Schweiz
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Gegen das Bauchgefühl: Die Stapo Zürich muss dir neu sagen, weshalb sie dich kontrolliert

Das Bauchgefühl ist kein ausreichendes Kriterium für eine Personenkontrolle. Für die Zürcher Stadtpolizei gelten seit Anfang November einheitliche Standards und klare Kriterien. Damit sollen Kontrollen aufgrund von äusseren Merkmalen, wie Hautfarbe, sogenanntes Racial Profiling, verhindert werden.

20.11.17, 09:40 20.11.17, 09:59


Stadtzürcher Polizisten müssen dem Kontrollierten in Zukunft Gründe für die Personenkontrolle angeben. Eine Quittung, wie dies teilweise gefordert wurde, wird es vorerst nicht geben. Es sei wenig klar, ob ein allfälliger Nutzen den administrativen Mehraufwand rechtfertige, teilte das Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich am Montag mit.

Ausserdem würden mit dem Ausstellen von Quittungen die Daten von allen Personen erfasst, und zwar nicht nur von denen, die verzeigt oder verhaftet werden. Sowohl Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (AL) als auch Polizeikommandant Daniel Blumer sehen solche Einträge in die polizeiliche Datenbank kritisch. Sie stellten am Montag erste Resultate des Projekts «Polizeiarbeit in urbanen Spannungsfeldern» (PIUS) vor.

Grundloses Kontrollieren soll es bei der Stapo Zürich künftig nicht mehr geben. Bild: KEYSTONE

Wissen über Racial Profiling vertiefen

Neu wird jedoch eine Web-Applikation eingesetzt. Damit werden Ort, Zeit und Grund einer Kontrolle erfasst, die eine Verhaftung oder Verzeigung zur Folge hat. Damit wird es mit der Zeit eine statistische Übersicht über Personenkontrollen geben.

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  • 28%Nichts, ich sehe das Problem nicht
  • 29%Die Richtung stimmt, aber da gäbe es mehr zu tun
  • 27%Passt

Ausserdem wird das Thema Personenkontrolle in der Ausbildung ausgebaut und verbindliche Schulungsdokumente werden erarbeitet, um das Wissen über Racial Profiling zu vertiefen. Auch die Öffentlichkeit soll für das Thema sensibilisiert werden und die Stadtpolizei will in Schulen über Personenkontrollen und das richtige Verhalten beider Seiten informieren.

Eine zusätzliche Instanz für Beschwerden in Polizeiangelegenheiten wird nicht geschaffen. Dafür sollen die bestehenden Möglichkeiten besser bekannt gemacht werden. Zudem soll der Umgang mit Beschwerden auf Seiten der Polizei verbessert werden.

Fehlverhalten Einzelner

Mit zwei Postulaten hatte der Zürcher Gemeinderat verlangt, Racial Profiling zu unterbinden und zu prüfen, ob die Polizei bei Personenkontrollen Quittungen abgeben müsse. Bemängelt wurde ausserdem, es gebe keine unabhängige Beschwerdeinstanz.

Das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) hat im Auftrag von Wolff und Blumer die Arbeit der Stadtpolizei unter die Lupe genommen. Dabei kam das SKMR zum Schluss, es gebe keine systematisch rassistischen Kontrollen. Es sei aber auch nicht auszuschliessen, dass Racial Profiling als Fehlverhalten Einzelner vorkommen könne. (sda)

Wenn du deinen Aggressionen freien Lauf lassen würdest

Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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40Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wednesday_the_7th 22.11.2017 11:23
    Highlight Der Spass hört auf, wenn ein Polizist einem Schweizer sagt:"Zeig mir deinen Ausländerausweis!" Ist wirklich einem Kollegen von mir passiert, der ist wirklich Schweizer.

