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Am Mittwoch spielten ZSKA Moskau und Dinamo Riga im Hallenstadion. Bild: KEYSTONE

Ein bisschen Doktor Schiwago, ein wenig Rockkonzert und missmutige ZSC Lions

Das Gastspiel der grossrussischen KHL war mehr als einfach ein grandioses Spektakel. Es geht auch um internationales «Big Business». Was, wenn die Russen das Hallenstadion nach dem Auszug der ZSC Lions erobern und zum permanenten westlichen Schaufenster der KHL machen?

Publiziert: 29.11.18, 04:12 Aktualisiert: 29.11.18, 08:33

Der Chronist wollte eigentlich nur zum Spass zu einem Hockeyspiel und gar nicht chronisten. Eigentlich. Aber bald wird er ab dem Schauspiel melancholisch und am Schluss findet er sich in der internationalen Hockeypolitik wieder und chronistet doch.

Russland, das ewige, heilige Russland! Auf einmal sind die Reise-Bilder im Kopfkino wieder da. Der unendliche Himmel über der Taiga. Die ewigen Wälder Sibiriens. Die Einsamkeit der tagelangen Eisenbahnfahrten.

Geigenspiel vor der Partie ZSKA Moskau gegen Dinamo Riga. Bild: screenshot twitter/hockeyfans_ch

Showelemente gehören heute zu jedem Hockeyspiel wie Flöhe zur rebellischen Hauskatze. Aber das hier sprengt jeden Rahmen und ist selbst in der NHL unerreicht.

Vor der Partie ZSKA Moskau gegen Dinamo Riga tritt ein Geigenspieler auf. Der Mann aus Lettland füllt mit dem Klang seines virtuosen Spiels, mit seiner wehmütigen Musik aus dem Niemandsland zwischen Blues und Softrock, das Hallenstadion akustisch aus.

Das ist es, das Russland Lew Tolstois und Fjodor Dostojewskis. Über die Soundanlage läuft eine Begleitmusik, die an fernes Donnergrollen mahnt. An die eiserne Faust, die seit den Zeiten Iwan des Schrecklichen ebenso zu Russland gehört. Ilja Ehrenburg ist eben auch ein russischer Dichter.

Die russische Nationalhymne. Video: YouTube/Sebastian Willig

Ein wenig Doktor Schiwago, ein wenig Rockkonzert: allein diese Vorstellung vor dem ersten Puckeinwurf wäre das Eintrittsgeld bei weitem wert (Chronisten sind gratis da). Und natürlich wird die lettische (für Dinamo Riga) und die russische Hymne (für ZSKA Moskau) nicht einfach abgespielt. Ein Opernsänger trägt die russische, eine Opernsängerin die lettische Hymne vor. Ach, so viel Kultur ums Hockey. «Das ist bei uns in der KHL Standard» sagt KHL-Vizegeneral Gregory Kobylyanski mit berechtigtem Stolz.

Dinamo Riga spielt zweimal im Zürcher Hallenstadion. Am Montag gegen SKA St.Petersburg (1:3) und nun am Mittwoch gegen ZSKA Moskau.

Rigas General Manager Zigmars Priede hat im Rahmen der «KHL-Westoffensive» («KHL World Games Zürich») zwei Meisterschafts-Heimspiele ins Zürcher Hallenstadion verlegt. Mit etwas mehr als einer Hundertschaft ist das lettische KHL-Unternehmen nach Zürich geflogen und gefahren. Sogar die Cheerleaderinnen sind mitgereist, um im Hallenstadion die Beine zu schwingen.

Die Nummer-1-NHL-Drafts seit 1984 und was sie daraus machten:

Es ist eine hochstehende Hockey-Zirkusvorstellung. Zirkus? Ja. ZSKA Moskau wird nicht gefordert. ZSKA Moskau ist einfach zu gut. Wieder auferstanden. Einst war es die Mannschaft der Roten Armee mit den Stars im Offiziersrang.

Nach dem Untergang der Sowjetunion fielen in den wilden Jahren der Veränderung die staatlichen Zuschüsse weg. Zeitweise musste sich der Klub mit den Einnahmen aus verruchten Nachtklubs finanzieren. Gut, musste Marschall Georgi Schukow das nicht mehr erleben.

