Sport

CC will Frieden mit Fringer – «aber er muss den ersten Schritt machen»

Sion-Präsident Christian Constantin blickt zurück auf die turbulenten Tage nach seiner Tätlichkeit gegen Rolf Fringer, übt Medienkritik und macht seinem Kontrahenten ein Friedensangebot.

20.10.17, 08:01

Ruedi Kuhn / Nordwestschweiz

Es ist Dienstag, kurz nach 14 Uhr: Christian Constantin sitzt im Restaurant seines Hotels Port d’Octodure in Martigny und trinkt einen Kaffee. Der Präsident des FC Sion schaut auf sein Handy. Plötzlich lächelt er und sagt: «Die Schweiz trifft in der WM-Barrage auf Nordirland. Das ist doch endlich einmal eine gute Nachricht.»

Lebt in seiner ganz eigenen Realität: Sions umstrittener Präsident Christian Constantin. Bild: KEYSTONE

Kurze Zeit später begrüsst Constantin einige Spieler, die sich für eine Trainingseinheit bereitmachen. Constantin markiert Präsenz, winkt Sion-Stürmer Ilombe Petit-Pelé Mboyo zu sich und sagt.

«Kopf hoch, mein Junge! Wir brauchen jetzt Resultate. Du weisst genau, was ich von dir erwarte. Tore! Nichts als Tore!» Was Constantin sagen will: Nach dem 1:2 gegen St. Gallen ist ein Sieg im Heimspiel gegen Lugano Pflicht.

Was aber ist, wenn der FC Sion verliert? Wird Trainer Paolo Tramezzani nach einer weiteren Pleite entlassen? Im Wallis werden mit Christian Gross, René Weiler, Urs Fischer und Ciriaco Sforza bereits vier Namen von möglichen Trainern genannt.

Sions Präsident Christian Constantin nach seinem Aussetzer in Lugano Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Christian Constantin, wer ist Ihr Wunschkandidat? Constantin schüttelt nur den Kopf, lässt die Fragen offen, steht auf und bittet für das Interview in sein Büro.

In den folgenden anderthalb Stunden spricht ein leidenschaftlicher, sichtlich aufgewühlter, aber jederzeit beherrschter Präsident über die Sperre und Busse der Disziplinarkommission, seine Rollen als Täter und Opfer, Gerichtsverfahren, das angespannte Verhältnis mit Rolf Fringer, eine mögliche Versöhnung und die Rolle der Medien.

Constantin attackiert TV-Experte Rolf Fringer vor laufender Kamera.

Unmittelbar vor der Live-Schaltung rennt Constantin Senior auf Fringer zu. Der Experte wird zwar noch gewarnt, doch just als er sich umdreht, kassiert er bereits den ersten Faustschlag.  Video: © youtube/Teleclub

Christian Constantin über ...

... Geständnis und Anklage

«Das Urteil der Disziplinarkommission mit der vierzehnmonatigen Sperre und der Busse von 100 000 Franken ist ein Witz.

Es stimmt, dass ich Rolf Fringer dreimal ins Gesicht geschlagen habe. Es stimmt, dass ich ihm einen Tritt in den Hintern versetzt habe. Ich bin aber nicht nur Täter, ich bin auch Opfer. Wir haben beide Fehler gemacht. Fringer hat mich jahrelang verunglimpft. Er hat mich verleumdet und beleidigt. Ich bin mit Sion einmal Meister und siebenmal Cupsieger geworden.

Ich zahle Jahr für Jahr rund sechs Millionen Franken aus dem eigenen Portemonnaie zum Wohl des FC Sion. Mit den Transfers von Gelson Fernandes zu Manchester City, Edimilson Fernandes zu West Ham United, Chadrac Akolo zum VfB Stuttgart und Moussa Konaté zu Amiens habe ich mehr als 25 Millionen Franken erwirtschaftet. Und was macht Fringer?

Er lässt es gegenüber meiner Person an jeglichem Respekt vermissen. Und nicht nur das! Er gibt auch meinem Sohn Barthélémy immer wieder zu verstehen, dass er nichts von ihm hält. Das frustriert. Natürlich war es falsch, dass ich Fringer geschlagen habe.

Aber im Augenblick, wo es passiert ist, war ich extrem wütend. Mein Sohn und ich arbeiten Tag und Nacht für den FC Sion. Wir haben beide unsere Ehre und unseren Stolz. Und für meine Familie gehe ich durchs Feuer. Noch einmal: Es ist nicht gut, es ist falsch, was ich gemacht habe.»

