Schweiz
Gesellschaft & Politik

9 Gründe, wieso du an den Frauenmarsch gehen solltest

A woman waves a flag depicting a symbol of feminism during a march to celebrate International Women's Day in Athens March 8, 2014. On March 8 activists around the globe celebrate International Wo ...
Diesen Samstag findet der Frauenmarsch in Zürich statt. Eine Demonstration, die nicht nur Frauen was angeht.Bild: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS

9 Gründe, wieso du an den Frauenmarsch gehen solltest

Heute findet der «Women’s March Zurich» statt. Du fragst dich, ob du da auch hingehen sollst? Die Antwort ist Ja – hier sind die Gründe dafür:
18.03.2017, 09:3629.03.2017, 16:16
Severin Miszkiewicz
Severin Miszkiewicz

Weil es immer noch solche Kommentare gibt:

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Bild: Facebook/Andreas Glarner
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Die Juso verbrennt demonstrativ BHs, um auf die Demo aufzurufen. SVP-Hardliner Andreas Glarner teilt den Beitrag zusammen mit einem beleidigenden Kommentar und lässt seine Anhängerschaft über die Aktion urteilen. Herausgekommen sind übelste und sexistische Kommentare, die die Aktivistinnen nur auf ihr Äusseres reduzieren.

Hasskommentare über verbrannte BH's

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Hasskommentare
quelle: facebook
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Weil Frauen immer noch weniger Lohn verdienen! 

ZUR FRUEHLINGSSESSION UND DER ALTERSVORSORGE 2020 VOM DIENSTAG, 14. MAERZ 2017, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - An elderly woman withdraws money from a cash dispenser, photog ...
Bild: KEYSTONE

Auch in der Schweiz verdienen Frauen immer noch weniger als Männer. Frauen verdienen in der Privatwirtschaft im Schnitt rund 20 Prozent weniger als Männer. Im öffentlichen Sektor liegt die Differenz bei knapp 17 Prozent.*

Weil Gewalt an Frauen immer noch akut ist!

[Topical image on domestic violence, posed picture 2010] Around one woman out of ten becomes a victim of physical or sexual violence within a relationship in the course of her adult life. In 2007 in 1 ...
Bild: KEYSTONE

Häusliche Gewalt nimmt in der Schweiz zu. 2015 wurden von der Polizei 17‘297 Straftaten im häuslichen Bereich registriert – elf Prozent mehr als im Vorjahr. 

2015 gb es 9'673 geschädigte Personen. Davon waren 74 Prozent Frauen.

Bei Tötungsdelikten sieht die Zahl noch drastischer aus. Alle zwei bis drei Wochen stirbt eine Frau aufgrund häuslicher Gewalt. (Quelle: Bundesamt für Statistik. Stand: 2016)

 

Weil: «Grab them by the pussy» einfach nicht geht!

President Donald Trump speaks during a "Friends of Ireland" luncheon on Capitol Hill in Washington, Thursday, March 16, 2017. (AP Photo/Evan Vucci)
Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Trump, Marine Le Pen, die AfD, die Angriffe der polnischen Regierung auf die Abtreibungsrechte: Überall auf der Welt gibt es Politiker, die Sexismus und Diskriminierung fördern.

Weil unbezahlte Arbeit meist von Frauen gemacht wird!

[Stockbild] Bathroom. Badezimmer. Toilet. WC. Toilette. Clean. Grooming. Putzen. Brush. WC Buerste. Woman. Frau. Housework. Hausarbeit. (KEYSTONE/Ayse Yavas) === , === : DIA, Nr. 156963]
Bild: KEYSTONE

Ein Grossteil der  unbezahlte Arbeit wird von Frauen erledigt. In breiten Teilen der Gesellschaft wird von Frauen immer noch erwartet, dass sie sich beispielsweise um die Kindererziehung kümmern, oder zu Hause putzen und kochen.

Zusätzlich sind viele «typischen Frauenberufe» schlechter bezahlt und besitzen wenig ansehen. 