Porträt von Georgi Schukow auf einer Hausfassade in Moskau. Bild: EPA

Und nun erstrahlt Russlands ruhmreichste Mannschaft wieder in wunderbarem Glanz. Was damals die Armee, sind jetzt die Firmen der Oligarchen. Die Spieler sind Kapitalisten und Millionäre statt Majore und Obristen.

Eishockey so präzis, so schnell wie «The Big Red Machine» zu sowjetischen Zeiten. Welch eine Technik! Auch die Verteidiger Nummer fünf und sechs beherrschen die Kunst des Direktschusses wie bei uns lange Jahre nur Mark Streit.

Mark Streit in Bern 2017. Bild: EPA/KEYSTONE

Die Spielerleibchen und die Eisfläche sind nicht mit Werbung «zugepflastert» und beinahe so rein, klar und wahr wie zu sozialistischen Zeiten.

Der Hallenstadion-Speaker (er ist eigentlich mehr ein Animator und auch bei den ZSC-Heimspielen tätig), bringt es unbewusst bei seinen Ansagen auf den Punkt. Er sagt nicht «liebe Fans», wie bei den ZSC-Vorführungen. Er sagt: «Liebe Hockey-Experten.»

Ja, wir sind hier in der Hockey-Oper. Mit einem erlauchten Publikum. Unter Kennerinnen und Kennern.

Der Tabellenführer der KHL ist für Riga, die Nummer 14 der Liga, einfach eine Nummer zu gross. 5:0 heisst es am Ende. Der 14. Sieg in Serie. Auch ein 10:0 wäre möglich gewesen. ZSKA Moskau tanzt zeitweise, als wären sie die Harlem Globetrotter des Eishockeys.

ZSC-Manager Peter Zahner. Bild: KEYSTONE

Aber eigentlich ist das Resultat unerheblich. Es geht hier um viel mehr. Die KHL ist wahrlich ein Premium-Produkt. So hochklassiges Hockey bietet kein helvetisches oder skandinavisches Ensemble. Aber weniger als 5000 Frauen, Männer und Kinder sind gekommen, um diesen «Cirque de Soleil» auf Kufen zu sehen. ZSC-Manager Peter Zahner ist froh.

Die ZSC Lions haben nämlich mit diesem ganzen Spektakel nichts zu tun. Dinamo Riga hat das Hallenstadion gemietet. Zigmars Priede rühmt die Zusammenarbeit mit dem Hallenstadion, mit unserem Hockeyverband, mit verschiedenen Firmen in Zürich und mit der Ochsner Hockey Academy. Sie organisierte am Dienstag ein Masterclass-Training der KHL-Stars mit Kindern.

Nur die ZSC Lions werden nicht gerühmt. Gregory Kobylyanski sagt, er habe ZSC-Manager Peter Zahner offeriert, ein paar seiner Junioren mit den Spielern in die Arena einlaufen zu lassen. «Wir dachten, das würde den Kindern Spass machen. Immerhin sind ja mehrere Olympiasieger mit dabei. Aber sie durften nicht.»

Der Chronist mag das nicht glauben. Schliesslich ist Peter Zahner ein grosser Hockey-Europäer. «Doch», sagt der Vize-Chef des KHL-Spielbetriebes, kramt sein Smartphone hervor und zeigt seine Text-Kommunikation mit dem ZSC-Manager. Und tatsächlich. Schriftlich hat Peter Zahner mitgeteilt, es gehe leider wegen Teamüberschneidungen nicht und man solle halt ein andermal viel früher anfragen.

5:0 besiegt Moskau Riga.  Video: streamable

Peter Zahner präsidiert auch die Champions Hockey League, die bei uns einfach nicht funktionieren will und mit der KHL übers Kreuz liegt. Die KHL-Teams beteiligen sich nämlich nicht an der Champions Hockey League.

Nun geht dem Chronisten ein Licht auf, warum das alles so ist, wie es ist, und Peter Zahner die KHL nicht mag.

Die KHL ist ganz klar das bessere Produkt als die Champions Hockey League und kann mit dem paneuropäischen Wettbewerb nichts gewinnen. Sie will den europäischen Markt in Eigenregie erobern. Die KHL kann eine übermächtige Konkurrentin der Champions Hockey League werden. Mit der gewaltigen Finanzkraft der russischen Oligarchen im Rücken. Und sie bietet eine Werbeplattform für einen gewaltigen Markt von Riga bis Peking.