Constantin: «Ganz einfach. Eigentlich ist die Swiss Football League für diesen Fall gar nicht zuständig. Es ist eine Sache zwischen Fringer und mir. Eine Sache zwischen zwei 60-jährigen Männern.» Bild: EPA/KEYSTONE

... das anstehende Gerichtsverfahren

«Die Strafe steht in keinem Verhältnis zur Tat. Deshalb habe ich beim Rekurs-Gericht Beschwerde eingereicht. Und je nach Entscheid werde ich den Fall an ein ziviles und an ein kantonales Gericht weiterziehen.

Die letzte Instanz wäre das Sportgericht in Lausanne. Ich gehe davon aus, dass die Gerichtsverfahren bis zum finalen Urteil rund sieben Jahre dauern werden. Ich habe kein Problem damit. Ich habe Zeit.»

... sein Verhältnis zu Rolf Fringer

Warum kam es zum Eklat zwischen Constantin und Fringer? Constantin ist der Meinung, dass der erste Berührungspunkt zwischen ihm und Fringer wohl wegweisend für das schlechte Verhältnis ist.

«Begonnen hat alles im Cup-Halbfinal vor acht Jahren zwischen Luzern und Sion. Fringer war 2009 Trainer in Luzern. Ich sass beim FC Sion auf der Trainerbank. Nach einem dramatischen Spiel mit vielen Emotionen siegten wir im Penaltyschiessen. Statt mir zu gratulieren, behandelte mich Fringer nach dem Schlusspfiff wie einen kleinen Jungen.

Er sagte, dass ich keine Trainerdiplome und deshalb auch nicht das Recht habe, auf der Trainerbank zu sitzen. Ich lächelte nur und sagte ihm, du weisst aber schon, dass du heute gegen einen grossen Trainer wie José Mourinho verloren hast. Natürlich war das nur Spass, eine kleine Provokation! Aber Fringer hat das wohl alles missverstanden. Aber das ist die Vergangenheit.»

Und die Gegenwart?

«Die Gegenwart ist einfach. Seit Fringer Experte bei ‹Teleclub› ist, lässt er keine Gelegenheit aus, mich und den FC Sion zu kritisieren und lächerlich zu machen.»

... eine Versöhnung mit Fringer

Die Fronten zwischen Constantin und Fringer sind seit längerer Zeit verhärtet. 

«Natürlich kann ich den Fall von einem Gericht zum anderen ziehen. Aber das muss nicht sein. Warum können Rolf und ich die ganze Sache nicht unter uns regeln? Warum setzen wir uns nicht an einen Tisch und suchen nach einer Lösung?»

Wie soll das gehen? 

«Ganz einfach. Eigentlich ist die Swiss Football League für diesen Fall gar nicht zuständig. Es ist eine Sache zwischen Fringer und mir. Eine Sache zwischen zwei 60-jährigen Männern.

Wie wäre es, wenn Fringer und ich ein 14-tägiges Trainingslager für Fussball-begeisterte Flüchtlinge durchführen würden? Ich würde dieses Lager finanzieren. Und Fringer wäre für die Trainings zuständig.»

Bleibt die Frage, ob Constantin diese Aussage ernst meint und sich wirklich mit Fringer versöhnen will.

«Es wäre das Vernünftigste. Aber bei einem Streit braucht es immer eine Partei, die über ihren Schatten springt und den ersten Schritt macht. Das müsste Rolf sein. Schliesslich hat er die Sache ausgelöst.»

... die Berichterstattung der Medien

Constantin geht vor allem mit den Medien in der Deutschschweiz hart ins Gericht. Den «Blick» beispielsweise kritisiert er aufs Schärfste.

«Der Grund für die negative Kampagne gegen meine Person und die vielen Artikel, die unter die Gürtellinie zielen, liegt auf der Hand. Der Sportchef des ‹Blicks› ist ein enger Freund von Rolf Fringer. Mehr muss ich dazu nicht sagen.»

Nicht gut zu sprechen ist Constantin auch auf die Tageszeitung «Nouvelliste». Genauer gesagt auf ihren Chefredaktor Vincent Fragnière. Fragnière hat Constantin in mehreren Artikeln für seinen Führungsstil kritisiert.

Nun hat Constantin gegen die «Nouvelliste» bezüglich FC Sion einen Boykott ausgesprochen. Interviews mit Trainern, Spielern und Funktionären gibt es auf Weiteres keine. Und der Besuch und die Beobachtung von Trainings sind untersagt. Das zeigt: Wenn Constantin etwas nicht passt, dann greift er durch. Stur und ohne Kompromisse.

