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Jonas Hiller ist Problem und Lösung des Bieler Problems. Bild: keystone/shutterstock/watson

Biels Jonas Hiller ist nackt – aber darum darf's ihm (noch) niemand sagen

Nur Jonas Hiller (35) kann Biels Sturz aus den Playoffrängen verhindern. Im Spätherbst seiner Karriere steht der ehemalige NHL-Titan vor seiner grössten Herausforderung.

26.10.17, 07:08 26.10.17, 07:23

Die Statistik kann polemischer sein als jeder Chronist. Gemäss den offiziellen Zahlen des «Bundesamtes für Eishockey» (von Swiss Ice Hockey) ist Jonas Hiller die schwächste Nummer eins der Liga. Hier die Fangquote aus dieser Saison. Also der Prozentsatz der abgewehrten Schüsse. Der HCD hat als einziges NLA-Team zwei gleichwertige Torhüter.

Jonas Hiller ist der statistisch schwächste Nummer-1-Goalie. Bild: KEYSTONE

Es gibt noch polemischere Zahlen. Biel hat bloss eines der letzten sieben Spiele gewonnen. Die Statistik beweist, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Leistung des Torhüters und der Resultate gibt. Nachfolgend die Aufstellung dieser sieben Spiele und in Klammer die Fangquote von Jonas Hiller.

Gegen Kloten erreichte Hiller über 92%-Fangquote und das Team siegte. Bild: KEYSTONE

Diese Angaben bestätigen eine eiserne Regel des Eishockeys: Eine Mannschaft kann ein Spiel nur in absoluten Ausnahmefällen gewinnen, wenn der Torhüter nicht mindestens 90 Prozent der Schüsse hält. Mehr noch: Ein durchschnittlich talentiertes Team wie Biel braucht meistens von seinem Goalie eine Abwehrquote von mehr als 92 Prozent.

Diese Zahlen sind brisant. Der NHL-Titan, der in seiner Karriere rund 30 Millionen Dollar verdiente, der fürs NHL-All-Star-Spiel aufgeboten wurde, der mit Davos mehrere Titel gewann, hat die schwächste Statistik.

Kein Goalie so wichtig wie Hiller

Die Brisanz ist umso grösser, weil kein Torhüter in einem Hockey-Unternehmen eine so zentrale Rolle spielt wie Jonas Hiller. Gewiss, jede Mannschaft ist auf einen guten Schlussmann angewiesen. Aber bei Biel ist die Situation speziell. Mit der Verpflichtung von Jonas Hiller ist in Biel eine neue Ausrichtung der Unternehmensstrategie verbunden. Diese grösste Investition auf dem Transfermarkt seit dem Wiederaufstieg von 2008 steht für den Schritt weg aus der «Zitterzone» um Strich und hin zum soliden Playoffteam.

Kaum ein Team, das so abhängig von seinem Goalie ist wie Biel. Bild: KEYSTONE

Letzte Saison ist diese Strategie aufgegangen. Trotz Turbulenzen rund um die Entlassung von «Hockey-Gott» Kevin Schläpfer gelang die lockere, frühzeitige Qualifikation für die Playoffs. Daran hatte Jonas Hiller ganz wesentlichen Anteil. Er bestritt 47 der 50 Qualifikationspartien. Mehr noch als durch seine Fangquote (91,60 %) hat er durch seine Persönlichkeit Biel letzte Saison beeinflusst. Sein Charisma veränderte die Mannschaft. Im Wissen, dass hinten ein NHL-Titan steht, spielten die Vorderleute von Jonas Hiller alle so, als wären sie ein paar Kilo schwerer, ein paar Zentimeter grösser und ein paar Stundenkilometer schneller.

Jetzt ist der Kaiser nackt

Aber nun ist der Kaiser nackt. Wie in der Fabel über die neuen Kleider des Kaisers wagt noch niemand zu sagen, dass der Kaiser ja gar keine Kleider trägt: Niemand wagt in Biel das Wort «Torhüterproblem» auszusprechen. Mit gutem Grund: Wenn Jonas Hiller erst einmal von offizieller Seite kritisiert wird – vom Präsident, von einem Verwaltungsrat, vom Trainer, vom Sportchef oder von einem Mitspieler – hat Biel ein unlösbares Torhüterproblem. Dann erlischt das Charisma von Jonas Hiller.