    Solange ein Polizist sich anständig verhält und natürlich auch die zu kontrollierende Person, ist eine Personenkontrolle völlig i.O.
    1 0 Melden
  • Rumbel the Sumbel 20.11.2017 17:40
    Highlight Und immet noch mit dem gleichen Polizeivorsteher!
    4 1 Melden
  • Alnothur 20.11.2017 13:15
    Highlight Die spinnen, die Zürcher.
    7 6 Melden
  • Wilhelm Dingo 20.11.2017 12:59
    Highlight Diese Regelung behindert die Polizeiarbeit. Wenn eine Volksgruppe im Schnitt eine höhere Kriminalitäsquote aufweist, ist es absolut angebracht und logisch diese vermehrt zu kontrollieren. Es geht der Polizei ja darum Straftaten zu erkennen und zu verfolgen. Wo ist da das Problem?
    19 8 Melden
    • TJ Müller 20.11.2017 16:46
      Highlight Und genau dieses völkische Denken ist das Problem. Du vermutest aufgrund der gleichen Hautfarbe eine gemeinsame Abstammung und gemeinsame Eigenschaften. Wieso soll jemand, nur weil er die gleichen Hautfarbe oder Eltern aus dem gleichen Land wie ein Krimineller hat, deshalb ebenfalls kriminell sein? Genau das ist rassistisches Denken, du schliesst von einer Person auf eine andere, nur aufgrund äusserer Merkmale.
      6 10 Melden
    • Wilhelm Dingo 20.11.2017 17:16
      Highlight @TJ Müller: aha, völkisches Denken. Kannst Du bitte sachlich wiederlegen warum es nicht sinnvoll ist personengruppen verstärkt zu kontrollieren welche delinquenter ist als andere? Streichelst Du einen Tiger auch wenn dieser vielleicht keinen Hunger hat?
      6 4 Melden
    • TJ Müller 20.11.2017 21:06
      Highlight Die Ursache von Kriminalität liegt nicht in der Hautfarbe. Hat etwa auch die Augenfarbe Einfluss auf die kriminelle Energie einer Person? Dein Vergleich mit dem Teiger zeigt wieder dasselbe rassistische Denkmuster. Jeder Tieger ist potentiell gefährlich, weil das Jagen nunmal in den Genen dieser Spezies liegt. Allen schwarzen Menschen hingegen eine genetische Veranlagung zu kriminellem Verhalten zu unterstellen, ist, per Definition von Rassismus, rassistisch. Es lässt sich nicht aufgrund äusserer Merkmale, welche nicht beeinflusst werden können, auf ein Individuum schliessen.
      2 2 Melden
    • TJ Müller 20.11.2017 21:13
      Highlight Ich stimme mit dir überein, dass es sinnvoll ist, Personengruppen, welche deliquenter als andere sind, vermehrt zu kontrollieren. Das Problem ist jedoch die Definition dieser Personengruppen. Man kann nicht eine Gruppe über äussere, nicht selbstgewählte Merkmale definieren. Also man kann schon, muss sich aber dann den Vorwurf von Rassismus gefallen lassen.
      3 1 Melden
    • Haiderfroh 20.11.2017 23:00
      Highlight @TJ Müller
      Was Du ausser acht lässt, ist, dass eine "besonders delinquente Personengruppe" sich unter Umständen eben gerade durch ihre ethnisch-genetische Herkunft auszeichnet.
      Solche Umstände gibt es immer wieder. Ganz besonders augenfällig ist dies z. B. beim Drogenhandel, der zumeist von ethnisch sehr homogenen Banden betrieben wird, die sich nicht zuletzt durch den Rassismus untereinander hervortun.
      Die Polizei wäre ja saublöd, würde sie dies nicht fahndungstechnisch ausnützen.
      4 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 21.11.2017 05:43
      Highlight @TJ Müller: Ich weiss, dass der Grat schmal ist zum Rassismus, aber der Unterschied ist zentral: wenn ich jemanden verdächtige aufgrund eines Merkmals von Delinquenten ist das natürliche Vorsicht. Wenn ich sage, dass alle mit dem Merkmal Delinquenten sind, bin ich rassistisch.
      4 0 Melden
  • Joseph Dredd 20.11.2017 12:45
    Highlight "Grüezi. Durrer, Stadtpolizei. Mer händ sii aaghalte, will sii es SSSS für 'Sekondery Sekjuritii Skriining Selektschen' uf ihrer Stirn aagschribe händ. Dass sii tunkelhüütig sind isch halt nüüt as en tumme Zuefall und hät imfall überhäääupt nüüüt mit öisere Entschäidig, grad sii aazhalte, ztue."
    3 2 Melden
  • NoCapitalism 20.11.2017 12:26