Das Handy klingelt wieder. Christian Constantin nimmt ab und taucht einmal mehr in seine Fussballwelt ein. Er muss bereit sein, falls der sportliche Kriechgang seines FC Sion weitergeht. Rolf Fringer hin oder her.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dave92 20.10.2017 19:15
    Highlight bin ich der einzige, der die constantin beiträge nur noch anklickt, um die "cc-verteidigenden" kommentare von mia_san_mia zu lesen?😂
    1 0 Melden
  • Wehrli 20.10.2017 12:42
    Highlight Fringer muss den ersten Tritt .. äh .. Schritt machen! Da bin ich seiner Meinung .
    4 2 Melden
  • Zar Otti 20.10.2017 12:11
    Highlight Schlagzeile nach dem Lugano-Spiel:

    "Tramezzani entlassen! Rolf Fringer wird neuer Sion Trainer" 😂
    12 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.10.2017 10:51
    Highlight Vermutlich würde er Fringer dann im Camp entlassen... -.-

    Aber sonst wäre die Idee nicht mal sooo schlecht.
    14 1 Melden
  • ujay 20.10.2017 10:21
    Highlight Amüsant. Das Opfer soll den ersten Schritt machen und sich quasi entschuldigen....für was? Dass es die Rübe hingehalten hat und Constantin dafür , wenn auch moderat, bestraft wurde. Passt wohl nur in CCs Parallelwelt, in der er der unfehlbare, unkritisierbare kleine Napoleon ist.
    31 8 Melden
  • .:|HonigTroll|:. 20.10.2017 09:27
    Highlight Liebe Frau Spielgruppenleiterin,

    Leider können unsere schwererziehbaren Kinder, Rolf und Christian, morgen nicht in der Waldspielgruppe teilnehmen zwecks Aussprache.

    Vielen Dank für die Kenntnisnahme.
    Liebe Grüsse
    Care-Team-Constantin/Fringer
    34 2 Melden
  • StevieG 20.10.2017 08:58
    Highlight Wie wäre es, wenn Fringer und ich ein 14-tägiges Trainingslager für Fussball-begeisterte Flüchtlinge durchführen würden? Ich würde dieses Lager finanzieren. Und Fringer wäre für die Trainings zuständig.»

    Finde ich ja eigentlich eine coole Idee. Allerdings kann dies nicht die ausgesprochene Strafe (mindestens die Sperre) ersetzen, was ansonsten einem "frei kaufen" entsprechen würde. Aber als Zeichen der Versöhnung gegen aussen ganz ok. Zusätzlich ist für CC die geopferte Zeit wohl die wichtigere Ressource als die finanzielle Strafe.
    23 1 Melden
    • äti 20.10.2017 09:36
      Highlight ... günstige Talentsuche so zur Ablenkung.
      9 2 Melden
  • Der müde Joe 20.10.2017 08:53
    Highlight Eigentlich könnte CC auch auf unzurechnungsfähig plädieren. Was der von sich gibt grenzt schon fast an Schizophrenie! „Es war falsch“ „es war nicht gut“ „aber ich musste es tun“ „er muss den ersten Schritt machen“
    Wenn er nicht mal weiss was er redet, wie soll er wissen was er eigentlich tut?😂
    38 9 Melden
  • manhunt 20.10.2017 08:35
    Highlight das mache ich auch immer so: erst hau ich den leuten eins aufs maul, dann will ich mich wieder versöhnen. weil ich jedoch bereits einmal den ersten schritt gemacht habd, erwarte ich nun beim friedenschliessen, das mein gegenüber auf mich zukommt. 😳
    (dass das jetzt ironisch gemeint war, muss nicht speziell erwähnt werden, oder?)
    der typ hat definitiv nicht mehr alle stühle auf der tribüne.
    56 10 Melden
    • Mia_san_mia 20.10.2017 09:15
      Highlight Also sorry der Vorschlag ist doch super.
      10 23 Melden
  • N. Y. P. 20.10.2017 08:33
    Highlight Rolf Fringer, Dein Intimfeind hat grobe Fehler begangen, keine Frage. Er wird seine Strafe bekommen.

    Ich finde den Vorschlag von Constantin aber gut, die Sache auf Augenhöhe zu bereinigen.
    Macht dieses Trainingslager. Sprecht euch aus. Nach 14 Tagen gibt es eine Pressekonferenz. Es wäre ein starkes Signal für den Fussball, wenn zwei Männer, die sich spinnefeind sind, sich zusammenraufen zum Wohle des Fussballs.
    Los Rolf, mach den Schritt !
    23 46 Melden
    • luckyrene 20.10.2017 09:06
      Highlight Ja, da binn ich deiner Meinung!! ABER! um es auf Augenhöhe zu bearbeiten kann nicht einer ,,einfach,, das Geld locker machen und der andere leitet die Trainings. Die Beiden sollen die Trainings GEMEINSAM leiten, nur so sehe ich die Herausvorderung. Dann sehen wir vieleicht wer von beiden wirklich bereit ist (und es sind sicher beide mitschuldig) aus dem Vorfall etwas zu lernen. Ansonnsten währe es für mich wieder mal so, dass jemand mit Geld sein Verhalten legitimieren kann (kennen wir ja zu genüge) was ich nicht richtig fände.
      15 3 Melden
    • sanmiguel 20.10.2017 09:20
      Highlight Ihr beliebt zu Scherzen? Ein paar kritische Worte seitens Fringer dürfen wohl noch erlaubt sein. Wieso sollte er jetzt einen auf Versöhnung machen?