Ich suchte ein Symbolbild für einen nackten Kaiser und fand in unserem Archiv dieses hier. Bild: KEYSTONE

Das hätte fatale Folgen. Denn dann bilden sich in Biel zwei Fraktionen: Einerseits die «Zeugen Hillers», die bedingungslos hinter Jonas Hiller stehen und das Versagen auf ungenügende Leistungen der Vorderleute und auf falsche Taktik zurückführen. Und andererseits die «Goalianer», die erkannt haben, dass Jonas Hillers Leistungen ungenügend sind und unbesehen von Namen, Verdiensten und Salär die Ausmusterung Jonas Hillers und die Verpflichtung eines guten Torhüters fordern. So oder so würde der Sportchef ins Zentrum der Kritik geraten.

Hiller ist die Ursache der Bieler Probleme

Ist Jonas Hiller die Ursache für Biels langsames, aber sicheres Absinken in der Tabelle? Ja. Er ist der Hauptgrund für die heraufziehende Krise. Hiesse Biels Torhüter Damiano Ciaccio oder immer noch Simon Rytz, dann wäre Biels Goalieproblem schon längst ein Medienthema. Forderungen nach einem ausländischen Torhüter würden erhoben. Kevin Schläpfer hat in den letzten Tagen dem EHC Biel noch einen letzten grossen Dienst erwiesen: er hat die Schlagzeilen beansprucht. Biels Torhüterkrise ist noch nicht hockeylandesweit thematisiert worden.

Die Bieler haben eine erstaunliche Entwicklung hinter sich. Sie sind seit dem Wiederaufstieg von 2008 Jahr für Jahr besser geworden. Aber sie sind noch keine sicheren «Playoffer». Sie sind auf einen grossen Torhüter angewiesen, um Mannschaften mit der Kragenweite von Langnau, Ambri, Servette, Kloten, Lausanne oder Gottéron hinter sich zu lassen. Mit einem durchschnittlichen Torhüter steht Biel den Playouts nach wie vor näher als den Playoffs.

Biel ist nicht für die Playoffs «gesetzt», sondern muss sich jedes Jahr wieder beweisen. Bild: KEYSTONE

Die Investition in Jonas Hiller war richtig. Der Vertrag bis 2019 auch. Kritik am Management und am Sportchef ist billig. Als Jonas Hiller im Frühjahr 2016 seine NHL-Karriere beendete, musste jeder Sportchef in der Situation von Martin Steinegger die Chance nützen.

Bald ist der Job von McNamara in Gefahr

Ein bestandener Spieler wird für seine bereits erbrachten Leistungen, für seine Vergangenheit bezahlt. Die Zukunft kennt niemand. Die Formkrise von Jonas Hiller zeigt nur, wie unberechenbar Eishockey, dieses Spiel auf einer rutschigen Unterlage sein kann. Jonas Hiller ist ein Musterprofi ohne Fehl und Tadel.

Hält Hiller nicht bald wieder dicht, wackelt der Stuhl von Mike McNamara. Bild: KEYSTONE

Biel spielt nun nacheinander gegen die ZSC Lions (am Freitag) und in Bern (am Samstag). Wenn Jonas Hiller zwei Siege heraushext, dann ist die Krise vorerst abgewendet. Bleibt er mit seiner Fangquote wieder unter 90 Prozent, dann sind die Playoffs und der Job von Trainer Mike McNamara in Gefahr.

