In Tschechien wurde ein Tiger-Schlachthaus entdeckt
Es leben weltweit nur noch wenige Tausend Tiger in freier Wildbahn. Und ihr Bestand ist weiter gefährdet, denn der Handel mit Tigerprodukten, also Körperteilen der Tiere, floriert. Nicht nur in freier Wildbahn sind die Grosskatzen gefährdet. Auch in illegalen «Tigerfarmen» werden sie gezüchtet, getötet und ausgeschlachtet.
Doch solche Qualzuchtanlagen gibt es nicht nur in Asien.
Sondern auch in Europa, in der Nähe von Prag.
Nördlich der tschechischen Hauptstadt, kaum mehr als 200 Kilometer von Berlin entfernt hat nun ein gemeinsames Team des Zolls und der Umweltbehörde eine grausame Entdeckung gemacht. Ein Schlachthaus für Tiger.
Im Rahmen einer Grossrazzia entdeckten die Ermittler Hautstücke, Krallen, Tigerprodukte wie Wein und Bouillon-Würfel sowie einen toten Tiger. Drei Verdächtige wurden verhaftet und rund 70'000 Euro gesichert.
In einem Statement der Ermittler heisst es:
«Die organisierte Bande produzierte traditionelle asiatische Medizin, die sehr beliebt in der vietnamesischen Community ist und in Tschechien, aber auch in der restlichen EU und in Asien verkauft wird. Ein Kilogramm Tigerknochen wird dabei zu ca. 2'000 US-Dollar, Tigerhaut für 20'000 US-Dollar und Tigerwein zu 100 US-Dollar pro Liter auf dem Schwarzmarkt verkauft.»
Customs Administration of the Czech Republic and the Czech Environmental Inspectorate
Trotz eines Verbots des Handels mit Tigerprodukten blüht das Geschäft. Vor hundert Jahren, so die Tierschutzorganisation WWF, lebten noch ca. 100'000 Tiger in freier Wildbahn.
Heute sind es nur noch knapp 4'000.
Lebensraumverlust und Wilderei gelten als Hauptgründe für die Gefährdung der Grosskatze.
(gw)
Voilà – das sind laut der BBC die besten Naturfotografien
Den «Grand Title» und den Sieg in der Kategorie Säugetiere holte sich der Kanadier Don Gutoski. Das Foto «Sage von zwei Füchsen» machte im «Wapusk National Park» am Hudson Bay. Für den Polarfuchs ging diese Sage nicht so gut aus. Würdiger Gewinner der Kategorie «Unter Wasser»: Michael AW aus Australien gelang dieser Bild von einem Buckelwal mit Sardinenschwarm vor Südarfika. Michael AW Dem ersten Platz in der Kategorie Vögel holte sich der Israeli Amir Ben Dov. Sein Schnappschuss zeigt drei Rotfuchsfalken. Amir Ben Dov Aber auch dieses tolle Foto hätte eine Auszeichnung verdient. Der Brite Charlie Hamilton James nannte das Bild unter Geiern «Inside Job». Dieses Foto der Deutschen Britta Jaschinski stand in der Kategorie «Single Photo» oben auf dem Treppchen. Ein Foto des Kanadiers Connor Stefanison, der den «Rising Star Portfolio Award» einheimste. Es gibt auch eine Kategorie namens «Land», die der Schwede Hans Strand mit einem Foto von Island für sich entschied. Gewinner der Kategorie «Vom Himmel»: «Die Algen-Kunst» vom Spanier Peter Soler. Pere SOLER
Epischer Kammolch von unten: Das Siegerbild in der Kategorie «Amphibien und Reptilen» vom Niederländer Edwin Giesbers. Der Russe Andrey Gudkov trat mit seinem Foto «Komodowaran-Judo» in derselben Kategorie an. Den «Tunnel des Frühlings» hat der Italiener Ugo Mellone nicht in Skandinavien, sondern in der Sierra Nevada aufgeommen. Ein bleibendes Bild vom Spanier Francisco Mingorance aus der Katgeorie «Urban». Die Störche haben ihr Nest auf einer Mig-21-Kunstskulptur in Malpartida de Cáceres gemacht. Grossartiges Lebewesen vor Tahiti vor der Linse – abgedrückt hat der Franzose Fabien Michenet, der in der Kategorie «Unter Wasser» im Finale war. Der Südafrikaner Wim van den Heever hat wilde Natur vor der Haustür. Sein Werk «Der finale Sprung» kam ins Finale der Kategorie «Säugetiere». Eiskalt schön: Der Franzose Hadrien Lalagüe kam mit diesem Foto bis ins Finale der Kategorie «Pflanzen». Auch Nachwuchskräfte werden prämiert: «Young Wildlife Photographer of the Year 2015» bei den 11- bis 14-Jährigen wurde der Tscheche Ondrej Pelánek , der Schepfenvögel in Norwegen fotografiert hat. Das Nachsehen ... Martin Pelanek
... hatte der Amerikaner Ashleigh Scully, dessen Fuchs-Familie dennoch lieblich anzusehen ist.
Bei den 15- bis 17-Jährigen gewann der Franzose Jonathan Jagot, der diese Scharlachsichler im Flug über der Sahara eingefangen hat.
Schade, denn dieses Foto des jungen Schweizers Etienne Francey ist genau so preisverdächtig!
Das Töten ist für die Jäger ein Vergnügen
Video: srf
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