      Das einzig Richtige wäre: CC fällt auf die Knie und entschuldigt sich ehrlich und von ganzem Herzen. Dann kann Fringer sagen: Ok, Entschuldigung angenommen aber Freunde werden wir nicht mehr.
      27 5 Melden
    • Zaungast 20.10.2017 09:23
      Highlight CC soll den ersten Schritt machen. Nicht mit einem Interview, sondern mit einem Anruf bei RF (nicht Roger Federer...)
      21 2 Melden
    • N. Y. P. 20.10.2017 09:34
      Highlight @sanmiguel
      Das ist mir zu negativ ;-)

      @luckyrene
      Sehr guter Vorschlag. ABER. Fringer soll das Training leiten. CC wäre sein Assistent !
      4 1 Melden
  • Mia_san_mia 20.10.2017 08:26
    Highlight Oh und wo sind jetzt alle die CC am liebsten wie einen Massenmörder wegsperren wollten? Seht wie vernünftig er ist, er würde sogar eine Entschuldigung von Fringer annehmen. Aber der macht wohl weiter in die Hosen...
    15 60 Melden
    • Sir Affe 20.10.2017 08:48
      Highlight Ja ja, er platzt fast vor Vernunft 😂
      57 8 Melden
    • Der müde Joe 20.10.2017 10:34
      Highlight Das ist nur ein billiger Versuch von seiner Tat abzulenken. Würde es ihm wirklich leid tun, dann würde er es auch sagen - aber das tut er in keinster Weise! Er möchte mit dieser ganzen „Trainingslager-für-Flüchtlinge-und-Versöhnung-mit-Rolf-Aktion“ nur um die Strafe herum kommen. Er spricht immer von „es war falsch“ aber verteidigt sein Verhalten im gleichen Atemzug. Sorry das ist dich keine Reue!
      17 2 Melden
    • Wehrli 20.10.2017 12:44
      Highlight Mia_san_mia hat sich wohl gerade in die Hosen gemacht, anderst kann ich den Kommentar nicht verstehen ...
      6 0 Melden
  • Alterssturheit 20.10.2017 08:09
    Highlight CC schlägt ohne Vorwarnung zu und Fringer soll nun den ersten Schritt zur Versöhnung machen ??? Wo lebt der Mann eigentlich. Und zu den Vorwürfen gegenüber Fringer sei gesagt: CC hat die Mittel und hätte gegen die "Verunglimpfungen" schon lange rechtlich vorgehen können.
    51 8 Melden
    • Zaungast 20.10.2017 08:37
      Highlight Fringer hat nur die Wahrheit gesagt und das jeweils in einer Art und Weise, die ich total okay finde.
      48 8 Melden
    • Mia_san_mia 20.10.2017 09:14
      Highlight Ach komm der Fringer ist vielleicht ein hinterlistiger Typ... Dem traue ich nicht mehr. Vor allem hat man gesehen, dass er keine Eier hat als Constantin ihn angegriffen hat. Ich habe das Gefühl da ist etwas faul, das sehe ich sehr gut.
      7 34 Melden
    • chnobli1896 20.10.2017 09:57
      Highlight CC hat beim Schlagen den ersten Schritt gemacht, jetzt beim Entschuldigen ist RF dran, dann ists ausgeglichen ;-)
      11 2 Melden
    • Friction 20.10.2017 12:11
      Highlight @Mia_san_mia: ihr Verständnis der Situation schockiert mich. Körperliche Gewalt ist die niedrigste Machtform, die es überhaupt gilt. Diese in Ihren Aussagen hochlobende Hymne auf diese Art und Weise von Macht und die damit einhergehende Glorifizierung ist erschreckend. Ein Opfer, das sich nicht wehrt zu verurteilen, in diesem Fall als „Schwächling“ (keine Eier) zu bezeichnen, ist blanker Hohn. Ob man CC / RF mag oder nicht...
      glücklicherweise wird in meinem Umfeld nicht mit diesen Ellen gemessen...
      12 0 Melden

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