer wieder enttäuschend zu sehen, wie sich damit die Bauern selber schwächen, indem sie sich in gegnerische Lager aufspalten.
      Sowohl faire Preise für Lebensmittel, als auch ökologische Leistungen verdienen unsere Unterstützung!
      Anstatt "Entweder oder", "Sowohl als auch"!
      19 13 Melden
    • RETO1 26.08.2017 11:07
      Highlight ..und wo sind nun die fairen Preise??
      etwa bei Fr. -50 pro Liter Milch?
      6 3 Melden
    • Bijouxly 26.08.2017 11:40
      Highlight Ja, das will das Initiativkommitee, von dem steht im Gesetzestext aber überhaupt nichts... Am Schluss steht da eine Floskel in der Verfassung (!!) die sooo viel Interpretationsspielraum lässt, dass man damit nie etwas anfangen können wird.
      19 0 Melden
    • rodolofo 26.08.2017 14:13
      Highlight @ RETO1
      Habe ich gesagt, die heutigen Preise seien fair?
      Sie sind es im allgemeinen nicht!
      6 1 Melden
  • Gubbe 26.08.2017 09:26
    Highlight Ein Gesetzesartikel von dem keiner sagen kann was er bewirkt, diesen zur Abstimmung bringen, ist gelinde gesagt, idiotisch. Wenn er wenigstens das Kulturland schützen würde, wegen der Überbauerei, aber das stösst selbst bei Bauern auf Wiederstand. Der Gewinner wird sicher der Staat sein, es gibt ja noch so viele Ideen dem Volk den letzten Rappen aus dem Sack zu stehlen.
    36 6 Melden
  • nick11 26.08.2017 09:20
    Highlight Beschäftigungstherapie fürs Sommerloch. Ganz klar Nein. Dir sollen ihre Ressourcen mal für was Sinnvolles einsetzen!
    32 3 Melden
  • Bits_and_More 26.08.2017 08:05
    Highlight Im Zweifelsfall, keine neuen Gesetze. Darum Nein.
    Wichtige Themen kommen wieder auf den Tisch in besseren Versionen.
    84 4 Melden
    • Töfflifahrer 26.08.2017 08:26
      Highlight Ist kein Gesetz, ist nur ein Verfassungsartikel. Und wie man weiss, kann die Verfassung in der Schweiz nicht eingeklagt werden. Also ist diese Vorlage, so wie die jetzt da steht, wohl total unnötig.
      Alleine die Reaktionen der Parteien nach der Abstimmung wird wohl noch etwas Unterhaltungswert haben.
      45 3 Melden
  • N. Y. P. 26.08.2017 07:43
    Highlight Eine bemerkenswert gute Zusammenfassung. Ich habe das Gefühl, dass ich mit dieser Zusammenfassung besser informiert bin, als wenn ich die Sendung gesehen hätte.
    Bei mir ist die Ernährungssicherheit sichergestellt, wenn der Kühlschrank gefüllt ist.
    45 11 Melden
    • Brummbaer76 26.08.2017 09:08
      Highlight "Bei mir ist die Ernährungssicherheit sichergestellt, wenn der Kühlschrank gefüllt ist. " Aber wie die Produkte via Supermarkt in den Kühlschrank kommen ist dann egal?
      17 24 Melden
    • N. Y. P. 26.08.2017 09:19
      Highlight Ja

      Locker bleiben. Das ist, wie sagt man so schön, eine humorvolle Einlage zum Kaffee am Samstag Morgen. Wider des tierischen Ernsts.
      31 3 Melden
  • rodolofo 26.08.2017 07:35
    Highlight Der Ausdruck Ernährungssicherheit sagt genau so wenig aus wie der Werbe-Slogan "Besser aus aui anngere, wüu us de Schwizz!"
    Was für eine Art von Ernährung soll denn das sein, die gesichert werden soll?
    Billiger Junkfood?
    Soll vor allem das Steak gesichert werden, indem weiterhin Futtermittel importiert werden, die Soja und Palmöl enthalten, was dazu beiträgt, dass in Indonesien, mit dem JSA und der Economie Suisse-Vertreter gerne ein Freihandelsabkommen abschliessen würde, in grossem Stil Urwälder abgeholzt- und damit die Grundlagen für die Ernährungssicherheit der Indonesier zerstört werden?
    54 7 Melden
    • Ruffy 26.08.2017 12:11
      Highlight Fairerweise muss mann dazu sagen, dass die Indonesier mit ihren Wäldern machen können was sie wolen. Wir sind nicht dafür verantwortlich wenn sich solche Länder selber zerstören.