Alle Eishockey-Weltmeister:

Kanada: 27 × Gold, 14 × Silber, 9 × Bronze; zuletzt Weltmeister: 2021. keystone / TOMS KALNINS
Finnland: 3 × Gold, 8 × Silber, 3 × Bronze; zuletzt Weltmeister: 2019. EPA/EPA / CHRISTIAN BRUNA
Russland: 27 × Gold, 10 × Silber, 9 × Bronze (davon UdSSR: 22/7/5); zuletzt Weltmeister: 2014. AP / DARKO BANDIC
Tschechien: 12 × Gold, 13 × Silber, 21 × Bronze (davon Tschechoslowakei: 6/12/16); zuletzt Weltmeister: 2010. AP dapd / Roberto Pfeil
Schweden: 11 × Gold, 19 × Silber, 17 × Bronze; zuletzt Weltmeister: 2018. EPA/SCANPIX DENMARK / Liselotte Sabroe
USA: 2 × Gold, 9 × Silber, 8 × Bronze; zuletzt Weltmeister: 1960. Getty Images North America / Steve Powell
Grossbritannien: 1 × Gold, 2 × Silber, 2 × Bronze; zuletzt Weltmeister: 1936. Hulton Archive / Print Collector
Slowakei: 1 × Gold, 2 × Silber, 1 × Bronze; zuletzt Weltmeister: 2002. AP / DUSAN VRANIC
Schweiz: 0 × Gold, 3 × Silber, 8 × Bronze. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI

Gregory Kobylyanski deckt die Karten nicht auf. Das tun wahre Russen nie. Aber er bestätigt das Interesse am westeuropäischen Markt. Und warum nicht Zürich? Natürlich nicht mit einem hier stationierten KHL-Team. Das ginge dann doch zu sehr ins Geld. Aber warum nicht jedes Jahr mit ein paar Gastspielen wie in dieser Woche?

2022 werden die ZSC Lions voraussichtlich das Hallenstadion für immer verlassen und in die eigene, nigelnagelneue Arena umziehen. Aber die Eisaufbereitungsanlage des Hallenstadions wird nicht ausgebaut. Eishockey kann dem werten Publikum weiterhin dargeboten werden.

Warum nicht neben «Disney on Ice» oder «Art on Ice» ein paar KHL-Spiele als fester Bestandteil des Winterprogrammes? Mit guter Vermarktung müsste es möglich sein, die aktuellen Zuschauerzahlen (4178 am Montag, 4698 am Mittwoch) mindestens zu verdoppeln.

An dieser Vermarktung haben die ZSC Lions natürlich kein Interesse. Gregory Kobylyanski sagt, es sei nicht einmal möglich gewesen, am letzten Sonntag im Rahmen des Spiels ZSC Lions gegen Davos Werbung für die beiden KHL-Partien zu machen. «Wir haben es vergeblich versucht.» Und Zigmars Priede ergänzt, man habe gespürt, dass man bei den Lions nicht willkommen sei.

Alle Schweizer, die in die NHL gedraftet wurden:

