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Diesen Samstag findet der Frauenmarsch in Zürich statt. Eine Demonstration, die nicht nur Frauen was angeht. Bild: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS

9 Gründe, wieso du an den Frauenmarsch gehen solltest

Heute findet der «Women’s March Zurich» statt. Du fragst dich, ob du da auch hingehen sollst? Die Antwort ist Ja – hier sind die Gründe dafür:

Publiziert: 18.03.17, 09:36 Aktualisiert: 29.03.17, 16:16
Severin Miszkiewicz

Weil es immer noch solche Kommentare gibt:

Bild: Facebook/Andreas Glarner

Die Juso verbrennt demonstrativ BHs, um auf die Demo aufzurufen. SVP-Hardliner Andreas Glarner teilt den Beitrag zusammen mit einem beleidigenden Kommentar und lässt seine Anhängerschaft über die Aktion urteilen. Herausgekommen sind übelste und sexistische Kommentare, die die Aktivistinnen nur auf ihr Äusseres reduzieren.

Hasskommentare über verbrannte BH's

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Weil Frauen immer noch weniger Lohn verdienen! 

Bild: KEYSTONE

Auch in der Schweiz verdienen Frauen immer noch weniger als Männer. Frauen verdienen in der Privatwirtschaft im Schnitt rund 20 Prozent weniger als Männer. Im öffentlichen Sektor liegt die Differenz bei knapp 17 Prozent.*

Weil Gewalt an Frauen immer noch akut ist!

Bild: KEYSTONE

Häusliche Gewalt nimmt in der Schweiz zu. 2015 wurden von der Polizei 17‘297 Straftaten im häuslichen Bereich registriert – elf Prozent mehr als im Vorjahr. 

2015 gb es 9'673 geschädigte Personen. Davon waren 74 Prozent Frauen.

Bei Tötungsdelikten sieht die Zahl noch drastischer aus. Alle zwei bis drei Wochen stirbt eine Frau aufgrund häuslicher Gewalt. (Quelle: Bundesamt für Statistik. Stand: 2016)

 

Weil: «Grab them by the pussy» einfach nicht geht!

Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Trump, Marine Le Pen, die AfD, die Angriffe der polnischen Regierung auf die Abtreibungsrechte: Überall auf der Welt gibt es Politiker, die Sexismus und Diskriminierung fördern.

Weil unbezahlte Arbeit meist von Frauen gemacht wird!

Bild: KEYSTONE

Ein Grossteil der  unbezahlte Arbeit wird von Frauen erledigt. In breiten Teilen der Gesellschaft wird von Frauen immer noch erwartet, dass sie sich beispielsweise um die Kindererziehung kümmern, oder zu Hause putzen und kochen.

Zusätzlich sind viele «typischen Frauenberufe» schlechter bezahlt und besitzen wenig ansehen. 

Weil jeder selber über seinen Körper bestimmen dürfen sollte!

Bild: EPA/EFE

«My body, my choice»: Frauen sollen selber darüber entscheiden, wie sie leben wollen. Dazu gehört auch, selber über den eigenen Körper bestimmen zu können. 

Weil es um die Hälfte der Menschheit geht, aber alle davon betroffen sind!

Bild: KEYSTONE

Es geht um die Hälfte der Menschheit, betroffen sind aber alle davon! Seit 1996 sind Frauen in der Schweiz gesetzlich gleichgestellt. Diese Gleichstellung ist bis jetzt aber nur auf dem Papier erreicht. Die Organisation des Frauenmarsches fordern: Frauenrecht ist Menschenrecht und Menschenrecht ist Frauenrecht.

Fun Fact:

Gemäss Bundesamt für Statistik gibt es in der Schweiz 50,6 Prozent Frauen und nur 49,4 Prozent Männer. Auch im Rest der Welt sieht es ähnlich aus. Eine Schätzung besagt, dass auf 100 Frauen nur 97 Männer kommen.