      Wir könne aber aus eigeninteresse auf solche Importe verzichten, schliesslich brauchen wir alle Sauerstoff zum Atmen.
      3 1 Melden
  • Calvin WatsOff 26.08.2017 07:31
    Highlight Habe mir die Sendung nicht angeschaut, und auch nach diesem Bericht bin ich nicht wirklich schlauer.
    Gibt wohl ein Nein, was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.
    39 5 Melden
  • Hugo Wottaupott 26.08.2017 07:10
    Highlight Wenn es Israel nicht geben würde hätte ich mein Raclette ohne herte äpfel essen müssen letztes jahr!
    5 22 Melden
    • Töfflifahrer 26.08.2017 08:33
      Highlight Ja und ich habe mich darum mit den Kartoffeln zurückgehalten. übrigens, ich habe bei Migros auch im Winter noch Schweizer Kartoffeln gefunden.
      27 1 Melden
    • Hugo Wottaupott 26.08.2017 10:52
      Highlight


      danke Israel!
      2 6 Melden
    • tipsi 26.08.2017 10:59
      Highlight Beschäftige dich doch mal mit dem Thema Wasser in Israel. Dann erkennst du vielleicht wie idiotisch es ist, Kartoffeln aus einem Land, in dem Wasserknappheit herrscht, in ein Land einzufliegen, in dem keine Wasserknappheit besteht.
      8 2 Melden
    • Hugo Wottaupott 26.08.2017 11:44
      Highlight Blabliblupp: da is das Meer und man ist technich erfähigt Meerwasser zu entsalzen.
      6 5 Melden
  • Bijouxly 26.08.2017 05:16
    Highlight Diese Initiative ist einfach bireweich. Wir müllen unsere Verfassung mit nichtssagenden Floskeln zu. Jeder, der den Initiativtext und die Änderung des Verfassungstexts anschaut, kann nur dagegen sein, weil es einfach völlig gehaltlos ist. Wenn es nichts konkretes aussagt, muss man auch nichts reinschreiben.
    108 2 Melden
    • R. Schmid 26.08.2017 07:08
      Highlight Völlig meine Meinung. Werde auch Nein stimmen. Was hat sowas in der Verfassung zu suchen.
      32 0 Melden
    • Lichtblau 26.08.2017 17:19
      Highlight Nach der Arena stand ich ziemlich am Berg. Nach dem Lesen der Watson-Kommentare sehe (wahrscheinlich nicht nur ich) doch ein bisschen klarer und werde Nein stimmen. Schön, dass ihr (Bijouxly, rodolofo u. a.) euch hier so reinhängt. Ein bisschen Engagement kann doch einiges bewirken.
      2 0 Melden
    • Bijouxly 26.08.2017 18:20
      Highlight @Lichtblau
      Das freut mich :)
      1 0 Melden
  • exeswiss 26.08.2017 02:42
    Highlight "Keine Partei habe etwas davon, einen solch allgemein gehaltenen Verfassungsartikel zu bekämpfen. Besser sei es, selber um die Deutungshoheit zu kämpfen – und dann ein Ja an der Urne als Sieg der eigenen Idee auszulegen."

    gute analyse. darum wird von mir auch ein "nein" kommen.
    102 2 Melden
  • stromnetz 26.08.2017 02:42
    Highlight War ja leider ziemlich langweilig dieses Mal. :(
    14 3 Melden

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