2021: Janis Msoer, Arizona Coyotes, Position 60. keystone / SALVATORE DI NOLFI
2021: Brian Zanetti, Philadelphia Flyers, Position 110. keystone / PATRICK B. KRAEMER
2021: Simon Knak, Nashville Predators, Position 179. keystone / GIAN EHRENZELLER
2019: Valentin Nussbaumer, Arizona Coyotes, Position 207. KEYSTONE / CYRIL ZINGARO
2018: Nico Gross, New York Rangers, Position 101. AP/The Canadian Press / Nathan Denette
2018: Philipp Kurashev, Chicago Blackhawks, Position 120. AP/The Canadian Press / Nathan Denette
2018: Akira Schmid, New Jersey Devils, Position 136. KEYSTONE / MARCEL BIERI
2018: Tim Berni, Columbus Blue Jackets, Position 159. KEYSTONE / ALADIN KLIEBER
2017: Nico Hischier, New Jersey Devils, Position 1.
2017: Gilles Senn, New Jersey Devils, Position 129. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
2017: Tobias Geisser, Washington Capitals, Position 120. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
2016: Calvin Thürkauf, Columbus Blue Jackets, Position 185.
2016: Damien Riat, Washington Capitals, Position 117. freshfocus / Andy Mueller/freshfocus
2015: Timo Meier, San Jose Sharks, Position 9. X02835 / Steve Mitchell
2015: Jonas Siegenthaler, Washington Capitals, Position 57. KEYSTONE/TI-PRESS / GABRIELE PUTZU
2014: Kevin Fiala, Nashville Predators, Position 11. AP/AP / Matt Slocum
2014: Noah Rod, San Jose Sharks, Position 53. KEYSTONE / MARTIAL TREZZINI
2014: Denis Malgin, Florida Panthers, Position 102. Patrick Straub/freshfocus / Patrick Straub/freshfocus
2013: Mirco Müller, San Jose Sharks, Position 18. NHLI / Bill Wippert
2013: Sven Andrighetto, Montreal Canadiens, Position 86. Zuma Press / Philippe Bouchard/freshfocus
2013: Fabrice Herzog, Toronto Maple Leafs, Position 142. freshfocus / Andy Mueller/freshfocus
2013: Joël Vermin, Tampa Bay Lightning, Position 186. freshfocus / Christian Pfander/freshfocus
2012: Tanner Richard, Tampa Bay Lightning, Position 71. NHLI / Gregory Shamus
2012: Christoph Bertschy, Minnesota Wild, Position 158. City-Press / Marco Leipold
2011: Sven Bärtschi, Calgary Flames, Position 13. AP The Canadian Press / JEFF MCINTOSH
2011: Gregory Hofmann, Carolina Hurricanes, Position 103. PHOTOPRESS/TI-PRESS / DAVIDE AGOSTA
2010: Nino Niederreiter, New York Islanders, Position 5. Getty Images North America / Harry How
2010: Mauro Jörg, New Jersey Devils, Position 204. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
2008: Luca Sbisa, Philadelphia Flyers, Position 19. AP Lehtikuva / Antti Aimo-Koivisto
2008: Roman Josi, Nashville Predators, Position 38. zuma / Chris Szagola/freshfocus
2007: Yannick Weber, Montreal Canadiens, Position 73. X02835 / Rick Osentoski
2007: Luca Cunti, Tampa Bay Lightning, Position 75. Daniela Frutiger / Daniela Frutiger/feshfocus
2007: Cody Almond, Minnesota Wild, Position 140. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
2006: Codey Burki, Colorado Avalanche, Position 59. Getty Images North America / Dave Sandford
2006: Reto Berra, St.Louis Blues, Position 106. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
2006: Julian Walker, Minnesota Wild, Position 162. Melanie Duchene / Melanie Duchene
2006: Juraj Simek, Vancouver Canucks, Position 167. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
2004: Julien Sprunger, Minnesota Wild, Position 117. Alain Grosclaude / Alain Grosclaude/freshfocus
2004: Roman Wick, Ottawa Senators, Position 156. PHOTOPRESS / ENNIO LEANZA
2004: Peter Guggisberg, Washington Capitals, Position 166. KEYSTONE / PATRICK B. KRAEMER
2004: Mark Streit, Montreal Canadiens, Position 262. zuma / Chris Szagola/freshfocus
2003: Tim Ramholt, Calgary Flames, Position 39. Daniela Frutiger / Daniela Frutiger/feshfocus
2003: Dan Fritsche, Columbus Blue Jackets, Position 46. Bruce Bennett / B Bennett
2003: Philippe Seydoux, Ottawa Senators, Position 100. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
2003: Kevin Romy, Philadelphia Flyers, Position 108. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
2003: Philippe Furrer, New York Rangers, Position 179. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
2003: Loïc Burkhalter, Arizona Coyotes, Position 290. KEYSTONE / WALTER BIERI
2002: Tobias Stephan, Dallas Stars, Position 34. KEYSTONE / URS FLUEELER
2002: Emanuel Peter, Calgary Flames, Position 142. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
2002: Daniel Manzato, Carolina Hurricanes, Position 160. KEYSTONE / PATRICK B. KRAEMER
2002: Patrik Bärtschi, Pittsburgh Penguins, Position 202. Daniela Frutiger / Daniela Frutiger/feshfocus
2002: Thomas Nüssli, Vancouver Canucks, Position 277. KEYSTONE / MARCEL BIERI
2001: Beat Forster, Arizona Coyotes, Position 78. KEYSTONE / JUERGEN STAIGER
2001: Raffaele Sannitz, Columbus Blue Jackets, Position 204. freshfocus / Urs Lindt/freshfocus
2001: Martin Gerber, Anaheim Ducks, Position 232. Nick Soland/freshfocus / Nick Soland/freshfocus
2001: Severin Blindenbacher, Arizona Coyotes, Position 273. KEYSTONE / PATRICK B. KRAEMER
2001: Mike Knoepfli, Toronto Maple Leafs, Position 276. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
2000: Sven Helfenstein, New York Rangers, Position 175. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
2000: Flavien Conne, Los Angeles Kings, Position 250. Bongarts / Christof Koepsel
2000: Thomas Ziegler, Tampa Bay Lightning, Position 263. KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT
2000: Reto von Arx, Chicago Blackhawks, Position 271. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
2000: Martin Höhener, Nashville Predators, Position 284. KEYSTONE / KARL MATHIS
2000: Arne Ramholt, Chicago Blackhawks, Position 291. KEYSTONE / GAETAN BALLY
1999: Luca Cereda, Toronto Maple Leafs, Position 24. KEYSTONE / KARL MATHIS
1999: Mirko Murovic, Toronto Maple Leafs, Position 108. KEYSTONE / KARL MATHIS
1999: Timo Helbling, Nashville Predators, Position 162. freshfocus / Andy Mueller/freshfocus
1999: Goran Bezina, Arizona Coyotes, Position 234. freshfocus / Valeriano Di Domenico/freshfocus
1998: Julien Vauclair, Ottawa Senators, Position 74. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
1998: Adrian Wichser, Florida Panthers, Position 231. KEYSTONE / PATRICK B. KRAEMER
1997: Michel Riesen, Edmonton Oilers, Position 14. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
1997: David Aebischer, Colorado Avalanche, Position 161. AP / DAVID ZALUBOWSKI
1997: René Stüssi, Anaheim Ducks, Position 209. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
1996: Mattia Baldi, Montreal Canadiens, Position 207. KEYSTONE / KARL MATHIS
1994: Hnat Domenichelli, Hartford Whalers, Position 83. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
1994: Lars Weibel, Chicago Blackhawks, Position 248. KEYSTONE / ERWIN W. WYRSCH
1993: Patrick Howald, Los Angeles Kings, Position 276. KEYSTONE / YOSHIKO KUSANO
1991: Pauli Jaks, Los Angeles Kings, Position 108. KEYSTONE PHOTOPRESS / EDI ENGELER
1990: Mark Ouimet, Washington Capitals, Position 94. KEYSTONE / DANI TISCHLER
1990: Paul DiPietro, Montreal Canadiens, Position 102. KEYSTONE / KARL MATHIS
1976: Jacques Soguel, St.Louis Blues, Position 121. (Bildquelle: www.hcdavos.ch)