    Highlight Trotzdem werden sie sich aufspielen als wären sie gott höchst persönlich. Das problem von den meisten polizisten ist ihre Überheblichkeit. Somit verlieren sie jeglichen Respekt vor der Person die sie kontrollieren. Wenn man dann entsprechend darauf reagiert, wird das ganze nur noch schlimmer.
    Die sollen uns respektieren und anständig behandeln und dann geh ich auch auf sie ein
    7 20 Melden
    • Zap Brannigan 20.11.2017 20:10
      Highlight Also meine Erfahrungen mit Stapo und Kap sind fast nur positiv. Deppen gibts überall. Vielleicht liegt das daran, dass ich Polizisten wie Leute behandeln, die ihren Job machen, um den ich sie nicht beneide. Wenn man wegen einer simplen Ausweiskontrolle aufführt wie ein verhinderter Che Guevara, muss man sich nicht wundern. Einfach freundlich den Ausweis zeigen und fast alle Polizisten sagen Merci adieu schönen Tag noch. Auch als ich als Jugendlicher mal verhaftet wurde, weil wir uns beim klauen von leeren Depotflaschen von der Güterrampe erwischen liessen, waren alle sehr freundlich.
      4 2 Melden
    • TJ Müller 20.11.2017 21:15
      Highlight @Zap Brannigan
      Lass mich raten, du bist weiss und siehst mitteleuropäisch aus?
      7 1 Melden
    • NoCapitalism 21.11.2017 00:21
      Highlight Ich muss mich nicht ohne grund kontrollieren lassen. Punkt. Ausserdem mache die ihren job alle freiwillig. Mir sagt auch niemand danke wenn ich ihn respektvoll behandle. Wie du mir so ich dir.
      Und ich nehme an da sind bereits ein paar jährchen vergangen seit ihrer verhaftung?
      4 2 Melden
    • karima 21.11.2017 09:21
      Highlight @Johnny M: Mit der aussage "Mir sagt auch niemand danke wenn ich ihn respektvoll behandle" spielst du dich geradewegs ins abseits.
      2 1 Melden
    • NoCapitalism 21.11.2017 19:37
      Highlight Stimmt, bei der arbeit hätte ich noch anfügen müssen.
      2 0 Melden
  • Mitsch 20.11.2017 11:09
    Highlight Das ist doch reine Augenwischerei. Wenn man nicht mehrfach komplett auf die Birne gefallen ist, wird sich aus den möglichen Gründen für eine Personenkontrolle (und die werden ja wohl irgendwo nachzulesen sein) immer ein "passender" finden. Erzeugt netto bloss Mehraufwand im Einzelfall, und wird sicherlich nichts daran ändern, dass eine Personenkontrolle wie bis anhin in jedem Fall durchgeführt werden kann.
    4 1 Melden
  • Sanchez 20.11.2017 10:55
    Highlight Der Titel könnte auch lauten:
    Neues aus Absurdistan...
    Ist mir je länger je mehr ein Rätsel, wie einer wie Wolff, Vorsteher der Polizei sein kann. In etwa gleich, wie wenn Erich Hess Vorsteher der Reitschule würde...
    Was kommt als nächstes? Die Polizei kontrolliert aus „humanitären Gründen“ gar nicht mehr??
    13 8 Melden
    • NoCapitalism 20.11.2017 16:01
      Highlight Wäre mir am liebsten
      5 11 Melden
    • Sanchez 20.11.2017 17:03
      Highlight @ Johnny M
      Bleibt zu hoffen, dass Sie niemals Opfer einer Straftat werden und plötzlich auf die (Fahndungs)Hilfe der Polizei angewiesen sind.
      1 5 Melden
    • NoCapitalism 20.11.2017 18:06
      Highlight Ach da gibt es andere möglichkeiten.
      4 3 Melden
  • walsi 20.11.2017 10:13
    Highlight Das Bauchgefühl ist genau das richtige Instrument, es entsteht durch die Erfahrung. Natürlich liegt es nicht immer richtig, wer aber beruflich viel mit Menschen zu tun hat entwickelt mit der Zeit ein Gespür für Situationen und wie sich die Menschen verhalten.
    86 16 Melden
    • NoCapitalism 20.11.2017 12:21
      Highlight Das fehlt aber einigen ;)
      4 6 Melden
  • Ökonometriker 20.11.2017 10:06
    Highlight Das Problem ist, dass Schwarze in der Schweiz überdurchschnittlich oft kriminell werden. Das wundert auch nicht: ein beruflich ambitionierter Afrikaner hat keine Chance in die Schweiz zu kommen. Wer hierher kommen will muss als Asylant kommen und, je nach Herkunft, widerrechtlich bleiben, wenn er einen negativen Asylbescheid erhalten hat.