Biel steht am Vorabend der grössten Torhüterkrise seiner Geschichte.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • släppschött 26.10.2017 17:39
    Highlight Einen Goalie nur anhand seiner Fangquote zu beurteilen ist in etwa so weit weg von der Realität wie einen Feldspieler nur anhand seiner Plus-Minus-Bilanz zu bewerten.
    Chläusu interpretiert diese Statistik absichtlich fragwürdig damit er einen Artikel schrieben kann, der Emotionen weckt und gelesen wird. Ein Artikel mit dem Titel "Die Bieler lotter Defensive" würde da nur halb so viel hergeben. :P
    14 0 Melden
  • yashin79 26.10.2017 11:02
    Highlight Krasser Unterschied gegenüber letztem Jahr ist, dass Hiller pro Spiel mind 1 Tor zwischen den Hosenträger erhält.
    Das wissen die Gegner schon lange ausser Hiller hat's noch nicht gecheckt dass sie ihn meistens so probieren zu bezwingen....
    16 4 Melden
  • whatthepuck 26.10.2017 10:30
    Highlight Hiller ist das Problem? Im Eishockey generell, und somit auch hier, gilt: Defensivleistung und Fangquote hängen zusammen. Ein Goalie hinter einer starken Verteidigung hat eine bessere Fangquote als ein Goalie hinter einer schwachen Verteidigung. Dies führt dazu, dass durchschnittliche Goalies zum Gewinn des Stanley Cups reichen und Superstar-Goalies durchschnittliche Teams nicht im Alleingang an die Spitze führen können.

    Genonis Fangquote wäre in Biel nur minim besser als die von Hiller. Seit er für den SCB spielt hält er 2% mehr als noch in Davos. Die Abwehr und das System machen's aus.
    22 4 Melden
    • Sloping 26.10.2017 16:23
      Highlight Dein Argument mit der Beurteilung eines Torhüter inklusive der Verteidigung ist schon korrekt. Darum wäre ein Vergleich mit den Topteams auch nicht stimmig. Nur: Biel hat mit Sicherheit nicht die schlechtere Verteidigung als Langnau, Kloten oder Ambri. Und mit diesen Teams fällt der Vergleich der SVS% für Hiller negativ aus. Wenn man bedenkt, dass Hiller nach Genoni wohl der teuerste Keeper der NLA ist, fällt die momentane Beurteilung bezüglich Preis-/Leistung schon sehr schlecht aus. Im Moment ist er aus meiner Sicht höchstens ein durchschnittlicher NLA Keeper mit einem fürstlichen Gehalt.
      12 1 Melden
  • Tom B. 26.10.2017 09:33
    Highlight Besser kann man die Situation nicht beschreiben. Leider.
    28 7 Melden
  • vingt-cinq zero deux 26.10.2017 09:02
    Highlight Chlöisu, hast du in letzter Zeit ein einziges Spiel von Biel gesehen? Hiller hat teilweise schwächere Phasen, jedoch ist das absolute Hauptproblem die lotterige Defensive die ihn, teilweise, gottsjämmerlich im Stich lassen. Maurer und Neuenschwander sind nun wieder von längeren Verletzungen zurück, diese 2 waren extrem wichtig für die Stabilität in Biels spiel.
    48 8 Melden
  • Stebru1980 26.10.2017 07:53
    Highlight Fun Fact: Das Bild mit dem nacktem Kaiser wurde in Biel aufgenommen...
    53 1 Melden
  • Gondeli 26.10.2017 07:51
    Highlight Bin ich froh haben wir im Emmental dieses Problem nicht im entferntesten. Mit Ivänu und Dämu haben wir zwei der wohl meistunterschätzten Goalies der Liga! Beide haben das Zeug unsere Tigers in die "Plee-Offs" zu hexen!

    Aber irgendwie geschieht dies den Bielern recht... Nur wegen einem neuen Stadiönli (ohne Fans und Stimmung) gleich den Grössenwahn rauszuhängen (Hiller, Forster, etc...) kommt halt irgendwann nicht gut :)

    Ho-Ho-Hopp Langnou!
    18 105 Melden
    • vingt-cinq zero deux 26.10.2017 09:13
      Highlight ohne Fans und Stimmung?

      Du bist wahrscheinlich 1. noch nie dort gewesen oder 2. an deinen Heimspielen im grossen Kuhstall immer zu besoffen um zu hören wie leise es dort ist
      69 17 Melden
    • Gondeli 26.10.2017 15:20
      Highlight @2502
      Ich war schon zwei mal in der Tissot Arena, und es war zwei mal sehr enttäuschend mit der Stimmung. Am schlimmsten ist's ja am Anfang, da schreit der "Schpiiker" die Vornamen der Spieler und niemand scheint dessen Nachnamen zu kennen - find ich als Gegner jedoch noch witzig.