Frauenstimmrecht

Vor dem 7. Februar 1971 bitten Schweizer Frauen Schweizer Männer darum, doch bitte fürs Frauenstimmrecht zu stimmen. Frauen dürfen ja noch nicht. KEYSTONE / STR
Bereits 1965 wurde fürs Frauenstimmrecht demonstriert ... KEYSTONE / STR
... ebenso 1969. KEYSTONE / STR
Party hard! Am Sonntag, dem 7. Februar 1971, ist es endlich so weit, und im Zürcher Stadthaus wird die historische Annahme des Frauenstimmrechts gefeiert ... KEYSTONE / STR
... und gefeiert ... KEYSTONE / STR
... und gefeiert. KEYSTONE / STR
Die direkte Folge des Frauenstimmrechts. Die zehn ersten Schweizer Nationalrätinnen, hier im Juli 1972. KEYSTONE / STR
Nur das winzig kleine Appenzell Innerrhoden sagt auch am 29. April 1990 an der Landsgemeinde noch immer nein zum Frauenstimmrecht. KEYSTONE / STR
1991 später sieht es auch in Appenzell Innerrhoden anders aus: Das Bundesgericht hat die Einführung des Frauenstimmrechts entschieden. KEYSTONE / STR

Weil es um viel mehr als Frauenrecht geht!

Bild: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS

«Women’s March Zürich» geht es nicht nur um Frauenrechte. Es geht um den Kampf gegen Sexismus, Rassismus, Armut und Unterdrückung von minorisierten Gruppen und den Respekt für einander.

Gehst du an den «Women’s March Zurich»?
Leider hat was nicht geklappt. Bitte versuche es später nochmals.

Weil du einen pinken Hut tragen kannst!

Bild: KEYSTONE

Noch nie war Farbe bekennen so schön. Hast du noch keinen «Pussyhat»? Hier geht's zur Anleitung!

Lismen statt lafern im Bundeshaus

Eine Gruppe von Nationalrätinnen hat sich am Weltfrauentag vom Mittwoch zum «Strick-In» in der Wandelhalle des Bundeshauses getroffen. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Landauf, landab würden heute pinkfarbene «Pussyhats» gestrickt, um auf die Gleichstellung der Frauen hinzuweisen, teilten die Parlamentarierinnen am Mittwoch in einem Communiqué mit. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Sie wollen damit ihre Solidarität mit der internationalen Bewegung kundtun, die sich seit dem Women's March in Washington Ende Januar formiert hat. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Die neue Bewegung setze sich gegen Sexismus und Rückschritte in der Gleichstellung sowie für Toleranz ein. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
In der Schweiz haben sich gemäss Mitteilung rund 50 Organisationen unter dem Slogan «We can't keep quiet» (Wir können nicht schweigen) zusammengeschlossen. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Gemäss ihrer Website akzeptieren sie weder den «Trumpism» noch den aktuellen Rechtsrutsch in Europa, da reaktionäre Politiken Frauenrechte gefährden und rassistische sowie trans- und homosexuelle Tendenzen verstärken würden. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Thomas Ammann (CVP-SG) und Regula Rytz (GPS-BE) beim Strick-in in der Wandelhalle des Nationalrats in Bern. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Christian Lohr (CVP-TG) hält die Wolle beim Strick-In mit seinem Fuss. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Angelo Barrile (SP-ZH), Claudia Friedl (SP-SG), Bea Heim (SP-SO), Tim Guldimann (SP-ZH) und Marianne Streiff-Feller (EVP-BE) beim Strick-In. KEYSTONE / ANTHONY ANEX

*Berichtigung und Entschuldigung

Punkt 2: «Weil Frauen immer noch weniger Lohn verdienen!» wurde korrigiert. Wir entschuldigen uns für die Falschmeldung.

In einer früheren Version des Artikels stand: «In der Regel liegt der Durchschnittslohn von Frauen 18,4 Prozent tiefer als bei Männer – für die gleiche Arbeit.

Geht es im gleichen Tempo weiter, so dauert es weiter 60 Jahre bis zur Lohngleichheit.

Zusätzlich wird mehr als ein Drittel der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männer nicht mit objektiven Merkmalen wie Ausbildung oder beruflicher Stellung erklärt, sondern geht direkt auf Diskriminierung zurück.»

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