Ein Zaungast fragt Peter Zahner, warum er denn nicht 5000 Tickets als Weihnachtsgeschenk für die ZSC-Saisonkarteninhaber gekauft habe. Das wäre doch gerade zur Kundenbindung ein originelles Präsent gewesen. Er entgegnet freundlich, für solchen Unsinn könne man kein Geld ausgeben und empfiehlt dem Fragesteller, doch den Arbeitgeber zu fragen, ob der eventuell interessiert sei. Er verabschiedet sich nach zwei Dritteln und macht sich auf den Heimweg. Er wolle am Fernsehen noch ein wenig Champions League gucken. Natürlich nicht Partien der Champions Hockey League, die er präsidiert. Sondern der Champions League im Fussball.

Zürich für die KHL erobern? Das Zürcher Hallenstadion als «westliches Schaufenster» für die KHL? Zigmars Priede weiss um die Besonderheiten des helvetischen Hockeymarktes. Er weiss, dass die Fans eine emotionale Bindung an Spieler, an ein Team brauchen.

Er kann Weltklasse-Hockey und eine grandiose Show bieten – aber nicht diese Emotionen. Er wendet den Blick aus der Loge hinaus in die nicht ganz halb gefüllte Arena und antwortet auf die Frage, ob er nächstes Jahr zurückkehren werde, mit der Undurchschaubarkeit einer Sphinx: «Nun, das entscheidet der Markt…»

Jedes Jahr ein Stück Russland im Hallenstadion, mit Geigenspiel und Weltklassehockey. Ach, wie täte das der (Hockey-) Seele gut. Peter Zahner sollte unbesorgt sein und ein paar Tickets ordern. Seinen ZSC Lions würde deswegen kein Haar aus der Mähne fallen.

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