      Da "räblet's" in Langnou halt schon ein bisschen anders.
      8 8 Melden
    • vingt-cinq zero deux 26.10.2017 15:58
      Highlight der, wie du es ausdrückst "Schpiiker" (wäh), wird von den Fans boykotiert genau wie all die neuartige, NHL-imitierende Scheisse die mit der Tissotarena kam.

      In Langnau von "räblets" zu sprechen ist einfach nur lächerlich wenn man an die Jodler-Einlagen bei einem Heim-Tor bedenkt
      9 8 Melden
    • Clark Kent 27.10.2017 06:47
      Highlight lustig, dass du ivänu schreibst. du glaubst sicher, dass punnenovs ivan heisst. chch..
      1 3 Melden
  • Tikkanen 26.10.2017 07:40
    Highlight ...herrlicher Artikel, Chlöisu👍🏻Die Mutation vom Hiller zum füdläbluttä Lottergoalie war vorhersehbar, die Zeit des Appenzöllers ist abgelaufen😳Bevor der Jonas aber gefeuert wird dürfte zuerst der rüstige Coach wieder zurück ins Altersheim spediert werden😂
    Derweil führt unser Genoni alle Stats an, der Meistergoalie ist der gewohnte Fels, schier unüberwindbar👏🏻
    PS: Am Samstag kommen die Bieler in den Tempel, ich werde vermutlich die Fonduerunde nur fürs erste Drittel verlassen, Drittel 2 und 3 den Kantersieg der Hockeymaschine bei feinem Weissen im Stadion TV verfolgen🤗😋🍻
    31 119 Melden
    • vingt-cinq zero deux 26.10.2017 09:11
      Highlight *Gallensaftgewürg*
      46 10 Melden
    • Thomtackle 26.10.2017 09:58
      Highlight Wir alle haben am Dienstag gesehen, wie unüberwindbar Genoni war... Grosses Kino.
      56 12 Melden
    • Hayek1902 26.10.2017 10:29
      Highlight Lugano 2 : Bern 0, inkl. Short hander. Total unüberwindbar ;)
      30 5 Melden
    • play off 26.10.2017 11:11
      Highlight Tikkanen, du bist ein wahrer Fan, du verfolgst den Match am Stadion TV. Du bist also ein Cupli-Fan wie er im Buche steht. Aber mehr habe ich von dir auch nicht erwartet.

      31 7 Melden
    • MARC AUREL 26.10.2017 16:48
      Highlight Naja 2 Tore sind nicht viel... Nur war Elvis für einmal unüberwindbar. Die Berner hatten Chancen haufenweise versiebt!
      5 4 Melden
  • riqqo 26.10.2017 07:36
    Highlight Meine Erkenntnisse dank Mr. Klaus:
    1. Lässt der Goalie mehr als einen von zehn Schüssen durch, steigt die Chance, dass das Spiel verloren geht.
    2. Ein All-Star-Goalie wird irgendwann auch alt und langsamer.
    3. Biel hat einen Sportchef, der dieses Problem ignoriert(e).
    4. Klaus brachte dieses brisante Thema um den nackten Jonas in die Medien, da er erst am Wochenende wieder über den Schläpfer schreiben kann.
    5. Verliert ein Team ist die Hauptschuld beim Goalie zu finden, falls dieser mal in der NHL war.

    83 5 Melden
  • schoelli 26.10.2017 07:26
    Highlight Den berühmten Nagel auf den Kopf getroffen.... leider....
    21 20 Melden
    • Against all odds 26.10.2017 08:36
      Highlight Klar ist Hiller momentan nicht Top. Die ganze Schuld an der Krise nur auf seine Schultern zu laden ist etwas einfach. Das ganze Defensivverhalten ist schwach, die Chancenauswertung katastrophal, die Specialteams ebenso. Die Ausländer, ausgenommen Earl, total ausser Form, Schmutz ein Schatten seiner selbst etc. Dass in den Mitteldritteln gespielt wird wie ein Zweitligateam, ist eher ein Coachingproblem.
      42 1 Melden

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