Weil jeder selber über seinen Körper bestimmen dürfen sollte!

epaselect epa05813509 Women from the civil organization Coordinator of Feminisms and Security of Uruguay march on a main avenue of Montevideo, Uruguay, 24 February 2017, in protest of the eighth femin ...
Bild: EPA/EFE

«My body, my choice»: Frauen sollen selber darüber entscheiden, wie sie leben wollen. Dazu gehört auch, selber über den eigenen Körper bestimmen zu können. 

Die Geschichte einer Frau, die ins Ausland fuhr, um ihren Sohn abzutreiben.

Weil es um die Hälfte der Menschheit geht, aber alle davon betroffen sind!

ARCHIVE --- AM 1. JULI 1941 VOR 75. JAHREN WIRD URSULA KOCH, SCHWEIZER SP-POLITIKERIN, PARTEIPRAESIDENTIN UND NATIONALRAETIN, GEBOREN. NACHDEM SIE IM JAHR 2000 AUFGRUND PARTEIINTERNEN DRUCKS IHRE AEMT ...
Bild: KEYSTONE

Es geht um die Hälfte der Menschheit, betroffen sind aber alle davon! Seit 1996 sind Frauen in der Schweiz gesetzlich gleichgestellt. Diese Gleichstellung ist bis jetzt aber nur auf dem Papier erreicht. Die Organisation des Frauenmarsches fordern: Frauenrecht ist Menschenrecht und Menschenrecht ist Frauenrecht.

Fun Fact:

Gemäss Bundesamt für Statistik gibt es in der Schweiz 50,6 Prozent Frauen und nur 49,4 Prozent Männer. Auch im Rest der Welt sieht es ähnlich aus. Eine Schätzung besagt, dass auf 100 Frauen nur 97 Männer kommen.

Frauenstimmrecht

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Frauenstimmrecht
Vor dem 7. Februar 1971 bitten Schweizer Frauen Schweizer Männer darum, doch bitte fürs Frauenstimmrecht zu stimmen. Frauen dürfen ja noch nicht.
quelle: keystone / str
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Weil es um viel mehr als Frauenrecht geht!

A woman waves a flag depicting a symbol of feminism during a march to celebrate International Women's Day in Athens March 8, 2014. On March 8 activists around the globe celebrate International Wo ...
Bild: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS

«Women’s March Zürich» geht es nicht nur um Frauenrechte. Es geht um den Kampf gegen Sexismus, Rassismus, Armut und Unterdrückung von minorisierten Gruppen und den Respekt für einander.

Gehst du an den «Women’s March Zurich»?
An dieser Umfrage haben insgesamt 1431 Personen teilgenommen

Weil du einen pinken Hut tragen kannst!

Mit dem Bekenntnis "wir wehren uns: Lohngleichheit fuer Frauen ist bei weitem nicht erreicht", demonstrieren anlaesslich des Internationalen Tag der Frau hunderte von Frauen mit stricken von ...
Bild: KEYSTONE

Noch nie war Farbe bekennen so schön. Hast du noch keinen «Pussyhat»? Hier geht's zur Anleitung!

Lismen statt lafern im Bundeshaus

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Lismen statt lafern im Bundeshaus
Eine Gruppe von Nationalrätinnen hat sich am Weltfrauentag vom Mittwoch zum «Strick-In» in der Wandelhalle des Bundeshauses getroffen.
quelle: keystone / anthony anex
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*Berichtigung und Entschuldigung
Punkt 2: «Weil Frauen immer noch weniger Lohn verdienen!» wurde korrigiert. Wir entschuldigen uns für die Falschmeldung.

In einer früheren Version des Artikels stand: «In der Regel liegt der Durchschnittslohn von Frauen 18,4 Prozent tiefer als bei Männer – für die gleiche Arbeit.

Geht es im gleichen Tempo weiter, so dauert es weiter 60 Jahre bis zur Lohngleichheit.

Zusätzlich wird mehr als ein Drittel der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männer nicht mit objektiven Merkmalen wie Ausbildung oder beruflicher Stellung erklärt, sondern geht direkt auf Diskriminierung zurück.»
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So teuer ist Parkieren in der Schweiz – in Bern und am Oeschinensee wird's richtig happig
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