    Wäre die Mehrheit der Afrikaner auf Grund ihrer Talente hier, würden Schwarze auch als talentiert wahrgenommen. Dies ist aber nur Europäern vergönnt.

    Der Rassismus findet schon bei der Struktur der Zuwanderung statt. Nicht erst bei den Polizeikontrollen.
    6 5 Melden
    • Sauäschnörrli 20.11.2017 16:31
      Highlight Genau was hat einer wie Tidjane Thiam in der Schweiz zu suchen, ist ja klar dass sein Asylgesuch abgelehnt wird.
      0 2 Melden
    • Ökonometriker 20.11.2017 19:06
      Highlight @Sauäschnörrli:
      Rate mal - welche Art von Schwarzen haben den grösseren Anteil an der Zuwanderung: Banker oder Asylanten?

      Klar, der Thiam ist Multimillionär und CEO eines Grosskonzerns. Was ist aber mit einem Doktor der Informatik? Oder einem Arzt? Oder einem talentierten Künstler? Sie alle dürfen nicht kommen.
      Wären sie Europäer, wäre es jedoch kein Problem.

      Klar tut man sich das schönreden - aber am Ende des Tages ist das Rassismus.
      3 1 Melden
  • marcog 20.11.2017 10:06
    Highlight Und was soll den nun eine solche Begründung sein? "Du siehst aus wie ein Drogendealer." "Es wird ein Afrikaner wegen Diebstahl gesucht." oder "Ich hatte gerade das Bedürfnis, eine Personenkontrolle zu machen." Das ist ja genau das schwierige an sozialen Interaktionen: man kann sie selten wirklich begründen.
    101 7 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 20.11.2017 10:59
      Highlight Solcherlei bekommen Polizisten eigentlich gut hin. Die Begründung wird im Verhalten des Kontrollierten liegen. Beispielsweise: Nervosität, Ausweichverhalten gegenüber Polizisten, Herumlungern an bekannten Hotspots für Drogendeals...

      Die Frage ist einfach, ob solche Begründungen letztlich überhaupt etwas aussagen - insbesondere wenn die Begründung nicht protokolliert wird...
      31 0 Melden
    • Mafi 20.11.2017 11:35
      Highlight Du verhältst dich verdächtig. Wäre so ne begründung. Sinvoll oder :P
      4 0 Melden
    • Haiderfroh 20.11.2017 16:17
      Highlight Die beste Erklärung dürfte sein: "Ich kontrolliere Dich Bünzli-Schweizer zum politisch korrekten Ausgleich dafür, dass ich vorhin einen Immigranten aus Afrika kontrolliert habe."
      6 1 Melden
  • Haiderfroh 20.11.2017 09:58
    Highlight So ein Guguus.
    Was soll das ändern? Es ist eine klitzekleine, simple Denksportaufgabe für Polizisten, mehr nicht.

    Es muss betont werden, dass das Profiling zum festen Handwerkszeug der Polizei gehört. Dank Profiling kann die Erfolgsquote von Personenkontrollen optimiert werden, d.h. weniger Personenkontrollen sind nötig. Hierfür ist die beschriebene Webabpplikation nützlich. Dank der so gesammelten Daten, kann das Profiling fortlaufend angepasst und insgesamt effizienter gemacht werden. Dass dabei auch äussere Persönlichkeitsmerkmale Teil des Profilings sind, ist selbstverständlich.
    134 25 Melden
    • Mutzli 20.11.2017 10:36
      Highlight (1/2)@Haiderfroh Profiling≠Racial Profiling und das zweitere soll gemäss Artikel vermieden werden. Das ist nämlich sowohl diskriminierend, wie auch der SIcherheit nicht weiter zuträglich. So wurde das R.Prof. in New York z.B. auch lange damit begründet, dass bei Afro-Amerikanern mehr Drogen gefunden wurden. Als man es jedoch in Relation zu den Angehaltenen Personen stellte, kam heraus, dass bei kontrollierten Weissen mehr und häufiger Drogen pro Kontrolle gefunden wurden, da man dort tatsächliche Verdachtsmomente zum Entscheid brauchte.
      25 29 Melden
    • Mutzli 20.11.2017 10:42
      Highlight (2/2)Nur weil es zum Handwerk gehört, heisst das noch lange nicht, dass es effektiv ist. Deshalb ist so eine systematische Erfassung auch sehr zu begrüssen, da man nebst (hoffentlich) Vermeidung von Diskriminierung in Einzelfällen, einen übersichtlichen Datensatz zwecks Analyse erstellen kann. Die Angabe von Gründen ist auch gut, da Denkpausen immer gut sind. Mehr zum Thema wieso Profiling nicht gleich Racial Profiling ist und welches die Risiken sind, gibts in diesem Essay eines ausgewiesenen Sicherheitsexperten: https://www.schneier.com/blog/archives/2012/05/the_trouble_wit.html
      17 21 Melden
    • Wilhelm Dingo 20.11.2017 13:40
      Highlight @Mutzli: Ein guter Link, habe den Artikel gelesen. Der Artikel handelt jedoch von Terroristen welche sich dem Profiling schnell und einfach anpassen können. Das ist bei der Altagskriminalität sicher weniger der Fall. Bei der Arbeit der Polizei ist Profiling daher durchaus sinnvoll.
      6 2 Melden
    • Haiderfroh 20.11.2017 16:15
      Highlight @Mutzli
      Racial Profiling ist nur dann diskriminierend, wenn es ohne sachlichen Anlass erfolgt.
      Beispiel: Wenn die Drogenszene von einer X-ischen Bande beherscht wird, dann ist das auch daran zu erkennen, dass die meisten Mitglieder der X-ischen Bande, X-isch sprechen, sich X-isch kleiden, sich X-isch aufführen und auch X-isch aussehen.
      Dann ist es absolut gerechtfertigt, dass bei den Drogenbrennpunkten X-ische Mitbürger häufiger kontrolliert werden, als Nicht-X-ische, weil gegebenermassen die Wahrscheinlichkeit einen Drogendealer unter den X-ischen Mitbürgern zu erwischen höher ist.
      3 1 Melden
    • Mutzli 20.11.2017 21:08
      Highlight @Haiderfroh Was SIe beschreiben ist eben nicht Racial Profiling, wie ich es oben bereits auszuführen versuchte. Falls eine Bande klare Erkennunszeichen etc. so sind das klare Verdachtsmomente, denen nachgegangen werden kann. Im Zusammenhang mit dem Protokoll hat man dann noch den Vorteil, die Effektivität des ganzen zu prüfen. Ihr letzter Punkt mit den x-ischen Mitbürgern, wäre dann wieder racial profiling, welches wie gesagt, von fragwürdiger Hilfe ist. Siehe Beispiel aus New York, weil Korrelation ≠ Kausation. Wenn man dann dafür zwei andere verpasst, welche nicht ins Profil passten...
      1 0 Melden
    • Mutzli 20.11.2017 21:12
      Highlight @Wilhelm DIngo Klar, das war primär mein gebookmarkter Artikel zu dem Thema, er geht in anderen noch auf viele weitere Aspekte darauf ein. Ich bin allerdings nicht Ihrer Ansicht, dass sich da Alltagskriminalität zwangsweise vom beschriebenen Szenario unterscheidet. Ich denke da gerade an eine Statistik vor ein paar Jahren, bei dem herauskam, dass die bei weitem erfolgreichsten und schädlichsten Ladendiebe alte Frauen waren, auch weil die Ladendetektive die nur in absoluten Ausnahmefällen verdächtigten. ;-)
      1 0 Melden
    • Haiderfroh 20.11.2017 22:45
      Highlight @Mutzli
      Selbstverständlich ist eine Korrelation keine Kausalität. Aber hier geht es nicht um Kausalität. Hier geht es um Wahrscheinlichkeiten und Verdachtsmomente. Wenn der Verdächtige eine Frau ist, dann muss man sie nicht unter Männern suchen und also in diesem Fall keine Männer kontrollieren.
      Genauso verhält es sich mit "rassischen" Erkennungsmerkmalen (Konglomerat von ethn. Zugehörigkeit, Muttersprache, einhergehender Habitus inkl. Kleidungsstil und dem Signalement). Wenn z. B. der Gesuchte ein Roma ist, dann ist eine Personengrosskontrolle im Serbenviertel wenig aussichtsreich.
      1 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 21.11.2017 05:45
      Highlight @Mutzli: ja dann müssten die Ladrndetektive das Profil eben auf alt, Frau ändern und dann ist gut!
      1 0 Melden

Zürcher Stadtparlament will auch in Zukunft keine Nationalitäten in Polizeimeldungen

Die Nationalitäten von Tätern und Opfern soll die Zürcher Stadtpolizei in ihren Meldungen auch weiterhin nicht nennen. Diese Praxis hat das Stadtparlament am Mittwoch klar bestätigt. Ein SVP-Postulat für die Wiedereinführung der Nennungen fand keine Mehrheit.

Seit dem vergangenen November verzichtet die Stadt Zürich auf die Nennung von Nationalitäten in Polizeimeldungen. Auf Anfrage werden sie jedoch bekanntgegeben. Der damalige Sicherheitsvorstand Richard Wolff (AL) setzte damit ein 2015 vom Stadtparlament überwiesenes Postulat um.

Mit der Nennung der Nationalität werde suggeriert, dass sich die Tat damit erklären lasse. Dies verdecke die eigentlichen Ursachen wie beispielsweise Armut, tiefes Bildungsniveau oder Drogensucht, lautete die …

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